Vermieter unternimmt alles Erdenkliche, um Mieter zu entmieten

  • Liebes Forum,

    bin neu hier und muss mich leider wegen der Probleme mit meinem Vermieter schlau machen.

    Zur Vorinformation: Vermieter ist Horrorvermieter und wendet seit Jahrzehnten extreme Entmietungspraktiken an, um bei Bedarf an Wohnungen wieder ranzukommen. Diese Wohnungen erhalten dann Mitarbeiter oder deren Angehörige (also die Seilschaften).

    Dafür werden dann irgendwelche Mieter herausgepickt (eher die Schwächeren, wie Schwerbehinderte oder junge Familien), die dann gezielt mit sämtlicher List und Tücke fertig gemacht werden, damit diese kurzfristig oder langfristig ausziehen.

    Bei mir geht der Spass schon seit 20 Jahren. Man bekommt für ein erfundenes Fehlverhalten sofortige Abmahnungen und massiven Druck. Die erfundenen Gründe bezeugen dann jedes mal irgendwelche weisungsgebundenen Mitarbeiter.

    Ich bekam schon eine Abmahnung wegen angeblichem offenem Feuer in der Wohnung mit Rechnungsstellung eines dabei beschädigten Balkones über 900 Euro. Den Fall gab es jedoch nachweislich gar nicht. Das Gleiche dann später wegen mutwilliger Beschädigung der Einfahrtsschranke. Auch da eine Rechnung von über 800 Euro und eine Abmahnung. Zeuge wurde aber bzgl. meiner Nachfrage nie genannt.

    Nach vielen ähnlich konstruierten Abmahnungsgründen schrieb ich dem Vermieter, dass dieses Verhalten eine Nötigung darstellt und eine falsche Verdächtigung eine Straftat sei. Darauf hin kam wieder eine Abmahnung.

    Dann werde ich wegen Sachen, die nicht existierten vor Gericht gezogen und versucht, mich mit hohen Gerichts- und Rechtsanwaltsgebühren finanziell ausbluten zu können. Ich habe zwar vor Gericht dann gewonnen, der Rechtsstreit kostete mir jedoch 5 Jahre, extrem viel Nerven und durch viele Absagen von beruflichen Aufträgen, letztendlich auch viel Geld.

    Es ist zu viel vorgefallen, dass man es hier nicht erwähnen kann.

    Aktuell eine Abmahnung für Störung des Hausfriedens, da ich Fahrräder im Keller abgestellt hatte. Uns hatte man ohne Begründung den im Keller befindlichen Fahrradraum weggenommen, zugesperrt und dieser steht nun seit Jahren leer. Jetzt bei dem Dauerregen wollte ich 2 Räder vor der Witterung schützen und stellte diese vorübergehend im Keller ab. Neben diesen waren 2 sehr große Flat-Screens von meinem Nachbarn schon seit 2 Jahren abgestellt, ohne dass etwas passierte. Ein Aushang wurde an die Kellertüre geklebt, ,mit der Forderung die im Keller gelagerten Gegenstände innerhalb 14 Tage bis zum 1.11.2023 zu entfernen. Ich tat dies 2 Tage später nachweislich. Die Gegenstände vom Nachbarn sind aber immer noch nicht entfernt worden.

    Er hat keine Konsequenzen zu tragen, trotz Fristüberschreitung und ich habe eine Abmahnung erhalten, trotz fristgerechter Entfernung der Fahrräder.

    Bei Genossenschaftswohnungen herrscht anscheinend der wichtige Gleichbehandlungsgedanke. Es dürfen gewisse Mieter nicht schlechter behandelt werden, als die anderen Mieter.

    Dies findet jedoch ständig statt. Mein geschriebener Widerspruch blieb bis heute unbeantwortet (so wie es immer gehandhabt wird).

    Wer von Euch kann mir bitte Tips geben, wie ich diesem Dauerterror entgegnen kann und was ich nun tun kann? (bitte nicht den Tip, dass ich ausziehen soll: ich bekomme in der Stadt keine vergleichbare Wohnung mehr).

    Vielen Dank und Grüße

    Bitte Forenregel beachten

  • Eine Abmahnung für sich allein genommen hat keinerlei Rechtswirkung. Sie ist nur eine Aufforderung, irgend ein bestimmten Verhalten zu unterlassen bzw. einer Pflicht nachzukommen. Von Bedeutung wird die Abmahnung beispielsweise erst im Zusammenhang mit einer Kündigung des Mietvertrags. Denn für deren Wirksamkeit kann es je nach Grund erforderlich sein, dass zuvor eine Abmahnung kam.

    Man könnte jedes mal eine Gegendarstellung schreiben, dass die Vorwürfe nicht stimmen und evtl um einen Nachweis bitten, oder auch gar nicht reagieren. Das ist zwar auf Dauer durchaus nervig, aber so kann man es auch aussitzen in dem Wissen, dass der Vermieter ohne Nachweise normalerweise nicht so einfach mit einer Kündigung durchkommen würde.

  • Und ich dachte, ich habe einen schlechten Vermieter 😳. Ich habe leider keine Ideen, außer dem, was ich bereits tue. Ich kommuniziere nur per E-Mail, sammle alle Vorfälle und schreibe sie in einer Zeitleiste auf, um sie später parat zu haben, wenn ich mich an das Geschehene erinnern muss (Räumungsklage). In meinem Fall hat mein Vermieter aufgrund Eigenbedarfs gekündigt, eine Woche nachdem ich abgelehnt habe, die Hälfte der Reparaturkosten zu bezahlen, für die der Vermieter verantwortlich ist (ich habe auch gegen eine falsche Nebenkostenabrechnung protestiert). Man würde denken, er wäre zufrieden damit, dass ich über dem Mietspiegel liege, aber die Gier in manchen Menschen ist unvorstellbar.

    Es tut mir leid, das alles zu hören, aber halte durch und lass nicht zu, dass eine Person deine Tage ruiniert. ♥️

  • Hallo Fruggel und wohnlos,

    sorry für die verspätete Antwort und vielen Dank für Eure Einschätzungen.

    Aus meiner Erfahrung ist es trotz des anscheinenden sicheren Mieterschutzes vor Gericht nicht ganz so sicher.

    Nachdem der Vermieter bei mir mit 4 Helfern im Kellerabteil eingebrochen ist und meine Holz-und Regaleinbauten zerstörte sowie mein Berufsequipment in einen Raum mit stetigen Wasserschäden schmiss (Schaden über 8000 Euro), zerrte er mich sogar noch vor Gericht.

    Der Vorsitzende hörte sich keine Minuten die vom Vermieter begangenen Straftaten an, sondern wollte innerhalb von Minuten die Sache vom Tisch haben. Er sagte, der Kläger solle mir 1000 Euro für die Umzugskosten zahlen und ich solle dann eben ausziehen.

    Das klingt nur lächerlich, wenn man kapieren würde, dass man in einer Großstadt keine finanzierbare Wohnung findet und 1000 Euro für Umzugskosten und evtl. neu notwendige Möbel ein Witz sind.

    Ja, die Gier als auch die Sucht nach Machtmissbrauch ist bei einigen Menschen unersättlich.

    V.G.

    gehher

    Bitte die Forenregel beachten

  • sondern wollte innerhalb von Minuten die Sache vom Tisch haben

    Genau das passiert, wenn man ohne Rechtsanwalt ins Gericht geht. So eine Sache ist nicht so einfach wie es aussieht und man braucht Erfahrung, um zu Wissen, wie man vorgeht. Ein Anwalt vor Ort kennt in der Regel ja auch die Richter und er weiß, wie deren Einschätzungen sind.

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