Rechnung von Liegenschaft zu Antrag wegen Aufstellpool an Vermieter

  • Hallo zusammen, im vergangen Jahr haben wir in unseren Garten (Mietwohnung) einen Aufstellpool aufgestellt dem den Nachbarn oben drüber ein Dorn im Auge war. Die Nachbarin (selbst Eigentümerin) hat das der Liegenschaft gemeldet (inklusive Fotos von denen wir nichts wussten!!), angeblich um versicherungsgründe deswegen zu klären. Die Liegenschaft hat sich an unsere Vermieterin gewandt und der Rattenschwanz ging los.

    Angeblich haben wir eine bauliche Veränderung auf dem Grundstück (mit Sondernutzungsrecht der Vermieterin) vorgenommen und müssen den Pool zurück bauen. Unsere Vermieterin hat sich selbst und persönlich davon überzeugt dass es sich um einen Aufstellpool handelt, nichts fest verbaut oder verankert ist und war damit einverstanden dass der stehen bleibt.

    Dann sollte sie einen Antrag stellen so dass bei der Eigentümerversammlung darüber abgestimmt werden konnte ob der stehen bleiben kann oder nicht, haben wir gemeinsam gemacht, sie hat ihn eingereicht und er wurde abgelehnt.

    Zwischen der Beschwerde der Nachbarin und dem ablehnen des Antrages lagen Monate, etlicher Schriftverkehr zwischen der Vermieterin und uns und zwischen der Vermieterin und der Liegenschaft, der Aufstellpool (65cm hoch) war bis dahin schon wieder abgebaut.

    Neben dem ganzen Hickhack hat die Liegenschaft unserer Vermieterin nun eine Rechnung über den Aufwand über knapp 400€ geschickt die sie wegen dem Aufwand nun der Liegenschaft zahlen muss. Dass die Vermieterin nicht begeistert ist ist selbstverständlich und nachvollziehbar, sie möchte jetzt dass wir uns an der Rechnung beteiligen da sie uns ja was gutes tun wollte und es für uns und nicht für sie war.


    Meine Frage also nun: wir sind der Meinung dass diese Rechnung an die Vermieterin schon mal gar nicht rechtens ist, da eine Liegenschaft ja für sowas eigentlich da sein sollte, oder sehen wir das falsch? Diese Rechnung dürfte gar nicht existieren. Da sind Sachen aufgeführt wie: Kopien für die Versammlung, Ergebnismitteilung an die beaagten Nachbarn, Zeiten für Mailverkehr mit deren Versicherung usw...

    Habt ihr da eine Ahnung wie wir hier verfahren sollen? Ich sehe es gar nicht ein dafür einem Cent zu zahlen, auch unsere Vermieterin sollte da nichts zahlen müssen.

    Habt ihr Erfahrungen mit so was?


    Danke im voraus

    Charly222

  • Ob die Hausverwaltung eurer Vermieterin etwas in Rechnung stellen kann, lässt sich nicht allgemein beantworten. Denn es kommt hier darauf an, was genau im Verwaltervertrag an Leistungen vereinbart sind. Einige Dinge sind mit einer monatlichen Pauschale abgegolten, und andere Aufgaben können separat berechnet werden.


    Ihr als Mieter könnt mit den Kosten regulär nicht belastet werden. Denn das sind Verwaltungskosten, die nach dem Gesetz nie umlagefähig sind. Eventuell könnte eure Vermieterin das aber in Form eines Schadenersatzanspruchs fordern, sofern ihr euch mit der Aufstellung vertragswirdrig verhalten haben solltet. Letzteres ist aber unwahrscheinlich, da eure Vermieterin offenbar mit der Aufstellung einverstanden war, wenn ich das richtig heraus gelesen habe.


    Ein solcher Aufstellpool kann durchaus eine Sondernutzung darstellen, auch wenn er nicht fest verankert ist. Denn es ist von seiner Größe her vermutlich nicht vorgesehen, ihn jeden Abend nach der Benutzung wieder abzubauen, sondern man lässt ihn stehen. Und das reicht schon, dass es keine reine Gartennutzung mehr ist, sondern eine Sondernutzung.