Endabrechnung nach Auszug

  • Hallo liebe Gemeinde,

    ich habe mal eine Frage.

    Ich bin im Juni diesen Jahres aus meiner Wohnung in Berlin ausgezogen und warte noch auf meine Kaution.
    Mein EX Vermieter meinte er müsse erst die Nebenkostenabrechnung abwarten und dann mal schauen.
    Er sagte was wie, Die Nebenkosten sind ja auch höher geworden und ich müsse evt eine beträchtliche Nachzahlung erwarten. Das letzte Jahr musste ich 280€ nachzahlen.

    Jetzt meine Frage: Darf er, wenn im Mietvertrag eine Vorrauszahlung angegeben ist und diese nie erhöht wurde mir die erhöhten Nebenkosten in Rechnung stellen, oder muss er mich abrechnen, nach dem was im Vertrag steht? Ich befürchte er wird die erhöhten Kosten nehmen, da in Berlin die Nebenkosten ja auch stark nach oben gegangen sind. Meine NAchmieterin musste 20-30 Euro im Monat mehr zahlen als ich.

    Ich danke schon mal für evt Antworten.

    LG

  • Ein Teil der Kaution darf der Vermieter bis zur Begleichung der Betriebskostenabrechnung zurückbehalten.

    In Ihrem Vertrag wurde eine Nebenkostenvorauszahlung festgeschrieben.
    Das sagt bereits das Wort, dass es sich um eine Vorauszahlung für den laufenden Abrechnungszeitraum handelt.
    Den Betrag, welchen Sie vorab gezahlt haben, wird Ihnen bei der Endabrechung gutgeschrieben.
    Es tritt kein Verlust ein. Wenn die Betriebskosten stark steigen, ist es nicht verwunderlich, das bei der Endabrechnung Nachzahlungen erforderlich sind.
    Sie müssen am Ende das zahlen, was Sie zu welchen Preis verbraucht haben.
    Dafür können Sie den Vermieter nicht haftbar machen.

  • Davidoff:

    "Ich bin im Juni diesen Jahres aus meiner Wohnung in Berlin ausgezogen und warte noch auf meine Kaution."
    Hallo,
    da wirst Du u.U. noch laange warten müssen: Falls der Betriebskosten-Abrechnungszeitraum wie meist üblich das Kalenderjahr ist, hat der ehem. VM noch Zeit, Dir die Abrechnung bis zum 31.12.2012 vorzulegen.
    Innerhalb eines halben Jahres nach Mietende hat er Dir nur die Differenz zwischen der zu erwartenden BetrkAbr.-Nachzahlung und der Kaution+Zs. zu erstatten.

  • Hallo Davidoff,
    zur Vereinfachung.
    Eine Vorauszahlung ist nicht weg sondern wird verrechnet.
    Eine Nachzahlung entsteht wenn der Verbrauch hoeher ist als die Vorauszahlung
    Sie zahlen "in der Regel" das, was Sie verbraucht haben.

    Eine Vorauszahlung bringt zum Ausdruck, dass der Vermieter ueber die Betriebskosten abrechnen soll/muss. Wenn eine Erhoehung der Beko Vorauszahlung ansteht, dann kann der Vermieter das gemaess Paragraf 560 BGB vornehmen. Voraussetzung hierfuer ist unter anderen die schriftliche Textform und die Bekovorauszahlungsvereinbarung im Mietvertrag.
    Da Sie aber keinen Mietvertrag mehr mit Ihren Vermieter haben, besteht somit auch keine "Vertragsverbindung". Somit ist in der Regel eine nachtraegliche Erhoehung der Beko Vorauszahlung nicht relevant. Aber eine Abrechung ueber erhoete Bekos bzw. eine hohe Nachzahlung ist legetim, wenn Sie auch diese Kosten verursacht haben.
    Tipp: Lassen Sie sich die Rechnung der Beko Abrechnung zeigen, da Ihnen diese Moeglichkeit zusteht.

    Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung
    D-D-I

    Hinweis: Dieser Beitrag beruft sich auf eine unverbindliche Privatmeinung, daher ist der Beitrag keine Rechtsberatung.
    Gruß Bokiwi