Schimmel an Außenwänden - auch beim Nachbarn selbe Wand

  • Hallo zusammen,


    Wir wohnen jetzt seit einem Jahr in unserer neuen Wohnung (Altbau alles theoretisch renoviert laut Vermieter).


    Uns ist vor kurzem aufgefallen, dass an allen Möbeln, welche (natürlich mit Abstand) an der Außenwänden stehen, Schimmelbildung zu erkennen ist bzw. direkt die Wand schimmelt.


    Wir lüften täglich 3x ca. 10 Minuten.

    Jetzt haben wir noch einen Luftentfeuchter ins Zimmer gestellt, jedoch wird es nicht besser und es bildet sich immer wieder Schimmel, trotz Behandlung mit anti Schimmel Zeug.


    Auch die Mieter über uns haben dieses Problem und können im Winter die gesamte Wand nicht nutzen (richtig schwarzer Schimmel).


    Ich weiß leider nicht, wie ich vorzugehen habe und wollte mich hier im Forum mal erkundigen, was ihr dazu sagt bzw. wie wir weiter vorgehen sollten.



    Danke und liebe Grüße,

    Basti

  • Ich weiß leider nicht, wie ich vorzugehen habe und wollte mich hier im Forum mal erkundigen, was ihr dazu sagt bzw. wie wir weiter vorgehen sollten.

    Es sollte eine Fachfirma kommen, um Feuchtigkeits Messungen an der Wand vornimmt. Damit kann die Firma dann Vermutungen anstellen, woher die Feuchtigkeit in der Wand kommt. Möglicherweise ist die Isolierung der Außenseite nicht korrekt gemacht, was erklären würde, dass der Nachbar auch Schimmel hat.

    Zuvor würde ich aber mit dem Vermieter sprechen. Ich vermisse in deiner Frage, was er dazu sagt. Den Vermieter zu befragen ist immer der erste Schritt.

  • Hallo, ich wollte mich erstenmal erkunden und später mit dem Nachbarn zusammen zu dem Vermieter gehen.

    Jedoch ist der Nachbar in Quarantäne und ich wollt mich deswegen schon vorab erkundigen.

    Danke für deine Hilfe, ich werd mich da bei dem Vermieter melden.

  • Fürs weitere Vorgehen hat Fruggel schon etwas gesagt. Ihr solltet den Vermieter kontaktieren und den Schimmel melden. Dieser muss dann weitere Schritte zur Ursachenklärung und die Schadensbeseitigung einleiten.


    Auch wenn sicherlich durch eine Messung eine andere Ursache für die Feuchtigkeit ausgeschlossen werden sollte, ist im ungedämmten Altbau das Stellen von Möbelstücken, insbesondere größeren, an eine Außenwand grundsätzlich etwas, was man so weit wie nur möglich vermeiden sollte. Am besten sollte gleichzeitig eine Messung der Oberflächentemperatur der Wände und Möbel durchgeführt werden, denn diese ist eine sehr wichtige Ergänzung in den meisten Fällen.

    Wenn wir Meldungen von Schimmel hatten, war meist die Oberflächentemperatur (und oberflächennahe Luftfeuchtigkeit, die bei den Geräten in der Regel mitgemessen wird) sehr entscheidend, denn dann kann man sehen, wenn die Wände einfach zu kalt sind und dort die relative Luftfeuchtigkeit bei 70% und mehr liegt, was Schimmelbildung ermöglicht. Wenn die Wände mit Möbeln verstellt sind, kann an einer freien Stelle im Raum die Luftfeuchtigkeit und Temperatur durchaus in Ordnung sein. Durch die Möbel kann die Wand aber nicht gleichermaßen aufgeheizt werden, die warme feuchte Luft aus dem Raum strömt dennoch dahinter entlang, kühlt ab und die Feuchtigkeit kondensiert an der Wand und den Möbeln, die ebenfalls kalt sind. Das führt zu Schimmel an den Wänden und an den Möbelstücken, so wie beschrieben.


    Gäbe es eindringende Feuchtigkeit von außen, wäre der Befall an der Wand deutlich stärker und weniger an den Möbeln, wenn überhaupt. Wir hatten das bei einem Wasserschaden, da war die Wand komplett geschimmelt, da diese nass war, die Möbel, die an dieser Wand standen, dagegen hatten gar nichts. Die waren von der Feuchtigkeit in der Wand nicht betroffen und nicht kalt.