Vermieter lassen uns nicht gehen

  • Hallo zusammen,


    wir bräuchten mal eure Unterstützung. Wollen früher aus der gesetzlichen Kündigungsfrist. Unsere Vermieter lassen uns nicht aus der Mietwohnung gehen obwohl wir schon 3 potentielle Nachmieter für Sie gefunden haben die sofort einziehen könnten.


    Über die gesamte Mietdauer hin haben wir unsere Vermieter mehrmals darauf hingewiesen, ganztägig Warmwasser bereitzustellen. Jedoch keine Reaktion. Haben nur früh und abends 1-2 Stunden Warmwasser ansonsten muss man das Wasser 5-10 Minuten laufen lassen, um beispielsweise abzuspülen, duschen, etc. Laut Internetrecherche müssten wir dann bis zu 70% weniger Nebenkosten bezahlen. Zählt dies als triftiger fristloser Kündigungsgrund?




    Zudem kommen Sie Ihrer Schneeräum – und Streupflicht, wie laut Vertrag erforderlich, nicht nach. Auch hier haben wir Sie mehrmals darauf hingewiesen.


    Außerdem ist die Beleuchtung zum Stellplatz und bis hin zur Straße nicht gewährleistet und musste auf unsere Kosten nachgerüstet werden. Nun wollen Sie eine Nachberechnung der Betriebskosten obwohl im Mietvertrag hierzu nichts aufgeführt ist.



    Ebenfalls wurde uns eine Nichtauszahlung der Kaution angedroht.



    Eine Aufschlüsselung unserer Nebenkostenabrechnung haben wir bis heute noch keine gesehen – obwohl diese verpflichtend ist und wir diese gerne bei der Steuer mit eingereicht hätten. Auch hierzu haben wir Sie mehrfalls darauf hingewiesen – keine Reaktion. Dies wäre jedoch nicht mal möglich da Ihnen die Investition in einen separaten Zähler schon zu knickrig ist. Müssen wir überhaupt noch Nebenkosten überweisen?


    Bei dem Mietvertrag wurde zudem das Kreuz bei der Überweisung unter Punkt 5 siehe Mietvertrag seitens Vermieter vergessen – Müssen wir überhaupt noch was überweisen? Oder hätten wir das Recht auf Rückforderung?


    Welche Möglichkeiten haben wir? Eine Rechtsschutzversicherung liegt vor – jedoch keine Mietrechtsschutzversicherung. Diese nun abzuschließen würde für uns wahrscheinlich keinen Sinn machen da man ja eine Wartezeit von 3 Monaten hat und wir nur noch wenige Wochen drin wohnen bzw. müssen. Anschließend werden wir den Mietrechtsschutz nicht mehr benötigen. Was können wir tun? Welche Rechte haben wir hierbei? Bitte um Unterstützung eurerseits!! Vielen Dank


    Beitrag bearbeitet, bzw. Anlage entfernt (Bankverbindung)

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  • Wollen früher aus der gesetzlichen Kündigungsfrist. Unsere Vermieter lassen uns nicht aus der Mietwohnung gehen obwohl wir schon 3 potentielle Nachmieter für Sie gefunden haben die sofort einziehen könnten.


    Das tut leider nichts zur Sache. Einen Rechtsanspruch auf eine Nachmieterstellung habt ihr nicht. Die Kündigungsfristen sind grundsätzlich einzuhalten.

    Das Thema unzureichende Warmwasserversorgung ist auch kein Grund für eine fristlose Kündigung, sondern nur für eine Mietminderung.

    Eine Aufschlüsselung unserer Nebenkostenabrechnung haben wir bis heute noch keine gesehen – obwohl diese verpflichtend ist und wir diese gerne bei der Steuer mit eingereicht hätten.

    Was verstehst Du unter einer Aufschlüsselung?


    Bei dem Mietvertrag wurde zudem das Kreuz bei der Überweisung unter Punkt 5 siehe Mietvertrag seitens Vermieter vergessen – Müssen wir überhaupt noch was überweisen? Oder hätten wir das Recht auf Rückforderung?

    Was wollt Ihr denn zurückfordern? Die gezahlten Mieten? Nein, das funktioniert nicht. Ihr habt einen wirksamen Mietvertrag und müsst Miete zahlen. Das fehlende Kreuz tut da nichts zur Sache.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Zur Kündigungsfrist:

    der Vermieter ist nicht gezwungen den Mieter eher aus der gesetzlichen Kündigungsfrist zu lassen, auch wenn der Mieter Nachmieter benennen kann. Der einzige Grund vorzeitig aus einem Mietverhältnis herauszukommen wäre fristlose Kündigung, aber dafür bedarf es triftiger Gründe. Da kann man leider nichts großartig machen.


    Das mit dem Wasser würde eventuell als Kündigungsgrund gelten, wenn der Zustand erst nach dem Einzug eingetreten ist, ansonsten gilt gemietet wie gesehen.


    Was die Nachrüstung der Beleuchtung angeht könntet ihr versuchen die entstandenen Kosten beim Vermieter einzuklagen, seid aber vorsichtig: wenn ihr das selber installiert habt und eventuell in der Zukunft Schäden auftreten (durch falsche Installation o.ä.) kann der Vermieter euch wiederum haftbar machen.