ungenaue Nebenkostenabrechnung

  • Hi meine Freund


    habe wieder einmal eine Frage, betrifft die Nebenkostenabrechnung,die wurde vom Mieterschutzbund überprüft und für unrichtig gehalten ! Die Annigt. (Vermieter)bekam das auch alles schriftl. jetzt bekamen wir die Eingangsbestädigung vom Vermieter, mit dem schriftl. Hinweis das sie ihre Nachzahlungsaufforderung noch mal überprüfen wollen aber sie werden den von ihnen geforderten Betrag (Nachzahlung Nebenkosten) trotz allem von unserem Konto abbuchen. Eine Frechheit ist das, jedes Jahr ist die Nebenkostenabrechnung falsch und dann müssen wir bis zur Klärung immer wieder das Geld, was zu viel abgebucht wurde, zurück buchen und der Vermieter verlangt zum Schluss noch die Bankgebühren von uns ! Wir wurden beim Abschluss vom Mietvertrag dazu aufgefordert eine Einzugsermächtigung dem Vermieter zu erteilen. Können wir die wieder zurück ziehen mit dem Hinweis das wenn die Nebenkostenabrechnung geklärt wurde dann kann ganz normal wieder von ihnen abgebucht werden. Das ist meine Frage.

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  • Eine Einwilligung zum Einzug mittels Lastschriftverfahrens ist immer widerrufbar. Ihr könnt also den Einzug widerrufen, dann dar der Vermieter bzw. die Verwaltung nicht mehr einziehen. Ich würde an dieser Stelle nur den "berechtigten" Teil überweisen, der vom Mieterbund nicht beanstandet wurde, mit dem Hinweis, dass die Zahlung unter Vorbehalt geleistet wird.


    Warum müsst Ihr das Geld, was zu viel eingezogen wurde, immer zurückbuchen? Im Regelfall müsste der Vermieter den Mehrbetrag überweisen. Auf der sicheren Seite seid Ihr also, wenn Ihr keine Einzugsermächtigung abgebt.

  • Hi meine Freund


    habe wieder einmal eine Frage, betrifft die Nebenkostenabrechnung,die wurde vom Mieterschutzbund überprüft und für unrichtig gehalten ! Die Annigt. (Vermieter)bekam das auch alles schriftl. jetzt bekamen wir die Eingangsbestädigung vom Vermieter, mit dem schriftl. Hinweis das sie ihre Nachzahlungsaufforderung noch mal überprüfen wollen aber sie werden den von ihnen geforderten Betrag (Nachzahlung Nebenkosten) trotz allem von unserem Konto abbuchen. Eine Frechheit ist das, jedes Jahr ist die Nebenkostenabrechnung falsch und dann müssen wir bis zur Klärung immer wieder das Geld, was zu viel abgebucht wurde, zurück buchen und der Vermieter verlangt zum Schluss noch die Bankgebühren von uns ! Wir wurden beim Abschluss vom Mietvertrag dazu aufgefordert eine Einzugsermächtigung dem Vermieter zu erteilen. Können wir die wieder zurück ziehen mit dem Hinweis das wenn die Nebenkostenabrechnung geklärt wurde dann kann ganz normal wieder von ihnen abgebucht werden. Das ist meine Frage.


    Guten Tag!


    Das mit den Lastschriften hat mehrere Haken...


    a) Zum einen gilt eine gegebene Erlaubnis immer für ALLE fälligen Posten, die richtigen wie auch die falschen.


    Die falschen können deshalb laut gesetzlicher Regelung kostenfrei zurückgebucht werden.


    b) Soviel mir zu Ohren gekommen ist, gab es mal zwei unterschiedliche Arten der Lastschriftgenehmigung. Eine war nicht ohne weiteres aufhebbar,
    die andere kann jederzeit mit EINER schriftlichen Erklärung aufgehoben werden und das betreffende Unternehmen darf danach nicht mehr abbuchen.


    Nun kommen die richtig bösen Sachen...


    01. Wenn eine Lastschrift zurückgeholt wird OHNE Ankündigung, kann in den meisten Fällen der Lastschriftnehmer seine Kosten heute geltend machen. Der Grund liegt darin, dass VOR Rückholung der Lastschrift die Forderung begründet reklamiertwerden müsste, was gerade bei Nebenkostenabrechnungen im Vorfeld fast unmöglich ist. Reklamiert werden darf nur das, was eindeutig ist, ansonsten besteht die Forderung weiterhin, auch wenn offenbar ist, dass da ein Fehler (teilweise) vorliegen könnte.


    Noch einmal, die Problematik des Gesetzes liegt darin, dass WIR definitiv einen Betrag nennen können müssen und der muss zurückgefordert werden mit Fristsetzung!!


    Man sieht schon nur an dem Beispiel, dass dies alles zu Gunsten der stärkeren Partei geregelt worden ist und wir Mieter eigentlich immer die Doofen sind, egal, ob wir Recht haben oder auch nicht.


    Es gab mal ein Urteil seitens des BHG, wenn ich mich recht erinnere, wo beschlossen wurde, dass alle Bankgebühren im Zusammenhang mit Lastschriften für unzulässig erklärt worden sind - also, man musste diese nicht mehr bezahlen. Dem entgegenwirkend haben heute fast alle Verträge eine oft versteckte Klausel, die dafür sorgen soll, dass nun trotzdem die Bankgebühren fällig gestellt werden können, indem dann in anderen Worten vom Aufwand geschrieben wird, der durch Rücklastschriften entstanden ist.


    Gleichzeitig wurde es Usus wie Sie schon selbst festgestellt haben, dass viele Verträge nur noch mit der Quasi-Nötigung abgegeben werden, wenn die Lastschriftgenehmigung gegeben worden ist.


    Ich persönlich halte dieses Vorgehen für rechtswidrig wegen des Nötigungsaspekts. Bisher habe ich nicht recherchiert, ob es dazu schon Urteile gibt. Vielleicht könnten Sie mal im Netz schauen unter "Verträgen mit Lastschriftzwang" oder so ähnlich oder mal eine Mail an die reginale Verbrauchzentrale schicken und die fragen, ob es dazu schon Rechtsprechung gibt.


    Das würde auch allen anderen hier helfen...


    Viele Grüße und sorry, dass es da keine wirklich positiven Infos gibt...


    E. A.



    Mir ist noch etwas eingefallen...Hätten Sie jetzt einen konkreten streitigen Betrag genannt - auch durch die Mieterberatung in Vertretung, könnte es sein, dass die Annington nur den anerkannten Betrag einziehen darf. Tut sie das nicht, müsste sie eigentlich auf ihren Kosten sitzen bleiben, weil es dem Lastschriftgeber bis heute gesetzlich verwehrt worden ist, auch Teilbeträge der Lastschrift zurückzufordern, ein Umstand, der Ihnen an sich nicht zumutbar sein dürfte...


    Na dann, trotzdem noch einen schönen Tag...



    E. A.