Kosten der Hausbeleuchtung pro Tag Verbrauch realistisch

  • Hallo liebe Community.


    Bezüglich der Kosten für die Hausbeleuchtung wurde mir nur eine einzelne Stromkostenabrechnung vorgelegt, aus der aber nicht ersichtlich ist was darin enthalten ist.

    Für ein Gebäude mit 3300m² (4 Aufgänge mit je 8 Einheiten) sind laut Rechnung >12.000 kWh Verbrauch entstanden. Die Lieferstelle wurde von der Hausverwaltung auch namentlich als "Hausbeleuchtung" angegeben.


    Sind 34 kWh / Tag Verbrauch nicht offensichtlich unrealistisch für rein umlegbare Beleuchtungskosten?


    Die Hausverwaltung rechnet intern auch nur mit dem Begriff "Hausstrom" und es finden keinerlei Unterteilungen statt. Ich gehe also stark davon aus, dass die Mieter sämtliche Stromkosten tragen sollen.

  • Ich würde mir einfach mal die Belege zeigen lassen.


    Ansonsten von mir nur der Hinweis, dass der Begriff "Hausbeleuchtung" schon mal irreführend sein kann.

    Es gibt vom Versorger in der Regel nur einen einzigen Allgemeinzähler. An diesem Zähler hängt dann nicht nur die Beleuchtung, sondern auch der Betriebsstrom für Heizung und Aufzug, sowie ggf. auch für einen Kabelverstärker.

    Das ganze kann man folglich gar nicht aufteilen, so dass von einem Haus-, bzw. Allgemeinstrom gesprochen wird.

    Ich gehe also stark davon aus, dass die Mieter sämtliche Stromkosten tragen sollen.

    Für den gemeinschaftlichen "Bereich", ja. Das ist aber auch zulässig.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Die Belege bestehen wirklich nur aus einer einzelnen Stromabrechnung und mehr konnte mir nicht vorgelegt werden.


    In der Nebenkostenverordnung gibt es keinen "Allgemeinstrom" oder "Hausstrom" für die Nebenkosten.

    Da nur bestimmte Stromkosten (Beleuchtung) umlegbar sind, müssen eben nicht umlegbare Stromkosten herausgerechnet werden.

    Der Betrag für die Gesamtkosten der Hausbeleuchtung ist aber 1:1 der Betrag, der auf der Stromrechnung steht.


    Von daher steht die Behauptung im Raum, dass die 34 kWh pro TAG für Beleuchtung anfallen würden.


    Daher meine Vermutung, dass einfach der gesamt anfallende "Allgemeinstrom" nach Fläche umgelegt wird, inkl. unzulässiger Anteile für z.B. Baumaßnahmen, Fassadenbeleuchtung, Beleuchtung einer Reklametafel auf der Außenwand usw.


    Den Posten habe ich selbstverständlich moniert, aber alleine die Behauptung dass dieser enorme Verbrauch nur Hausbeleuchtung sein soll, ist doch unglaubwürdig.

  • Da nur bestimmte Stromkosten (Beleuchtung) umlegbar sind, müssen eben nicht umlegbare Stromkosten herausgerechnet werden.

    Was sollen diese nicht umlegbaren Stromkosten sein? Solange diese den allgemeinen Bereich umfassen, sind diese auch umlegbar.

    In der Nebenkostenverordnung gibt es keinen "Allgemeinstrom" oder "Hausstrom" für die Nebenkosten.

    Weil sich das in unterschiedlichen Punkten der BetrKV aufteilt. Dort gibt es Beleuchtung, Betriebsstrom, etc.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Was sollen diese nicht umlegbaren Stromkosten sein? Solange diese den allgemeinen Bereich umfassen, sind diese auch umlegbar.

    Wie schon geschrieben: Fassadenbeleuchtung (reine Dekobeleuchtung), beleuchtete Außenwandreklame und Strom für Baumaßnahmen im Gebäude.

    Diese Kosten hat der Vermieter bzw. der Verursacher selbst zu zahlen.


    Um auf die Frage des Themas zurück zu kommen:


    Ist es realistisch, dass >12.000 kWh bzw. nach der neusten Abrechnung sogar >14.000 kWh Verbrauch durch reine Hausbeleuchtung entsteht?

    Das sind 34 kWh bzw. 38 kWh am Tag.

    Und die Rechnung wird zu 100% flächenmäßig umgelegt. D.h. darin kann schon deswegen kein Betriebsstrom enthalten sein. Da kommt also noch einmal die Frage dazu, ob dieser dann doppelt Berechnet wird, wenn es wirklich nur einen Zähler gibt.


    Es gibt 4 Aufgänge mit je beleuchteter Hausnummer und Klingelschild und eine Treppenhausbeleuchtung mit jeweils 8 Lampen pro Aufgang und mit Zeitschalter. Das ist alles. Es gibt keine Außenbeleuchtung, keine beleuchteten Stellplätze oder sonstwas. Mieter haben keinen Kellerzugang, also fällt die Beleuchtung da unten auch weg.


    Die Beleuchtung für Hausnummer und Klingel ist nur morgens/abends an und das Treppenhauslicht brennt ja auch nicht 24/h am Tag.


    Wenn ich mir diese Info hier angucke: https://www.enbw.com/blog/wohnen/energie-sparen/was-man-mit-1-kwh-so-alles-machen-kann-2/ kann das alles hinten und vorne nicht stimmen.

  • Ist es realistisch, dass >12.000 kWh bzw. nach der neusten Abrechnung sogar >14.000 kWh Verbrauch durch reine Hausbeleuchtung entsteht?

    Kurz und knapp: nein.

    Ich würde der Abrechnung schriftlich widersprechen und in dem Zusammenhang auch auf die Baumaßnahmen hinweisen.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.