Nebenkostenabrechnung Heizung im öffentlichen Gebäude

  • Hallo Freunde,

    meine Anliegen ist sehr Spezial und brauche von euch Hilfe.

    Ich habe ein alten grundschule mit Hausmeisterwohnung gekauft. Im Vertrag von Stadt und der Vermieter steht folgendes wegen der Betriebskosten:

    Abweichend von den Regelungen des paragraf 4 wird folgendes zwischen dem Mieter und dem Vermieter vereinbart: Die gemäß § 4 Abs. 2 erhobenen Betriebskosten wurden aufgrund von Erfahrungswerte festgesetzt. Da die vermietete Wohnung einen Zusammenschluss mit einem öffentlichem Gebäude bildet, ist genaue Ermittlung der Betriebskosten nicht möglich.

    Für die Heizkostenvorauszahlung bezahlt der Mieter 85€.

    Warmwasser haben die Klassen nicht gehabt und die Heizungen habe ich im selben Monat nach meinem kauf abgebaut.

    Ich habe von Gasversorger Rechnung erhalten, daß ich ca. 800€ nachzahlen soll und demnächst nicht mehr 260€, sondern 1110€ jeden Monat vorauszahlen.

    Meine Frage lautet, muss der Vermieter mir das 800€ zurückerstattet und kann ich Heizkostenvorauszahlung auf 1110€ erhöhen.


    Danke voraus

  • Die Situation mit der Heizung ist leider etwas unklar. Du schreibst, dass die Kosten zwischen Schule und Wohnung nicht getrennt werden könnten, dann ist aber widersprüchlich, dass du eine Gasrechnung bekommst. Diese müsste doch die Stadt bekommen und die dann einen Teil der Kosten weiter belasten, wenn es eine gemeinsame Heizanlage gibt. Bitte beschreibe etwas genauer, wie es sich verhält.

  • Ich habe von der Stadt die ehemalige Grundschule mit Hausmeisterwohnung gekauft. Die untere Zitat von mir ist das was Stadt vor 25 Jahren mit Vermieter im Vertrag vereinbart hat.


    "Abweichend von den Regelungen des paragraf 4 wird folgendes zwischen dem Mieter und dem Vermieter vereinbart: Die gemäß § 4 Abs. 2 erhobenen Betriebskosten wurden aufgrund von Erfahrungswerte festgesetzt. Da die vermietete Wohnung einen Zusammenschluss mit einem öffentlichem Gebäude bildet, ist genaue Ermittlung der Betriebskosten nicht möglich."

  • Das Problem dabei ist, dass die Heizkostenverordnung Vorrang hat vor vertraglichen Vereinbarungen. Du bist als Vermieter also verpflichtet, durch den Einbau von Zählern den Verbrauch zu ermitteln, sodass eine Abrechnung im Sinne der Verordnung möglich ist. Darauf kann der Mieter bestehen. Als es noch eine Hausmeisterwohnung war, mag es eine andere Situation gewesen sein. Aber jetzt hat das Gebäude ja einen anderen Zweck.