Was einem Mieter mit einem neuen Vermieter so geschehen kann.

  • Guten Morgen,


    wir sind Mieter in einer erst 2010 von einem Investor übernommenen Wohnanlage mit etwa 90 Mietparteien. Ich möchte über die NK-Abrechnungen dieses Investors berichten.


    Neben vielem Ärger während einer energetischen Sanierung im letzten Jahr, sind auch seit Übernahme die Nebenkostenabrechnungen ständig fehlerhaft. Bei durchlaufend über Jahre nur geringen Nachzahlungen im zweistelligen Bereich und mehrmaligen Nebenkostenerstattungen, erhielten wir im ersten Jahr (Heiligabend gegen Mittag) eine absurd hohe Nachforderung von bis zu 800 Euro pro Wohneinheit (Ein Punkt: Mehrverbrauch an Heizöl von rund 14.000 Litern bei Reduzierung um 126.000 verbrauchten Wärmeeinheiten). Erst nach Einspruch und anwaltlichem Einschreiten wurde die Abrechnung - nach fast einem Jahr - korrigiert. Allerdings ist auch diese nicht fehlerfrei.


    Direkt danach erhielten wir eine Ankündigung, dass alle Blocks energetisch saniert werden und die Miete um etwa 100 Euro ansteigt. Beginn innerhalb weniger Tage nach Zustellung der Bekanntmachung, Dach- und Kellerräume sollten innerhalb weniger Tage geräumt sein. Nach Einspruch wurde der Termin verschoben. Während der Sanierung gab es grobe Verstöße gegen die Sicherheit und Sauberkeit auf der Baustelle. Aber nicht einmal vom Bauamt oder der BG erhielten wir als Mieter Hilfe, als uns auch nach Protest die Dachdecker wiederholt auf ungesicherten Wegen und Wiesen den Mörtel und Dachziegel vom Dach vor die Füße warfen (der dort einfach liegen blieb) oder ungesicherte Lasten auf den Aufzügen in 15 Metern Höhe über nicht gekennzeichneten und gesicherten Fußwegen und Hauseingängen unbeaufsichtigt lagerten.


    Auch im Folgejahr gab es bei der NK-Abrechnung Fehler. Die Mieter waren aber mittlerweile alle so erschüttert und niedergekämpft, dass wohl kaum jemand groß nachgerechnet hat. Sie fühlten sich schlicht vom Vermieter mit seinem skrupellosen Auftreten überrannt und hilflos. Die Korrektur ist, wir ahnen es schon, wieder nicht frei von Fehlern.


    In diesem Jahr ist die Abrechnung für 2013 wieder fehlerhaft – zum dritten Mal in Folge. Speziell wieder die Heizkosten, wo bei einer Einsparung von 25.000 Wärmeeinheiten für etwa 90 abnehmende Parteien diesmal angeblich 17.000 Liter Heizöl mehr verbraucht worden sein sollen. Eine solche Auffälligkeit war ja bereits bei der 2011er Abrechnung bemängelt worden (Bei der Korrekturabrechnung wurde der Restbestand an Öl einfach rechnerisch – aber ungenügend - angehoben). Ein höchst interessanter Aspekt sind die von mir erst jetzt berechneten Literpreise für Heizöl. In all den Jahren lagen die abgerechneten Preise für Heizöl mit maximal 1-2 Cent Abweichung bei den örtlich üblichen Literpreisen des Liefertages. Einer Intuition folgend, habe ich nun recherchiert, dass die zwei letzten Lieferungen des Jahrs 2012, wie auch die ersten beiden Lieferungen des Jahrs 2013 in einem Zeitfenster von etwa 8 Monaten um bis zu 11 Cent vom regionalen Tagespreis zu unseren Ungunsten abweichen und einen in jeder Lieferung identischen Literpreis aufzeigen, der im gesamten Abrechnungszeitraum nirgendwo gefordert wurde (95 Cent).


    Weiterhin gibt es ganz offensichtliche Ungenauigkeiten bei der Abrechnung anderer Positionen, wie z.B. dem Wasser. Hier zahlt eine Partei 2,09 Euro pro Einheit, die Nachbarin jedoch 3,89 Euro. Auch gibt es eine Position „Nutzerbezogene Kosten“ in Höhe von fast 150 Euro, die nicht näher aufgeschlüsselt sind. Nicht zuletzt sind die Kosten für Gartenarbeiten um 10.000 Euro gegenüber dem Vorbesitzer gestiegen. Bei faktisch keiner Änderung der Arbeiten. Für das Jahr 2013 werden zwar 10% heraus genommen, aber ab August fanden wegen der Sanierung keinerlei Gartenarbeiten mehr statt, da nach Abholzung der Büsche alle Freiflächen, Wiesen und hausumrandenden Flächen durch Materiallagerung, Gerüste und Baufahrzeuge belegt waren.


    Diese Ungenauigkeiten, wie auch die nun vorgenommene Teilung mancher Positionen (Versicherung, Wasser u.a.) auf einzelne Eingänge und Blocks in Form von Änderung der m²-Zahl, haben offensichtlich System, denn nur wenige Mieter haben bislang diese Feinheiten und Fehler erkannt, Einspruch eingelegt oder die Zahlung verweigert. Ganz offensichtlich kalkuliert die Gesellschaft auch ein, dass es kaum Kommunikation unter den Nachbarn gibt und eventuelle Fehler so nicht auffallen. Allein bei der Aktion 2011 hat die Gesellschaft ein gutes Jahr mit den eingezogenen Geldern gearbeitet, Dies dürfte bei bis zu 90 betroffenen Parteien abzüglich der Einsprüche und einer Nachforderung von bis zu 800 Euro sicher eine stolze Summe gewesen sein.


    Wie gesagt, auch in diesem Jahr stehen nach einer ganz offensichtlich fehlerhaften Nebenkostenabrechnung wieder absurde Nachforderungen von hunderten von Euro ins Haus. Viele der Mieter werden dies nicht sehen, und der Betrag wird mit der nächsten Miete eingezogen. Schmankerl: Nachdem ich die Abbuchung der Nebenkostenforderung untersagte, kündigte mir der Vermieter die seit Jahrzehnten bestehende Abbuchungsgenehmigung auf. Grund sei, die Buchhaltung könne die Position der Nachforderung aus der Abbuchung nicht herausnehmen. Ich solle in Zukunft die Miete überweisen. Nur: wenn dem Vermieter bekannt ist, dass die Nebenkostenabrechnung grob fehlerhaft ist und zuviel Geld verlangt wird, warum stoppt er den Vorgang nicht gänzlich und überarbeitet erst einmal alle Abrechnungen? Mit welchem Recht zieht er von allen Mietern, die nicht protestieren den falschen Betrag erst ein? Und wie kommt ein verantwortlicher Sachbearbeiter dazu, bei einer mündlich vorgetragenen Beschwerde einer Seniorin aus der Nachbarschaft zu erklären: „Da wird Ihnen der Mieterverein auch nichts nützen.“
    Wir haben hier viele Nachbarinnen und Nachbarn, die entweder solche Nebenkostenabrechnungen einfach nicht durchsehen und sich nur über die hohen Kosten ärgern, und solche, die es zwar wissen, aber nach 50 Jahren als Mieter sagen, sie wollen keinen Ärger mit der Gesellschaft. Nur sehr wenige schreiten ein und erheben Einspruch.



    Ich wohne hier seit gut 35 Jahren, einige Nachbarn sogar schon seit Bestehen der Siedlung vor 47 Jahren. Bislang hatten wir mit dem Vermieter nur Kontakt, wenn eine Glühlampe gewechselt werden musste oder die Klingel defekt war. Dieser Investor und Eigentümer aus Hannover wurde vor ein paar Jahren als aufgehender Stern am Immobilienmarkt gehandelt. Ich denke jedoch, es ist ein ziemlich gefährlicher Komet, der uns noch zu schaffen machen wird und gewiss als Schlagzeile in den Medien endet. Innerhalb von jetzt knapp 4 Jahren habe ich Emails im dreistelligen Bereich, diversen Schriftverkehr über eine Anwältin, diverse Einsprüche, unzählige Bilder und mehrere Zeitungsartikel in 4 Ordnern archiviert. Die meisten Anwohner sehnen den Tag herbei, wo diese Gesellschaft ihr Geld gezogen hat oder geplatzt ist und die Blocks wieder verkauft. Es muss endlich wider Ruhe in der Nachbarschaft einkehren.

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  • Solch ausführliche Schilderung gehören eher vor Gericht. Damit finden Sie aber hier wenig Gehör. Ihr bisheriger Lebenslauf als Mieter interessiert hier nicht. Sie müssen sich auch nicht rechtfertigen; intessiert ebenfalls niemand.


    Von Interesse ist lediglich eine Frage zum Mietrecht! Diese müssten Sie aber knapp und präzise formulieren.

  • Hm, ja, so etwas gibt es leider. Und leider auch immer wieder.
    Gibt es einen besonderen Anlass dafür, dass Du den Bericht hier verfasst hast?

    *** Das alles ist nur meine müde Meinung. Irrtümer und sonstige Dummheiten sind dabei möglich, wenn auch nicht gewollt. ***

  • Solch ausführliche Schilderung gehören eher vor Gericht. Damit finden Sie aber hier wenig Gehör. Ihr bisheriger Lebenslauf als Mieter interessiert hier nicht. Sie müssen sich auch nicht rechtfertigen; intessiert ebenfalls niemand.


    Von Interesse ist lediglich eine Frage zum Mietrecht! Diese müssten Sie aber knapp und präzise formulieren.


    Oh. Sorry. Ich war der irrigen Annahme, dass dies ein Forum zum Austausch ist. Dass ein Erfahrungsbericht eines Mieters mit einem wirklich nicht ganz einfachen MVermieter nicht interessiert, konnte ich nicht wissen.


    Es wird nicht wieder vorkommen, den Artikel werde ich löschen, damit niemand sich mehr belästigt fühlt.


    Sorry nochmals.

  • Machen Sie sich zuerst mal schlau, wie Wärmeeinheiten und Brennstoffverbrauch zusammen hängen, bevor Sie einen derartigen Unsinn vom Stapel lassen.


    Sie scheinen auch kein ganz einfacher Mieter zu sein...

  • Irren ist menschlich.
    Hier ist eher ein Forum, wo Fragen zum Mietrecht beantwortet werden. Als Klagemauer ist das wohl etwas ungeeignet.


    Sie wollen Ihren Beitrag gleich ganz löschen. Sehe ich da ein Böcklein?


    Auch hier irren Sie schon wieder. Das geht nicht! Was ist das bloß für ein Tag heute?

  • Kolinum, ich habe es ja nun begriffen.


    Was soll dieses überhebliche Nachtreten? Sind Sie der Meinung, dass für Sie als Vielschreiber die Netiquette nicht gilt? Unterliegen Sie als „erfahrener Benutzer“ mit Ihren +4000 Beiträgen allgemein dem Zwang, alles und jedes zunächst erst einmal kommentieren zu müssen – auch ohne Bezug zum Inhalt? Als großer Korrektor auftreten zu müssen? Und das in dem Ton: „Hat Ihnen noch niemand beigebracht, vernünftig Meldung zu machen?“ Nur um dann nochmals mit Begriffen, wie „Klagemauer“ und „Böcklein“ nachzutreten? Ist Ihnen nicht klar, wie überheblich das aussieht? Dass Ihre Formulierungen schon an persönliche Pöbelei grenzen?


    Mein Beitrag sollte keine Klagemauerlitanei sein, sondern meine Erfahrungen schildern, die ich nach einer Hand voll Jahrzehnten als Mieter erstmalig mit einem Vermieter habe, der sich weder um fehlerfreie Nebenkostenabrechnungen schert, noch um gültige Gesetze. Ich gebe zu, dass ich dabei vielleicht etwas ausführlich und emotional geschrieben habe. Das liegt aber eben daran, dass ich hier vor einer ziemlich nervigen Situation als Mieter stehe, denn erstmalig muss ich durch wiederholte Einsprüche und ständige Beschwerden wegen des Verhaltens und Vorgehens der neuen Eigentümer meine Mieterrechte verteidigen. Dass ich das in meinem Alter und nach 35 Jahren in dieser Wohnung tun muss, ist für mich unerwartet und kraftraubend. Meine Frau und ich hatten allen Ernstes erwartet, auch unsere verbleibenden Jahre hier in Ruhe zu wohnen. Mit meinem Schreiben hatte ich erwartet, dass vielleicht auch andere Mieter an so einen Eigentümer geraten sind und beitragen, was sie unternommen – oder auch nicht unternommen – haben. Ist es nicht schon auffällig, dass seit Übernahme nicht eine einzige Nebenkostenabrechnung fehlerfrei ist? Dass manche Fehler sich hinter oberflächlich betrachtet harmlosen Werten und kleinsten Änderungen in der Berechnungsformel verstecken?




    Zitat

    „Machen Sie sich zuerst mal schlau, wie Wärmeeinheiten und Brennstoffverbrauch zusammen hängen, bevor Sie einen derartigen Unsinn vom Stapel lassen.


    Sie scheinen auch kein ganz einfacher Mieter zu sein... „


    Doc-Schnaggels, ich führe seit vielen Jahren Buch über meine Ausgaben. Dazu gehört auch die Kontrolle über die Nebenkostenabrechnungen, inklusive der Heizungskostenabrechnung. Allein in den letzten 10 Jahren vor dem Wechsel waren Heizölverbrauch, verbrauchte Wärmeeinheiten und eigener Verbrauch der Wärmeeinheiten in logischen Zusammenhang zu den Außentemperaturen. In den grafischen Kurven gab es keine merklichen Abweichungen, alles folgt einem nachvollziehbaren Muster und auch die abgerechneten Heizölpreise wichen kaum vom örtlichen Tagespreis bei Lieferung ab. Alles glaubhaft und offensichtlich korrekt abgerechnet. Nun wechselt der Besitzer dieser Liegenschaft, und die Kurven gehen in absurder Weise auseinander und stehen in keiner erkennbaren Relation zueinander? Die Heizölpreise weichen bis zu 11 Cent/Liter vom Tagespreis ab? Unsinn? Einbildung?


    Und mich als „nicht einfachen Mieter“ zu bezeichnen, weil ich erstmalig nach vielen Jahrzehnten genötigt bin, meine Rechte als Mieter zu verteidigen? Ja, bitte, geht’s noch?


    Ich bin einfach zu alt und lebe auch nicht mehr lange genug, um mich in so einer Art abfertigen zu lassen. Auch nicht im anonymen Internet. Wenn ich mir Pöbeleien und Geschwätz abholen will, dann gehe ich in die Kneipe an der Ecke, wo wir Auge in Auge und Glas gegen Glas gegenüber stehen. Also sparen Sie sich weitere Ihrer provokanten Antworten, ich bin hier wieder raus.

  • Die Omma hat nichts begriffen. Sie klagt schon wieder, nicht nur über den bösen Vermieter, nun auch noch über die Forumsmitglieder.

  • Die Omma hat nichts begriffen. Sie klagt schon wieder, nicht nur über den bösen Vermieter, nun auch noch über die Forumsmitglieder.


    Naja, was den VM betrifft, so könnte sie mühelos Nägel mit Köpfen machen und den VM in seine Schranken verweisen.

  • Doc-Schnaggels, ich führe seit vielen Jahren Buch über meine Ausgaben. Dazu gehört auch die Kontrolle über die Nebenkostenabrechnungen, inklusive der Heizungskostenabrechnung. Allein in den letzten 10 Jahren vor dem Wechsel waren Heizölverbrauch, verbrauchte Wärmeeinheiten und eigener Verbrauch der Wärmeeinheiten in logischen Zusammenhang zu den Außentemperaturen. In den grafischen Kurven gab es keine merklichen Abweichungen, alles folgt einem nachvollziehbaren Muster und auch die abgerechneten Heizölpreise wichen kaum vom örtlichen Tagespreis bei Lieferung ab. Alles glaubhaft und offensichtlich korrekt abgerechnet. Nun wechselt der Besitzer dieser Liegenschaft, und die Kurven gehen in absurder Weise auseinander und stehen in keiner erkennbaren Relation zueinander? Die Heizölpreise weichen bis zu 11 Cent/Liter vom Tagespreis ab? Unsinn? Einbildung?


    Und mich als „nicht einfachen Mieter“ zu bezeichnen, weil ich erstmalig nach vielen Jahrzehnten genötigt bin, meine Rechte als Mieter zu verteidigen? Ja, bitte, geht’s noch?


    Durchaus, es geht noch.


    Wenn Ihnen die Antworten hier nicht passen, kann ich Ihnen nur empfehlen, sich in die besagte Kneipe zu begeben und sich dort am Stammtisch passende Antworten abzuholen.


    Ist Ihnen schonmal in den Sinn gekommen, dass eventuell der Umrechnungsschlüssel der Wärmeeinheiten oder die Wärmemengenmesser selbst ausgetauscht worden sein könnten?


    Ihre Polemik ist hier jedenfalls völlig fehl am Platze, völlig egal, welches stolze Lebensalter Sie inzwischen erreicht haben.

  • Ist Ihnen schonmal in den Sinn gekommen, dass eventuell der Umrechnungsschlüssel der Wärmeeinheiten oder die Wärmemengenmesser selbst ausgetauscht worden sein könnten?


    Sorry, Doc, aber wenn wir dem Threadersteller keine Lügen unterstellen (warum sollte er das auch tun?), dann sind seine Aussagen relativ eindeutig und Du müsstest bitte mal begründen, wie Du zu der Ansicht kommst, dass der Threadersteller nicht weiß, [Zitat:] "wie Wärmeeinheiten und Brennstoffverbrauch zusammen hängen" und er [Zitat:] "einen derartigen Unsinn" erzählt (beides aus #5).


    Ist Ihnen schonmal in den Sinn gekommen, dass eventuell der Umrechnungsschlüssel der Wärmeeinheiten oder die Wärmemengenmesser selbst ausgetauscht worden sein könnten?


    Auch das wäre bei der Vorgeschichte sicher nicht meine erste Annahme.


    Es sind mehrfach falsche Abrechnungen erstellt worden und die sind auch korrigiert worden. Sicher nicht aus Mitleid mit den Mietern ... ;) Ein ähnlicher Fehler scheint auch nun erneut wieder aufgetaucht zu sein, und da soll man nun annehmen, dass das alles - wegen möglicherweise ausgetauschter Messeinrichtungen - seine Richtigkeit hat, wo doch gleiche Fehler in einer früheren Abrechnung zugegeben und (wenn auch mangelhaft) korrigiert wurden? Ich denke, das passt nicht.


    Zur Verdeutlichung ein Auszug der betreffenden Passagen aus dem Eingansposting:

    wir sind Mieter in einer erst 2010 von einem Investor übernommenen Wohnanlage [...]
    [...] seit Übernahme die Nebenkostenabrechnungen ständig fehlerhaft.
    [...] im ersten Jahr [...] Mehrverbrauch an Heizöl von rund 14.000 Litern bei Reduzierung um 126.000 verbrauchten Wärmeeinheiten. Erst nach Einspruch und anwaltlichem Einschreiten wurde die Abrechnung - nach fast einem Jahr - korrigiert. [...]


    Auch im Folgejahr gab es bei der NK-Abrechnung Fehler. [...] Die Korrektur ist, wir ahnen es schon, wieder nicht frei von Fehlern.


    In diesem Jahr ist die Abrechnung für 2013 wieder fehlerhaft – zum dritten Mal in Folge. Speziell wieder die Heizkosten, wo bei einer Einsparung von 25.000 Wärmeeinheiten [...] diesmal angeblich 17.000 Liter Heizöl mehr verbraucht worden sein sollen.


    Dazu kommt dann so etwas hier:

    Weiterhin gibt es ganz offensichtliche Ungenauigkeiten bei der Abrechnung anderer Positionen, wie z.B. dem Wasser. Hier zahlt eine Partei 2,09 Euro pro Einheit, die Nachbarin jedoch 3,89 Euro.


    Wenn (anscheinend) verschiedene Mieter für eine Position unterschiedliche Einheitenwerte in Rechnung gestellt bekommen, dann ist (zumindest für mich) erstmal alles an so einer Abrechnung zweifelhaft und somit auch nicht weiter verwunderlich, dass gleiche Fehler aus Vorjahren erneut Einzug in die Abrechnung gehalten haben.


    Was ich damit sagen will ist: Es gibt meiner Ansicht nach keinen Grund, den Threadersteller so anzugehen. Auch dann nicht, wenn man - wie auch ich immer noch - den genauen Zweck eines solchen Berichts hier im Forum nicht ganz erkennen kann. Aber da hat der Threadersteller wahrscheinlich einfach nur unterschätzt, dass solche Schwierigkeiten zwischen Mietern und Vermietern leider absolut keine Besonderheit darstellen.

    *** Das alles ist nur meine müde Meinung. Irrtümer und sonstige Dummheiten sind dabei möglich, wenn auch nicht gewollt. ***

  • AjaxMH:


    Offensichtlich ist dem TE nicht klar, dass auch bei weniger verbrauchten Wärmeeinheiten ein höherer Brennstoffverbrauch vorliegen kann. Ein neuer Eigentümer kann durchaus ein neues Abrechnungssystem einführen, welches sich deutlich vom alten System unterscheiden kann. Nicht mehr und nicht weniger habe ich geschrieben.


    Ich habe ich niemand der Lüge bezichtigt.


    Allerdings geht mir die Hutschnur hoch, wenn ich derartig einseitige Berichte lese, die pauschale Beschuldigungen gegen den Vermieter enthalten, ohne dass sich der TE auch nur ansatzweise mit der Materie vertraut gemacht hat und für ihn von Anfang an felsenfest klar ist, dass er keinesfalls einen (Denk-)Fehler gemacht haben könnte. Schuld sind immer die anderen...

  • Allerdings geht mir die Hutschnur hoch, wenn ich derartig einseitige Berichte lese, die pauschale Beschuldigungen gegen den Vermieter enthalten, ohne dass sich der TE auch nur ansatzweise mit der Materie vertraut gemacht hat und für ihn von Anfang an felsenfest klar ist, dass er keinesfalls einen (Denk-)Fehler gemacht haben könnte. Schuld sind immer die anderen...


    Verstehe, was Du meinst. Doch in diesem Fall sind ja die gleichen Fehler in Vorjahren auch gemacht und vom Vermieter quasi zugegeben- weil korrigiert - worden. Wären diese Auffälligkeiten durch Austausch der Messeinrichtungen passiert, hätte der Vermieter das erläutert und nicht die Abrechnungen korrigiert.


    Offensichtlich ist dem TE nicht klar, dass auch bei weniger verbrauchten Wärmeeinheiten ein höherer Brennstoffverbrauch vorliegen kann. Ein neuer Eigentümer kann durchaus ein neues Abrechnungssystem einführen, welches sich deutlich vom alten System unterscheiden kann.


    Dem widerspreche ich für den vom TE angeführten Zweifel und für den Fall, dass die Messeinrichtungen (Wärmemengenzähler, Heizkostenverteiler) nicht ausgewechselt wurden. Die Messeinrichtungen können dann normalerweise nicht viel weniger anzeigen, wenn der Brennstoffverbrauch viel höher liegt. Umrechnungsfakoren von unveränderten Heizkostenverteilern würden immer gleich bleiben müssen. Oder was meintest Du mit "Umrechnungsschlüssel"?


    Zugegeben: 17.000 Liter Mehrverbrauch sind für 90 Parteien nicht sooo sonderlich viel und die 25.000 Minder-Wärmeeinheiten sind so einfach nicht zu beurteilen, weil wir die Geräte nicht kennen, die da benutzt werden. Aber von der Tendenz her ist es nunmal unzweifelhaft Weniger-geheizt zu Mehr-verbraucht. Die einzig denkbare Erklärung wäre ein defektbedingtes Absinken des Wirkungsgrads der Heizungsanlage ingesamt.


    Doch bei der beschriebenen Vorgeschichte und den anderen Begleiterscheinungen (zur Erinnerung: unterschiedliche Einheitenwerte beim Wasser) ist es schlichtweg wahrscheinlich, dass auch die aktuelle Abrechnung falsch und die Empörung des TE damit gerechtfertigt ist.

    *** Das alles ist nur meine müde Meinung. Irrtümer und sonstige Dummheiten sind dabei möglich, wenn auch nicht gewollt. ***

  • Dem widerspreche ich für den vom TE angeführten Zweifel und für den Fall, dass die Messeinrichtungen (Wärmemengenzähler, Heizkostenverteiler) nicht ausgewechselt wurden. Die Messeinrichtungen können dann normalerweise nicht viel weniger anzeigen, wenn der Brennstoffverbrauch viel höher liegt. Umrechnungsfakoren von unveränderten Heizkostenverteilern würden immer gleich bleiben müssen. Oder was meintest Du mit "Umrechnungsschlüssel"?


    Genau dieser Punkt wird vom TE weder bestätigt noch dementiert.


    Eben durch den Eigentümerwechsel kann sich sehr vieles (technisch und vom Abrechnungssystem) verändert haben und ist dadurch eben nicht mehr so wie bisher.


    Ein Wechsel der Wärmemesser beispielsweise der turnusmäßig erfolgt muss dem TE nicht unbedingt auffallen, wenn sich nicht die Optik aber eventuell die Technik ändert. Möglicherweise wurde auch etwas an der Aufteilung der Kosten nach Wohnfläche und Verbrauch geändert.


    Auch wurde nie erwähnt, was in den falschen Abrechnungen korrigiert wurde.


    Ich bin der letzte, der nicht für eine faire Abrechnung ist - ich wehre mich nur dagegen, dass immer der Vermieter schuld sein soll.

  • Kolinum ist wirklich der Abschuss. Dass hier überhaupt noch jemand schreiben möchte, nachdem er mit der Person in Kontakt geraten ist, grenzt an ein Wunder. Vermutlich ist er Anwalt, der auf diese Weise hofft, an Mandate zu kommen. Wenn er die Gegner genauso anmacht, ist sein Konzept vielleicht nicht schlecht, aber ich befürchte, dass er nur zu eigenen Mandanten so wäre.