Vermietererlaubnis zur Haustierhaltung

  • Folgende Situation:

    Meine Freundin und ich wohnen seit dem 01.07.21 in einer neuen Wohnung.

    Im Mietvertrag steht bei Tierhaltung müsse die Vermieterin vorher gefragt werden. Soweit so gut. Wir schrieben dann eine E-Mail vor über einem Monat ob wir Katzen halten dürfen (Wohnungskatzen) und erstmal kam gar nichts.


    Nach zweimaligem Nachfragen (da weiß man dann auch schon woher der Wind weht) kam dann die passiv-aggressive Antwort, dass in der Anzeige (online) ja gestanden hätte Tiere wären nicht erlaubt (im Mietvertrag steht was anders). Wenn zugestimmt werden sollte bräuchten wir erst die Zustimmung aller (!) Mieter im Haus (was absolut unverhältnismäßig ist, da wir im Dachgeschoss wohnen), wir müssten eine Tierhaftpflichtversicherung abschließen und bei Auszug müssen wir eine Fachfirma bezahlen, die eine Grundreinigung durchführt.


    Das ist alles ganz klar Schikane und man versucht natürlich die Tierhaltung zu unterbinden und uns vollkommen unverhältnismäßige Maßnahmen auf die Nase zu binden.


    Ist das rechtens? Was können wir machen?

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  • Nach zweimaligem Nachfragen (da weiß man dann auch schon woher der Wind weht) kam dann die passiv-aggressive Antwort, dass in der Anzeige (online) ja gestanden hätte Tiere wären nicht erlaubt

    Stand das in der Anzeige tatsächlich geschrieben?


    Ist das rechtens? Was können wir machen?

    Naja, der Vermieter kann eine Tierhaltung nur dann untersagen, wenn er einen guten Grund hat. Ein pauschales Tierverbot ist genauso unwirksam, wie die Vereinbarung, dass bei jedem Tier um Genehmigung gefragt werden muss.


    Eine Kleintierhaltung ist nämlich auch ohne Zustimmung des Vermieters möglich. Dazu gehört aber keine Katze.


    Was ihr machen könnt? Entweder ihr schluckt die Kröte und holt die Unterschriften der Mieter sowie den Nachweis der Versicherung (Die normale Privathaftpflicht sollte das abdecken) oder ihr klagt die Zustimmung des Vermieters vor Gericht ein.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.