Photovoltaik durch Vermieter - Zähler des Energieversorgers ausgebaut

  • Hallo zusammen,


    ich wohne mit meinem Vermieter in einem Wohnhaus für 3 Parteien.

    Jede Partei hatte ihren eigenen Zähler des Energiegrundversorgers. Jede Partei hatte auch einen eigenen Vertrag mit dem Energieversorger.

    Letzte Woche kam eine Photovoltaikanlage auf das Dach.

    Heute, zwischen Tür und Angel, sagt mir mein Vermieter, dass ab sofort der Strom über ihn abgerechnet wird und mein Vertrag mit dem Energieversorger gekündigt sei.


    Darf er das einfach so machen? Ohne vorherige Absprache oder Vertrag in dem die Konditionen vereinbart sind.

    Jeder Mieter hat doch das Recht auf freie Wahl des Stromanbieters oder gilt das nicht mehr?


    Was kann ich machen?



    Danke für eure antworten schonmal, ich hoffe mir kann jemand helfen.


    Viele Grüße

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  • Es gibt verschiedene Modelle, in welcher Form der Vermieter Strom bieten kann. Doch wie es hier beschrieben ist, tritt der Vermieter wie ein Stromversorger auf, der Interesse hat, seinen Strom zu verkaufen. Und genau das kann er nicht aufzwingen. Man hat wie allgemein üblich die freie Wahl des Stromlieferanten.

  • Hallo Fruggel,


    danke für die Antwort. Nur was soll ich machen?

    Warten bis einen Abrechnung kommt oder gleich einen Anwalt einschalten, da die Kommunikation mit dem Vermieter nicht klappt?

    Vertrag gibt es keinen! Ich kann ja für nichts bezahlen, was ich nicht will.


    Zumal habe ich heute gesehen, dass es nur ein Verbrauchszähler ist, welcher nur über eine Zuleitung gespeist wird. Damit ist keine Differenzierung zwischen Mietrstom (Solar) und Reststrom möglich.

    Zusätzlich läuft der Vertrag mit dem Energiegrundversorger weiter (Grundgebühr für Zähler...)


    Gibt es einen Gesetzt oder Passus in dem das geregelt ist?

  • Du brauchst zunächst mehr Informationen vom Vermieter, wie er sich das konkret vorstellt, bevor du dich entscheiden kannst, wie du dich verhälst. Befrage ihn doch. Wie viel Geld will er für den Strom. Wie will er es abrechnen, wenn es keinen Zähler für den Solarstrom gibt. In deiner Eingangsfrage hast du gesagt, der Vertrag mit dem Versorger soll gekündigt werden, jetzt schreibst du, der Vertrag läuft weiter. ... Viel zu viele offene Fragen.

  • Gefragt habe ich den Vermieter bereits persönlich. Antwort: "Nicht kostenlos" und ist gegangen. Kontakt auf dem normalen Wege mit ihm ist quasi sinnlos.


    Informationen bekomme ich von ihm keine, vermutlich erst bei der nächsten Jahresabrechnung.

    Nach telefonsicher Rücksprache mit den Stadtwerken, mit welchen ich den Stromvertrag zu meinem Zähler abgeschlossen habe, ist der Vertrag nicht gekündigt. Falls der Fall eintreten sollte, kann ich jedoch Wiederspruch einlegen.


    Meine Vermutung ist: Er rechnet den verbrauchten Strom (Mietstrom und Reststrom) komplett zum Tarif des Energieversorgers ab.


    Ich würde das Problem gerne aus der Welt schaffen und einfach weiter meinen Gesamtstrom weiter über die Stadtwerke beziehen. Jedoch finde ich keine Gesetzeslage.

  • Ein Gesetz dazu wirst du auch nicht finden können, denn es existiert keines. Nrgends steht etwas, dass der Vermieter dich zu etwas zwingen kann, was du nicht vorher vertraglich vereinbart hast bezüglich Strom, der ja gar nicht Bestandteil des Mietvertrags oder der Betriebskosten ist. Aus diesem Grund hatte ich oben geschrieben, den Vermieter nach den Konditionen zu fragen, und dann kannst du dir überlegen, ob du das annehmen möchtest oder nicht.


    Da der Vermieter aber keine Informationen gibt, gibt es für dich im Moment nichts zu tun. Das ändert sich erst dann, wenn der Vermieter meint, für irgend was Geld von dir verlangen zu wollen. Auch ein Anwalt kann bis dahin nichts machen.