Kündigung obwohl Hund erlaubt

  • Hallo Miteinander,


    ein kurzer Auszug aus meinem Mietvertrag:
    § 6
    Für die Haltung eines Hundes ist die Zustimmung des Vermieters erforderlich. Diese erlischt bei Tot oder Weggabe des Tieres.


    § 21 - sonstiges
    Ein Hund wird erlaubt.



    Leider musste ich den Hund, den ich bei Einzug in die Mietsache hatte, weggeben. Er konnte sich nicht an die neue Wohnung gewöhnen und bewacht nun bei meinen Eltern Haus und Hof.
    Ich habe mir nun einen neuen Hund angeschafft ohne vorher mit dem Vermieter zu sprechen. Mir wurde ja die Haltung eines Hundes erlaubt. Meine Vermieterin droht nun mit der Kündigung der Wohnung. Sie beruft sich darauf, dass die Zustimmung für meinen ersten Hund galt. Jedoch ist im Mietvertrag nur das festgehalten, wie oben geschrieben. Das Tier wurde nicht näher beschrieben (z. B. Rasse).


    Wer hat Recht?
    Bitte helft mir.

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  • Ich kann mir gut vorstellen, dass die Vermieterin die besseren Karten hat, denn unter § 6 lese ich: Diese erlischt bei Tot oder Weggabe des Tieres.


    Der Hund wurde zum Einzug wohl nur geduldet, weil bereits zum Hausstand gehörend.


  • Mir (einfach strukturiertem) erscheinen die beiden Paragrafen widersprüchlich.
    Ich würde mich jetzt auf den §21 stützen.

  • Bei dem § 6 handelt es sich allem Anschein nach um eine sogenannte 'Formularklausel', also eine Regelung, die im Vordruck des Mietvertrags bereits verankert ist. Der § 21 fällt in den Bereich der internen Absprachen. Da hier allerdings nicht explizit auf § 6 des Vertrages verwiesen wird, kann man sich über die ursprüngliche Absicht des Vermieters sicherlich streiten, denn hier wurde die generelle Haltung eines Hundes (ohne Einschränkung) erlaubt. In der Regel haben Individualvereinbarungen Vorrang vor sogenannten Formularklauseln.

    Einmal editiert, zuletzt von Gruwo ()