Mietrückforderung aufgrund deutlich zu hoher Miete über dem ortsüblichen Mietpreis

  • Hallo,


    ich bin zum 01.10.2020 nach Koblenz Metternich (PLZ 5072) in ein 20 QM 1-Zimmer-Appartment gezogen.
    Da der Wohnungsmarkt allgemein sehr angespannt war, hab ich in der Stadt die Wohnung nehmen müssen und konnte auch bei der Mietpreisverhandlung damals kein Risiko eingehen.


    Baujahr der Hauses ist 1976 oder 1974, zählt also zu einem Bestandshaus.
    Die Ausstattung ist eher im unteren Drittel anzusetzen. Kleine Küche im Flur, alter Kühlschrank, im Bad Durchlauferhitzer und im Wohnbereich sind an der 3 Fensterfront nicht einmal Rollladen angebracht für den Sonnenschutz, was im Sommer sehr warme Temperaturen bedeutet.
    Die Kaltmiete der Wohnung ist seit 01.10.2020 auf 240 € festgelegt und inklusive der derzeit geltenden 105 € Betriebskosten, komme ich auf eine Warmmiete von 345 €, was dann einen QM Preis von warm 17,25 € bedeutet.

    Leide ist der Jungle von ortsüblicher Vergleichsmiete oder Mietpreisbremse für mich ziemlich unverständlich. Auch deswegen, weil für Wohnungen in Koblenz mit unter 25 QM der Mietspiegel nicht einmal Anwendung finden soll.


    Ich möchte wissen, ob sich eine rechtliche Auseinandersetzung mit meinem Vermieter bezüglich einer Rückforderung zu viel gezahlter Miete für mich lohnen würde. Speziell da dieser jetzt mit einer Nachrüstung der Rollladen eine weitere Mieterhöhung angekündigt hat (nicht schriftlich bisher!).


    Da ich meine Rechtsschutzversicherung erst 2021 abgeschlossen habe, ist dieser Fall vermutlich aufgrund des Vertragsschluss im Oktober 2020 nicht gedeckt. Wäre ein Weg zum Mieterschutzbund der richtige Weg?


    Für Antworten und Hilfe schon einmal besten Dank.


    Gerade festgestellt das in Koblenz nicht mal die Mietpreisbremse greift. Das heißt dann wohl, dass es da überhaupt gar keine Chance gibt, gegen eine zu hohe Miete vorzugehen.


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  • Das heißt dann wohl, dass es da überhaupt gar keine Chance gibt, gegen eine zu hohe Miete vorzugehen.

    Sieht so aus, denn das Gebiet muss als angespannter Wohnmarkt festgelegt worden sein, dass die Mietpreisbremse gilt.