getrennte Abrechnung für 2 Untermieter?

  • Hallo,


    zur Situation: seit 1.12.2011 bewohne ich als Hauptmieter (HM) eine Wohnung gemeinsam mit einem Untermieter (UM1). Dieser zieht nun zum 31.7.2012 aus und ein neuer Untermieter (UM2) zieht wiederum ein. Die monatlichen Abschlagszahlungen (Strom, Gas) wurden von Dezember bis Juli zur Hälfte vom HM, zur Hälfte von UM1 bezahlt. Ab August zahlt dann UM2 die Hälfte der Abschlagszahlungen.


    UM1 verlangt nun zum Auszug eine Ablesung des Heizungszählerstandes und möchte dann dementsprechend bei der Verbrauchsabrechnung im März 2013 nur den tatsächlich verbrauchten Anteil bezahlen.
    Die Argumentation von UM1 lautet, er habe unmäßig viel Abschlagszahlungen gezahlt, da von ca. Mai bis Juli nicht geheizt wurde.
    Konkret heißt das: UM1 möchte die Grundgebühren für Gas/Strom auf 12 Monate umlegen und die Hälfte davon (nach Monaten abgerechnet) zahlen. Die Verbrauchskosten sollen ausgerechnet werden und er würde die Hälfte der Kosten bezahlen, die noch in seiner Mietsperiode entstanden sind (bzw. die Differenz zu den Abschlagsforderungen erstattet bekommen).


    Frage1: Ist diese Forderung zulässig? Eventuell würde dann bei der Abrechnung im März 2013 UM2 leer ausgehen und UM1 eine Rückzahlung erhalten (ich erwarte eine Rückzahlung) - ist das rechtlich zulässig? Sollte die Rückzahlung an UM1 und UM2 nicht einfach nach Monaten erfolgen?


    Frage2: Muss HM für UM1 den Heizungszählerstand Ende Juli 2012 ablesen?


    Danke im Voraus für eine Antwort - hoffe ich habe die Situation verständlich geschildert, kenne mich leider damit nicht besonders gut aus - danke jedenfalls schonmal :)

  • Anzeige
  • a) was steht im untermietvertrag dazu?
    b) wie wurde bisher abgerechnet, 50:50?

    Ein Forum ist keine kostenlose Rechtsberatung und ersetzt auch nicht den Weg zum Anwalt :eek:

  • Im Mietvertrag steht dazu nichts - lediglich die Aufteilung der Gesamtmiete = kalt + Abschlagszahlungen, die monatlich zu leisten sind.
    Die Abschlagszahlungen für Strom/Heizung wurden bisher 50:50 bezahlt (für HM und UM je 60€).

  • Zitat

    Die Argumentation von UM1 lautet, er habe unmäßig viel Abschlagszahlungen gezahlt, da von ca. Mai bis Juli nicht geheizt wurde


    Die Denkweise von UM halte ich schon für falsch. Denn die hauptsäächliche Heizperiode erstreckt sich auf die Monate November bis März. Dies spiegelt sich auch in den Gradzahltagen


    Gradtagzahl ? Wikipedia


    wieder.


    So gesehen wird über das Jahr 2012 verteilt der HK-Anteil von UM1 sicherlich höher als der von UM2 ausfallen, und eine Aufteilung nach Monaten kommt UM1 entgegen.

  • rechtlich sehr schwierig, ich würde das bisherige system beibehalten - aber man sieht immer wieder man muss doch kleinlig sein mit den verträgen :(

    Ein Forum ist keine kostenlose Rechtsberatung und ersetzt auch nicht den Weg zum Anwalt :eek:

  • Die Denkweise von UM halte ich schon für falsch. Denn die hauptsäächliche Heizperiode erstreckt sich auf die Monate November bis März.


    Ja, das mit der Heizperiode ist richtig. UM1 möchte ja in den Monaten, in denen die Wohnung nicht geheizt wurde (und er dort gewohnt und Abschlagszahlungen geleistet hat), quasi keine Heizungsabschläge zahlen.
    Das war damit gemeint.



    So gesehen wird über das Jahr 2012 verteilt der HK-Anteil von UM1 sicherlich höher als der von UM2 ausfallen, und eine Aufteilung nach Monaten kommt UM1 entgegen.


    der Plan wäre quasi folgender:
    Angenommen, es gibt im März 2013 eine Rückzahlung.
    Dann soll diese Rückzahlung den Monaten entsprechend an die Mieter ausgezahlt werden (UM1 wohnte 9 Monate in der Wohnung, UM2 5 Monate). UM2 bekommt also weniger raus als UM1.


    Die Frage ist dann, ob eine Rückzahlung in Abhängigkeit vom tatsächlichen Verbrauch vorgenommen werden darf bzw. ob das rechtlich so üblich ist?!