Modernisierungsmaßnahme oder Instandhaltung

  • Hallo zusammen,


    Ich bräuchte eine Meinung zu folgendem Fall. Der Vermieter hat eine Mieterhöhung angesetzt mit der Begründung er würde modernisieren. Es handelt sich um ein altes Haus welches auch durch Witterung in die Jahre gekommen ist. Nun zählt er zu den Modernisierungsmaßnahmen unter anderem auf die Fensterläden außen zu streichen, Stromzähler für den Trockenraum einzubauen und die Fassade zu verputzen, wo dieses Jahr erst Löcher zugespachtelt worden sind. (Ich denke auch das war mit "Erneuerung" gemeint)

    Zählt das denn zur Modernisierung?

  • Das Streichen der Fensterläden oder ein Verputzen der Fassade sind keine Modernisierungsmaßnahmen, sondern dienen nur der instandhaltung. Sogar im Rahmen einer echte Modernisierung, d.h. Anbringen einer Fassadendämmung und neuer Fenster mit besserem Wärmeschutz, wäre dieser Instandhaltungsteil von den Kosten abzuziehen.

    Der Neueinbau von Zählern (z.B. Wasser) ist meist eine Modernisieurng, allerdings gehe ich davon aus, dass der Trockenraum gemeinschaftlich genutzt wird und damit nicht der Verbrauchserfassung einzelner Parteien dient. Damit sehe ich auch hier nicht, wo dies eine Modernisierung darstellen soll.

  • Ok danke. Meine erste Vermutung war auch, dass es keine Modernisierung ist. Bei den Zählern geht es primär darum, dass scheinbar jahrelang alle Trockner auf den Allgemeinstrom hingen durch den Vermieter. Eigentlich hatten alle Mieter einen Stromanschluss aber der Vermieter hat eigenständig alle Trockner an den Allgemeinstrom gehängt und deshalb kam es dann durch den horrenden Allgemeinstromposten zu Beschwerden und deshalb sollen Zähler angebracht werden.

  • Eigentlich hatten alle Mieter einen Stromanschluss aber der Vermieter hat eigenständig alle Trockner an den Allgemeinstrom gehängt und deshalb kam es dann durch den horrenden Allgemeinstromposten zu Beschwerden und deshalb sollen Zähler angebracht werden.

    Achso, also doch eine Umstellung auf Erfassung der einzelnen Nutzer. Zum Einbau von konkret (Zwischen)Stromzählern konnte ich keine Urteile finden, da das sehr unüblich ist und meist einfach die Leitung auf den Zähler der einzelnen Nutzer geklemmt wird und die Stromzähler ohnehin vom Netzbetreiber/Versorger gemietet werden. Evtl. könnte man argumentieren, dass durch die Verbrauchserfassung besser auf die Nutzung geachtet wird und daher Endenergie eingespart wird. Grundsätzlich könnte ich mir hier eine Modernisierung analog zu Wasserzählern vorstellen, das ist jedoch nur eine persönliche Einschätzung ohne praktische Erfahrung, da ein solches Kontrukt aus technischer Sicht in meinen Augen keinen Sinn macht. Eigentlich muss es eigentlich eine Zuleitung für jeden Trockner geben, dann kann man diese einfach umklemmen vom Allgemeinstrom auf den jeweiligen Zähler. Etwas schwieriger wäre es nur dann, wenn der Zähler für den Allgemeinstrom ganz woanders im Haus platziert ist und man noch viele neue Leitungen ziehen müsste.

  • Ich verstehe es auch irgendwie nicht, denn die Trockner und auch die Waschmaschinen stehen alle im gleichen Raum und früher gab es eine Steckdose pro Wohnung zum Abschließen. Dann wurde umgebaut und es gab keine Steckdosen mehr mit Schlüssel. Der Sinn dahinter wurde nicht genau erläutert. Leider ist das Ganze nicht ganz transparent.