Mietvertrag - Kündigungssausschluss zwei Jahre - kurz vor Mietbeginn von Schimmel erfahren

  • Hallo liebe Community,


    ich bin sehr verzweifelt und vielleicht weiß jemand, wie ich hier am besten vorgehe.


    Ich habe vor 2 Wochen für eine sehr schöne Wohnung den Mietvertrag mit einem Kündigungsausschluss von 2 Jahren unterschrieben, Mietbeginn ist der 1. Juni. Nun habe ich (erst auf Nachfrage), von der derzeitigen Mieterin erfahren, dass sie wiederkehrenden Schimmel im Schlafzimmer neben dem Fenster hatte. Zuletzt wurde er Ende März von einem Maler entfernt, mit dem ich auch gesprochen habe, der damals vor der Mieterin sagte, da wäre wahrscheinlich eine Leckage (die Wohnung ist im Dachgeschoss). Da wurde aber nichts weiter unternommen, weil die Verwaltung meint, dass die Mieterin nicht richtig gelüftet habe. Ich bezweifle das, da der Schimmel unter der Tapete und immer wieder and der gleichen Stelle auftrat (der Maler meinte auch da könne auch mal ne Dachpfanne undicht sein). Die Verwalterin sagte mir gegenüber heute aber auch, dass da jetzt nichts saniert wird, sondern nur noch mal Feuchtigkeit gemessen (die war beim letzten Mal trotz Schimmel in Ordnung, da wird wahrscheinlich nichts bei rumkommen.) Die Verwaltung muss doch abklären, ob da tatsächlich ein Leck ist oder nicht? Ich bin auch noch Allergikerin, für mich ist Schimmel ein totales No-Go.

    ich weiß nicht, ob ich noch wegen verschwiegener Mängel einen Aufhebungsvertrag erwirken könnte. Allerdings habe ich meine derzeitige Wohnung bereits gekündigt, sitze auf gepackten Sachen und werde so schnell nicht wieder eine Wohnung finden... Vielen Dank schonmal!

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  • Hier wirst du nichts weiter tun können.


    Erst wenn wieder Schimmel auftaucht und sich dann herausstellt, dass das an einem baulichen Mangel kann man darüber nachdenken. Es kann doch auch wirklich sein, dass die Vormieterin nicht richtig gelüftet hat? Das Handwerker gerne mal größere Probleme sehen als wirklich vorhanden ist auch nicht ganz so überraschend.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.

  • Ich bezweifle das, da der Schimmel unter der Tapete und immer wieder and der gleichen Stelle auftrat (der Maler meinte auch da könne auch mal ne Dachpfanne undicht sein). Die Verwalterin sagte mir gegenüber heute aber auch, dass da jetzt nichts saniert wird, sondern nur noch mal Feuchtigkeit gemessen (die war beim letzten Mal trotz Schimmel in Ordnung, da wird wahrscheinlich nichts bei rumkommen.) Die Verwaltung muss doch abklären, ob da tatsächlich ein Leck ist oder nicht?

    Aber das will sie doch tun? Wenn da keine hohe Feuchtigkeit messbar ist, wo soll da ein Leck sein?Wenn ein Leck da ist, ist es nass und das kann man messen. Schimmel ist tatsächlich in sehr vielen Fällen von kondensierender Raumluftfeuchtigkeit verursacht. In älteren Gebäuden gibt es immer Wärmebrücken, an denen sich Feuchtigkeit schneller niederschlägt als an anderen Stellen. Deshalb kommt es auch an den immer gleichen Stellen wieder, wenn weder an den baulichen Voraussetzungen noch am Verhalten etwas geändert wird. Wenn sich die Stelle neben dem Fenster befindet, ist es auch denkbar. dass da gerne mal das Fenster auf kleinem Öffnungswinkel stundenlang geöffnet (wie gekippt) wurde. Dann kühlen die Bereiche um das Fenster stark aus und Schimmel ist vorprogrammiert.


    Man kann natürlich auch die ganze Verkleidung runterreißen, ggf. die Dämmung raus usw. Aber das macht man nicht ohne triftigen Grund, zumal du da dann auch vorrübergehend nicht wohnen kannst. Wenn alles korrekt mit Dichtbahnen usw verlegt ist, ist das keine kleine Aktion.