Muss ich Nachzahlung Nebenkosten bei Einspruch zahlen

  • Ich habe eine Nebenkostenabrechnung mit einer Nachzahlung erhalten.


    Es wurde fristgerecht Einspruch eingelegt und die Einsicht und ablichten der Belege beantragt.


    Der Vermieter regiert aber nicht.


    Muss ich die Nachzahlung leisten obwohl ich noch keine Einsicht in die Belege bekommen habe oder wie soll ich mich verhalten?

    Um Unklarheiten bzw. Missverständnisse vorzubeugen der Hinweis, meine Antworten und Aussagen stellen keinen Anspruch auf Korrektheit und Vollständigkeit dar und kann auch keine Rechtsberatung ersetzen. Eine Rechtsberatung kann nur von einem Anwalt (Juristische Person) durchgeführt werden.

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  • Man hat ein Zurückbehaltungsrecht, wenn der Vermieter die Belegeinsicht nicht ermöglicht. Allerdings kannst du keinen Einpruch einlegen, wenn du die Belege brauchst, um den Fehler zu finden. Denn der Einspruch muss konkret begründet werden. Einfach nur zu sagen, dass einem die Nachzahlung zu hoch vorkommt, reicht nicht aus.


    Normalerweise ergeben sich bestimmte klärungsbedürftige Positionen bereits aus der inhaltlichen Überprüfung der Abrechnung. Man könnte dann die Überprüfung der Belege auf diese Positionen beschränken.


  • Allerdings kannst du keinen Einpruch einlegen, wenn du die Belege brauchst, um den Fehler zu finden.

    Wie soll ich dann die Richtigkeit der Nebenkostenabrechnungen überprüfen?


    Ich gehe davon aus, wenn ich die Nachforderung bezahle, dass ich die Belege niemals zu Gesicht bekomme.


    Ich möchte ja bezahlen nachdem ich die Nebenkostenabrechnung anhand der Belege überprüfen konnte.


    In der Vergangenheit ist vorgekommen, dass Nebenkosten nach Schätzungen abgerechnet worden und nicht nach Verbrauch bzw. Dienstleistungen die gar nicht erbracht wurden, sind auch in der Nebenkostenabrechnung aufgetaucht.

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  • Ganz einfach, du forderst erst mal nur die Belegeinsicht, ohne dabei Widerspruch einzulegen. Letzteres machst du dann anschließend, wenn du nach der Belegeinsicht die Fehler benennen kannst.

  • du forderst erst mal nur die Belegeinsicht, ohne dabei Widerspruch einzulegen.

    Das ist auch ein guter Tipp.


    Aber was ist, wenn nach Erhalt der Nebenkostenabrechnung die Belegeinsicht beantragt wird und 12 Monate verstreichen und der Vermieter rührt sich nicht?


    Wie sieht es da mit den Fristen aus?

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  • Wenn sich der Vermieter nicht meldet, dann muss man als Mieter aktiv ins Büro des Vermieters gehen, um dort die Belegeinsicht zu verlangen. Denn allein nur das Schweigen des Vermieters genügt laut Rechtsprechnung nicht, eine Verweigerung der Belegeinsicht anzunehmen. Etwas anderes gilt nur, wenn das Büro des Vermieters weit weg ist und es somit unzumutbar ist, dass man dort hin geht.

  • Wenn sich der Vermieter nicht meldet, dann muss man als Mieter aktiv ins Büro des Vermieters gehen, um dort die Belegeinsicht zu verlangen.

    Das ist eben das Problem.


    Es handelt sich um eine große Gesellschaft mit unzähligen Wohneinheiten und man kommt nur zum zuständigen Sachbearbeiter mit einem Termin ansonsten ist der Besuch beim Pförtner bereits beendet.

    Um Unklarheiten bzw. Missverständnisse vorzubeugen der Hinweis, meine Antworten und Aussagen stellen keinen Anspruch auf Korrektheit und Vollständigkeit dar und kann auch keine Rechtsberatung ersetzen. Eine Rechtsberatung kann nur von einem Anwalt (Juristische Person) durchgeführt werden.

  • Da ist dann deine eigene Kreativität gefragt, wie du mit dem Unternehmen in Kontakt kommen könntest. Du könntest es mit Anrufen versuchen. Oder du machst beim Pförtner einen kleinen Aufstand und forderst, mit dem Geschäftsfürer zu sprechen, wenn man dir nicht einen sofortigen Termin beim Sachbearbeiter gibt. Eventuell hilft ein Brief anstatt E-Mail.

  • Du könntest es mit Anrufen versuchen.

    Das wird so nicht klappen.


    Der Vermieter hat nur noch eine zentrale Rufnummer vergleichbar mit einem Call Center.


    Die Rufnummer von den Sachbearbeitern werden nicht offen gelegt.


    Ich werde das aber erst einmal machen und keinen Einspruch einlegen, sondern nur die Belegeinsicht beantragen und dann mal schauen wie der Vermieter reagiert.

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