Staffelmietvereinbarung angeblicher Schreibfehler im MV

  • Hallo Zusammen,


    ich hoffe ich habe jetzt das richtige Forumsthema gewählt und hätte es nicht unter den Mietvertrag erstellen sollen.


    Folgender Fall:
    Zum 01.07.09 habe ich einen Mietvertrag mit einer Staffelmiete vereinbart: Diese ist wie folgt aufgeführt:
    07.10 - 06.11 0,50 €/qm = x11.30 €
    07.11 - 06.12 0,50 €/qm = x29.60 €
    07.12 - 06.13 0,50 €/qm = x47.90 €
    07.13 - 06.14 0,50 €/qm = x66,20 €
    07.14 - 0,50 €/qm = x48,50 €


    Abgemacht war 4 Jahre lang zu Staffel und im 5 Jahr, dann die Miete dem ich nenne es jetzt mal "Normalpreis" anzupassen, so wie oben vereinbart.


    Jetzt verlangt aber meine Verwaltung nicht die von mir im Vertrag unterzeichnete Kaltmiete von x48,50, sondern sagt dies sein ein Schreibfehler und ich solle gefälligst x84,50 zahlen.


    Als ich diesen dann mitteilte, dass dies so nicht in meinem MV stünde und mir in den ganzen 6 Jahren niemand was von einem Schreibfehler mitteilte. Ich auch nichts der gleichen Unterzeichnete hieß es nur, ist so, muss bezahlt werden und fertig.


    Meine Frage: Ist das nun wirklich einfach so? Ich muss etwas zahlen, was nie mit mir vereinbart war, auch wenn es sich wirklich um einen "Schreibfehler" handele?


    Vielen Dank schon mal im Voraus.

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  • Wieso steht da immer 0,50 €/m²? Ist das als Erhöhung gemeint, oder wie?

    *** Das alles ist nur meine müde Meinung. Irrtümer und sonstige Dummheiten sind dabei möglich, wenn auch nicht gewollt. ***

  • Als ich diesen dann mitteilte, dass dies so nicht in meinem MV stünde und mir in den ganzen 6 Jahren niemand was von einem Schreibfehler mitteilte. Ich auch nichts der gleichen Unterzeichnete hieß es nur, ist so, muss bezahlt werden und fertig.

    Nun mal sachte! Sie schreiben:


    Zum 01.07.09 habe ich einen Mietvertrag mit einer Staffelmiete vereinbart: Diese ist wie folgt aufgeführt:
    07.10 - 06.11 0,50 €/qm = x11.30 €
    07.11 - 06.12 0,50 €/qm = x29.60 €
    07.12 - 06.13 0,50 €/qm = x47.90 €
    07.13 - 06.14 0,50 €/qm = x66,20 €
    07.14 - 0,50 €/qm = x48,50 €


    Auch Sie haben offensichtlich den Murks dieser Rechnerei 6 Jahre lang nicht bemerkt. Da der m²-Preis sich nicht geändert hat, müsste Ihre Wohung also gewachsen sein um auf das Endergebnis zu kommen.


    Das ganze klären Sie mal mit Ihrem Vermieter.

    3 Mal editiert, zuletzt von Kolinum ()

  • Die 0.50 € beziehen sich auf die Erhöhung jährlich pro QM. Aber lt. MV ist die letzte Erhöhung Jahr 07.13 - 06.14 danach beginnt die "Normalmiete" ;) die dann gilt bis die sich was neues einfallen lassen. :( ... Meine eigentliche Frage ist, wer ist hier im Recht bzw. Was ist denn jetzt der Betrag den ich zahlen muss? X48,50 oder die x84,50...


    Den Text für's Schreiben find ich top :)

  • Ja man muss aber nicht jeden gleich vor Gericht zerren, vllt. ne grobe Einschätzung, ne Meinung wie ihr das seht etc. Würde mir schon reichen. Erstmal hatte ich vor ganz vernünftig mit der Verwaltung zu sprechen :) Gruß

  • Ja man muss aber nicht jeden gleich vor Gericht zerren, vllt. ne grobe Einschätzung, ne Meinung wie ihr das seht etc. Würde mir schon reichen. Erstmal hatte ich vor ganz vernünftig mit der Verwaltung zu sprechen :) Gruß


    Da die Meinungen konträr sind, wird dies letztlich auf eine gerichtliche Einzelentscheidung hinauslaufen.

  • Für mich ist das ein klassischer Zahlendreher. Lässt sich ja auch leicht ausrechnen was gemeint war.
    Und kein Vermieter geht von einer erhöhten Miete wieder runter.

  • Für mich ist das ein klassischer Zahlendreher. Lässt sich ja auch leicht ausrechnen was gemeint war.


    Das sehe ich auch so, gerade wenn die 0,50€/m² als Erhöhung deklariert sind.


    @Ywen
    Kannst dann ja auch mal hier lesen: Schreibfehler im Mietvertrag
    Das trifft zwar nicht genau Deinen Fall, zeigt aber auf, dass Dein Vermieter möglicherweise nicht die allerschlechtesten Chancen haben könnte, die x84,50€ durchzusetzen.

    *** Das alles ist nur meine müde Meinung. Irrtümer und sonstige Dummheiten sind dabei möglich, wenn auch nicht gewollt. ***

  • 0,50€/m² heißt ganz schlicht und einfach so wie es geschrieben steht. Von einer Erhöhung des m²-Preises kann ich nichts erkennnen.


    Das ganze ist einfach nur Murks. Gemeint ist das richtig und die Miete ab 2014 werte ich auch als Zahlendreher.
    Endet das ganze vor Gericht, stehen die Karten für den Vermieter garnicht schlecht.


    Neuer Aspekt:


    Nach Ablauf des Staffelvertrages kann die letzte Miete so bleiben oder auch erhöht werde. Sind aber bei der nachfolgenden Mieterhöhung nicht auch die allgemeinen Kriterien des § 557 ff. zu befolgen?

  • Nach Ablauf des Staffelvertrages kann die letzte Miete so bleiben oder auch erhöht werde. Sind aber bei der nachfolgenden Mieterhöhung nicht auch die allgemeinen Kriterien des § 557 ff. zu befolgen?


    Natürlich, sofern die Paragraphen nicht durch Vereinbarungen ausgehebelt sind, was ja bei einigen durchaus möglich ist.


    Aber die Berücksichtigung dieser Mieterhöhungsparagraphen des BGBs - und hier gerade der § 557 BGB - ist ja der Normallfall. Warum fragst Du?

    *** Das alles ist nur meine müde Meinung. Irrtümer und sonstige Dummheiten sind dabei möglich, wenn auch nicht gewollt. ***

  • Ja, aber das wird erst zur Besonderheit, wenn weitere Veränderungen vertraglich ausgeschlossen wurden. Ansonsten kann m.E. ganz normal nach §557 BGB gehandelt und so die Miete auch nach Ende der Staffelung verändert werden.

    *** Das alles ist nur meine müde Meinung. Irrtümer und sonstige Dummheiten sind dabei möglich, wenn auch nicht gewollt. ***

  • Hallo,
    es liegt hier ganz offensichtlich ein Tippfehler vor. Es wird eine Erhöhung von 0,5 Euro/qm angegeben, was zu einer Miete von 84,50 führen würde.
    Ich gehe davon aus, dass der Vermieter den Vertrag wegen des Irrtums anfechten erfolgreich anfechten könnte. Dann hättet ihr ein schönes rechtliches Chaos (kein Vertrag mehr).


    Was hast du denn vor? Hoffst du dass du durch eine klaren Fehler wieder auf eine Miete von 48 Euro kommst?


    Gruss



    Das ist meine Meinung und keine Rechtsberatung.