Nebenkostvorauszahlungen gesenkt

  • Hallo zusammen!


    Mein Anliegen ist Folgendes:


    Im August 2021 gab es für das Mehrfamilienhaus, indem ich Mieterin bin, einen Vermieterwechsel.

    Ab 01.11.2021 wurde die Miete erhöht (was auch okay war). Das Mieterhöhungsschreiben beinhaltet

    die Miete und die Vorauszahlungen für die Betriebskosten und für die Heizkosten (welche 2020 vom Vorvermieter

    angemessen angehoben wurden.


    Miete 298,22 €

    Vorauszahlung Betriebskosten 101,00 €

    Vorauszahlung Heizkosten 75,00 €


    monatl. Gesamtzahlung 474,22 €


    Im Dezember 2021 erhielten wir die Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2020. Heizkosten ergaben eine Nachzahlung von 40,13 €

    die Betriebskosten ein Guthaben von 95,06 €. In der Abrechnung wurde festgehalten, dass sich an meinen Vorauszahlungen

    nichts ändert.


    Mit Wirkung zum 01.01.2022 hat der Vermieter einen neuen Objektverwalter beauftragt. Mit Schreiben vom 20.01.2022

    (eingegangen bei mir am 22.01.2022) informierte uns der neue Verwalter hierüber und teilte mit, dass auf Grund der übergebenen Unterlagen des Vermieters

    sich meine aktuelle Mietzahlung wie folgt darstellt (Einen geänderten Mietvertrag seitens des Vermieters gab es bisher nicht):


    Miete 299,00 €

    Vorauszahlung Betriebskosten 62,00 €

    Vorauszahlung Heizkosten 40,00 €


    monatl. Gesamtzahlung 401,00 €


    Die neuen Vorauszahlungen sind erheblich zu niedrig angesetzt, selbst wenn man für die Betriebskosten,

    von 7,92 € pro Monat weniger und die 3,34 € pro Monat mehr für die Heizkosten berücksitigt.


    Unter Berücksichtigung der genauen Anpassung und gleichbleibenden Kosten (wobei ich davon ausgehe,

    das die Kosten für 2021 und ab 2022 eher noch höher liegen) müsste ich ca. 823,00 auf einen Schlag nachbezahlen!

    Ich finde die vom Verwalter neuen Vorauszahlungen vollkommen unangemessen.


    Ich wohne in dieser Wohnung seit 1983 und schon 2001 hatten wir höhere tatsächliche Heizkosten von 51,13 €...

    also von 20 Jahren, als die nun angesetzten 40,00 €. Steigerungen waren folgende 2006 = 90,00 € Heizkostenvorauszahlung,

    2014 = 110,00 €, 2016 = 75,00 € und 2020 tasächl. Heizkosten 78,34 €.


    Ich habe dabei leider noch ein 2. Problem. Auf Grund der Mieterhöhung ab 11/2021 habe ich Wohngeld beantragt, um das einigermaßen

    finanzieren zu können. Ich bekam auch ab 11/2021 eine Bewilligung.

    Da sich angeblich nun die Beträge ändern, bekäme ich dann ca. 40 € weniger im Monat. Vorauszahlungen werden vom Amt berücksichtigt,

    Nachzahlungen an den Vermieter jedoch nicht. Leisten muss ich die Nachzahlung aber trotzdem.


    Ist es erlaubt, die Abschläge eines schon lange bestehenden Mietvertrags (kein neuer Mietvertrag oder Bezug der Wohnung)

    dermaßen zu mindern?


    Danke für eventuelle Hilfe!


    Im eigenen Interesse auf Anonymität achten, keine Namen.

    Siehe auch Forenregel!





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  • Ich vermute hier einen Fehler/Irrtum des Verwalters, zumal auch die Kaltmiete eine andere ist. Weiterhin können die Vorauszahlungen auch nur nach einer Abrechnung angepasst werden (was im Dezember ja erfolgt ist).


    Ich würde also erst einmal zum Telefon greifen und versuchen, den Sachverhalt so zu klären.

    Ansonsten weise ich darauf hin, dass auch der Mieter nach § 560 (4) BGB das Recht hat, die Vorauszahlungen anzupassen. Demnach könntest Du dem Vermieter die ursprünglich vereinbarten Vorauszahlungen nochmals mitteilen.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.