Erhöhung der Betriebskosten in Umsetzwohnung

  • Sehr geehrte Community,


    Ich würde gern eure Meinung zu folgendem hören:


    Ich wohne seit einiger Zeit in einer Umsetzwohnung bis die Sanierung des Hauses meine alten Wohnung beendet ist. Dann zahle ich mehr Miete was auch abgesprochen war.


    Der Vermieter hat mir vorher eine Mail geschickt und geschrieben, dass ich in der Umsetzwohnung eine geminderte Miete zahle, die der Miete meiner alten Wohnung 1:1 entspricht.


    Im Vertrag habe ich dann nur auf die Gesamtmiete geschaut und gesehen, dass es stimmt. Mir ging es damals nicht gut also wollte ich den Prozess hinter mich bringen.


    Nun bekomme ich eine Betriebskostenerhöhung und man sagt mir, dass (und das stimmt so auch) man ja im Vertrag nur die Grundmiete gemindert hat, so dass die Miete gleich war. Heißt also ich muss mit der Erhöhung jetzt leben, obwohl es für eine Wohnung ist in die ich nur unter zwang eingezogen bin insofern als das ich ja nicht in meinem Haus bleiben konnte.


    Vielleicht rege ich mich über nichts auf aber ich habe es eben damals so verstanden.


    Der Vermieter sagt klar, dass die Erhöhung auch bleibt. Ich werde dann wohl zahlen.


    Sich noch weiter da reinsteigern lohnt nicht oder ? Email gegen Vertrag sieht nach verlorenem Posten aus.


    Ist es denn nicht so dass umsetzwohnungen nicht mehr kosten dürfen ?


    Beste Grüße

  • Ist es denn nicht so dass umsetzwohnungen nicht mehr kosten dürfen ?

    Das ist korrekt. Der Vermieter hat einen Vertrag zu erfüllen, auch wenn er sanieren möchte. Dies kann er mit Stellung einer Ersatzwohnung tun.


    ABER: Du schreibst, dass du einen neuen Vertrag für die Ersatzwohnung abgeschlossen hast. Das wäre ein Fehler gewesen, wenn das so sein sollte, hättest du nicht tun müssen. Denn der neue Vertrag gilt dann.

    Nun bekomme ich eine Betriebskostenerhöhung

    Also doppelt? Einmal in einem neuen Vertrag und dann nochmal zusätzlich? Beides zusammen widerspricht sich, denn für eine Erhöhung der Betriebskosten gibt es bestimmte gesetzliche Regeln, das geht nicht einfach so willkürlich.


    Man muss unterscheiden, ob eine Pauchale vereinbart ist oder eine Vorauszahlung. Bei einer Vorauszahlung musst du jährlich eine Abrechnung bekommen. Und be einem entsprechenden Guthaben bekommst du dann was zurück. Bei einer Pausschale wäre das nicht so, aber man muss dazu wissen, dass die Heizkosten nicht als Pauschale gerechnet werden dürfen (außer in einem Ausnahmefall, der hier wahrscheinlich nicht vorliegt).

    Du solltest also nochmal den Vertrag lesen.