Heizkostenschlüssel nachträglich geändert

  • Mein (ehemaliger) Vermieter, eine Wohnungsgenossenschaft, hat nachträglich für 2007; 2008 und evt. auch für 2010 den Verteilerschlüssel für die Heizkosten verändert abgerechnet. Die Heizungsanlage wurde 1994 Teil - modernisiert. Jetzt führte der VM an, dass zu wenig Wärme von den M. abgenommen wurde. Daher gab es nix zu verteilen (unter 10%). Die M. würden von der Grundabstrahlung der Einrohrleitung (Plattenbau)profitieren. Daher hat der VM die Heizkosten von 70 / 30% auf 100% der Mietfläche verteilt. Zusätzlich noch die Miete der Erfassungsgeräte berechnet. Ich habe z.B. nach vorjährigen Differenzen und Ankündigung beim VM meine Heizung auf Elektro umgestellt, weil es paradoxer Weise mit Abstand billiger war, als die Fernwärme zu nutzen. Im Erdgeschoss, freiliegende Außenwände hatte ich über 20% der anfallenden Gesamtverbrauchskosten im Haus! Nun habe ich allerdings das Problem nicht nur die Grundeinheit von 30% ( ca 200 EUR) zu tragen, sondern über 700 EUR mehr. Für Elektoaufwand habe ich gerade mal um die 300 EUR mehr. Der VM beruft berief sich auf die anstehende Überarbeitung/Reform der gesetzlichen Änderungen der Nebenkostenabrechnung. Ich habe einen Anwalt eingeschaltet, bisher mit nur mäßigen Erfolg. Andere Miter des Hauses wurden bereits zu Ihrem Nachteil verklagt und scheuen den Gang in die nächsten Instanzen. Eigentümer der Wohnanlage führten einen separaten "Krieg" mit Teilerfolg.


    Wie kann es eine derartige widersprüchliche Gesetzesreglung/-lücke überhaupt geben? Ist nicht der VW an mehrjährige übliche Abrechnungsschlüssel gebunden, bzw. müssen Änderungen nicht vorher angekündigt werden? Zumal der VW einer der eifrigsten war, die verbrauchsabhängige Abrechnung rücksichtslos vor über 15 Jahren einzuführen. Jetzt will er, wie er will. Wieso geben Gerichte dieser, meiner Ansicht nach ungerechten Art, überhaupt auch nur ansatzweise Recht?

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  • Tja, ob ein Forum der richtige Ort ist, um auf die zum Teil gewöhnungsbedürftigen Urteile deutscher Amts- und Landgerichte einzugehen, will ich bezweifeln. Sie haben einen Anwalt und ich hoffe, dass der seinen Job beherrscht, um sich bis zum höchsten Gericht zwecks Grundsatzurteil durchzukämpfen.

  • Ob das hilfreich ist? Ich denke, dass der involvierte Anwalt diese Verordnung schon kennt, aber die Problematik der Plattenbauten eine Umsetzung so schwierig macht. Und, die mir bekannten Richter, die mit Mietrecht befasst sind, kennen diese Verordnung auch alle.

  • erst einmal vielen Dank an die aktiven User,


    hätte ja sein können, dass jemand den Lichtblick hat. Schönes Wochenende

  • Hallo
    Wir haben immer eine Berechnung der Abrechnung für Heizung 70 Heizkosten
    30 Grunkosten gehabt.und jetzt auf einmal ohne Ankündigung 50/50.Dabei haben wir einen Verbrauch von 8.31 und der andere Mieter von 62,29.Bei Nachfrage warum jetzt neue 50/50 das haben wir jetzt so gemacht.
    Wir selber haben eine Wand gedämmt und auch Energiesparend geheizt. Noch dazu kam die falsche Angabe der qm Angabe höher als im Mietvertrag angegeben.

    Mus ich die neue Abrechnung 50/50 akzeptieren?Kann ich eine neue Berechnung fordern?
    Gruß

    Einmal editiert, zuletzt von Tiger ()

  • Hallo Tiger,


    "Wir haben immer eine Berechnung der Abrechnung für Heizung 70 Heizkosten 30 Grunkosten gehabt."
    Das schien i.O. gewesen zu sein.


    "jetzt auf einmal ohne Ankündigung 50/50."
    MUSS angekündigt werden, da entgegen der Verordnung: Ab 1.1.09 beginnende Abrechnungszeiträume sind nach §7 HKVO nach 70/30 abzurechnen, es sei denn, es handelt sich um ein Niedrigenergiehaus.


    "Noch dazu kam die falsche Angabe der qm Angabe höher als im Mietvertrag angegeben."
    Aus diesen zwei Gründen würde ich die Heizkostenabrechnung zurückweisen.

  • Danke Berny
    Desweiteren ist mir aufgefallen das dieses mal kurz vor der Abrechnung und lange nach der Heizperiode noch mal getankt wurde.Wegen dem günstigen Öl-Preis.
    Ist dies auch so üblich?
    Gruß

  • Danke Berny
    Desweiteren ist mir aufgefallen das dieses mal kurz vor der Abrechnung und lange nach der Heizperiode noch mal getankt wurde.Wegen dem günstigen Öl-Preis.
    Ist dies auch so üblich?
    Gruß


    Hallo,
    wenn Du damit dieses Jahr meinst, so kann das ja nicht den vergangenen Abrechnungszeitraum betreffen.
    Aber davon mal abgesehen: Der VM ist verpflichtet, wirtschaftlich zum Wohle der Mieter zu handeln.

  • Noch mal danke Berny
    Getankt wurde im Juli ,abgelesen im Mai ,Rechnung August.Somit ist es doch eine Vorauszahlung.Bei Umstellung nächste Heizperiode auf Strom .Rückerstattung Juli Lieferung möglich ?oje oje das wird schwer .
    Gruss

  • Wer stellt denn seine Heizung auf Strom um? Speicherheizungen sind doch ein Auslaufmodell und dürfen in naher Zukunft nicht mehr betrieben werden.

  • Da es sich im eine Ladenfläche handelt und wir 835.-Euro bezahlen sollen und es trotzdem nict warm wird 17Grad denken wir mit gute E.Gerät besser zu fahren

  • Es gibt keine "guten" Elektroheizungen. Es gibt nur Stromfresser.........und das nicht zu knapp.


    Bevor man sich über solche Art der Heizung Gedanken macht, sollte man nicht den Worten der Hersteller, sondern eher den Energieexperten Glauben schenken.


    Google

  • Da sich unsere Heizkörper direkt unter den einfach verglaste Schaufenster befinden und ( 2.10 Meter mal 7 Fenster)dazu noch eine Fensterbank über der Heizung ist mit Lüftungsschlitzen fürs Fenster ,geht die meiste Wärme ins Fenster und schlägt sich nicht komplett in den Raum .Mit Öl Heizung benötigen wir 1Stunde um 17Grad zu erhalten.Mit E.Heizung weniger als 5 Minuten

  • Des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Aber wundern Sie sich nicht über die Stromrechnung!


    P.S. Da Ihr Ladenlokal keinesfalls der Energieeinsparungsverordnung entspricht, da sind schon mal die großen ungedämmten Schaufenster, ist die Abrechnung 50/50 sicherlich nicht zu beanstanden.

  • Ich bitte Sie . Persönliche Übergabe der Abrechnung ohne ein Wort der Änderung.Das einfachste wäre die Abrechnung mit richtiger qm2 Angabe nach alter Form und die Geschichte wäre vom Tisch. Doch der Vermieter sucht schon wie er es gegenrechnen kann.Wir hätten dann auch noch einiges aber wollen das eigentlich nicht .So wird aus Jahre langer Freundschaft schnell eine Feindschaft.Wir rechnen damit das zu einer Kündigung kommen wird.

    Einmal editiert, zuletzt von Tiger ()