Mietminderung - Mietkürzung im Mangelfall

  • Hallo zusammen,


    in meiner Frage bezüglich einer nachträglichen Zusatzvereinbarung zu einem bestehenden Mietvertrag wurde mir schon weitergeholfen, wir haben allerdings noch ein weiteres Anliegen, mit welchem ich mich in der korrekten Kategorie melde.


    Und zwar:

    Seit wir in im Februar 21 in unsere aktuelle Wohnung zogen, lässt der Balkon sich nicht nutzen, da die Tür sich nicht schließen lässt. Dies wurde durch einen Hausmeister provisorisch "repariert", indem dieser mit einem Zollstock den Türgriff am Rahmen befestigte, - Durch diesen Mangel hat sich an der Wand links von der Balkontür Schimmel gebildet, welcher weder durch die Verwaltung, noch durch einen Hausmeister entfernt worden ist.


    In einem unserer Kinderzimmer ist ein Fenster defekt, dies lässt sich nicht öffnen, da das untere Scharnier defekt ist. Diese und weitere kleine Mängel haben wir der Hausverwaltung, wie sie es wünschte via Messengerdienst WhatsApp mit Fotos und Beschreibung der Mängel mitgeteilt. Soweit so gut, zur Behebung ist allerdings bis heute keiner vor Ort gewesen.

    Auf Nachfrage erhielten wir durch die Verwaltung lediglich die Antwort : "Unsere Fensterbauer sind auf anderen Baustellen beschäftigt und kommen, wenn diese Zeit haben".


    Im allgemeinen ist es sehr anstrengend mit der Verwaltung, zu Terminen kommt sie im Regelfall zu spät und verlangt dann von uns, so lange zu warten, bis sie vor Ort ist.


    Am Freitag (10.12.21) wollten wir etwas für Weihnachten dekorieren und haben dabei bemerkt, dass die Tapete durchnässt war. Ich habe dann kurzerhand die Tapete der Wand entfernt und feststellen müssen, dass die Außenwand nass/feucht ist. Ich habe direkt die Verwaltung, sowie auch den Vermieter, über den für uns, gravierenden Mangel informiert. Seitens der Hausverwaltung wurde am Samstag morgen der Hausmeister geschickt, welcher den gebildeten Schimmel an der Wand entfernte, sonst nichts. Der Vermieter teilte uns mit, dass sie versuchen würden, für Januar 2022 eine Firma zu bekommen, welche den Mangel behebt. Durch die Vergangenheit haben wir die Befürchtung, dass in den Sternen steht, wann und ob was passiert.


    Auf Grund der Situation ist das Wohnzimmer für uns aktuell nicht nutzbar und unser Familiäres Zusammenleben findet in der Küche, sowie in unserem Schlafzimmer statt. Das ist natürlich auf die Dauer unschön und auch nicht tolerierbar.


    Nun würden wir diesbezüglich gerne die Mietzahlung mindern, oder kürzen, bis der Mangel abgestellt wurde. Kann einer darüber Aufschluss geben, wo der Unterschied zwischen einer Minderung, oder Kürzung liegt? Ich hätte an 30% gedacht, oder ist das zu viel?


    Im Anhang einmal Bilder der Wohnzimmer-Außenwand.


    Vielen Dank im Voraus für eure Unterstützung.

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  • wo der Unterschied zwischen einer Minderung, oder Kürzung liegt?

    Da gibt es keinen Unterschied, es bedeutet das gleiche. Wobei Minderung die juristisch korrekte Bezeichnung ist. Denn die Miete ist kraft Gesetz gemindert und nicht auf Veranlassung des Mieters.

    Ich hätte an 30% gedacht, oder ist das zu viel?

    Das kann hier nicht beantwortet werden, da es eindeutig Rechtsberatung im Einzelfall wäre. Mindert man zu viel, gerät man mit der Miete in Verzug und kann entsprechende Nachteile bekommen. Dafür will hier niemand die Verantwortung übernehmen. Wende dich bitte an einen Mieterverein oder Rechtsanwalt.

  • Ok alles klar,


    vielen Dank für deine hilfreichen Informationen.

    Ich werde die weiteren Schritte mit einem Mieterverein, oder einem Rechtsanwalt besprechen müssen, um wie du oben beschrieben hast, auf der sicheren Seite zu sein.

    Ist es denn dem Grunde nach gerechtfertigt, dass wir sagen, dass der Raum so wie er aktuell ist, für uns nicht nutzbar ist? - Ich meine, dass der Schimmelbefall erstmal gereinigt wurde, bedeutet ja nicht gleich, dass er nicht wieder durch die feuchte Wand durchkommt.

    Oder würde man sagen können, der Raum ist noch in vollem Umfang nutzbar ? - Ich meine das Wohnzimmer ist der größte Raum hier in der Wohnung und wir haben uns seit Entdeckung nicht mehr darin aufgehalten. Es findet nun das meiste in unserem Schlafzimmer statt, was Fernsehen oder spielen mit den Kids betrifft, wenn sie nicht ins Kinderzimmer wollen.
    Lowboard und Fernseher habe ich vorerst ins Schlafzimmer verfrachtet.

    Das Sofa steht mitten im Raum und die Heizung läuft aktuell wieder, nachdem das Fenster etwas auf war.



    Beste Grüße nochmal. 8)

  • Das ist jetzt nur meine Meinung, ein Experte sieht es vieleicht anders. Auf den Bildern sehe ich vorrangig feuchte Wände, weniger Schimmel. Der Raum dürfte mit Ausnahme des Bereichs nahe der Wand durchaus nutzbar sein. Etwas anderes kann vielleicht gelten, wenn einer von euch mit Atemwegserkrankungen wie Astma zu tun hat.


    Etwas sinn- und kopflos finde ich, dass der Schimmel versucht wurde zu entfernen. So feucht wie die Wände offenbar sind bringt das doch nichts. Die Ursache der Feuchtigkeit muss erst mal gefunden werden. Das könnte eine Beschädigung der Dampfsperre sein, also an der Isolierung unter dem Putz draußen, oder ein Leck in einer Wasserleitung, wodurch stetig was durch die Wände tropft. Wenn das gefunden und beseitigt ist, würde eine Firma spezielle Trocknungsgeräte aufstellen für 14 Tage. Das ist dann eine große Störung, weil diese sind sehr laut. Danach kommt die Schimmelentfernung und streichen der Wände.

  • Moin moin,

    Danke für deine hilfreiche Information.


    Es ist so, dass ich seit 2 Wochen, eine Bronchitis mit mir herumtrage. Unser Hausarzt teilte mir mit, dass diese durchaus durch die feuchte Außenwand hervorgerufen werden wurde, welche wir erst am letzten Freitag entdeckten. Er gab mir anschließend auch ein Attest darüber, dass diese wohl durch die Feuchtigkeit der Wand hervorgerufen wurde. Es wird bescheinigt, dass eine trockene Umgebung benötigt wird.


    Das ist jetzt nur meine Meinung, ein Experte sieht es vieleicht anders. Auf den Bildern sehe ich vorrangig feuchte Wände, weniger Schimmel. Der Raum dürfte mit Ausnahme des Bereichs nahe der Wand durchaus nutzbar sein.

    Ok, vielen Dank. Aber dennoch sprechen wir dann mindestens von einer (erstmaligen/aktuellen) Wohnraumverkleinerung, nehme ich an? Solange kein Fachmann zur Begutachtung vor Ort war, weiß man nicht, wie und ob wieder was durchkommt.


    Etwas sinn- und kopflos finde ich, dass der Schimmel versucht wurde zu entfernen. So feucht wie die Wände offenbar sind bringt das doch nichts. Die Ursache der Feuchtigkeit muss erst mal gefunden werden. Das könnte eine Beschädigung der Dampfsperre sein, also an der Isolierung unter dem Putz draußen, oder ein Leck in einer Wasserleitung, wodurch stetig was durch die Wände tropft. Wenn das gefunden und beseitigt ist, würde eine Firma spezielle Trocknungsgeräte aufstellen für 14 Tage. Das ist dann eine große Störung, weil diese sind sehr laut. Danach kommt die Schimmelentfernung und streichen der Wände.

    Sehe ich genau so. Die Aussage des Vermieters war ja : „Dieses Jahr werden wir niemanden mehr bekommen. Wir versuchen im Januar jemanden zu bekommen.“ (Der Vermieter nimmt ungern Geld in die Hand und hat wohl seine Firma, andere kommen wahrscheinlich nicht in Frage).


    Habe gerade mal geschaut, aktuell bilden sich über die ganze Wand verteilt kleinere Schimmelflecken. Ich denke gesundheitsfördernd ist das nicht.

    Meines Erachtens sollte das sofort geprüft werden, um vermeidlichen Mehrschaden vorzubeugen. - Oder liege ich mit der Annahme falsch?


    Ich meine, gerade weil bekannt ist, dass wir 2 Kinder im Kita-Alter hier rumtoben haben, sollte man der Ursache sofort auf den Grund gehen.


    Die Frage ist ja, ob es mit einer „Wandtrocknung“ getan ist, oder ob ggfs. mehr gemacht werden muss.

  • Meines Erachtens sollte das sofort geprüft werden, um vermeidlichen Mehrschaden vorzubeugen. - Oder liege ich mit der Annahme falsch?

    Ja, da stimme ich zu. Ich schlage vor, du telefonierst selber mal herum, ob die eine Fachfirma für so etwas kurzfristig bekommen würdest. Und wenn das möglich ist, kann der Vermieter nicht mehr behaupten, dass es nicht möglich sei.

    Die Frage ist ja, ob es mit einer „Wandtrocknung“ getan ist, oder ob ggfs. mehr gemacht werden muss.

    Es muss natürlich zuerst mal die Ursache gefunden werden. Wenn irgend wo ein Leck in einer Leitung ist, würde die Feuchtigkeit schneller nachkommen als man es trocknen kann.

  • Fruggel

    Vielen Dank für deine Informationen. An welche Art Fachfirma gilt es sich zu wenden?

    Es gibt ja leider auch vermehrt schwarze Schafe.. Google spuckt vom Fensterbauer, bis zum Ingineur alles mögliche aus ^^.


    Das mit der Ursache ist so eine Problematik für sich…


    Die Hausverwaltung hat gestern mit meiner Frau telefoniert, sie hat wohl eine von unseren Nummern an eine Fensterbaufirma weitergegeben, welche sich melden wollte um die Balkontür zu begutachten..

    In selbigem Gespräch sagte sie auf einmal, dass der Hausmeister heute kommen sollte, um die Wand nochmal zu messen. - Wir hatten so im April/Mai ein kleines Problem auf dem Gehweg etwas versetzt zur Tür, dort ist eine Platte des Gehwegs abgesackt… Sie ist der Überzeugung, dass die Stadt es nicht korrekt geflickt hat und daher die Feuchtigkeit kommt.. Aber das wird ohne Begutachtung auch niemand beantworten können… Ich persönlich glaube es nicht…. Zumal war das mit dem Gehweg auch nicht direkt an der Hauswand, eher 5 Meter weiter, die Polizei hat am Gartenzaun abgesperrt. (Ach, und der Hausmeister war heute nicht vor Ort, wie bei so vielen Dinge, wo sie behauptet, es wird sich darum gekümmert).


    Ich denke, es wird nun versucht, den schuldigen bei der Stadt zu suchen, damit es so wenig wie möglich kostet…


    Liebe Grüße :thumbup:

  • Gib in der Suchmachine man "Leckageortung" ein. Da findest du einige Firmen. Ich möchte keine Werbung für eine bestimmte machen.


    Man muss bei der Suche in verschiedene Richtungen schauen. Und wenn es eine Vermutung gibt, kann und soll man das naürlich prüfen.


    Doch wir verlassen ein wenig das Mietrechtliche. Wichtig ist, dass der Vermieter zweifellos in der Pflicht ist, und da sollte man nicht locker lassen.

  • Wenn der Vermieter nicht angemessen reagiert (d.h. auch nach schriftlicher Anmahnung und Fristsetzung - zwei Wochen sollten das aber schon sein, vor Weihnachten sicher mehr), dann kann man auch selbst einen Handwerker beuaftragen. Das Geld dafür kann man später zurückfordern - wenn der wirklich ein dringend zu behebendes Problem feststellt (ansonsten bleibst Du auf den Kosten sitzen, aber so wie Du gerade Panik schiebst muss die Situation wohl eindeutig sein).

  • Die Feuchtigkeit scheint ja von unten aufzusteigen. Handelt es sich um eine Erdgeschosswohnung, bzw. was befindet sich auf der anderen Seite der Wand?


    Ich will hier keine Schwarzmalerei betreiben, aber wenn es tatsächlich eine EG-Wohnung ist (nicht unterkellert), dann ist die Beseitigung des Mangels recht umfangreich. Schlimmstenfalls muss der Bereich vor der Wand ausgeschachtet und trockengelegt werden. Das Thema Ersatzvornahme fällt da vermutlich schon mal raus, weil allein die Ermittlung der Ursache sehr aufwändig ist.


    Wenn dort im Frühjahr schon eine Gehwegplatte abgesackt ist, kann das auf eine defekte Grundleitung hindeuten.


    Ich sollte beim Vermieter Druck ausgeübt werden, im Idealfall mit Hilfe eines Fachanwaltes. Wenn jetzt nämlich der Winter und der Frost kommt, kannst Du das Thema Ausschachten vergessen.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Hallo zusammen,


    Erst einmal möchte ich mich für eure Antworten bedanken.

    Ich werde versuchen, auf all eure Antworten einzugehen. - Wir waren gestern den ganzen Tag unterwegs, deshalb habe ich gestern nicht mehr reingeschaut.


    Fruggel : Ich danke dir, wir werden mal die örtlichen Gegebenheiten prüfen und dort mal anfragen.


    Wenn der Vermieter nicht angemessen reagiert (d.h. auch nach schriftlicher Anmahnung und Fristsetzung

    Nun, ich denke jeder hat eine andere Auffassung, was angemessen reagiert bedeutet. Sollte ich ihn nochmals schriftlich anmahnen, obwohl er über alles in Kenntnis gesetzt ist und bereits mitteilte (ich zitiere) „Wir versuchen im Januar jemanden zu bekommen“. Die Frage ist, ob das für ihn schon eine angemessene Reaktion darstellt, oder aber nicht. Im allgemeinen herrscht beim Vermieter und bei der Hausverwaltung eine relativ entspannte Haltung, gerade was den Mangelfall betrifft. Es dauert ewige Zeiten, bis sich überhaupt mal jemand darum kümmert….. Falls sich überhaupt gekümmert wird.. (Kann ich ja irgendwie gar nicht nachvollziehen, wenn ich daran denke, dass das mein Haus wäre).


    Das mit den Handwerkern wäre wohl eine gute Option, allerdings habe ich heute morgen als ich mit dem Hund war, einen anderen Mieter getroffen, habe ein wenig mit der Person über dieses und jenes gequatscht. Sind dann irgendwie auf das Thema selbst Handwerker besorgen etc. gestoßen. Diese Person hatte auch mal etwas, weder die Verwaltung, noch den Vermieter erreicht, Notdienst alarmiert und die Rechnung für den Einsatz vom Vermieter zurückgefordert. Diese Person hat bis heute das Geld nicht erstattet bekommen.. Sowas allerdings habe ich auch schon von einem älteren Herren gehört, welcher gegenüber von uns wohnt.


    Um Gottes Willen will ich keine Panik machen, oder ähnliches. Es geht mir nur darum, dass wir hier 2 Kleinkinder haben, für die solche Geschichten unschön werden können. Gerade was die Gesundheit derer betrifft. (Die feuchte Wand ist nur die Spitze des Eisbergs).


    Die Feuchtigkeit scheint ja von unten aufzusteigen. Handelt es sich um eine Erdgeschosswohnung, bzw. was befindet sich auf der anderen Seite der Wand?

    Ja, es handelt sich um eine Erdgeschosswohnung. Auf der anderen Seite der Wand ist der Gehweg, hinter dem Gehweg die Straße.

    Soweit ich weiß, gibt es einen Keller für die Mieter im Haupthaus, aber keine Ahnung wie der verbunden ist bzw. Wie der geschnitten ist.

    Als der Hausmeister letzten Samstag mit der Hausverwaltung vor Ort war, wurde auch im Keller geschaut, aber es gab keine Rückmeldung, interessiert mich vielleicht auch nicht, keine Ahnung. Heute jedenfalls war der Hausmeister erneut unangekündigt vor Ort, hat die Wand nochmal gemessen. Unten ist laut ihm und seinem Messgerät sehr feucht, weiter nach oben (Richtung Fensterbank) normal-Werte. - Oben waren die so bei 13,14 unten bei über 90.. Kann damit nichts anfangen, aber scheint nicht in Ordnung zu sein.


    Der Hausmeister hat uns bestätigt, dass es extrem muffig gerochen hat. Tut es aktuell immer noch etwas, trotz ausreichendem lüften und Raumspray. (Das nur am Rande)


    Die Umstände mit dem Gehweg kann man doch mit Sicherheit bei der Stadt erfragen? Die waren ja schließlich vor Ort und haben den Schaden am Gehweg behoben. Ich glaube eher, dass sie nun versuchen, einen möglichen Schaden von dritten bezahlt zu bekommen, was dann wahrscheinlich alles andere in die Länge ziehen wird.


    Mit Ausschachten ist die eine Freilegung gemeint? - Habe versucht das zu googeln, bin aber nicht wirklich schlau daraus geworden (Entschuldige :D).


    Schönes Wochenende, sowie einen schönen 3.Advent an alle! :thumbup::thumbup:


    Zwecks Übersichtlichkeit bitte keine Vollzitate!

  • Natrlich kann jeder eine andere Meinung haben darüber, was angemessen ist. Aber letztlich (und rechtlich relevant) kann es nur ein Richter festlegen. Bis dahin ist alles Mutmaßung und Verhandlungssache.

    Und natürlich gehst Du bei Ersatzvornahme (d.h. Handwerker selbst beauftragen und dann Geld zurückfordern) ein Risiko ein und der Weg sollte daher nur eingeschlagen werden, wenn die Lage unzumutbar ist.

    Du hast dem Vermieter offenbar noch keine Frist gesetzt, aber er hat selbst eine Lösung im Januar vorgeschlagen (was vermutlich zumutbar ist, denke ich). [Text entfernt]


    Keine konkrete Handlungsempfehlung zulässig da Rechtsberatung!

  • Mit Ausschachten ist die eine Freilegung gemeint?

    Genau so ist es.

    Letztendlich muss eben zeitnah die Ursache dafür gefunden werden. Hier würde ich einfach Druck machen, weil die Situation innerhalb deiner Wohnung und in der kalten Jahreszeit auch nicht besser wird.


    Wo die Ursache liegt, kann Dir eigentlich egal sein. Damit soll sich der Vermieter beschäftigen.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Guten Abend allerseits, danke für eure Antworten!


    Ob im Januar eine Lösung gefunden werden kann, steht aktuell noch in den Sternen. Aber da wir momentan ja wissen, wie die Aufträge seitens Verwaltung und Vermietung vergeben werden, glauben wir nicht daran. (Aber das steht auf einem anderen Blatt). Vielleicht läuft es auch dieses Mal anders.. (Wir haben sein Februar auf einen Fensterbauer bzgl unserer Balkontür gewartet, am Freitag kam dann jemand…).


    Letztendlich muss eben zeitnah die Ursache dafür gefunden werden. Hier würde ich einfach Druck machen, weil die Situation innerhalb deiner Wohnung und in der kalten Jahreszeit auch nicht besser wird.

    Das sollte man annehmen. Zumindest klingt das erstmal logisch. Daran sollte ja auch der Eigentümer (Vermieter) des Objektes ein berechtigtes Interesse haben. Schließlich geht es ja auch um sein „Kapital“. Kosten werden aber auch gerne von besagter Person gescheut. (Habe ich mir von langjährigen Mietern bereits sagen lassen).

    Da hast du was gesagt, innerhalb der Wohnung und der kalten Jahreszeit wird die Situation hier in der Wohnung nicht besser. Vor allem ist es aktuell ziemlich kühl in dem Raum. Haben die Wand schon soweit frei gemacht, Sofa steht aktuell mitten im Raum, aber die Heizung alleine scheint auch nicht so wirklich dagegen anzukommen.


    Am Rande erwähnt, wir waren heute nochmal beim Arzt, hatten einen Termin zum Lungenfunktionstest, bei der Frau soweit alles im grünen Bereich, bei mir ist sie wohl „eingeschränkt“, somit habe ich das große los, mich gründlicher untersuchen zu lassen. Geht im nächsten Jahr weiter.

    Wo die Ursache liegt, kann Dir eigentlich egal sein. Damit soll sich der Vermieter beschäftigen.

    Das soll so sein, zumindest erstmal in der Theorie.
    Wir werden uns überraschen lassen müssen, ob tatsächlich eine „Fachfirma“ damit beauftragt wird. Vielleicht erleben wir das noch, vielleicht aber auch nicht. (Aber das ist eine andere Geschichte).


    Beste Grüße und eine schöne Woche !!

  • Den Bildern nach sieht das für mich auch eher nach einer größeren Baustelle aus. Auf die Entfernung kann das alles sein, wie die anderen schon erwähnt haben.

    [Wir hatten so im April/Mai ein kleines Problem auf dem Gehweg etwas versetzt zur Tür, dort ist eine Platte des Gehwegs abgesackt… Sie ist der Überzeugung, dass die Stadt es nicht korrekt geflickt hat und daher die Feuchtigkeit kommt.. Aber das wird ohne Begutachtung auch niemand beantworten können… Ich persönlich glaube es nicht…

    Gehwege sind niemals wasserdicht, da versickert Wasser durch die Fugen und überhaupt schützt diese "Versiegelung" der Oberfläche nicht vor Feuchtigkeit. Bei uns war am Haus alles betoniert und trotzdem sind die Kellermauern darunter erdfeucht (normal, 100 Jahre alter Keller ohne vertikale Abdichtung). Das interessiert nämlich das Wasser überhaupt nicht, wenn da ne Schicht drüber ist, selbst wenn diese dicht ist.


    Wenn der Gehweg dort abgesackt ist, spricht das eher dafür, dass da drunter was passiert ist, evtl. eine defektes Wasser - oder Abwasserleitung, wie Leipziger schon erwähnt hat. Das könnte eine sehr aufwändige Sache werden. Bei so starker Feuchtigkeit ist da was größeres im Busch. Das ist nicht ein simpler Riss im Putz oder ähnliches, der sich einfach so beheben lässt. Die Messung sagt, dass die Wand wirklich, klitschnass ist, triefend nass.


    Dass im Januar, bei angedrohten - 15 Grad, Bagger anrollen, halte ich für ausgeschlossen, vor allem wenn öffentliche Flächen aufgegraben werden müssen, mit Absicherung der Straße... Das wird sich alles bis ins Frühjahr oder Sommer ziehen und wenn Hausverwaltung bzw. Vermieter am Ende noch Kosten scheuen, fangen sie damit nicht gleich an, sondern versuchen erstmal Kosmetik zu betreiben und günstigere Sachen auszuschließen. Je nach Witterung "hilft" das vielleicht auch, wenn es länger nicht regnet o.ä. dann steht ihr in ein paar Monaten wieder an der gleichen Stelle. Bei einem Vermieter, der mit defekten Fenster und nicht nutzbarem Balkon neu vermietet, habe ich da ehrlich gesagt wenig Hoffnung, dass sich was tut, weil es hier nicht um 600€ für ne neue Balkontür oder Fenster geht, also wirklich Peanuts im Bezug auf die Gesamtinstandhaltungskosten eines Hauses. Bei Feuchteschäden geht es fast immer richtig ins Geld. Es gibt Vermieter, besonders häufig habe ich die in gewissen Generationen kennengelernt, die scheuen jede Investition, weil sie das so gelernt haben in der Zeit nach dem Krieg, als man nichts hatte. Das ist so tief verwurzelt, dass jeder Cent gespart werden muss, obwohl genug da wäre. Wir haben auch so eine Immobilie gekauft, im Endeffekt leben sie auf Kosten der Substanz und verkaufen/vererben das Haus irgendwann als Kernsanierungsobjekt. Als Mieter hat man hier keinen Spaß, ganz ehrlich.


    Ich würde ehrlich gesagt, parallel zur Mietminderung, nach einer neuen Wohnung suchen. In Anbetracht der vielen Mängel bringt euch die Mietminderung zwar geringere Kosten, aber das bringt einem bei schlechter Nutzbarkeit der Wohnung auch nichts. Insbesondere nicht vor dem Hintergrund gesundheitlicher Probleme, da würde ich so schnell wie möglich das Weite suchen.

  • Den Bildern nach sieht das für mich auch eher nach einer größeren Baustelle aus. Auf die Entfernung kann das alles sein, wie die anderen schon erwähnt haben.

    Ich habe auch etwas größeres vermutet, was sich nicht mal eben so „beheben“ lässt. Wie ihr alle können auch wir, nicht genau sagen, was es ist. Dazu müsste der Schaden wohl von Fachkräften begutachtet werden.


    Was genau die Messwerte aussagen, weiß ich persönlich nicht, dazu bin ich nicht so tief in der Thematik, aber ich denke, dass was du mitgeteilt hast, wird so stimmen. Zumal die Tapete ja auch wirklich klitschnass war. Dementsprechend würde ich das vermutlich auch so sehen.


    Dass im Januar, bei angedrohten - 15 Grad, Bagger anrollen, halte ich für ausgeschlossen, vor allem wenn öffentliche Flächen aufgegraben werden müssen, mit Absicherung der Straße...

    Ich glaube es persönlich auch nicht. Vielleicht mag es Leute unter uns geben, welche da sehr optimistisch sind und dem Glauben schenken, was der Vermieter, oder die Verwaltung so erzählt. Die Vergangenheit hat uns gelehrt, sich nicht mehr auf die Aussagen von unserem Vermieter, oder der Hausverwaltung zu verlassen. Zu oft ist im Endeffekt eh nichts passiert.

    Sie sind der festen Überzeugung, dass die Stadt an der Feuchtigkeit in der Außenwand Schuld ist. Wahrscheinlich werden sie (Vermieter und Verwaltung) auch bis zum letzten Ende daran festhalten, sodass eine Zeit lang nichts passieren wird. Man sieht es ja an den Mängeln, welche seit unserem Einzug im Februar bekannt sind und noch immer nicht behoben sind.


    Wir sind bereits auf der Suche nach einer neuen „brauchbaren“ Unterkunft. Die Suche hat sich jedoch in der letzten Zeit massiv erschwert, ich denke das ist auch bekannt. Aber sobald wir etwas passendes gefunden haben, werden wir selbstverständlich das weite suchen. Die Frage wird nur sein, ob dann ordentlich gekündigt wird, oder außerordentlich gekündigt werden kann.


    Anschließend haben sie ja genug Zeit, um alle Maßnahmen einzuleiten, sodass der Schaden beseitigt wird. Wird vermutlich, wie bereits angemerkt, nicht nur ein paar hundert € kosten, sondern vermutlich deutlich mehr. Aber das soll nicht meine Sorge sein. Ich persönlich glaube allerdings, dass „Kosmetik“ betrieben wird, wenn wir ausgezogen sind, damit sie die Wohnung wieder schnell vermietet bekommen. Aber auch das soll dann nicht mehr mein Problem sein.



    Ich wünsche allen beteiligten hier und im gesamten Forum frohe Weihnachten, besinnliche Feiertage und eine schöne Zeit mit der Familie!:)


    Bleibt alle gesund! :thumbup::)

  • Die Frage wird nur sein, ob dann ordentlich gekündigt wird, oder außerordentlich gekündigt werden kann.

    Fristlos kann im Allgemeinen in einer solchen Situation nur möglich sein, wenn die Voraussetzungen des §569 Abs. 1 BGB gegeben sind. Das bedeutet, dass eine erhebliche Gefährdung der Gesundheit gegeben und auch nachweisbar sein muss durch ärtzliche Einschätzungen. Lediglich eine Sorge vor gesundheitlicher Gefährdung reicht nicht aus.


    Liegt eine solche Bescheinigung vor, bedeutet das aber auch, dass die Kündigung sofort erfolgen soll. Es ist nicht glaubhaft, dass der Auszug dringend sein soll, wenn man dann doch noch warten kann, bis eine andere Wohnung gefunden ist. Denn dann käme es auf die Kündigungsfrist auch nicht mehr an.

  • Hallo allerseits,


    Erst einmal vielen Dank für die erneute Unterstützung.


    Liegt eine solche Bescheinigung vor, bedeutet das aber auch, dass die Kündigung sofort erfolgen soll. Es ist nicht glaubhaft, dass der Auszug dringend sein soll, wenn man dann doch noch warten kann, bis eine andere Wohnung gefunden ist. Denn dann käme es auf die Kündigungsfrist auch nicht mehr an.

    Nun, ich weiß nicht, was eine nachweisbare ärztliche Einschätzung ist, aber ich denke ein Attest darüber, sollte ausreichend sein. (Oder sehe ich da irgendwas falsch? - Wir haben eins vom Kinderarzt, sowie von unserem Arzt.)


    Naja, was bringt uns aktuell eine fristlose Kündigung, wenn wir noch keine neue gefunden haben? Nachher kündigen wir, finden vorher, oder während der Frist keinen neuen Wohnraum und sitzen dann quasi „auf der Straße“. - Das wäre in meinen Augen unverantwortlich :huh: (Gerade auch wegen den Kids).


    Natürlich kann es die ein oder andere Möglichkeit geben, vorerst Unterschlupf zu finden, aber wir haben ja auch einiges an Hab und Gut hier stehen, was vorerst irgendwo verstaut werden müsste.


    Unser Plan sah eigentlich so aus, dass wir uns eine Wohnung suchen, welche in der nächsten Zeit angemietet werden kann und wir zu „Tag X“ kündigen. Ob das nun eine korrekte Vorgehensweise ist, oder nicht, lassen wir vorerst dahingestellt.


    Liebe Grüße und einen schönen Abend allerseits.8)

  • Eine fristlose Kündigung ist nur dann zulässig, wenn ein weiterer Aufenthalt in der Wohnung nicht mehr zumutbar ist.

    Dass Ihr Euch das selbst noch zumuten wollt, solange Ihr nach einer anderen Wohnung sucht, negiert das ganz klar.

    Bei wirklicher Unzumutbarkeit würdet Ihr sofort (vorübergehend) in ein Hotel ziehen und Eure Sachen einlagern lassen - und der Vermieter müsste das dann bezahlen, wen er für den Zustand verantwortlich ist. (Aber bis dies durch ein Gericht entschieden wird, ist sicher ein langer, steiniger Weg!)

    Alternativen: Ordentlich kündigen oder einen beidseitig akzeptablen Aufhebungsvertrag aushandlen.