Wärmecontracting – Hohe Fixkosten

  • Hallo zusammen,



    ich wohne in einer WEG zur Miete. Jede Wohnung verfügt über einen separaten Anschluss an das örtliche Fernwärmenetz. Die Abrechnung erfolgt im Rahmen von Wärmecontracting.


    Die Abrechnung des Energieversorgers wurde 1zu1 an uns als Mieter weiter gereicht.


    Die Miete für den Wärmetauscher beträgt ~100€ pro Monat, die gemittelten Verbrauchskosten belaufen sich auf ~30€ pro Monat.


    Kann das Verhältnis zwischen Fixkosten und variablen Kosten beliebig groß sein, oder gibt es hier irgendwelche Limitierungen?


    Der Energieversorger hat eine Sammelrechnung an die WEG gestellt, unterteilt nach einzelnen Wohnungen.


    Hätte die WEG direkt die anfallenden Kosten des Wärmecontracting nach dem 30%/70%-Modell aufteilen müssen?



    Vielen Dank,


    Bob

  • Anzeige
  • Die Miete für den Wärmetauscher beträgt ~100€ pro Monat, die gemittelten Verbrauchskosten belaufen sich auf ~30€ pro Monat.


    Kann das Verhältnis zwischen Fixkosten und variablen Kosten beliebig groß sein, oder gibt es hier irgendwelche Limitierungen?

    Meines Wissens nach nicht, das ist mit dem Contractor zu verhandeln. Eine Frage könnte sein, ob man 100 € Fixkosten als unwirtschaftlich einstufen kann. Normalerweise beträgt der Grundpreis etwa 1/3 dieser Kosten, allerdings bei gekauften Übergabestationen, zzgl. Kosten für die Abrechnung. Wenn der Wärmetauscher nun gemietet ist, könnten die 100 € evtl schon realistisch sein, auch wenn es teuer klingt. Fernwärme ist in der Regel ein recht teures Heizungssystem für den Nutzer.


    Die Art der Heizung war bereits bei Einzug vorhanden oder ist im Mietvertrag entsprechend vereinbart?

    Hätte die WEG direkt die anfallenden Kosten des Wärmecontracting nach dem 30%/70%-Modell aufteilen müssen?


    Meiner Meinung nach nicht, wenn die Zuordnung der Kosten zu einem Nutzer möglich ist und nichts abweichendes in deinem Mietvertrag vereinbart ist. Mit der WEG und ihren Verteilerschlüsseln hast du nicht direkt etwas zu tun, für dich maßgeblich ist dein Mietvertrag. Wenn es hier Abweichungen gibt, ist es das Problem des Vermieters.

  • Die Art der Heizung war bereits bei Einzug vorhanden oder ist im Mietvertrag entsprechend vereinbart?


    Ja, die Heizung war bereits bei Einzug vorhanden. Auch war vor Unterschrift des Mietvertrages klar, dass es sich um Wärmecontracting handelt. Die Konditionen konnte man uns jedoch vorab nicht nennen.


    In der vorherigen Wohnung wurde die Wärme ebenfalls mittels Wärmecontracting zur Verfügung gestellt, dort waren die Fixkosten jedoch nur ~10% der gegenwärtigen Fixkosten.

    Daher hat uns die Summe dann doch etwas überrascht.

  • In der vorherigen Wohnung wurde die Wärme ebenfalls mittels Wärmecontracting zur Verfügung gestellt, dort waren die Fixkosten jedoch nur ~10% der gegenwärtigen Fixkosten.

    Daher hat uns die Summe dann doch etwas überrascht.

    Da gibt es tatsächlich sehr unterschiedliche Preisgestaltungen. Ich kenne von hohen Fixkosten und normalem bis günstigen Arbeitspreis bis hin zum Fall einer Gasheizung, die praktisch ohne zusätzliche Fixkosten gemietet wurde (d.h. Fixkosten wie für Schornsteinfeger, Wartung, Grundpreis Gas usw. ohnehin angefallen wäre), der Arbeitspreis jedoch beim doppelten des marktüblichen Preises lag, es keine Preisgarantien gab und damit jeder Erhöhung des Gaspreises quartalsweise weitergegeben wurde, und der Contractor damit sein Geld reingeholt hat.