Vermieterwechsel = Wechsel der Haus/Gartenbetreuung => zu hohe Kosten

  • Hallo,


    was kann ich genau machen bzw. wie muss ich vorgehen?


    Von 2007 bis 2008 gab es bei uns im Haus (Berlin) einen Vermieterwechsel. Dieses führte dazu, dass eine andere Firma die Betreuung des Hauses, des Hofes und des Gartens übernahm. Einige Beispiele (Nebenkostenabrechnung kam Okt.2009):


    1. Hof-/Gartenpflege
    hat sich von 652€ im Jahre 2007 auf 1.864€ im Jahre 2008 verdreifacht! Die in Rechnung gestellte Summe entspricht nicht den hier erbrachten Leistungen. Hof und beide Gartenflächen werden von den Mietern vollständig gepflegt, die Hausbetreuungsfirma war hier 2008 lediglich einmal einen Tag tätig.


    2. Hausreinigung
    ist von 2007 auf 2008 um ~ 600,00€ gestiegen. Auch hierfür gibt es keinen ersichtlichen Grund.


    3. Schnee-/Eisbeseitigung
    hat sich 2007 auf 2008 verdoppelt. Auch hierfür gibt es keinen ersichtlichen Grund.


    Vier bis fünf von den sechs Mietparteien habe daraufhin im November 2009 Einspruch eingelegt. Im März 2010 kam nun die Antwort, dass die Verträge mit der Firma bestehen und die gestellten Rechnungen dem entsprachen, was an uns umgelegt wurde. Wie man das gerichtlich beweisen könnte, dass Arbeiten hier nicht durchgeführt wurden, ist zweitrangig. Aber dürfen die Kosten derart stark ansteigen? Verstößt doch eigentlich gegen die Wirtschaftlichkeit, aber wie gehen wir jetzt weiter vor?


    Gruß
    Briseb

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  • Generell kann ein Mieter von seinem Recht der Belegeinsicht/Belegprüfung und des Widerspruchs Gebrauch machen.


    Der Vermieter ist gesetzlich zur wirtschaftlichen Verwaltung seiner Mietobjekte verpflichtet.
    Er müsste also nachweisen, dass diese Kosten tatsächlich erforderlich sind und auch tatsächlich in dem entsprechenden Abrechnungszeitraum entstanden sind.

    Zitat

    Wie man das gerichtlich beweisen könnte, dass Arbeiten hier nicht durchgeführt wurden, ist zweitrangig.

    Genau das denke ich nicht! Wenn die berechneten Arbeiten nicht oder mangelhaft durchgeführt wurden, dann ist dies erstrangig! Ob der Vermieter wirtschaftlich handelt wird wohl nur ein Gericht feststellen können. Sie sollten sich anwaltlich beraten lassen.


    Vorher schauen Sie sich bitte mal diese Ausführungen an:Berliner MieterGemeinschaft e.V.- Tipps von A bis Z: Wirtschaftlichkeitsgebot (Betriebskosten)