Fristlose Kündigung aufgrund Störung des Hausfriedens

  • Hallo Liebes Forum,

    aufgrund Ratlosigkeit und Verzweiflung möchte ich mich an euch wenden. Meine Eltern 60 und 62 Frührentner und geringfügig beschäftigte bewohnen seit ca 5 Jahren eine Sozialwohnung. Zunächst schien alles harmonisch bis zwei andere Parteien angefangen haben sich im Treppenhaus zu treffen und täglich so laut im Treppenhaus zu unterhalten, dass man jedes gesprochene Wort in seiner Wohnung hört. Als mein Vater eines Tages die Parteien gebeten hat sich doch eventuell in deren Wohnungen zu treffen ist dies den Nachbarn die seit über 25 Jahren dort wohnen sehr sauer aufgestoßen weshalb seit dem tägliche Schikane im Treppenhaus gegenüber meinen Eltern ausgeübt wird. Das führt nun zu täglichen streitereien und pausenlosen Beschwerden beim städtischen Vermieter der Wohnungen. Da die Nachbarn die sich ja schon seit mindestens 25 Jahren kennen sich zusammengeschlossen haben und gemeinschaftlich Beschwerde gegenüber meinen Eltern einreichen schenkt der Vermieter, ohne sich jemals selbst ein Bild der Sachlage gemacht zu haben, der Gegenpartei glauben und hat meine Eltern zunächst abgemahnt und hat nun die fristlose Kündigung ausgesprochen. Meine Eltern werden im Treppenhaus nun täglich von den 4 Parteien die sich verbündet haben mit den Worten „raus hier“ und „du drecksack“ begrüßt. Dem Vermieter wird jedoch eine ganz gegenteilige Story erzählt, dass die Beleidigungen von der Seite meiner Eltern stattfinden, was einfach nicht stimmt. Leider haben wir dafür jedoch keine Zeugen.
    Wir haben nun Wiederholung der Kündigung ausgesprochen, was ziemlich sicher zu einem Gerichtsverfahren führen wird. Ich sehe hier die Chancen aufgrund der Zeugen sehr schlecht. Vielleicht hat jemand einen guten Ratschlag für uns. Wir wären auf jeden Fall sehr dankbar. Natürlich sind wir parallel intensiv auf der Suche nach einer neuen Wohnung. Leider gestaltet sich das aufgrund begrenzter finanzieller Mittel und dem aktuellen Wohnungsmarkt äußerst schwierig.

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  • Wie würden die Abmahnungen und die Kündigung denn begründet? Geht es um ruhestörenden Lärm? Wenn ja, kann man ja durchaus mal die restlichen Hausbewohner befragen und sich bestätigen lassen, dass dem nicht so ist.


    Hinsichtlich der Beleidigungen kann man Anzeige erstatten.


    Letztendlich kann man hier nur abwarten, wie das Gericht darüber urteilt.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Hallo Leipziger,

    begründet wurde es dadurch, dass die anderen Nachbarn als Zeugen fungiert haben. Die kennen sich jedoch seit über 20 Jahren und halten zusammen. Da ist es kein Wunder, dass die zusammenhalten. Deshalb ist es auch schwierig einen Zeugen für sich zu gewinnen, der das Gegenteil belegt.

  • Selbst wenn Deine Eltern im Streit mit den Nachbarn und städt. Vermieter "siegen", werden sie dort vermutlich nie wieder froh.

    Der einzige Weg ist daher so schnell wie möglich ausziehen. Viel Glück dabei!