Betriebskostenabrechnung 2021 - Kalt- und Abwasser pro Einheit

  • Hallo Community,

    ich habe dieses Jahr meine erste Betriebskostenabrechnung (2021) in meiner gegenwärtigen Wohnung erhalten. Bezogen habe ich die Wohnung im April 2021.

    Auf der Nebenkostenabrechnung tummeln sich mehrere Unstimmigkeiten, ganz konkret beschäftigt mich aber die Position Kalt- Abwasser. Abrechnungsorg. ist *zensiert*.

    Kalt- Abwasser wird mit 9,99 € pro Einheit berechnet (letztes Jahr 9,7 €). Diese Einheit wird nicht aufgeschlüsselt, sondern lediglich mit den m³ multipliziert. Gleichfalls taucht der multiplizierte Wert (11 m³) auch bei den Warmwasserzählern auf bzw. hat der in der Wohnung verbaute KW Zähler zum Stichtag 0,09 angezeigt, was unmöglich stimmen kann. Die Ablesung erfolgte nämlich im Februar und da hatte der Zähler 35 m³ gezeigt und jetzt hat er 58 m³, was meinem üblichen Verbrauch entspricht.

    Aber das ist gar nicht der Punkt, mich interessiert wirklich nur, wie der Einheitenpreis von knapp 10 Euro pro Kubikmeter Wasser zustande kommt und hoffe auf Erfahrungswerte.

    Mehrfamilienhaus (4 Wohnungen, 3x2 und 1x1), gesamt rund 285 qm, meine Wohnung rund 75 qm. Laut Mietvertrag wird der individuelle KW Zählerstand berücksichtigt, ist dieser Wert gegenüber dem zentralen Zähler erheblich abweichend (kumuliert aus allen Zählern im Haus), wir per (nicht definierten) Umlageschlüssel verteilt.

    Ich kann aber hin und her rechnen wie ich will, ich komme auf keinen sinnvollen Schlüssel. Der Vermieter ist äußerst nachlässig und es gab wohl schon einige Streitereien im Haus. Verträge/Rechnungen/Erläuterungen habe ich vom VM angefragt, gemäß Erfahrung der anderen Mieter ist nicht mit einer Antwort zu rechnen. Daher bereite ich mich schon für das kommende Jahr auf den Rechtsweg vor.

    Ich bin für jede Hilfe dankbar.

  • mich interessiert wirklich nur, wie der Einheitenpreis von knapp 10 Euro pro Kubikmeter Wasser zustande kommt und hoffe auf Erfahrungswerte.

    Das ist etwas, was aus der Abrechnung ersichtlich sein muss. Deer BGH hat festgelegt, dass eine Abrechnung in sich rechnerisch überprüfbar sein muss, um formell gültig zu sein. Und zu diesem Zweck muss der Gesamtpreis laut Rechnung des Wasserversorgers angegeben sein, sowie auch die Summe der gesamten Wasserzähler Einheiten im Haus. Dann kann man berechnen, Kosten dividiert durch Gesamteinheiten, multipliziert mit den Einheiten deiner Wohnung. Ist das so nicht möglich, kannst du aufhören, dir darüber Gedanken zu machen, denn dann ist zumindest die eine Position, oder vielleicht sogar die gesamte Abrechnung ungültig.

  • Rechnerisch ist das überprüfbar. Konkret sind es

    Kalt- und Abwasser | 1352,94 € (gesamt) : 135,42 m³ (K+W, Gesamteinheit Liegenschaft) = 9,99 € (Preis pro Einheit) * 11,04 (dieser Wert stammt aber nicht vom Kaltwasserzähler, da steht 0,09 bzw. kumuliert (es gab einen Zählertausch) 0,00. Die 11,04 m³ tauchen in der Abrechnung ausschließlich bei den Verbrauchskosten Warmwasser auf (70%)

    Die Gerätekosten sind extra aufgeführt (Geräte KW), dort sind als Gesamteinheit der Liegenschaft 87,68 m³ Kaltwasser angegeben.

    Ich kann die Abrechnung auch gerne, anonymisiert, hochladen, falls das erlaubt ist. Ich möchte keine Rechtsberatung oder dergleichen, ich will wirklich nur die hohen Wasserkosten verstehen. Bei den anderen Mietern im Haus stehen da 60 oder 50 Kubikmeter, die Kosten sind dementsprechend hoch, daher will ich auf das kommende Jahr vorbereitet sein.

  • dieser Wert stammt aber nicht vom Kaltwasserzähler

    Ja, das ist normal. Für Kaltwasser und Abwasser wird immer der Wert des Kaltwasserzählers plus der Wert des Warmwasserzählers zusammen addiert. Denn der Verbrauch, der bei den Heizkosten steht, ist nur allein für die Energie, das Wasser zu erwärmen. Die Kosten für das Wasser an sich sind da noch nicht dabei.

  • Es lag ein Rechnungsfehler vor. Die Beträge wurden vom Vermieter eigenhändig eingetragen und das Oberflächenwasser in Kalt- und Abwasser mit eingerechnet und außerdem noch separat ausgewiesen. Weiterhin wurde mit der falschen m³ Zahl gerechnet. Grundsteuer und Strom waren auch verkehrt, was für ein Fest.