Betriebs/Nebenkostenabrechnung

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  • Einspruch eingelegt und prompt kam die Antwort;


    "Wunschgemäß haben wir die Einzugsermächtigung gelöscht. Bitte achten Sie auf eine pünktliche Zahlung unter Angabe der exakten Wohnungsnummer 220XXXXXXXXX.


    Zu erstens, hier haben Sie natürlich Recht, es handelt sich um einen redaktionellen Fehler. Es sollte auch der 01.01.2015 werden.
    Zu zweitens - wir verlängern Ihren Termin zur Fälligkeit bis zum 15.11.2014.
    Zu drittens handelt es sich um Heizkosten, die sich nach den individuellen Verbrauchswerten richten. Wie Sie den Wert in Vergleich mit Nachbarn setzen wollen ist bei individuellen Verbräuchen unklar.
    Die Ableseunternehmen kommen 2x kostenfrei zur Ablesung, ein drittes Mal können zusätzliche Gebühren abgerechnet werden.
    Die Termine hängen vor dem stattfinden mindestens 2 Wochen aus und es kann bei Kontaktaufnahme ein Ausweichtermin vereinbart werden. Augenscheinlich haben Sie alle Ablesetermine ignoriert, sonst käme es nicht zu einer Schätzung. Wenn, wie Sie schreiben, bei Ihnen doch abgelesen wurde, bitte ich um Übermittlung des Ableseprotokolls. Mit entsprechenden Eintragungen kann die Abrechnung überprüft und ggf. geändert / korrigiert werden.
    Sollten Sie hier nichts vorlegen können, behält die Heizungsabrechnung Ihre Gültigkeit.


    Ihre eigenen Recherchen können wir nicht nachvollziehen, können Ihnen aber mitteilen, dass laut Statistischen Bundesamt ein Verbrauchswert von ca. 127 Liter pro Tag pro Person angesetzt wird. Richtig substanziell geht bei Ihren Schreiben nicht hervor, worauf Sie Ihren Einspruch begründen. Dies ist bitte nachzuholen.


    Die anderen Betriebskosten wurden von der WEG Eigentümergemeinschaft in der Eigentümerversammlung beschlossen. Das Sie diese Kostenumlage akzeptieren, haben Sie mit Ihrem Mietvertrag unterschrieben.
    Sie können aber selbstverständlich mit der Hausverwaltung Hausgrund GmbH einen Termin zur Belegeinsicht vereinbaren. Bitte informieren Sie uns über diesen Termin."

  • sockenschreck,


    ohne den ganzen Sermon nochmal zu studieren (keine Lust):


    Du scheinst Mieter einer Eigentumswohnung zu sein.


    ""Wunschgemäß haben wir die Einzugsermächtigung gelöscht. Bitte achten Sie auf eine pünktliche Zahlung unter Angabe der exakten Wohnungsnummer 220XXXXXXXXX.
    Zu erstens, hier haben Sie natürlich Recht, es handelt sich um einen redaktionellen Fehler. Es sollte auch der 01.01.2015 werden.
    Zu zweitens - wir verlängern Ihren Termin zur Fälligkeit bis zum 15.11.2014.
    Zu drittens handelt es sich um Heizkosten, die sich nach den individuellen Verbrauchswerten richten. Wie Sie den Wert in Vergleich mit Nachbarn setzen wollen ist bei individuellen Verbräuchen unklar.
    Die Ableseunternehmen kommen 2x kostenfrei zur Ablesung, ein drittes Mal können zusätzliche Gebühren abgerechnet werden.
    Die Termine hängen vor dem stattfinden mindestens 2 Wochen aus und es kann bei Kontaktaufnahme ein Ausweichtermin vereinbart werden. Augenscheinlich haben Sie alle Ablesetermine ignoriert, sonst käme es nicht zu einer Schätzung. Wenn, wie Sie schreiben, bei Ihnen doch abgelesen wurde, bitte ich um Übermittlung des Ableseprotokolls. Mit entsprechenden Eintragungen kann die Abrechnung überprüft und ggf. geändert / korrigiert werden.
    Sollten Sie hier nichts vorlegen können, behält die Heizungsabrechnung Ihre Gültigkeit.""
    - Finde ich völlig korrekt.


    "Ihre eigenen Recherchen können wir nicht nachvollziehen, können Ihnen aber mitteilen, dass laut Statistischen Bundesamt ein Verbrauchswert von ca. 127 Liter pro Tag pro Person angesetzt wird."
    - Richtig. Nach meinen Erfahrungen sind es ~110 L/Tag.


    "Die anderen Betriebskosten wurden von der WEG Eigentümergemeinschaft in der Eigentümerversammlung beschlossen. Das Sie diese Kostenumlage akzeptieren, haben Sie mit Ihrem Mietvertrag unterschrieben."
    - Halte ich für ein Gerücht, denn die BK, die einem WEigentüber von der HV berechnet werden, unterscheiden sich deutlich von denen, die ein VM einem M gem. BetrkVO berechnen kann.

  • Okay, dann wollen wir mal dieses Schreiben von hinten aufbröseln:


    Zitat

    Die anderen Betriebskosten wurden von der WEG Eigentümergemeinschaft in der Eigentümerversammlung beschlossen. Das Sie diese Kostenumlage akzeptieren, haben Sie mit Ihrem Mietvertrag unterschrieben.


    Das ist natürlich großer Unsinn, denn ein Mieter kann keine Kosten akzeptieren, die in einer Eigentümerversammlung für Eigentümer beschlossen wurden. Laut Mietvertrag sind nur die Kosten gemäß §2 der Betriebskostenverordnung zu bezahlen. Die aufgeführten Handwerkerleistungen betreffen nur den Eigentümer, nicht den Mieter.


    Zitat

    Wenn, wie Sie schreiben, bei Ihnen doch abgelesen wurde, bitte ich um Übermittlung des Ableseprotokolls.


    Dieses Protokoll müsste der Ableser an die Firma gegeben haben, die die Abrechnung darüber erstellt.


    Zitat

    Statistischen Bundesamt ein Verbrauchswert von ca. 127 Liter pro Tag pro Person angesetzt wird. Richtig substanziell geht bei Ihren Schreiben nicht hervor, worauf Sie Ihren Einspruch begründen. Dies ist bitte nachzuholen


    127 Liter x 365 Tage ergeben bei mir 46 m³, geschätzt aber wurden insgesamt 68 m³.

  • zum Thema Ablesen nochmal,
    bin jetzt die ganze Zeit durchs Miethaus gelaufen
    um bei Nachbarn und Mietern nachzufragen,
    es gibt keine Protokolle die dem Mieter ausgehändigt,
    da die Ablesung elekronisch erfasst wurden.
    Wie soll ich da wohl einen Nachweis erbringen können?

  • es gibt keine Protokolle die dem Mieter ausgehändigt,
    da die Ablesung elekronisch erfasst wurden. Wie soll ich da wohl einen Nachweis erbringen können?


    Ist wohl gesetzlich nicht vorgeschrieben, also war's das dann wohl. Es ist dem Mieter ja freigestellt, die Zählerstände selbst zu notieren.

  • was hilft mir das selbst notieren, wer kann damit rechnen das die hw bzw. ablesedienst nicht korrekt handelt und zum anderen wer sagt das die hw meine zahlen aktzeptiert.

  • 127 Liter x 365 Tage ergeben bei mir 46 m³, geschätzt aber wurden insgesamt 68 m³.


    Genau das ist der Hebel. Die reden selbst von 127 Liter/Tag Frischwasser, drücken aber 187 Liter/Tag (68,24x1000/365) in die Abrechnung hinein.
    Ich würde mir erklären lassen, aufgrund welcher Berechnungen diese Schätzung entstanden ist. Möglicherweise wurde im Vorjahr ja ähnlich viel verbraucht ... (ich habe jetzt nicht genau nachgelesen, seit wann der Mieter da wohnt) ...? Kann aber genau so gut ein Rechen- oder Tippfehler sein.

    *** Das alles ist nur meine müde Meinung. Irrtümer und sonstige Dummheiten sind dabei möglich, wenn auch nicht gewollt. ***

  • AjaxMH : bin erst zum 17.12.2012 eingezogen, mein vormieter bzw. mieterin, ist durch reinen dummen zufall mein nachbarin die mit ihren freund zusammen gezogen ist, und wie der zufall es wollte, hat sie auch noch einen großteil der unterlagen, welche sie mir freundlicher weise zur verfügung gestellt hat, ihre vorauszahlung war noch geringer als die meine, 70€ BK/NK Vorauszahlung, eine nachzahlung gab es nie bei ihr, da es auch keine NK Abrechnung bei ihr gab bzw. die HW hat ihr keine zukommen lassen, sie ist aus der wohnung zum 31.10.2012 gezogen, nach ihren unterlagen wurden seid 2000 keine abrechnung erstellt dieses hat sie mir schriftlich bestätigt.

  • AjaxMH : bin erst zum 17.12.2012 eingezogen, [...]


    Okay, dann gibt es also keine Vorjahresdaten von Dir, die den Vermieter zu solchen hohen Schätzungen hätten verleiten können. Es bleibt also somit beim zuvor erwähnten "Hebel", mit dem Du ansetzen könntest.

    *** Das alles ist nur meine müde Meinung. Irrtümer und sonstige Dummheiten sind dabei möglich, wenn auch nicht gewollt. ***

  • Eine Frage hätte ich da noch, ist es zulässig das die HW bei der Erstellung der NK, Ablesewerte und Schätzwerte heranziehen kann, oder gilt entweder ablesen oder schätzen?!

  • Zitat

    Eine Frage hätte ich da noch,


    Und jetzt fangen die dummen Fragen an. Was zählt wohl bei einer Geschwindigkeitsübertretung, der Messwert der Anlage oder die Schätzung des Polizisten?

  • Zitat

    es gibt keine dummen Fragen


    In deinem Fall muss man eine Ausnahme zulassen. Verschiedene User erklären dir, was bei deiner Abrechnung falsch ist und dann kommt diese saudumme Frage, mit der du beweist, dass du die Antworten nicht gelesen, bzw. nicht verstanden hast.


    Darum, ich klinke mich hier aus, weil ich meine Zeit besser investieren kann. Da spiele ich mir doch lieber an den großen Zehen.

  • Verschiedene User erklären dir, was bei deiner Abrechnung falsch ist und dann kommt diese saudumme Frage, mit der du beweist, dass du die Antworten nicht gelesen, bzw. nicht verstanden hast.


    Darum, ich klinke mich hier aus, weil ich meine Zeit besser investieren kann.


    Aber Hauptsache, er kann fragen (nur, um zu fragen...)
    Bin ebenfalls weg.

  • Eine Frage hätte ich da noch, ist es zulässig das die HW bei der Erstellung der NK, Ablesewerte und Schätzwerte heranziehen kann, oder gilt entweder ablesen oder schätzen?!


    Wenn auch etwas sehr weiträumig formuliert, ist die Frage nun sooo dumm auch nicht. :)
    Ein festes Entweder-Oder gibt es aber natürlich nicht.


    Die Heizkostenverordnung sagt z.B. für die Heizkostenverteilung: Wenn beispielsweise irgendwo ein Heizkostenverteiler (also einer von vielen) ausfällt, dann wird dessen Wert geschätzt. Die Schätzung sollte sich dann möglichst auf vergleichbare Zeiträume zuvor, in denen der Heizkostenverteiler noch funktionierte, oder auf vergleichbare Räume, in denen die Heizkostenverteiler intakt sind, beziehen.
    Dann hat man bei der Heizwärmeaufteilung einen Schätzwert und viele Ablesewerte für die Heizkostenverteiler in der Abrechnung.


    Die Heizkostenverordnung sagt aber auch, dass wenn beispielsweise so viele Heizkostenverteiler defekt sind, dass mehr als ein Viertel der Flächen im Haus betroffen sind, dann weder Schätz- noch Ablesewertewerte mehr hergenommen werden dürfen, sondern nach Fläche aufgeteilt werden muss.
    Dann hat man für die Heizwärmeaufteilung gar keine Heizkostenverteilerwerte mehr in der Abrechnung. Es wurde dann nicht geschätzt und es wurden die restlichen Ablesungen verworfen. Es wurde ein ganz anderer Aufteilungsschlüssel (eben nach Fläche) genommen.


    Es kommt also immer drauf an ...


    Aber zurück zum Thema:
    Hattest Du denn verstanden, dass und wieso Du (u.a.) auch nach der Frischwasserverbrauch-Schätzung der Hausverwaltung fragen solltest?

    *** Das alles ist nur meine müde Meinung. Irrtümer und sonstige Dummheiten sind dabei möglich, wenn auch nicht gewollt. ***

  • Aber Hallo, so eine Reaktion auf eine Frage hätte/habe ja nun nicht erwartet, die Frage von mir hatte natürlich einen Hintergrund, nach dem ich einige Tage über die seltsame Abrechnung der Ablesefirma saß, ist mir auf Seite 2, des Protokolles aufgefallen, Ablesewerte des Kaltwassers Verbrauch, unter Zählerstand neu, die Zählernummer stimmen, es wurden in Küche u. Bad abgelesen, denn die HW behauptet ja, es konnte nicht abgelesen werden, obwohl die zwei Damen, bei mir abgelesen haben. Aus diesem Grund stellte ich diese Frage, obwohl sie ja für einigen als "dumm" bezeichnet wurde.


    - Zitat Hausverwaltung -
    "Die Ableseunternehmen kommen 2x kostenfrei zur Ablesung, ein drittes Mal können zusätzliche Gebühren abgerechnet werden.
    Die Termine hängen vor dem stattfinden mindestens 2 Wochen aus und es kann bei Kontaktaufnahme ein Ausweichtermin vereinbart werden. Augenscheinlich haben Sie alle Ablesetermine ignoriert, sonst käme es nicht zu einer Schätzung"