übertriebene Vorsicht seitens zukünftigen Vermieters oder böse Überraschung

  • Hallo liebe Leute, ich habe ein Anliegen:


    Mein Lebensgefährter und Ich sind auf der Suche nach einer Wohnung, haben auch schon eine gefunden und befinden uns jetzt in der Findungsphase eben dieser Wohnung.

    Mein Partner hat eine unbefristete Festanstellung, ich bin zurzeit noch Student (Master), wir sind beide 28 Jahre jung.


    Von meinem Partner hat der eventuelle zukünftige Vermieter einen Wisch mit den letzten drei Gehaltsnachweisen erhalten, er zieht auch zuerst ein und ich folge nach 8 Monaten, sobald ich mein Studium beendet habe (eine mündliche Zusage zur Festanstellung habe ich bereits).


    Jetzt hätte der Vermieter gerne, dass meine Eltern für mich bürgen, weil ich noch Student bin.

    Ich hätte diese Bürgschaft meiner Eltern gerne limitiert, sobald ich meinerseits einen unbefristeten Arbeitsvertrag vorlege.

    Worauf der Mieter meinte, dies sei nicht nötig, da die Bürgschaft ja nur greift sollten wir nicht imstande sein, die Miete zu bezahlen (was bei zukünftigen mindestens 4k netto i.d.R. unmöglich sein sollte).


    Nun meine Fragen: haben wir (inklusive meiner Eltern) irgendwelche Nachteile durch diese Bürgschaft zu befürchten?

    Kann es sein, dass der Vermieter sich möglichst viele Sicherheiten einholen will, um uns im Nachhinein zu veräppeln/uns etwas anzuhängen wofür er selber nicht zahlen möchte?

    Ist die Bürgschaft lediglich auf Mieterzahlungsausfälle limitiert oder kann er uns damit so richtig abzocken für den Fall dass er damals bei der Sanierung/Renovierung Mist gebaut hat?;


    oder ist seine penetrante Art vollkommen gerechtfertigt?


    Mein Vater ist selber Vermieter von 10 Parteien und ist niemals jungen Pärchen so penetrant einer Bürgschaft hinterhergejagt, er findet es kindisch, dass der Vermieter da so krass hinterher ist.


    ich hoffe ihr könnt mich da gut vor etwas schlimmes bewahren/mich beruhigen.

    LG

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  • Mietbürgschaften sind durch die Rechtsprechung klar begrenzt. Da kommt keine böse Überraschung.


    Zunächst ist eine Kombination aus Kaution und Bürgschaft unzulässig. Sowas nennt man Übersicherung und dadurch wird die Bürgschaft unzulässig. Darüber hinaus darf eine Bürgschaft nicht 3 Monatsmieten übersteigen. Auch das wäre eine Übersicherung.


    Davon gibt es nur wenige Ausnahmen, etwa wenn ihr eine Bürgschaft angeboten hättet.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.

  • Cool danke für die Antwort.


    Also von meinem Partner wurde per "Stammdatenblatt Bürge" und Nachweis der 3 letzten Gehaltsnachweise schriftlich zugesichert, dass die Kaltmieten nach Unterzeichnen des Mietvertrags gezahlt werden.


    Von meiner Seite soll dies per "Bürgschaftserklärung" meiner Eltern zugesichert werden, was deiner Aussage nach unzulässig ist, da mein Partner ja die Kaution zahlen wird.

    Demnach dürfte ich mir da ja keinen Kopf machen, richtig?


    Von unserer Seite wurde keine Bürgschaft angeboten, danach wurde erst verlangt, als bekannt wurde, dass ich noch Student bin…


    vielen Dank nochmal!!!