Betriebskoten Nachzahlung

  • Hallo zusammen, :)


    habe eine Frage hoffe jemand findet kurz Zeit diese zu beantworten oder hat ähnliche Erfahrungen gemacht.


    Ich wohne in einer Mietwohnung 63 m2. In diesem Haus gibt es nur einen Kaltwasserzähler im Keller für alle Bewohner.



    In dem Zeitraum vom 01.07.18 bis 30.06.19 wurde der Wasserstand von meinem Vermieter auf 10,847 m3 geschätzt. Verbrauch = 425 m3


    In dem Zeitraum vom 01.07.19 bis 12.06.20 wurde der Wasserstand tatsächlich abgelesen = 12.902 m3 Verbrauch = 2.005 m3


    der Verbrauch hat sich quasi verfünffacht.


    Nun zu Frage, soweit ich weiß darf der Vermieter nur Kosten fordern, die nicht länger als 12 Monate in der Vergangenheit liegen. Und es somit sein Versäumnis wäre, dass er nicht den Richtigen Zählerstand, an den Versorger weitergeleitet hat oder nicht?



    Der Vermieter fordert von mir eine Nachzahlung wie würdet ihr damit umgehen.


    Vielen Dank im voraus.

  • Anzeige
  • In dem Zeitraum vom 01.07.18 bis 30.06.19 wurde der Wasserstand von meinem Vermieter auf 10,847 m3 geschätzt. Verbrauch = 425 m3


    In dem Zeitraum vom 01.07.19 bis 12.06.20 wurde der Wasserstand tatsächlich abgelesen = 12.902 m3 Verbrauch = 2.005 m3


    der Verbrauch hat sich quasi verfünffacht.

    Wie weißt du nach, dass dieser Verbrauch nicht tatsächlich im zweiten Zeitraum entstanden ist bzw. welcher Anteil davon? Dazu bräuchtest du den Zählerstand zum 01.07.2019. Gibt es Abrechnungen aus Vorjahren oder handelt es sich um einen Neubau aus 2018?


    Grundsätzlich darf der Vermieter innerhalb der Verjährungsfrist von 3 Jahren Kosten noch nachträglich berechnen, wenn er die Verspätung nicht zu vertreten hat. Mir ist jedoch kein hohes richterliches Urteil zu einem Sachverhalt wie oben bekannt.

  • Wenn es sich bei dem Zähler um den Hauptzähler handelt, dann hat der Versorger eine Abrechnung erstellt. Und diese Abrechnung ist dann maßgebend für die Kosten, die der Vermieter umlegen darf. Der Vermieter legt Kosten um, die ihm entstanden sind, also die er zahlen musste. Daher solltest du die Rechnung beim Vermieter einsehen, ob der Betrag stimmt.


    Ein plötzlich erhöhter Verbrauch kann aber auch durch einen Wasserrohrbruch im Haus kommen. Das wäre dann wieder eine andere Situation. Denn dieser Verlust geht dann zulasten des Vermieters oder seiner Versicherung.

  • Hallo und danke für das Antworten,


    Nein es ist kein Neubau, ich hab hier Betriebskosten von 2017 bis 2020 vorliegen.


    Mir geht es hierbei um die wasserkosten die in 2020 sehr ausreisen.


    Betreibskoten Vorrauszahlung Nachzahlung/Guthaben wasserverbrauch Abwassergebühr
    2017 1.110,39 945 -165,39 188,1 182,87
    2018 1.100,57 1.080,00 -20,57 86,18 76,93
    2019 1.124,74 1.254,68 129,94 86,18 76,93
    2020 1.786,73 1.270,56 -516,17 392,18 341,41


    Man muss dazu sagen, das die Wasserversorgung bei uns durch den Vermieter abgewickelt wird. Und er hat dem Versorger die Zählerstände nicht weitergeleitet. So das der Versorger schätzen musste. Für mich sieht es so aus, also ob für 2018 und 2019 dadurch zu wenig verrechnet wurde.


    Nun ist halt die Frage ob das so rechtens ist. Das sind ja eigentlich die kosten von 2018 und 2019 die jetzt auch 2020 umgelegt werden.


    Die Rechnungen für 2019 und 2020 die der Vermieter vom Versorger erhalten hat stimmen.


    Ob der erhöhte Verbrauch durch ein Rohrbruch kommt weiß ich natürlich nicht.


    Ich lade mal die Betriebsabrechnungen hoch vielleicht hilft das.


    Mir fällt auch auf das die Hausreinigung sich verdreifacht hat im Jahr 2020, ist auch etwas seltsam.

  • Das sind ja eigentlich die kosten von 2018 und 2019 die jetzt auch 2020 umgelegt werden

    Das kommt dir nur so vor, weil du den Zählerstand anschaust. Allerdings kommt es im Hinblick auf die Nebenkostenabrechnung darauf nicht an, sondern darauf, wann der Vermieter welche Rechnung er erhalten hat. Dem Vermieter sind die Wasserkosten nun mal entstanden, er hat sie seinerseits im Abrechnungszeitraum zahlen müssen, und somit darf er sie auch umlegen.

    Ob der erhöhte Verbrauch durch ein Rohrbruch kommt weiß ich natürlich nicht.

    Du könntest Nachbarn befragen, ob sie irgend was mitbekommen haben.

    Mir fällt auch auf das die Hausreinigung sich verdreifacht hat im Jahr 2020, ist auch etwas seltsam

    Und warum hast du das nicht auch gleich beim Vermieter hinterfragt, als du dir offenbar schon die Rechnungen hast zeigen lassen?

  • Und warum hast du das nicht auch gleich beim Vermieter hinterfragt, als du dir offenbar schon die Rechnungen hast zeigen lassen?

    Ich habe meinen Vermieter angeschrieben, wegen den Hausreinigungs kosten und den Wasserkosten. Habe aber nur eine Antwort auf die wasserkosten erhalten.


    Muss der Vermieter mir die Rechnungen für die Hausreinigungs kosten auf Nachfrage vorzeigen?


    Du könntest Nachbarn befragen, ob sie irgend was mitbekommen haben.

    Die Frage ist halt wenn es ein Rohrbruch gab, woher weiß man wieviel Wasser dadurch verbraucht wurde.

  • Muss der Vermieter mir die Rechnungen für die Hausreinigungs kosten auf Nachfrage vorzeigen?

    Ja. Bei der persönlichen Belegeinsicht. Lass dir einen Termin geben.

    woher weiß man wieviel Wasser dadurch verbraucht wurde

    Das weiß man natürlich nicht, es muss dann geschätzt werden. Hauptsache, es wird dann ein angemessener Betrag abgezogen.