Mietminderung wegen nicht nutzbarer Küche und falscher Wohnungsgröße

  • Hallo Zusammen,


    weiß zufällig jemand wie viel man die Miete mindern kann, wenn die Küche nicht nutzbar ist, weil kein Wasseranschluss / Abfluss vorhanden und komplett mit altem Kram voll steht.


    Außerdem wurde eine falsche Wohnungsgröße angegeben die 15% vom Istzustand abweicht.


    Wäre in dem Fall eventuerll auch eine Fristlose Kündigung der Wohnung möglich?


    Eine Wohnung ohne Küche ist m. M. n. eine Zumutung.


    Gruß,

    Steffanovic


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    kann mir jemand sagen, ob ein Vermieter/in einen Kellerraum als Küche vermieten darf, obwohl dort kein Wasseranschluss / Abfluss vorhanden ist?

    Im Internet habe ich gelesen, wenn kein Wasser Anschluss/Abfluss vorhanden ist, darf der Raum nicht als Küche deklariert werden.

    Weiß da vielleicht jemand mehr drüber?


    Eigentlich dürfte der Kelleraum dann ja auch nicht zur Wohnflächenbrechnung mit einfließen oder?

  • Eine Wohnung ohne Küchenanschlüsse ist rechtlich betrachtet keine Wohnung. Was wurde denn konkret im Mietvertrag vereinbart? Wurde die Wohnung/ das Zimmer vorab besichtigt? Gab es zu diesem Zeitpunkt eine funktionsfähige Küche oder wurde die Anschlussmöglichkeit zugesichert?


    Ist die Wohnfläche in Mietvertrag als Merkmal für den vertragsgemäßen Zustand der Wohnung vereinbart? Häufig finden auch dort Negativklauseln, dass die Angabe einer bestimmten Wohnungsgröße nicht den vertragsgemäßen Zustand definiert und sich dieser aus den vermieteten Räumen ergibt. Dies kannst du selbst in deinem Vertrag prüfen.


    Was wurde zum "alten Kram" vereinbart? Gibt es ein Übergabeprotokoll?


    Als Küche kann man einen Kellerraum ohne Anschlüsse für eine Küche eher nicht vermieten. Allerdings kann auch ein Raum im Keller die Anforderungen an Wohnfläche genügen, wenn dieser ausschließlich über die Wohnung zu nutzen ist und dem ansonsten baurechtlich nichts entgegen steht.


    Es hängt maßgeblich von den vertraglichen Vereinbarungen ab, welche rechtlichen Möglichkeiten als Mieter zur Verfügung stehen. Die Klärung des Einzelfalls ist jedoch einem Anwalt vorbehalten. Wir können nur allgemeine Tipps geben.

  • Im Mietvertrag steht ( Siehe Datei Anhang ). Die Wohnung wurde leider nicht persönlich besichtet, sondern aus der Ferne angemietet. Es wurde lediglich am Telefon gesagt, das im Keller ein Raum ist der als Küche dienen soll. Aber dass dort keine Wasseranschlüsse / Abfluss vorhanden sind, war nicht bekannt.


    Es war auch noch nie eine funktionsfähige Küche installiert und es wurden auch keine Anschlussmöglichkeiten zugesichert.


    Als Wohnungsgröße sind 48 qm angegeben. Im Vertrag steht nix von einer Negativ Klausel.


    Zum alten Kram wurde nichts im Vertrag vereinbart. Nur im Mietangebot das dem Jobcenter vorgelegt wurde, stand drin dass die Wohnung leer übergeben wird.


    Es gibt kein Übergabeprotokoll. Die Vermieterin war bei Einzug nicht vor Ort. Die Schlüssel um ins Haus zu gelangen, musste ich mir beim Sohn abholen.


    Der Kellerraum ist nicht über die Wohnung zu nutzen. Der ist von keiner Wohnung aus zu nutzen. Der befindet sich am Ende des Gemeinschaftskellerflur und daneben ist der Wasch / Trockenraum, Heizungsraum usw.


    Und ob der Kellerraum als Küche baurechtlich erlaubt ist, bezweifele ich. Denn laut Baumt für NRW steht das die Decken Höhe u.a. mindestens 2,40 m hoch sein. Der Kellerraum der vermietet wurde hat nur eine Höhe von 2,19m.


    Eine Anwalt wird schon gesucht..


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  • Aufgrund der Gesamtsituation kann ich nur raten, dich von einem Anwalt beraten zu lassen. Diese kann dich konkret dazu beraten, wie hoch eine Mietminderung in diesen Fall ausfallen kann oder was er zu einer fristlosen Kündigung sagt. Außerdem kann er genauer betrachten, ob hier ein Fernabsatzgeschäft vorliegt und du ggf. sogar ein Widerrufsrecht hast. Weiterer Beratungsbedarf betrifft auch die Situation, dass hier das Jobcenter mit involviert ist und sich daher die Frage nach einem erneuten Umzug stellt. Für ein Forum führt dies zu weit. Hier werden wesentliche vertragliche Verpflichtungen vom Vermieter nicht erfüllt und du musst als Mieter den Zustand ohne Küche, obwohl vertraglich zugesichert, nicht hinnehmen. Vermutlich ist eine fristlose Kündigung gerechtfertigt, allerdings brauchst du dafür ja auch eine Ersatzwohnung und wenn das Jobcenter dem Umzug zustimmen muss, wird es noch etwas komplizierter.