Gewerbe-Gebäudeversicherung trotz privater Nutzung und Terrorversicherung

  • Da mir die Versicherung keine Antwort gibt und die Versicherungsvertreterin die Gattin des Hausverwalters ist, versuche ich mein Glück hierrüber.


    Wir haben 2 Gebäudeversicherungen für das 6-Familen-Haus. Bei der einen sind Feuer, Sturm, Hagel und Elementarschäden (450 Euro). Die andere - welche mir sehr teuer erscheint(900 Euro), sind Leitungswasser und Glas versichert. Durch die Belegeinsicht konnte ich rausfinden, dass es sich um eine Firmen-Gebäudeversicherung handelt, in der auch eine Terrorversicherung bis 25 Millionen abgesichert sind. Wir sind ein reines Wohnhaus, warum wird eine Firmenversicherung abgeschlossen?

    Keiner vom Mieterbund hatte es jemals mit einer Terrorversicherung zu tun.


    Ich überlege, ob Versicherungsvertreterin hier einfach etwas mehr Prämie kassieren wollte und darum eine sehr teure Versicherung abgeschlossen hat. Die anderen im Haus sind fast alles Eigentümer und nicken alles ab- hinterfragen nichts.


    Nun meine Frage: sind gewerbliche Gebäudeversicherungen teurer als "normale" für reine Wohngebäude? Weiß jemand, ob die Terrorversicherung kostenfrei im Paket mit dabei ist. Die Allianz antwortet mir nicht und ich möchte nicht ohne Grund bei meinem Vermieter nachfragen.


    Die Versicherungsnummern bringen hier wohl eher nichts.


    Danke schon mal für Antworten.

  • Ich denke, dass du dich mit deinen Fragen durchaus an den Vermieter wenden kannst. Dieser ist dein Vertragspartner. Dass du keine Informationen der Versicherung bekommst, ist normal. Wenn tatsächlich eine Firmengebäudeversicherung abgeschlossen wurde, ist dies für ein reines Wohngebäude nicht korrekt und sollte auch den Vermieter Interessieren.


    Zur Terrorversicherung: Grundsätzlich gibt es Urteile, dass die Kosten für eine Terrorversicherung umlagefähig sind. Sicherlich kann man mit dem Vermieter streiten, ob eine solche Versicherung wirklich notwendig ist, aber da der Vermieter nicht die günstigste Versicherung wählen muss, braucht man vermutlich hier kein Fass aufmachen. So hoch werden die Kosten runtergebrochen auf die einzelnen Parteien eher nicht sein oder sind teilweise tatsächlich "kostenfrei" (d.h. einkalkuliert und nicht abwählbar) in den Premium-Produkten enthalten. Dagegen, dass ein Vermieter die höchste Absicherung, ohne Selbstbehalte, wählt, kann man nichts machen, solange die Kosten marktüblich sind.

  • Hallo,


    mir schien die Leitungswasser- Glasbruch- Versicherung in unserem 6-Familien-Haus sehr hoch (900 Euro). Die Versicherungsvertreterin ist die Gattin des Hausverwalters, die profitieren also von hohen Versicherungsprämien.

    Brandschutz, Elementar und Sturm ist bei einem anderen Versicherer abgeschlossen.

    Bei der Belegeinsicht sah ich auf der Police, dass es eine Firmen-Gebäudeversicherung für ein reines Wohnhaus ist. Das fand ich schon seltsam. Aber es war extra noch eine Terrorversicherung aufgelistet. Ich wollte von meinem Vermieter, bzw der Hausverwaltung die Versicherungsbedingungen einsehen und wissen, ob dies ein Extra-Baustein ist- wovon ich ausgehe. Es ist auch eine Mietausfallschutzversicherung dabei, wobei die sich auf die Leitungswasserversicherung beziehen könnte. Alles nicht ersichtlich.

    Er verweigert mir die Einsicht, mit der Mitbegründung, dass ich als Mieter kein Mitspracherecht bei Versicherungen hätte und die Eigentümer das so entschieden haben. Ich hab mit zwei Eigentümern gesprochen- die wissen gar nichts über die Inhalte der Versicherung, hinterfragen aber auch nicht weiter. Ist ihnen zu mühsam.

    Mein Vermieter ist Immobilienmakler sowie die Hausverwalter auch- ich habe das Gefühl, die klüngeln zusammen und decken sich gegenseitig. Meine Nebenkosten sind in fast allen Bereichen sehr hoch. Aber da da die Eigentümer nichts hinterfragen, kann die Hausverwaltung so agieren.

    Dummerweise hab ich die Nachzahlung schon getätigt- unter Vorbehalt zwar, aber ich kann es nicht mehr als Druckmittel einsetzten.

    Was kann ich denn tun?


    Frage verschoben. Bitte Fragen zur gleichen Sache nicht doppelt einstellen, sondern im bestehenden Thema nachfragen!

  • Bei der Belegeinsicht sah ich auf der Police, dass es eine Firmen-Gebäudeversicherung für ein reines Wohnhaus ist.

    Das hatten wir ja bereits oben, das ist in der Tat seltsam.


    . Aber es war extra noch eine Terrorversicherung aufgelistet. Ich wollte von meinem Vermieter, bzw der Hausverwaltung die Versicherungsbedingungen einsehen und wissen, ob dies ein Extra-Baustein ist- wovon ich ausgehe.

    In einigen Fällen ist laut BGH die Terrorversicherung umlagefähig. Ob das bei dir zutrifft, können wir bisher nicht beurteilen. Das hängt maßgeblich von der Lage des Gebäudes ab.



    Es ist auch eine Mietausfallschutzversicherung dabei, wobei die sich auf die Leitungswasserversicherung beziehen könnte. Alles nicht ersichtlich.

    Das spielt auch keine große Rolle, denn die Mietausfallversicherung innerhalb der Wohngebäudeversicherung ist grundsätzlich umlagefähig.


    Er verweigert mir die Einsicht, mit der Mitbegründung, dass ich als Mieter kein Mitspracherecht bei Versicherungen hätte und die Eigentümer das so entschieden haben.

    Das ist auch korrekt. Die Eigentümer haben das entschieden und ein Mieter da hat keinerlei Mitspracherecht. Du kannst die Zahlung nicht umlagefähiger Bestandteile verweigern, aber ansonsten steht es den Eigentümern bzw. dem Vermieter weitgehend frei.


    Ich tu mir auch schwer, zu beurteilen, ob die Höhe nun arg hoch ist. Wir zahlen für unser Zweifamilienhaus für eine normale Wohngebäudeversicherung incl. Elementar und Leitungswasserschäden bereits 1100€ im Jahr, für 225m² Wohnfläche. In unserem Ort ist das aber eine übliche Summe und würde auch durch Wechsel der Versicherung nicht günstiger.


    Wenn dir die Eckdaten des Hauses aus dem Beleg bekannt sind, wie Baujahr, Gesamtwohnfläche usw. könntest du Vergleichsportale bemühen und bei sehr groben Abweichungen nochmals nachfragen, bzw. bei weiterer Weigerung bleibt nur der Weg über einen Anwalt. Leitungswasserschaden-Versicherungen sind häufig recht teuer, gerade wenn die Gebäude etwas älter sind oder die Sanierung etwas her ist, da diese Schäden vergleichsweise häufig sind und viel Geld kosten. Das spiegelt sich folglich in der Versicherungsprämie. Evtl. gab es in der Vergangenheit im Haus auch einen Leitungswasserschaden und dies ist der Grund für die hohe Prämie. Allerdings könnte dir das der Vermieter auch einfach sagen.

  • Danke für die Antworten.


    Wir wohnen in einem sehr beschaulichen Teilort, da hätte eine Terrorversicherung mal überhaupt keine Begründung.


    Was mich so ärgert und auch skeptisch macht ist, dass die mir die Versicherungsbedingungen nicht einfach vorlegen? Warum? Wenn das alles in Ordnung ist, haben Hausverwaltung und Vermieter können Sie es doch einfach vorlegen. Ich weiß, dass es wahrscheinlich keine große Summe ausmachen wird. Aber es geht mir auch ums Prinzip. Die Nebenkosten (welche sich nicht auf Wasser/Heizen beziehen) hier sind viel zu hoch- das bestätigt mir wirklich jeder.


    Es ist wohl mein persönliches Problem mit der Ohnmacht als Mieter. Ich zahl schon weit über dem örtlichen Mietspiegel Miete für eine abgewohnte Wohnung und wenn dann jährlich die Betriebskosten auch noch überproportional hochschießen, dann möchte ich da schon genaueres wissen.

  • Es ist wohl mein persönliches Problem mit der Ohnmacht als Mieter

    Man ist als Mieter da nicht ohnmächtig. Man hat das Recht, Belege einzusehen, und dazu kann auch die Versicherungs Police gehören wenn nötig. Die Terrorversicherung dürfte aber wahrscheinlich von den Kosten her nur sehr wenig ausmachen, daher musst du dich in diesen Punkt vielleicht nicht so hinein hängen. Die hohen Betriebskosten liegen vielleicht an ganz anderer Stelle.

    Die Nebenkosten (welche sich nicht auf Wasser/Heizen beziehen) hier sind viel zu hoch- das bestätigt mir wirklich jeder.

    Mag sein. Doch man kann als Mieter keine Einwände gegen die Abrechnung geltend machen mit der Begründigung, dass die Kosten zu hoch sind. Sondern man muss die Fehler in der Abrechnung genau benennen. Daher empfehle ich, dass du dir für die Prüfung von einer fachkundigen Person helfen lässt. Nach der inhaltlichen Prüfung der Abrechnung weißt du dann genau, auf was du im Speziellen bei der Belegeinsicht achten musst. Du kannst Fotos von den Belegen machen, um diese dann anschließend wiederum jemandem zu zeigen, z.b. einem Anwalt. Nur so kommst du zu einem Ergebnis.

  • Ja, ich erhielt von der Hausverwaltung einen Anhang per Mail, dass es wohl Wasserschäden über 6000 Euro gab und deshalb sei die Prämie so immens teurer geworden.


    Das mit der Police schrieb ich meinem Vermieter schon- er meinte, ich als Mieterin habe kein Einsichts- und Mitspracherecht.


    Ich weiß schon, dass das keine Begründung ist mit "zu hoch". Ich habe Fotos gemacht, aber die Police lag bei der Belegeinsicht nicht vor. Mein Begleiter und auch ich waren da fast überfordert, was nun alles wichtig ist und ob alle Unterlagen vorhanden sind. Haben einfach alles fotografiert und gingen dann wieder.


    Ich befürchte, ich muss einen Widerspruch schreiben und ggf mit Zurückbehaltungsrecht drohen. Alles andere interessiert Vermieter und Hausverwaltung nicht.


    Ich bin mit dem Mieterbund im Kontakt, aber so richtig unterstützt werde ich nicht. Ist derzeit eh schwierig, da nur Telefonberatung möglich ist. Die rieten mir, direkt bei der Allianz nachzufragen. Aber logischerweise gibt mir die Allianz ja keine Auskunft.