Stromnachzahlung weiterberechnen

  • Hallo zusammen,


    ich habe folgendes Problem: Gestern habe ich meine Jahresabrechnung für Strom bekommen und soll 1090 € nachzahlen. Ich zahle eine monatl. Rate von 85 € die sich aus Hausstrom und günstigem Nachtstrom für die Nachtspeicher Fußbodenheizung zusammensetzt.
    Wenn ich mir die Rechnung anschaue ergibt sich für den Hausstrom lediglich eine Nachzahlung von 290 € mit der ich gut leben könnte, der Rest von 800 € liegt ausschließlich an dieser Elektroheizung.


    Was mich am meisten daran ärgert ist, dass ich den ganzen Winter in einer kalten Wohnung von 17-18°C gesessen habe, weil die Heizung nicht wirklich funktioniert hat.


    Ich habe die Einstellungen so vorgenommen, wie die Vermieterin es mir erklärt hat. Zusätzlich gibt es eine Art Anleitung die das gleiche aussagt. Da keine Wärme abgegeben wurde gehe ich davon aus, dass die Heizung nicht funktioniert. Das habe ich meiner Vermieterin auch mitgeteilt. Allerdings erst im Januar. Da ich erst gedacht habe ich sei zu blöd die Heizung zu bedienen und dann war Weihnachten, sie war im Urlaub…etc.


    Ich hatte es dann vorgezogen mich bei meinem Partner aufzuhalten, um nicht mehr frieren zu müssen. Habe in dieser Zeit allerdings die Heizung nicht „ausgedreht“, da ja eh nichts passiert ist. Ich denke dadurch kommt dieser hohe Verbrauch.


    Wie auch immer, bis heute hat sich meine Vermieterin nicht gekümmert. Nur leere Worte. Momentan ist es Sommer und es stört nicht, aber der Winter kommt bald wieder und nochmal so ne Nachzahlung will ich nicht haben, mal ganz davon abgesehen, dass sich die monatl. Stromrate nun verdoppelt hat.


    Jetzt meine Frage: Habe ich eine Chance, einen Anteil der Kosten an meine Vermieterin weiter zu belasten?
    Und wenn ja wie hoch darf dieser Anteil prozentual sein und wie stelle ich das am besten an.
    Vielleicht sollte ich noch sagen, dass ich die Mängelanzeige an meine Vermieterin nur mündlich getätigt habe und eigentlich nichts in der Hand habe.


    Für Antworten wäre ich sehr dankbar.

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  • Da gibt es keine Chance, Sie müssen den Strom bezahlen, den Sie verbraucht haben. Punkt!


    Stromheizungen sind die teuerste Methode, um eine Wohnung zu beheizen. Egal ob als wuchtige Standgeräte oder als Fußbodenheizungen.


    Als man damit begann mit Strom zu heizen, lag der Strompreis für verbilligten Nachtstrom bei ca. 4 Cent kWh (umgerechnet). Schauen Sie auf Ihre Stromrechnung, was Sie heute bezahlen müssen.


    Einzige Möglichkeit aus diesem Dilemma rauszukommen, wäre Umzug in eine andere Wohnung, die preiswertere Wärme bietet.



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    Elektroheizung: teuer und umweltfeindlich! Nachtspeicherheizung / Wärmewellenheizung / Infrarotheizung / elektrische Heizung / Elektrowärme (Test - Warentest - Verbraucherzentrale))

  • Das habe ich mir schon fast gedacht, aber manchmal gibt es ja doch unbekannte Möglichkeiten.


    Trotzdem vielen Dank für die schnelle Antwort.

  • Den entstanden Verbrauch wirst du selbst zahlen müssen.


    Aber...du solltest eine schriftliche Mängelanzeige verfassen u. diese dem Vermieter zukommen lassen, da die Heizung nicht richtig funktioniert.


    Es kommt in diesem Zusammenhang (nicht erreichen der Mindesttemperaturen) eine Mietminderung in Betracht.


    LG Tenor

  • Nach einem Gespräch mit meiner Vermieterin hat sich nun ein interessanter Verdacht aufgetan:
    Da es ihr selbst komisch vorkam, dass mein Stromverbrauch der höchste im ganzen Haus war, hat sie sich die Zählerstände aller Bewohner genauer angesehen. Dabei ist aufgefallen, dass ein Nachbar, der seinen Zähler im gleichen Kasten wie ich habe, überhaupt keinen Verbrauch im Bereich des Heizstroms hatte.
    Sie hat dann wohl einen Fachmann rauskommen lassen um sicher zu gehen, dass mein Strom nicht angezapft wurde. Dieser hat aber nichts feststellen können.
    Zusätzlich hat sie auch den Mieter angesprochen, wie das denn sein könnte. Er hat behauptet mit einem separaten Heizofen in dem Zimmer wo er sich am meißten aufhält zu heizen.


    Alles irgendiwe sehr merkwürdig. Weiß gar nicht wie ich das jetzt einschätzen soll!?


    Am besten nehm ich den Rat von Mainschwimmer an und such mir was neues.

    Einmal editiert, zuletzt von *Jenny* ()

  • Sie hat dann wohl einen Fachmann rauskommen lassen um sicher zu gehen, dass mein Strom nicht angezapft wurde. Dieser hat aber nichts feststellen können.
    Zusätzlich hat sie auch den Mieter angesprochen, wie das denn sein könnte. Er hat behauptet mit einem separaten Heizofen in dem Zimmer wo er sich am meißten aufhält zu heizen.


    Hallo Jenny,
    welcher beruflichen Tätigkeit geht denn der Nachbar nach?