Instandsetzung der Wohnung bei Neubezug! Bitte euch dringend um Hilfe!

  • Hallo ihr Lieben!


    Ich möchte eine neue Wohnung anmieten ab Juli 2012 und habe auch schon das passende gefunden. Da die jetzige Mieterin noch bis Ende April in der Wohnung ist, konnte ich jedoch noch keine Besichtigung durchführen. Die Verwalterin hat mir jedoch eine baugleiche Wohnung gezeigt und ich bin damit einverstanden.


    Es wurde besprochen, dass der Mietpreis sich noch geringfügig ändern kann, wenn noch Sachen an der Wohnung gemacht werden müssen. Da ich eine Einbruchshemmende Wohnungstür haben möchte haben wir auch da über die Auswirkungen auf den Mietpreis gesprochen.
    Sie sagte jedoch, der Austausch des Linoleums erfolge immer und werde nicht auf den Mietpreis aufgeschlagen.
    Daher habe ich diese Wohnung für mich reservieren lassen.


    Habe mich zwischenzeitlich belesen und fand ihre Aussage eigentlich bestätigt, dass der Austausch von abgenutztem Linoleum Sache des Vermieters ist und nicht auf den Miter umgeschlagen werden darf. Ebenso ist es mit abgenutzten Toilettenbecken, Waschbecken oder Badewannen. Bin ich da richtig?


    Gestern war dann die Verwalterin nicht da und ich habe kurz mit der Dame vom technischen Dienst gesprochen. Diese meinte, natürlich werde die Erneuerung des Linoleums auf den Mieter umgelegt und alles andere auch, daher könne sie noch nichts zum Preis sagen.
    Nun bin ich verunsichert, da es mit der Verwalterin anders besprochen war.


    Auf was kann ich nun bestehen und was darf die Wohnungsgenossenschaft tatsächlich auf mich abwälzen? Es handelt sich doch nicht um eine Modernisierung, sondern um die Instandsetzung von abgewohnten Sachen.


    Ich bitte um eure fachkundige Hilfe und Danke euch schon im Voraus für die Mühe
    :)

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  • Hallo Baby-Lucy,


    falls Du die Wohnung mieten solltest, wirst Du sie dann im Ist-Zustand mieten zu dem dann vereinbarten Preis.
    Vorabrenovierungen oder Sanierungen sind Vermietersache. Siehe auch § 535 BGB.
    Besonders wichtig ist ein korrekt ausgefülltes Übergabeprotokoll.

  • Hallo Berny,


    vielen Dank für deine Antwort.
    Du meinst also, der Vermieter kann im Vorfeld alle Schäden beseitigen, dann aber einen anderen Mietpreis ansetzen als die Wohnung jetzt angeboten wurde?


    Liebe Grüße


    Daniela

  • Du meinst also, der Vermieter kann im Vorfeld alle Schäden beseitigen, dann aber einen anderen Mietpreis ansetzen als die Wohnung jetzt angeboten wurde?


    Ja, das kann er. Verbindlich für beide Parteien ist erst das, wenn der MV und das ÜP unterschrieben wurden.
    Ein Angebot ist noch nichts Verbindliches (gilt auch in Geschäften).

  • Vorverträge sind eigentlich nur bei Gewerbemietverträgen üblich.
    Ich würde mich als Vermieter nicht darauf einlassen. Es ist aber ein ungewöhnliches Vorgehen der Verwaltung. Wenn ich eine Wohnung anbiete dann hat die eine gewisse Ausstattung und einen Mietpreis.
    Notwendige Instandsetzungen vor Mietbeginn auf den Mietpreis aufzuschlagen ist imho unüblich.
    Wenn der Mieter natürlich Sonderwünsche hat, sieht das natürlich anders aus.
    z.B. bietet eine Wohnungsgenossenschaft an eine Badsanierung durchzuführen, was dann auf den Mietpreis aufgeschlagen wird, z.B. 50 Euro mehr, dafür dann ein neues Bad. Keine 50 Euro mehr, das Bad wie es ist. Fußboden ist da preislich aber fast vernachlässigbar.

    Hier äussere ich stets nur meine Meinung. Jeder Mensch hat ein Recht auf meine Meinung.
    Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten ist eine Konstante. Die Bevölkerung wächst.

    Einmal editiert, zuletzt von Vermieter ()