Schikane der Vermieterin - Warmwasser heruntergeregelt

  • Hallo, wir Wohnen seit Juli diesen Jahres in einem Bungalow mit 2 Wohneinheiten. EIne der Einheiten wird von der Vermieterin bewohnt, die andere Einheit wird von meiner Frau und mir Bewohnt. In letzter Zeit gabe es enige merkwürdige Entscheidungen und Aktionen unserer Vermieterin, welche teilweise auch als Schikane bezeichnet werden könnten. Nun trug es sich zu das am 18.09. urplötzlich das Warmwasser nicht mehr richtig funktionierte. Die Temperatur erreichte Maximal (und nur manchmal) 41 Grad, lag meistens aber zwischen 33 und 38 Grad. Dies haben wir der Vermieterin auch sofort gemeldet, sie meinte nur das sie sich das nicht erklären könne und niemand was an der Anlage verstellt habe. Nach zwei Wochen ohne Besserung (wir haben jeden Tag Protokoll geführt), hatten wir eine Einstweilige Verfügung vor Gericht gestellt. Letzten Freitag (22.10.) hatten wir dazu eine Güteverhandlung vor Gericht. Wie zu erwarten war, Bestand die Vermieterin darauf das die Anlage funktioniert und geprüft wurde. Anzumerken sei das die "Überprüfung" von Ihrem Lebensgefährten durchgeführt worden sein soll (per Eidesstattlicher erklärung, welche falsch ist da der Lebensgefährte an dem benannten Tag gar nicht zugegen war). Es gibt keinerlei Protokolle welche eine Überprüfung nachweisen, auch funktionierte die Warmwasserversorgung nicht wie vorher. Es hat auch niemand an unseren Entnahmestellen die Wassertemparatur geprüft. Die Richterin bot an das ein Vor Ort Termin für Heute (25.10.) gemacht wird wo sich das angeschaut wird. Die Vermieterin solle einen Heizungsmonteur hinzuholen welcher unabhängig ist oder zumindest die Anlage mit aufgebaut hat (Sanierung fand 20/21 statt).


    Nun kam es wie wir vermutet hatten. Vermieterin und Lebensgefährte waren am Sonntag den 24.10. hier, und wie durch ein Wunder funktioniert das Warmwasser wieder. Sprich, die Regelung an der Anlage wurde wieder so eingestellt wie es war, etwas anderes kommt nicht in Frage. Das Problem an der Sache ist, wir stehen jetzt natürlich Doof da, weil die Warmwasserversorgung ja augenscheinlich funktioniert. Wir können Nachweisen das die beiden hier waren, nicht aber das etwas an der Anlage eingestellt wurde da wir so oder so nicht in den Heizungsraum gelangen. Wir müssen jetzt wahrscheinlich die Kosten für den Heizungsmonteur tragen da ja kein Fehler an der Anlage zu finden sein wird. Wie verhalten wir uns jetzt? Ehrlich gesagt geht mir bei so viel Dreistigkeit das Messer in der Tasche auf.

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  • Ich frage mich, warum ihr dazu gleich eine einstweilige Verfügung veranlasst habt? Wäre eine kleine Mietminderung nicht ausreichend gewesen? Oder eine Ersatzvornahme?

    Hat Euch dazu ein Anwalt geraten? Wenn ja, solltet ihr diesen kontaktieren und den Sachverhalt klären.


    Die Situation ist jetzt unglücklich, weil im Zweifel Aussage gegen Aussage steht.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Wir hatten für die EInstweilige verfügung einen Termin bei einer Anwältin für Mietrecht. Unsere Vermieterin ist, was das beseitigen von Mietmängeln angeht, eher uninteressiert. Es wird sich von ihrer Seite aus nicht wirklich um alles gekümmert, und wenn nur schleppend. Daher die Einstweilige verfügung, es ging ja auch darum das bei einer solch geringen Warmwassertemperatur die Gefahr von Legionellen besteht, es wäre also nicht gerade von Vorteil zu lange zu warten. Zumal das Problem ja scheinbar Hausgemacht ist da einfach die Temperatur heruntergeregelt wurde (unsere Vermutung aufgrund unserer erkentnisse). EIne Mietminderung ist bereits im Gange, es gibt ja noch viel mehr drumherum zu dieser Geschichte. Mir ging es einfach nur darum wie man sich in dieser Situation verhält, wir haben uns ja nun nichts zu schulden kommen lasse was diese Situation hervorgerufen hat. Wir haben nur auf das bzw. die Probleme reagiert.

  • Ok, in dem Fall würde ich nochmal die Anwältin befragen.


    Ich hatte mich in dem Fall nur gewundert, dass man so schnell "scharf" schießt. Insbesondere in einem Zweifamilienhaus, welches auch der Vermieter bewohnt, wäre ich da vorsichtig.


    Hier ist dann immer mit einer (unbegründeten) vermieterseitigen Kündigung nach § 573a BGB zu rechnen.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Das mit der Kündigung ist schon passiert, "leider" eben nicht nach § 573a BGB, daher unwirksam. Die Vermieterin weiß nicht einmal was im Mietvertrag steht geschweige denn was die Zusatzvereinbarung betrifft. Ihr Problem ist, das wir Kontakt zu ihrem ex Lebensgefährten haben, das ist ihr ein Dorn im Auge und deshalb will sie und loswerden (runterregeln des Warmwassers ist nur eine ihrer Aktionen). Würde sie aber niemals zugeben. Wir werden auch nicht länger als nötig dort Wohnen bleiben, das steht fest.