Stromkosten

  • Ich brauche mal Hilfe in folgendem Problem.
    Ich wohne in einer Wohnanlage als Mieter, alles Eigentumswohnungen mit 90 Wohneinheiten und 10 PKW Stellplätzen.
    Seit mehreren Jahren ist auf unserem Hof eine Außensteckdose (ohne separatem Stromzähler) installiert. Diese Steckdose wird seit mehren Jahren ständig von einem Mitbewohner (Wohnungseigentümer) benutzt um seine Fahrzeuge mit Strom zu versorgen damit seine Autobatterien immer Einsatzbereit sind. Mit ständig meine ich 24 Stunden rund um die Uhr. Er hat drei Fahrzeuge auf dem Hof zu stehen. D. h. das immer ein Fahrzeug mit dem Hausstrom verbunden ist. Bei meiner Nachfrage bei unserer Hausverwaltung ob das rechtens ist, schließlich zahlen ja alle Mitbewohner über die Nebenkosten die Stromrechnung, wurde mir mitgeteilt, dass die Steckdose für die Stellplatznutzer installiert wurde um mal das Auto aus zu saugen. Außerdem wäre eine Installation eines separaten Stromzähler zu teuer. Zu anderem wären die Stromkosten aufgeteilt auf 90 Wohneinheiten für jeden einzelnen ja wohl nicht so hoch.
    Zufällig ist mir letztens ein Protokoll der letzten Eigentümerversammlung (zu der ich als Mieter ja keinen Zugang habe) in die Hände gekommen, wo sogar dem zugestimmt wurde das diese Steckdose auch zum Batterieerhalt genutzt werden darf. Und alle müssen zahlen, auch die die gar kein Auto haben.
    Jetzt meine Frage: kann so etwas überhaupt eine Eigentümerversammlung entscheiden das alle für einen einzelnen zahlen müssen.

  • Jetzt meine Frage: kann so etwas überhaupt eine Eigentümerversammlung entscheiden das alle für einen einzelnen zahlen müssen.


    Hier sind die Eigentümer gemeint, zu denen auch Dein Vermieter zählt.
    Für Dich ist ausschliesslich Dein Mietvertrag massgeblich.

  • Vielen Dank für die schnelle Antwort.
    Mein Mietvertrag kann ich glaube ich nicht zu Rate ziehen, der stammt noch von 1975, da gab es bei uns noch keine Eigentumswohnungen. Unsere damalige Verwaltung bestand aus einem netten älterem Ehepaar mit denen man alles noch persönlich besprechen konnte. Heute lebt unser Eigentümer in Israel unsere Verwaltung ist ein Riesen Unternehmen. Meine Idee wäre eigentlich in der nächsten Umlagenabrechnung den Posten Hausstrom zu reklamieren, mit der Aufforderung den verbrauchten Strom von dem besagten Mitbewohner hinaus zu rechnen. Wobei das nicht möglich sein wird, da an der Steckdose kein Verbrauchszähler geschaltet ist.
    Ob ich damit eine Chance habe??

  • Würde ich machen. Wenn Sie es nicht tun haben Sie schon verloren.


    Richtig... - Schon allein wegen der Dreistigkeit :o
    Dann lass' uns mal zusammen überlegen:
    - Grundsätzlich den Posten Allgemeinstrom nicht zahlen mit entsprechender schriftlicher Erklärung?
    - Oder u.V.?
    - Oder: ständig bei 14V (Ladespannung) x 2A = 28W x 24h x 365Tg x 0,22€ = 53,96€ : 90WE = 0,60€. Die dann abziehen.
    Was meinst Du?
    Btw.: Briefporto ab 1.1.13 0,58€.

  • Sicherlich hast Du mit deiner Rechnung recht. Es lohnt sich eigentlich nicht eine große Welle zu starten. Mir geht es dabei eigentlich ums Prinzip. Obwohl ich eigentlich kein Prinzipienreiter bin. Wenn diese Steckdose auch mal von anderen genutzt werden würde, aber nicht mal unsere Hauswartsfrau nutzt sie zum Rasen mähen, was dann völlig legitim wäre. Mich würde ja vor allem immer noch interessieren ob eine Eigentümerversammlung überhaupt solch einen Beschluss fassen kann, wo alle (auch die, die nicht mal ein Auto besitzen) für die Kosten eines einzelnen aufkommen müssen.
    Vielen Dank und Grüße aus Berlin

  • Sicherlich hast Du mit deiner Rechnung recht. Es lohnt sich eigentlich nicht eine große Welle zu starten. Mir geht es dabei eigentlich ums Prinzip. Obwohl ich eigentlich kein Prinzipienreiter bin. Wenn diese Steckdose auch mal von anderen genutzt werden würde, aber nicht mal unsere Hauswartsfrau nutzt sie zum Rasen mähen, was dann völlig legitim wäre. Mich würde ja vor allem immer noch interessieren ob eine Eigentümerversammlung überhaupt solch einen Beschluss fassen kann, wo alle (auch die, die nicht mal ein Auto besitzen) für die Kosten eines einzelnen aufkommen müssen.
    Vielen Dank und Grüße aus Berlin


    Tja, Ungerechtigkeit oder Prinzip hin oder her, es gab bereits Prozesse um fiftycents...:o
    Interessant wäre aber mal zu lesen, wie Dein VM auf eine diesbezügliche Nachfrage von Dir reagieren würde.
    Hättest Du denn nicht mal etwas an der Dose aufzuladen?

  • wer muss denn Autobatterien ständig laden, ich kenne eine Ölheizung bei Rettungsfahrzeugen aber diese 365 Tage Geschichte ist wohl übertrieben.
    Ob es sich lohnt darüber zu streiten ...
    am Rückwertigen Kellerausgang wird bei uns gerne das Licht vergessen, der Vorschlag dort eine Zeitschaltuhr einbauen zu lassen im Vergleich zum Stromverbrauch wenn die Lampe mal brennt steht in keiner Relation zur Ersparnis.

    Meine Empfehlung alle 2 Tage Auto saugen .. :)

    Einmal editiert, zuletzt von Vermieter (27. November 2012 um 13:36)