nach elf jahren deftige erhöhung der NB/BK

  • liebe lesenden,


    ich erhielt unlängst ein schreiben meiner vermieter:


    bei mir sei trotz der steigenden BK-&NK-kosten keine laufende erhöhung der miete erfolgt. jetzt wollen sie die letzten elf jahre aufholen - angleichung an die kosten der übrigen bewohner.


    zur erklärung ist nur die kaltmiete aufgeführt und die erhöhten NK- & BK-kosten (ein posten).


    meine laufende miete (pauschalvertrag) erhöht sich somit um ein drittel!!


    meine fragen:


    ist es richtig, die erhöhung erstmal abzulehnen, weil sie formell nicht gültig ist?


    kann ich eine schrittweise (halbjährige) angleichung verlangen? (grundsätzlich sehe ich nämlich schon ein, dass sie Ihre kosten wieder reinhaben wollen.)


    ohwei.....ich hänge echt in der luft...interessant vielleicht noch. die wohnungen in dem haus werden zimmerweise vermietet.


    ich hoffe, hoffe, dass Ihr meinen thread lest und mir helfen könnt!!!!!


    liebe grüße,


    .jane.

  • Anzeige
  • Aus "Mietrechtslexikon":
    Ist im Mietvertrag eine reine Warmmiete oder Bruttomiete vereinbart, so kann der Vermieter die Miete nicht mit der Begründung erhöhen, die Betriebskosten seien gestiegen. Dieser Erhöhungstatbestand ist ausdrücklich in den Mietgesetzen vom Gesetzgeber nicht vorgesehen. Der Grund: Der Vermieter hat die Möglichkeit eine Netto oder Kaltmiete zu vereinbaren, um so diesem Problem zu entgehen. Daneben wollte der Gesetzgeber keine weiteren zusätzlichen Mieterhöhungstatbestände im Mietrecht schaffen. Die Mieterhöhung einer Warmmiete ist deshalb nur zulässig, wenn die Voraussetzungen für eine Mieterhöhung vorliegen.


    Ich schlage einen neuen Mietvertrag vor, welcher in Grundmiete(Kaltmiete) und Betriebskosten gegliedert ist.
    Dadurch wird Klarheit erreicht und warne vor irgendwelchen Konstruktionen, welche früher oder später wieder zu Unstimmigkeiten führen.

    Einmal editiert, zuletzt von Kolinum ()

  • Zitat

    zur erklärung ist nur die kaltmiete aufgeführt


    Eine Erhöhung der Netto(kalt)miete ist bis zur Höhe der Vergleichsmiete laut Mietspiegel möglich. Existiert kein qualifizierter Mietspiegel für Ihre Gemeinde/Region, dann können 3 Vergleichswohnungen zur Erhöhung heran gezogen werden.


    Mietrecht: Mieterhöhungen - Anhebung bis zur Vergleichmiete


    Eine sogenannte Warmmiete (incl. der Heizkosten) dürfte gegen die Heizkostenverordnung verstoßen und ist schon lange nicht mehr zulässig:


    energieverbraucher.de | BGH-Urteile zu Betriebs- und Heizkostenabrechnung

  • Hallo Jane,


    umfangreichere Infos würden die Stellungnahmen deutlich erleichtern...


    "bei mir sei trotz der steigenden BK-&NK-kosten keine laufende erhöhung der miete erfolgt."
    Das besagt erst mal (fast) nichts.


    "jetzt wollen sie die letzten elf jahre aufholen - angleichung an die kosten der übrigen bewohner."
    Wörtliches Zitat des VM bitte posten.


    "zur erklärung ist nur die kaltmiete aufgeführt und die erhöhten NK- & BK-kosten (ein posten)."
    Kaltmiete wie hoch? Welche NK und wie hoch?


    "meine laufende miete (pauschalvertrag) erhöht sich somit um ein drittel!!"
    Also von wv. auf wv.?


    "ist es richtig, die erhöhung erstmal abzulehnen, weil sie formell nicht gültig ist?"
    (Wahrscheinlich) ja.


    "kann ich eine schrittweise (halbjährige) angleichung verlangen? (grundsätzlich sehe ich nämlich schon ein, dass sie Ihre kosten wieder reinhaben wollen.)"
    Verlangen nein, vorschlagen ja.


    "interessant vielleicht noch. die wohnungen in dem haus werden zimmerweise vermietet."
    Wie ist denn der Wortlaut im MV? Wenn Du zu einem Anwalt kommst, streckt er Dir beide Hände entgegen: Die rechte zur Begrüssung, die linke für den MV.