Katzenhaltung untersagt - gerechtfertigt?

  • Hallo liebes Forum,


    ich weiß leider nicht wo ich genau nach Rat fragen soll, also versuche ich hier mein Glück.




    Unserer Wohnungsituation

    Wir sind zwei Stundenten und leben seit 6 Monaten in einer 2-Zimmer Wohnung (43,5m²).

    Haben beide einen Nebenjob und hatten auch noch nie Probleme mit der Mietzahlung.

    Unser Mietvertrag beinhaltet einen Kündigungsverzicht bis zum Jahre 2024.


    Folgendes Steht im Mietvertrag zum Thema Tierhaltung:

    1.Kleintiere (z.B. Ziervögel und Zierfische u. a.) darf der Mieter ohne Erlaubnis des Vermieters im haushaltsüblichen Umfang halten.

    2. Die Haltung eines sonstigen Haustieres, insbesondere einer Katze oder eines Hundes ist nur mit vorheriger Zustimmung des Vermieters zulässig. Sie wird nur für den Einzelfall erteilt und kann bei Vorliegen eines wichtigen Grundes widerrufen werden.

    Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn Dritte durch die Tierhaltung beeinträchtigt werden.

    Die Tierhaltung muss artgerecht und unter Beobachtung der einschlägigen Tierschutzgesetze erfolgen.

    3. Eine erteilte Zustimmung gilt nur bis zum Tode oder der Abschaffung des Tieres, für das die Zustimmung erteilt wurde.

    Bei Neuanschaffung eines Tieres ist eine erneute Zustimmung des Vermieters erforderlich.




    Unsere jetzige Situation

    Vor ca. 2 Wochen ist in der Umgebung eines Elternteils eine Katze zugelaufen.

    Sämtliche Maßnahmen zur Wiederfindung des Besitzers wurden von uns unternommen, darunter:

    - Verständigung des Ordnungsamtes

    - Auf Chip/Tätowierung überprüft -> leider nichts vorhanden

    - Nachbarn in der Umgebung ausgefragt( dabei kam rauß, dass die Katze anscheinend schon länger her gesichtet wurde ) und auch gefragt ob diese die potentiell aufnehmen könnten -> Fehlanzeige

    - Flugblätter in der Umgebung aufgehangen und auch auf Social Media in entsprechenden Foren geteilt

    - Verständigung mehrer Tierheime und Veterinäramtes der Region

    - Kontaktierung von tasso


    Bis dato haben sich meine Eltern um die Katze gekümmert, aber diese nie eingesperrt, sondern das Fenster offen gelassen, falls sie doch noch abhauen will ( Wohnen im EG mit eigenem Garten ).

    So bisher hat sich niemand gemeldet und meine Eltern können sich leider nicht mehr um die Katze kümmern, da Sie einen Hund haben und diese sich nicht zu verstehen scheinen. Also wollten wir sie übernehmen, bis sich halt ein Besitzer meldet oder später auch adoptieren. Die andere Lösung wäre Sie halt im Tierheim abzugeben, aber das können wir irgendwie nicht übers Herz bringen...


    Der Vermieter spielt dort leider nicht mit. Wir haben ihm unsere Situation geschildert und er hört uns gefühlt nicht einmal zu. Es sind Aussagen gefallen wie:

    " Ich möchte lieber, dass Sie ausziehen, als die Katze aufzunehmen."

    "Nein, bedeutet Nein" - ohne einen Aussprechen zu lassen.

    "Sie können auch vorbeikommen und mir 3 Tränen vorheulen, wäre mir auch egal."


    Wir haben explizit nach einem Grund verlangt, der uns keine Katzenhaltung ermöglicht. Diesen konnte er, meines Erachtens, nicht nennen. Seine Gründe waren:

    -Wohnung zu klein -> haben wir uns im zuständigen Veterinäramt erkundigt, und ist kein Problem !?!

    -dass frühere Mieter in die Tür Katzenklappen eingebaut haben -> aber warum sollten wir das tun ???

    Mehr war das auch nicht.

    Sind das überhaupt Gründe? Was haben wir zu befürchten, falls wir die Katze dennoch aufnehmen?


    Über jede Antwort würden wir uns wirklich freuen...

    Vielen Dank im Voraus!!

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  • Was haben wir zu befürchten, falls wir die Katze dennoch aufnehmen?

    Naja, schlimmstenfalls erst einmal eine Abmahnung wegen vertragswidrigen Verhaltens.


    Grundsätzlich ist es so, dass der Vermieter einen guten Grund braucht, um die Katzenhaltung zu verbieten. Die Tatsache, dass die Wohnung angeblich zu klein ist, ist kein ausreichender Grund.

    Das heißt jetzt aber nicht, dass ihr einfach eine Katze anschaffen könnt. Vielmehr ist es so, dass Ihr die Zustimmung des Vermieters vor einem Gericht einklagen müsstet.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.