Hohe Nebenkostenabrechnug in WG, ich bin aber nie da...

  • Hallo,
    ich teile mir mit einem Studenten eine Wohnung.
    Ich bin die Hauptmieterin und er der Untermieter. Jetzt habe ich eine Nebenkostenabrechnug für das letzte Jahr bekommen und soll knapp 400€ nachzahlen.


    Problem nur, ich bin maximal 100 Tage im Jahr in der Wohnung und sonst wohnt er da alleine.
    Beruflich bin ich viel am Pendeln und schlafe deswegen noch in einer zweiten Wohnung. Auch am Wochenende bin ich selten da. Hinzukommt, dass ich auch 3 Monate im Urlaub war und er ist aber "immer" in der Wohnung. Er geht nie weg, oder fährt irgendwohin. Oft bekommt er dann auch noch von seiner Freundin besuch und verursacht somit noch mehr Nebenkosten. Hinzukommt er hat eine Waschmaschine und ich gehe in den Waschsalon. Dann wäscht seine Freundin auch noch ihre Wäsche bei ihm usw... Die Heizung macht er nie aus und achtet überhaupt nicht auf den Verbrauch. 270% mehr Heizkosten in Bad und Küche als letztes Jahr.


    Ich sehe es irgendwie nicht ein die Hälfte von dem entstanden Kosten zu tragen, da ich ja nachweisbar sehr sehr selten in der Wohnung bin. Geht das?
    Ist das rechtens machbar?


    Würde mir zur Not auch einen Anwalt nehmen. Denn ehrlich gesagt will ich davon gar nix zahlen, denn wo ich alleine in der Wohnung gewohnt hab, habe ich noch 200€ zurückbekommen vom Vermieter. Also 600€ Differenz, von einem aufs andere Jahr. Das doch verrückt.... Dummerweise Stimmen aber die Zahlen in der Nebenkostenabrechnung. hab schon alles mehr mals kontrolliert :-(

  • Anzeige

  • Ich bin die Hauptmieterin und er der Untermieter. Jetzt habe ich eine Nebenkostenabrechnug für das letzte Jahr bekommen und soll knapp 400€ nachzahlen.


    Das ist dem Grunde nach völlig korrekt.
    Eigentlich ganz simpel:


    1. Sie haben einen Mietvertrag mit Ihrem Vermieter und sind zur Erfüllung der sich daraus ergebenden Pflichten verantwortlich.
    2. Ihr Untermieter hat mit Ihnen einen Mietvertrag und ist für die Erfüllung seiner Pflichten Ihnen gegenüber verantwortlich.


    Wie lange er oder Sie die Wohnung tatsächlich nutzen, ist völlig uninteressant.


    Zitat

    Ich sehe es irgendwie nicht ein die Hälfte von dem entstanden Kosten zu tragen, da ich ja nachweisbar sehr sehr selten in der Wohnung bin. Geht das? Ist das rechtens machbar?


    Soll jetzt etwa Ihr Vermieter Einsicht zeigen? Er sieht das ebenfalls nicht ein, und dazu noch gerechterweise.


    Zitat

    Würde mir zur Not auch einen Anwalt nehmen.


    Das wäre rausgeschmissenes Geld.


    Ihnen bleibt nur eine Kündigung Ihres säumigen Untermieters verbunden mit einer Zvilklage gegen ihn.

  • Ihnen bleibt nur eine Kündigung Ihres säumigen Untermieters verbunden mit einer Zvilklage gegen ihn.


    Hab mit dem Vermieter schon gesprochen, der will natürlich sein Geld. Verstehe ich ja auch...
    Aber der Untermieter hat ja nachweisbar die Kosten verursacht. Muss dieser dann bei mir nicht für die Kosten aufkommen?
    Gekündigt habe ich ihm jetzt schon und jetzt sieht er es erst recht nicht ein für die Kosten aufzukommen...

  • Hallo Karina1218



    Muss dieser (UM) dann bei mir nicht für die Kosten aufkommen?
    Gekündigt habe ich ihm jetzt schon und jetzt sieht er es erst recht nicht ein für die Kosten aufzukommen...


    Das kommt auf die MV-Vereinbarungen zwischen dir und deinem M an.
    Was wurde zu den BK und HK (wördlich)vereinbart?



    VG Syker

    Meine Beiträge basieren ausschließlich auf meiner Erfahrung als Vermieter und Immobileneigentümer,
    und stellen nur meine persönliche Meinung zu diesem speziellen und fiktiven Sachverhalt dar.


    Keinesfalls sind meine Antworten als Rechts und/oder Steuerberatung zu verstehen.
    Dieses ist mir weder im realen Leben noch in einem Forum erlaubt.

  • Karina1218:


    "Hab mit dem Vermieter schon gesprochen, der will natürlich sein Geld. Verstehe ich ja auch..."
    - Aha!


    "Aber der Untermieter hat ja nachweisbar die Kosten verursacht. Muss dieser dann bei mir nicht für die Kosten aufkommen?"
    - Das kommt auf die Vereinbarungen im (Unter-)Mietvertrag an. Wie sehen die denn aus?

  • Im Untermietvertag steht leider nichts drin bezüglich Nachzahlung von Nebenkosten. :(


    Ich habe da nur stehen:
    Der zu zahlende Mietbetrag ergibt für den jeweiligen Monat 300€.
    Alle vom Hauptmieter zu zahlenden Nebenkosten, Stromkosten und Telekommunikations-Kosten sind darin enthalten...

  • Hallo Karina1218



    Im Untermietvertag steht leider nichts drin bezüglich Nachzahlung von Nebenkosten. :(


    Ich habe da nur stehen:
    Der zu zahlende Mietbetrag ergibt für den jeweiligen Monat 300€.
    Alle vom Hauptmieter zu zahlenden Nebenkosten, Stromkosten und Telekommunikations-Kosten sind darin enthalten...


    Tja dann hast du Pech gehabt,
    sozusagen Unternehmerisches Risiko.



    VG Syker

    Meine Beiträge basieren ausschließlich auf meiner Erfahrung als Vermieter und Immobileneigentümer,
    und stellen nur meine persönliche Meinung zu diesem speziellen und fiktiven Sachverhalt dar.


    Keinesfalls sind meine Antworten als Rechts und/oder Steuerberatung zu verstehen.
    Dieses ist mir weder im realen Leben noch in einem Forum erlaubt.

  • Wenn in Ihrem Mietvertrag steht:
    Der zu zahlende Mietbetrag ergibt für den jeweiligen Monat 300€.
    Alle vom Hauptmieter zu zahlenden Nebenkosten, Stromkosten und Telekommunikations-Kosten sind darin enthalten...


    Was soll das nun alles hier? Deutlicher kann man es garnicht schreiben.

  • Karina1218:


    "Im Untermietvertag steht leider nichts drin bezüglich Nachzahlung von Nebenkosten."
    - Das findest Du in KEINEM Mietvertrag.


    "Ich habe da nur stehen:
    Alle vom Hauptmieter zu zahlenden Nebenkosten, Stromkosten und Telekommunikations-Kosten sind darin enthalten..."
    - Also...

  • Zitat

    Alle vom Hauptmieter zu zahlenden Nebenkosten, Stromkosten und Telekommunikations-Kosten sind darin enthalten...


    Ein klassisches Eigentor.

  • Wie nett hier doch alle sind. Tolles Forum !


    Und das ist gut so. Wegen beratungsresistenten Teilnehmern zuliebe werden hier keine Gesetze geändert. Reichen Sie diesbezüglich eine Petition beim Bundestag ein. Ihnen steht es frei, sich einen netten Anwalt für ein kleines Taschengeld zu nehmen. Er wird zu Ihnen dann freundlich sein. Ohne Moos nix los!