Mieterhöhung so rechtmäßig

  • Guten Abend Leute,


    ich bräuchte einmal euren Rat. Das wäre super nett. Ich habe am 01.06.2018 eine Mieterhöhung von 6,6 % durch Immobiliengruppe A bekommen . Diese ist dann mit einer anderen Immobiliengruppe fusioniert und wurde Immobiliengruppe B, selber Vertrag, ander Name. Am 01.09.2019 kam nochmals eine Mietanpassung/Erhöhung von 12,5 % durch B .

    Jetzt gegenwärtig kam nochmal ein Schreiben das zum 01.06.2021 ein Mieterhöhung von 6,6 % hinzukommt . Ist das überhaupt rechtens? Oder kann ich die 3te. Mieterhöhung anfechten? Als Grund wird immer der durschnittliche Mietspiegel erwähnt, das wir immer noch drunter liegen.


    Für meine Stadt wird gesagt:

    Zitat

    Der Vermieter darf die Miete nach den gesetzlichen Bestimmungen zur sog. Kappungsgrenze nur alle 15 Monate erhöhen. Dabei darf die Mieterhöhung innerhalb von 3 Jahren nicht mehr als 20 % betragen. In Gebieten, in denen der Wohnungsmarkt besonders angespannt ist, liegt die Kappungsgrenze bei 15 Prozent. Das gilt z.B. für die Freie und Hansestadt Hamburg aber auch für ausgewählte Gemeinden in Schleswig-Holstein.


    Somit wären wir mit der 3ten Anpassung bei über 20 %, allerdings würde Diese erst ab dem 01.06.2021 gelten, heißt dass, die 3x Jahre wären um, da die erste Erhöhung am 01.06.2018 war?


    Vielen Dank im Vorraus.

  • bei über 20 %, allerdings würde Diese erst ab dem 01.06.2021 gelten

    Maßgeblich für die Kappungsgrenze innerhalb von 3 Jahren ist der Zeitpunkt, ab dem die Mieterhöhung wirksam werden soll. Das Mieterhöhungsverlangen kann also vorher schon kommen.

    Für meine Stadt wird gesagt

    Bitte erkundige dich selbst im Internet oder in der Stadtverwaltung, ob für deine Stadt die reduzierte Kappungsgrenze gilt.

    Oder kann ich die 3te. Mieterhöhung anfechten?

    Nein. Eine Mieterhöhung kann man nicht anfechten. Denn es handelt sich dabei um ein Verlangen des Vermieters, das man unterschrieben muss, wenn man es als in Ordnung erachtet. Entspricht es nicht den gesetzlichen Vorschriften, muss man es auch nicht unterschreiben.

    Als Grund wird immer der durschnittliche Mietspiegel erwähnt

    Du solltest die Bedenkzeit nutzen, um die Begründung und die Eingruppierung in den Mietspiegel zu prüfen. Wenn du dir unsicher bist, wende dich an einen Rechtsanwalt oder Mieterverein.