PKW auf Stellplatz beschädigt - wer haftet

  • Hallole,


    eines unserer Autos wurde am Morgen auf einem der Stellplätze auf dem Hausgrund durch Astbruch beschädigt (mehrere Dellen im Dach). Die Stellplätze gehören laut Mietvertrag zur angemieteten Wohnung.

    Gehe ich recht in der Annahme, dass der Eigentümer in diesem Fall haftbar ist, da die Fahrzeuge auf den Stellplätzen stehen, die Bäume mit vielen morschen Ästen ebenfalls auf dem Hausgrund stehen? Also Meldung an ihn und nicht an unsere KFZ-Versicherung?

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  • Am besten Du informierst erst einmal deine KFZ-Versicherung und den Vermieter.

    Ein fahrlässiges Handeln muss dem Vermieter nachgewiesen werden.


    Bei uns fegt gerade ein Sturmtief durch das Land. Wenn das bei Euch auch der Fall ist, könnte man dich nicht zu unrecht fragen, warum Du dein Auto dann trotzdem unter den Baum gestellt hast.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Am besten Du informierst erst einmal deine KFZ-Versicherung und den Vermieter.

    Ein fahrlässiges Handeln muss dem Vermieter nachgewiesen werden.


    Bei uns fegt gerade ein Sturmtief durch das Land. Wenn das bei Euch auch der Fall ist, könnte man dich nicht zu unrecht fragen, warum Du dein Auto dann trotzdem unter den Baum gestellt hast.


    Der Vermieter wurde letztmals vor Wochen auf morsche Äste hingewiesen. Er hatte sich geweigert, hier aktiv zu werden (nachweisbar). Die Fahrzeuge werden bei Gewitter oder Sturm meist auf die Straße umgeparkt, auch mitten in der Nacht, falls notwendig. Am Morgen war ein Ast auf das Dach gefallen, hatte zwei Dellen hinterlassen. Zum Glück nur beim alten Auto, nicht beim neuen. Die Fahrzeuge wurde auf die Straße umgeparkt. Die richtig starken Sturmböen waren erst für später angekündigt. Seither liegen jedoch immer mehr mind. 5cm dicke und mehrere Meter lange Äste unter dem einen Baum.
    Hinzu kommt, dass sich die Müllabfuhr ab 7 Uhr durch die Straße quetscht. Der Nachbar blieb auf einem Schaden durch die Müllabfuhr sitzen, eben weil sein Fahrzeug auf der Straße geparkt war und nicht, wie bei der Versicherung angegeben, auf dem abgegrenzten Stellplatz oder in der Garage.

  • Ein fahrlässiges Handeln muss dem Vermieter nachgewiesen werden.

    Würde ich so nicht sagen. Da hier ein Mietvertrag vorliegt wird das vertreten müssen vermutet nach § 280 Abs. 1 Satz 2 BGB. Er muss sich also entlasten. Ob dies gelingt kann von hier aus natürlich nicht beurteilt werden. Nur wenn keine vertraglichen Beziehung bestehen, muss das Verschulden auch direkt nachgewiesen werden.


    Ob man hier ein Mitverschulden annehmen kann, weil der Vermieter offensichtlich seinen Verkehrssicherungspflichten nicht nachgekommen ist und man dann bei dem Sturm stehen geblieben ist, erscheint zumindest möglich. Aber dann stellt sich auch die Frage, gab es in unmittelbarer Umgebung sichere Alternativen. Auch das wird man nur im Einzelfall annehmen können.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.