Hausmeister und Fahrstuhl ??


  • Eine große Frage zur Nebenkostenabrechnung:
    a) Wohne seit kurzem in einer Wohnanlage mit großem Innenhof. Sie besteht aus rund 200 WE. Nach dem angezeigten Umlageschlüssel werden die Kosten der WF auf die Wohnungen aufgeteilt. In der Jahresabrechnung stehen 6300 qm als einzusetzende WF und demgegenüber Hausmeister/Reinigungs-Kosten in Höhe von EUR 26.500,- Das sind beispielsweise für eine 100 qm Wohnung EUR 55,- pro Monat.


    Wie ich herausgefunden habe, hat man die Wohnanlage zweigeteilt und nimmt von rund 100 WE mit 6300 qm EUR 26.500,- ein sowie zusätzlich vom 2. Teil mit auch rund 100 WE noch mal die Haumeisterkosten.. Es soll wohl den Anschein erwecken, der HM kostet 26.500,-, in Wirklichkeit kassiert man doppelt = EUR 53.000,- . Mir erscheint das zuviel, es ist ja hier in Dresden fast schon ein Geschäftsführer-Gehalt. Abgesehen davon sieht man den HM in der Woche höchstens 2-3 Tage arbeiten oder herumlaufen. Es gibt nämlich in 500 m Entfernung noch eine Wohnanlage mit 7 kleineren MF-Häuser und schätzungsweise 4000 qm WF, dort sollen die HM von hier auch schon gesehen worden sein ???? Das kann ich aber nicht überprüfen. Wenn das so WÄRE, so kriegt der HM sogar bis zu 3 x 26.500,- als Lohn.


    b) die Aufzugskosten werden für ganzes einzelnes Haus aufgeführt. Hier werden Jahreskosten von EUR 2.300,- als „Wartungskosten“ angesetzt. Das sind für meine 100 qm Wohnung immerhin EUR 140,- .Außer TÜV habe ich jedoch das ganze Jahr keinen Wartungsmechaniker gesehen, und wenn, dann kann dieser doch höchstens 2 x pro Jahr 8 Stunden da sein und nicht den ganzen Fahrstuhl auseinanderbauen und wieder zusammen setzen !!!!


    Was gibt es für Vorschläge hierzu ??? DANKE.

  • Dass Du den Hausmeister nicht siehst, bedeutet nicht dass er nicht arbeitet.
    Die Frage ist zudem auch wieviele Hausmeister gibt es und sind diese vollzeitbeschäftigt. Bei einer so großen Anlage durchaus üblich.
    Abzüglich Arbeitgeberanteil und Sozialabgaben bleibt dann durchaus ein angemessenes Gehalt übrig.
    Hast Du Zweifel an der Rechtmässigkeit der Abrechnung, verlange Einsicht in die Abrechnungsunterlagen bei der Verwaltung bzw. nimm jemanden mit der sich damit auskennt.
    Oft stellt sich dann die ganze Geschichte als substanzlos dar.
    Ich habe aber auch schon davon gehört, dass Wohnungsunternehmen über solche Dienstleistungsverträge versuchen fett Reibach zu machen, indem Sie dies über Unterfirmen künstlich hochtreiben und selbst daran verdienen. Die Nummer wäre dann aber zu groß für das Beratungspotiential und die Mittel eines Mietrechtsforums. Frag mal den Anwalt deines Vertrauens.

    Hier äussere ich stets nur meine Meinung. Jeder Mensch hat ein Recht auf meine Meinung.
    Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten ist eine Konstante. Die Bevölkerung wächst.

  • Außer TÜV habe ich jedoch das ganze Jahr keinen Wartungsmechaniker gesehen


    die sind blau und gut getarnt, kommen aber regelmässig und meist erkennt man wer es macht an entsprechenden Aufklebern im oder am Fahrstuhl. Alle 2 Monate so halbe Stunde pro Aufzug bei 10 Familienhaus ist bei uns üblich. Sehen tue ich die auch nur zufällig weil ich muss arbeiten und dass nicht zu knapp.


    Apropo die muss ich noch rundmachen weil sie den Aufzug mit W40 versifft haben.

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  • Zitat

    Was gibt es für Vorschläge hierzu ??? DANKE.


    Keine Wohnung in solch einer Anlage mieten. Die Kosten für Gartenpflege, Hausmeister, Fahrstuhl, usw. läppern sich ganz schön zusammen und müssen von den Mietern getragen werden.

  • Hallo amsel8,


    ich würde mir die der Abrechnung zugrunde liegenden Originalunterlagen zeigen lassen.
    Bspw. ist es bei uns so, dass wir in 2011 95€ HM-Kosten hatten. Unser HM betreut nach seinen Angaben 600 Wohnungen.

    Hier äussere ich stets nur meine Meinung als Mieter und Vermieter, keine Rechts- oder Steuerberatung.


    Es grüsst Berny, der keine PMs entgegennimmt..