Heizkörperthermostat - Sternchen Frostwarner und Thermostat lässt sich nicht abstellen

  • Hallo in die Runde, ich habe mich heute hier angemeldet, um Hinweise/Ideen zu mietrechtlichen Fragen zu bekommen, die sich mir stellen, und denen ich dann weiter nachgehen kann. Muss ja nicht immer gleich der Anwalt sein :-iron. So habe ich dieses Anliegen: ich schlafe gern bei offenem Fenster, auch wenn es richtig kalt ist. Dabei ist der Heizkörper natürlich runtergedreht. Bloß geht das nur bis zur Frostwächterstellung, sodass der Heizkörper warm bleibt, und Energie verbraucht wird auf meine Kosten.

    Frage: Kann ich von der Vermietergesellschaft einen anderen Thermostaten verlangen, oder muss ich nach Anfrage deren Argumentation folgen, der Heizkörper dürfte ja nicht einfrieren? Verständnis dafür habe ich, aber wird der wirklich so dermaßen kalt, dass er einfrieren kann?

  • Die Frostschutzstellung bedeutet eine Temperatur von etwa 5°C am Thermostat und kälter sollte es im Raum bewohnt definitiv nicht werden. Bei normalen Temperaturen sollte der Heizkörper bei korrekt funktionierendem Thermostat also nicht heizen.


    Hast du nachgemessen, bei welcher Temperatur das Thermostat den Heizkörper aufdreht, wenn es auf Frostschutz steht? Ggf funktioniert es auch nicht richtig.

  • Danke für die Antwort und die Idee des Nachmessens. Das werde ich sodann machen, wenn es wieder frostig ist. Aber engmaschig beobachten werde ich das trotzdem ab jetzt, ich habe ein digitales Thermometer.

    Guten Abend ;)

  • Guten Tag,

    aus gegebenem Anlass möchte ich nochmals auf mein Thema "Thermostatventil" zurückkommen.

    Nach meiner Aufforderung an die Vermietergesellschaft, das defekte Thermostatventil auszutauschen, wurde mir mitgeteilt, das H-ventil sei nicht defekt, und jetzt folgte eine Tirade an Schuldzuweisungen an mich, wie ich denn nur bei offenem Fenster schlafen könnte, das sei doch viel zu kalt, und würde die Schimmelbildung in der Wohnung, wohlgemerkt es geht lediglich ums Schlafzimmer, fördern, ich solle auf ausreichende Temperatur achten, Lüften, um Schimmelbildung zu vermeiden. Kostenübernahme zur Beseitigung von mir. KLAR. Abgesehen davon, dass ich das immer so tue, versteckt sich eine unverhohlene Drohung dahinter. Das ist schlicht eine Unverschämtheit! Jetzt kann sich jeder denken, dass ich die Frage habe, wie geht's jetzt weiter?

    Vielen Dank für Euer Interesse!

  • Hallo!


    Erfahrungsgemäß ist die Empörung beim Mieter groß, wenn dieses Thema

    angesprochen wird: Richtig heizen und Richtig lüften - Deutscher Mieterbund


    würde die Schimmelbildung in der Wohnung, wohlgemerkt es geht lediglich ums Schlafzimmer, fördern, ich solle auf ausreichende Temperatur achten, Lüften, um Schimmelbildung zu vermeiden.


    Leider hat der Vermieter recht! Davon abgesehen kühlt der Raum enorm

    aus, wodurch viel Energie benötigt wird, um ihn wieder auf die notwendige

    Temperatur zu bringen, die Schimmelbildung vermeidet. Der Thermostat

    ist also nicht das eigentliche Problem.


    Hier zusätzlicher Hinweis: Tipps zum Sparen von Heizkosten - Deutscher Mieterbund


    ich solle auf ausreichende Temperatur achten, Lüften, um Schimmelbildung zu vermeiden. Kostenübernahme zur Beseitigung von mir.


    Leider liefert das eigene Verhalten dem Vermieter eine Steilvorlage

    bei Schimmelbildung. Nicht falsch verstehen, gut gemeinter Rat!

    Auch Schweinchenfan erwähnt es hier:


    Die Frostschutzstellung bedeutet eine Temperatur von etwa 5°C am Thermostat und kälter sollte es im Raum bewohnt definitiv nicht werden. Bei normalen Temperaturen sollte der Heizkörper bei korrekt funktionierendem Thermostat also nicht heizen.


    Gruß

  • Vielen Dank für die Antwort! Aber es geht nur ums Schlafzimmer, und wie ich zum Threadbeginn erwähnte, ist dort immer zw. 10 und 14 Grad, bei offenem Fenster, welches ja nur für fünf bis sechs Stunden auf Kipp geöffnet ist. Auskühlen tut das Zimmer damit nicht, es verbleiben min. 10 Grad. Danach wird ja wieder geheizt, tagsüber ca. 16 Grad. Das sind meine Kosten, die ich als gering einstufe, geringer als wenn ich durchheizen würde. Ich weiß, wie richtig geheizt und gelüftet werden muss, tue es auch, schon aus Erfahrung, da sich ein gut gelüfteter Raum schneller aufheizt und das Raumklima besser ist. Und auch gesünder. Die angebliche "Steilvorlage" ;) ist schlicht eine Unterstellung ohne jedwede Grundlage, Schikane. Ich habe mir ziemlich zu Beginn meiner Anmietung das von denen angebotene digitale Thermo- Hygrometer besorgt, und achte peinlich genau auf die Einhaltung der richtigen Daten in jedem Raum! Das Verhalten des Vermieters soll nur dem Rechtbehalt und der Unterlassung zur Abhilfe dienen.

    Das Ventil hat zw. 3 & 5 keinen Widerstand mehr, es fühlt sich an, als dreht es leer. Nicht defekt?

    Ich erinnere an meinen Posting mit dem Laminat in der Mansarde. Da hat man mich auch abgewimmelt. Damit bin ich auch noch nicht fertig.

    Wie denkt ihr noch darüber?

  • Zu dem Leergang des Heizventils, wie ich es vorher geschildert habe, habe ich nachfolgende Beschreibung gefunden, womit sich für mich der Defekt des Thermostatkopfes eindeutig erkennen lässt. Durch die jahrzehntelange Feststellung auf die Frostwächterposition ist der Ventilstift da festgegammelt. Ich könnte also bei großer Kälte noch nicht mal höher heizen. Da ist der von mir beschriebene Mangel nur logisch.

    Würde das bitte fachlich kommentiert werden?

  • Lassen wir das richtige Heizen und Lüften mal unbeachtet. Wenn das Ventil defekt ist, dann lässt sich das nicht weg diskutieren. Und für einen Defekt ist nun mal der Vermieter zuständig. Auf die Behebung kann man bestehen mit allen Möglichkeiten, die das Gesetz bietet.

  • Guten Abend, Fruggel, ja danke, so meine ich das eben(d) auch! Bloß wie setze ich das in der ja schon verfahrenen Situation durch? Allein dafür einen Anwalt einschalten erscheint mir übertrieben. Ich werde es als Sahnehäubchen in den Mansarden-Laminat-Case einpflegen, denke ich. "Schaun mer mal" (würde der (ehemalige) Teamchef sagen) :evil:

  • wie setze ich das in der ja schon verfahrenen Situation durch?

    Das müssen Sie selbst entscheiden, wenn Sie keinen Antwalt beauftragen wollen. Das Gesetz bietet in §536 und §536a BGB mit der Mietminderung oder Ersatzvornahme entsprechende Möglichkeiten und Regelungen.

  • Fruggel

    Danke für den Hinweis, der natürlich eine neue, gute Argumentationsgrundlage faktisch bietet. Damit wird auch die Anwaltsarmee dieser Wohnungsbaugesellschaft ausreichend beschäftigt sein, um sich da rauszuwinden.

  • Ja, ich muss aus gegebenem Anlass nochmal etwas fragen: wie in meinem Beitrag oben beschrieben, ist es bei offenem Fenster nicht weniger als 12 - 14 Grad in dem ca. 10 qm großen Schlafzimmer. Muss ich mir vom Vermieter vorschreiben lassen, bei einer höheren Temperatur zu schlafen, bloß weil die Empfehlung zum Heizverhalten das so vorsieht? Sind für wenige Stunden in der Nacht 12 oder 14 Grad zu wenig? Ich mache ja morgens die Heizung wieder an. Reicht das für die Forderung des Vermieters, in allen anderen Räumen sind 19 Grad. Mehr geht eh nicht, weil die zum Gassparen die Heizung gedrosselt haben. Ich finde, da wird die Persönlichkeitssphäre des Mieters gewaltig eingeschränkt. Gibt es dazu mglw. einige Urteile zu? Danke für die Geduld!

  • Unter 5 Grad kann man sicherlich darüber diskutieren, ob Frost Schäden entstehen können. Aber bei 12 Grad ist das kein Thema. Darüber muss man sich aber doch keine Gedanken machen, denn wenn das Ventil defekt ist, könntest du ja gar nicht viel höher heizen. Ich würde mich daher auf solche Diskussionen weiter gar nicht einlassen.

  • Fruggel

    Guten Abend, ein salomonischer Ratschlag.

    Ich überlege, da mir ja nicht geglaubt, sondern eher noch gedroht wird, den ständig hier im Quartier beschäftigten Heizungsmann zu bitten, das Thermostatventil mal unverbindlich zu bewerten. Könnte ich die Kosten gemäß der Prämisse "Wer Unrecht hat, zahlt" anschließend auf die Vermietergesellschaft umlegen?

    Schönen Feierabend

    • Offizieller Beitrag

    Könnte ich die Kosten gemäß der Prämisse "Wer Unrecht hat, zahlt" anschließend auf die Vermietergesellschaft umlegen?

    Wie oben schon angedeutet gibt es in §536a BGB die Möglichkeit der Ersatzvornahme. Das bedeutet, unter bestimmten Voraussetzungen kann man selber die Reparatur veranlassen und die Kosten vom Vermieter verlangen.


    Wenn Sie über die korrekte und geeignete Vorgehensweise unsicher sind, dann wenden Sie sich an einen Rechtsanwalt. Wir können hier nicht weitergehend helfen außer diese Tipps zu geben, was theoretisch machbar ist. Viel Erfolg!