Welche Kosten sind beim Hausmeister umlegbar?

  • In unserer Betriebskostenabrechnung gibt es einen Posten "Hausmeister". Dieser ist wie folgt unterteilt:


    - Lohn des Hausmeisters
    - Beitrag zur Berufsgenossenschaft
    - Beitrag Knappschaft
    - Beitrag Steuerberater


    Welche der Kosten, vom Lohn einmal abgesehen, dürfen überhaupt erhoben werden? Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Kosten für den Steuerberater nicht dazu zählen...

  • In unserer Betriebskostenabrechnung gibt es einen Posten "Hausmeister". Dieser ist wie folgt unterteilt:
    - Lohn des Hausmeisters
    - Beitrag zur Berufsgenossenschaft
    - Beitrag Knappschaft
    - Beitrag Steuerberater
    Welche der Kosten, vom Lohn einmal abgesehen, dürfen überhaupt erhoben werden? Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Kosten für den Steuerberater nicht dazu zählen...


    Du hast völlig recht: [url=http://www.google.de/#sclient=psy-ab&site=&source=hp&q=hausmeister+umlegbare+kosten&oq=hausmeister+umlegbare+kosten&gs_l=hp.12..0i30.2125.11094.0.14922.28.19.0.9.9.0.234.3062.0j17j2.19.0....0...1c.1.19.psy-ab._bIE_0q8xUo&pbx=1&bav=on.2,or.&bvm=bv.48705608,d.Yms&fp=23cc2be61550d54e&biw=1170&bih=581]Google[/url]

  • In unserer Betriebskostenabrechnung gibt es einen Posten "Hausmeister". Dieser ist wie folgt unterteilt:


    - Lohn des Hausmeisters
    - Beitrag zur Berufsgenossenschaft
    - Beitrag Knappschaft
    - Beitrag Steuerberater


    Welche der Kosten, vom Lohn einmal abgesehen, dürfen überhaupt erhoben werden? Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Kosten für den Steuerberater nicht dazu zählen...


    Steuerberatungskosten gehören nicht dazu, sind Verwaltungskosten; die anderen Positionen schon.

  • Ich habe beim Vermieter mal nachgefragt. Er begründet das wie folgt:


    die Kosten für den Steuerberater seien Kosten für die Lohnbuchhaltung des 400 Euro Jobs des Hausmeisters. Diese sind somit Lohnnebenkosten und daher auch umlegbar, wie die Kosten für Knappschaft und Berufsgenossenschaft.


    Ist das richtig?

  • Zitat

    Ist das richtig?


    Nö! Egal, was der Vermieter sich ausdenkt, die Kosten des Steuerberaters sind Verwaltungskosten und die sind nicht umlegbar. Bestes Beispiel: Dein Vermieter ist zu faul, die jährliche Betriebskostenabrechnung zu machen und übergibt das an seinen Steuerberater. Auch dann ist diese Rechnung des Steuerberaters nicht umlegbar. Anders sieht es aus bei der Heizkostenabrechnung. Für diese Abrechnung ist etwas mehr know how nötig, darum ist diese Abrechnung als Nebenksten der Heizung umlegbar.


    Und wie hier schon mehrmals gesagt, die Arbeitgeberanteile bei einem 400,- € Job und die Berufsgenossenschaft, für die es eine Zwangsmitgliedschaft gibt, sind Lohnnebenkosten und daher umlegbar.

  • Danke für eure Antworten. Hat jemand ne Idee, wie ich das meinem Vermieter am besten verklickere? Er sagt A und ich B und ich weiß nicht, wie ich ihn überzeugen kann. Denn ich habe ihm ja schon geschrieben, dass es sich um nicht umlegbare Verwaltungskosten handelt. Gibt es evtl Gerichtsurteile mit ähnlichem Sachverhalt auf die ich mich berufen kann?

  • Danke für eure Antworten. Hat jemand ne Idee, wie ich das meinem Vermieter am besten verklickere? Er sagt A und ich B und ich weiß nicht, wie ich ihn überzeugen kann. Denn ich habe ihm ja schon geschrieben, dass es sich um nicht umlegbare Verwaltungskosten handelt. Gibt es evtl Gerichtsurteile mit ähnlichem Sachverhalt auf die ich mich berufen kann?


    Unsere Meinungen wurden Ihnen genannt. Zusätzliche Dienstleistungen als Suchmaschine werden leider nicht geboten.

  • Zitat

    auf die ich mich berufen kann?


    Ja, die Betriebskostenverordnung gibt an, welche Kosten umlegbar sind. Jetzt liegt es an dir, deinem Vermieter zu vermitteln, was Sache ist.

  • Das habe ich ja schon gemacht. Ich habe ihm geschrieben, dass lt. Betriebskostenverordnung die Abrechnung von Verwaltungkosten nicht zulässig ist. Als Antwort bekam ich, dass der Steuerberater die Lohnbuchhaltung für den Hausmeister durchführt und demzufolge sieht er diese als Lohnnebenkosten an.


    Die Lohnnebenkosten sind ja eindeutig definiert und ein Steuerberater fällt ja dementsprechend nicht darunter.


    Die Frage ist, was ich machen kann, wenn der Vermieter an seiner Meinung festhält?!

  • Ihnen wurde eine qualifizierte Antwort zuteil. Ihre weiteren Schritte sollten Sie, wenn Sie sich unsicher fühlen, mit einem Anwalt abstimmen oder hier im Internet weitersuchen. Rechtsberatung ist hier nicht vorgesehen.

  • Hallo Danny123,
    ich würde die ungerechtfertigten Kosten nicht zahlen und dies dem VM schriftlich mit der b.b. Begründung mitteilen. Dann wäre er wieder "dran".

    Einmal editiert, zuletzt von Berny ()

  • Übrigens sind nicht alle Arbeiten des Hausmeisters umlagefähig. Man kann davon ausgehen, dass er auch nicht umlagefähige Reparaturarbeiten durchführt, hier wäre ggf. noch ein prozentualer Abzug auf diese Kosten möglich.
    Vielleicht sollte man den Eigentümer darauf mal hinweisen und eine genauere Prüfung der Abrechnung androhen wenn er auf den Steuerberatungskosten besteht. Übrigens ein ziemlich zeitintensives Thema solche Minijobabrechnungen. Da nehme ich schonmal grundsätzlich mehr für die Verwaltung wenn da ein Hausmeister oder eine Putzfrau beschäftigt wird

    Hier äussere ich stets nur meine Meinung. Jeder Mensch hat ein Recht auf meine Meinung.
    Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten ist eine Konstante. Die Bevölkerung wächst.

  • Übrigens sind nicht alle Arbeiten des Hausmeisters umlagefähig. Man kann davon ausgehen, dass er auch nicht umlagefähige Reparaturarbeiten durchführt, hier wäre ggf. noch ein prozentualer Abzug auf diese Kosten möglich.
    Vielleicht sollte man den Eigentümer darauf mal hinweisen und eine genauere Prüfung der Abrechnung androhen wenn er auf den Steuerberatungskosten besteht.


    Eine gute Idee, den Krieg-den Hals-nicht-voll-VM mal in die eigenen Schranken zu verweisen...

  • Häufig wird von Seiten der Vermieter wird immer wieder versucht, Verwaltungskosten in anderen Kostenpositionen zu "verstecken", z.B. in den >>>Hausmeisterkosten. Erledigt der Hausmeister auch Aufgaben, die der Verwaltung des Gebäudes zuzurechnen sind, so müssen dieses Kostenanteile ausgeschieden werden und dürfen nicht auf die Mieter umgelegt werden. Hausmeisterkosten gehören zwar zu den umlagefähigen Betriebskosten, nicht aber Verwaltungs- und Instandhaltungskosten, welche in der Praxis zumindest teilweise von den Hausmeistern mit wahrgenommen werden. Der Vermieter hat daher über einen längeren Zeitraum des Abrechnungsjahres im einzelnen mit Stundenangaben auszuführen, welche Aufgaben der Hausmeister in welcher Zeit ausgeführt hat, wozu eine Buchführung unumgänglich ist. (AG Osnabrück, Urteil vom 22. April 2004 , Az: 6 C 17/04 (XXX), 6 C 17/04).


    Die Überwachung der Wartungsverträge und Kontrolle der Wartungsfirmen sind als Verwaltungskosten nicht umlagefähig. ( LG Gera, Urteil vom 31. Januar 2001 , Az: 1 S 185/00). Ebenso sind die durch den Verwaltungsaufwand entstehenden Kosten für Wohn-raumkündigung, Zeitungsanzeigen (Neuvermietung) Rechtsberatungskosten, Steuerberater-kosten oder Kosten für die Erstellung der Betriebskostenabrechnung nicht umlagefähig. Dies sind Kosten der "Geschäftsführung" gemäß § 1 Ziffer 2 der BetriebskostenVO (siehe oben).

  • Ich möchet mich bei allen für die Antworten bedanken. Ich werde das mal meinem Vermieter schreiben und dann berichten, was dabei herausgekommen ist.


    Verwaltungsaufgaben nimmt der Hausmeister nicht war, soviel kann ich sagen. Der Vermieter hat mir eine Aufgabenübersicht zukommen lassen. Er mäht den Rasen, stellt die Mülltonen auf und reinigt den Keller.

  • Verwaltungsaufgaben nimmt der Hausmeister nicht war, soviel kann ich sagen. Der Vermieter hat mir eine Aufgabenübersicht zukommen lassen. Er mäht den Rasen, stellt die Mülltonen auf und reinigt den Keller.


    Wechselt er die Glühbirnen im Hausflur wenn die kaputt sind? :-) Ja ein schmaler Grat ...

    Hier äussere ich stets nur meine Meinung. Jeder Mensch hat ein Recht auf meine Meinung.
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  • Ich glaube nicht, da eine Etage über mir das Flurlicht etwa ein 3/4 Jahr defekt war und niemand die Glühlampe getauscht hat. Der Hausmeister wohnt im EG und denkt wohl nicht soweit mit.

  • Mein Vermieter hat mir mitgeteilt, dass er die Steuerberatungskosten umlegen kann und entstande Kosten nach BGH Urteil VIII ZR 41/12 wurden bisher nicht in Ansatz gebracht. Weiß jemand, was damit gemeint ist?

  • Zitat

    Weiß jemand, was damit gemeint ist?


    Ja. Dieser Vermieter scheint der DaV des Jahres zu sein. DaV = Dümmster anzunehmender Vermieter.
    Hier das Urteil: Vermieter darf Sach- und Arbeitskosten in der Betriebskostenabrechnung nach fiktiven Kosten abrechnen


    Der Vermieter darf Sach- und Arbeitskosten nach fiktiven Kosten abrechnen. Aber nur solche Kosten, die auch die Betriebskostenverordnung vorsieht. Z.B. Gartenpflege, Straßenreinigung, etc.. Kosten wie Verwaltungsaufgaben kann er nicht hinten herum zur Anrechnung bringen.