Wer zahlt Durchlauferhitzer - wenn dieser erst nachträglich installiert wird

  • Ich wohne seit ca. 1,5 Jahren in einer Mietwohnung. Dort war schon beim Abschluss des Mietvertrags kein Warmwasseranschluss in der Küche vorhanden. Hat mich auch nicht gestört, weil ich das Wasser zum Geschirrspülen immer mit dem Wasserkocher erhitze. Jetzt ist mein Freund zu mir gezogen und hätte gerne einen Warmwasseranschluss in der Küche.


    Frage: Kommt der Vermieter für die Kosten einer Neuinstallation eines Durchlauferhitzers auf oder muss ich das selbst zahlen?


    Alternative (?): Im Badezimmer gibt es bereits einen Durchlauferhitzer, der schon beim Einzug vorhanden war. Kann man den evtl. auch mit der Küche verbinden?

  • Sandkornblume:


    "Dort war schon beim Abschluss des Mietvertrags kein Warmwasseranschluss in der Küche vorhanden.
    Jetzt ist mein Freund zu mir gezogen und hätte gerne einen Warmwasseranschluss in der Küche.
    Frage: Kommt der Vermieter für die Kosten einer Neuinstallation eines Durchlauferhitzers auf"
    - Nein, denn die Wohnung wurde gemietet wie besichtigt.


    "Alternative (?): Im Badezimmer gibt es bereits einen Durchlauferhitzer, der schon beim Einzug vorhanden war. Kann man den evtl. auch mit der Küche verbinden?"
    - Bauliche Veränderungen (auf Mieterkosten) bedürfen zwingend der (schriftlichen) Zustimmung des Vermieters.

  • Beurteile ich etwas anders @ Berny


    Soweit mir bekannt ist der Vermieter verpflichtet dafür zu sorgen, dass in der Küche und im Bad Warmwasser vorhanden sind. Und wenn mich nicht alles täuscht kann die Miete im bis zu 10 Prozent gemindert werden, wenn in der Küche kein Warmwasseranschluss vorhanden ist...

  • Beurteile ich etwas anders @ Berny
    Soweit mir bekannt ist der Vermieter verpflichtet dafür zu sorgen, dass in der Küche und im Bad Warmwasser vorhanden sind. Und wenn mich nicht alles täuscht kann die Miete im bis zu 10 Prozent gemindert werden, wenn in der Küche kein Warmwasseranschluss vorhanden ist...


    Moin Gruwo,
    das kannste gerne anders beurteilen, aber wo kann man die Standards nachlesen?
    Bad ist ja klar.
    Der Mieter hat ja so gemietet wie es war...

  • Zitat

    Jetzt ist mein Freund zu mir gezogen und hätte gerne einen Warmwasseranschluss in der Küche.


    Dann soll er sich ein passendes Gerät kaufen und installieren. Ein Gerät wie im Bad dürfte wohl nicht infrage kommen, da dafür ein 400 Volt Anschluss benötigt wird. Was es sonst für Möglichkeiten gäbe, kannst du hier nachlesen:


    [url=http://www.chefkoch.de/forum/2,8,144553/Mini-Durchlauferhitzer-220V-Taugen-die-was.html]Mini-Durchlauferhitzer (220V) - Taugen die was? | K[/url]


    Den Vermieter könnte man bestenfalls bitten, aber müssen muss er nicht. Es gibt keine Vorschrift, die da sagt, dass in Wohnungen in der Küche Warmwasser zur Verfügung stehen muss.

  • Hmm ich lasse mich ja gerne eines Besseren belehren. Aber die Warmwasserversorgung gehört nun mal zur Standardausstattung einer Wohnung. Siehe auch:
    Mietminderung: Kein Warmwasser in Bad oder K


    Der Autor schreibt u.a.: "Kein Warmwasser in Bad oder Küche ist unzumutbar
    Außerdem darf der Mieter erwarten, dass ihm fließendes Warmwasser in der Küche und im Badezimmer nach spätestens 10 Sekunden ..."
    Das widerspricht sich (zumindest fast).
    Unsere Fragestellerin hat ja WW im Bad. So what?

  • Zitat

    Die Versorgung mit Warmwasser gehört zur Grundausstattung einer jeden Wohnung.


    Schon dieser Satz aus dem verlinkten Artikel muss man sich ganz langsam laut vorlesen, um zu hören, dass diese Aussage Quatsch ist. Was zu der Grundausstattung einer Wohnung zu gehören hat, ist im Mietrechtslexikon nachzulesen:


    Dabei verfügt eine durchschnittliche Wohnung dann über einen zeitgemäßen Ausstattungszustand , wenn die bauordnungsrechtlich festgeschriebene Grundausstattung mit Küche, Bad und Toilette mit Wasserspülung und die nach der Verkehrsauffassung erforderlichen zeitgemäßen Frisch- und Abwassereinrichtungen, elektrischen Anschlüsse und eine Heizungsanlage nebst den damit sinnvollerweise verbundenen Einrichtungen enthalten sind. VG Berlin 19. Kammer, Urteil vom 17. Oktober 2001, Az: 19 A 234.00


    Dass die Aussage aus dem Link falsch ist, sieht man auch daran, dass eine Minderung der Miete erst dann möglich ist, wenn eine Verschlechterung der Mietsache eingetreten ist. Hier war aber von Anfang an kein Heißwassergerät, also besteht auch für den Vermieter keine Pflicht eins anzuschaffen.

  • Ist eine ZENTRALE Warmwasserversorgung im Haus vorhanden, gehört auch ein Warmwasseranschluß in der Küche mit zur zeitgemäßen Grundausstattung einer Wohnung. Bei Wohnungen ohne zentrale WW-Versorgung gehört WW in der Küche aber nicht zur Grundausstattung.

  • Ich zitiere mich mal selbst:


    Bei Wohnungen ohne zentrale WW-Versorgung gehört WW in der Küche aber nicht zur Grundausstattung.

  • Eine Wärme- und Wasserversorgung in einen oder mehreren gemieteten Räumen muß nicht vorhanden sein. Der Mieter entscheidet wie er schließlich die Räume nutzen will. Er muß nicht heizen, könnte Wärmedecke benutzen oder entsprechende Gedanken.
    Wasserversorgung muß nicht sein, dafür gibt es jede Menge Wasser im Supermarkt zu kaufen.
    Es ist also Quatsch den Nutzern von Räumen Vorschriften über die Art und Weise ihres Lebensstiles zu machen.


    Die Diskussion hierüber ging leider in die falsche Richtung.
    Der Vermieter hat die im Mietvertrag vereinbarten Leistungen zu erbringen.
    Wenn also ein Bekannter bei dem Mieter einzieht muß er das hinnehmen, was schon da war. Er hat sowieso keinerlei Recht, Ansprüche zu stellen.