Kündigung wegen Eigenbedarf

  • hallo zusammen,


    ich hab jetzt einen Termin bei dem Anwalt des Mieterbundes, wo ich Mitglied bin schon seit Jahren.
    Mal sehen, was er mir rät. Zwar erst Mitte Februar - die Zuläufe sind enorm - aber das ist nicht so eilig bei den Fristen,
    denn der Kündigungstermin liegt beim 31.12.2015.
    Ist das überhaupt normal, so ein langer Zeitraum, 1 Jahr??


    LG redrose :)

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  • Hallo landlord,


    das schon, aber ich will ja gar nicht ausziehen, ich möchte Beschwerde oder Widerspruch einlegen.


    Und das ist das Dilemma:
    Unter welchen Umständen oder Voraussetzungen habe ich die Möglichkeit auf einen Erfolg ?


    LG rr


  • Unter welchen Umständen oder Voraussetzungen habe ich die Möglichkeit auf einen Erfolg ?


    Praktisch gar keine. Selbst wenn die Eigenbedarfskündigung unwirksam ist, hat der neue Eigentümer genügend Zeit, dir eine korrekte Kündigung zuzustellen.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Hallo landlord,


    das schon, aber ich will ja gar nicht ausziehen, ich möchte Beschwerde oder Widerspruch einlegen.


    Was heißt du willst nicht ausziehen. Sorry für so etwas hab ich kein Verständnis.
    Jeder Verragendet irgendwann mal. Es war nicht mehr als fair vom Vermieter dir
    so lange Zeit zu lassen.


    Hallo landlord,
    Und das ist das Dilemma:
    Unter welchen Umständen oder Voraussetzungen habe ich die Möglichkeit auf einen Erfolg ?


    LG rr


    Erfolg kannst du damit nicht haben. Das Gesetzt sieht expliziet die Möglichkeit der Eigenbedarfskündiung vor.
    Beachten sollest du auch, dass eine verlorene Räumungsklage sehr teuer werden könnte.

  • Das Problem ist, es gibt auf dem Kündigungsschreiben 2 Termine:
    Im Betreff steht 31.03. und im Text 31.12.15
    Was ist, wenn der nicht weiß, dass er im Text ein falsches datum gemacht hat und er denkt, wir ziehen aus??
    Die Betreffzeile haben wir gestern erst gesehn - wir hatten immer nur auf den Text geguckt.
    Den Anwalt vom Mieterbund hatte ich ja schon mal telefonisch kontaktiert und er hat auch eine Kopie von der Kündigung vorliegen.
    Aber ihm ist die Diskrepanz auch nicht aufgefallen!



    Die Kündigung ging uns am 03.01.15 zu, geschrieben hat der (wahrscheinlich) neue Eigentümer sie am 02.01.
    Darin steht in der Betreffzeile das Datum 31.03.15 und im folgenden Text 31.12.15 als Kündigungsdatum.
    Als Grund hat er Eigenbedarf angegeben.


    Das aber haben wir erst vor einigen Tagen gesehen, wir sind vom Dezember 2015 ausgegangen , wie es im Text steht.


    Nun hat heute der Anwalt des Mieterbundes endlich zurückgerufen.
    Seiner Meinung nach zählt das Datum der Betreffzeile, da es "logisch" wäre, weil wir erst seit zweieinhalb Jahren hier wohnen,
    da wäre 3 Mon Kündigungsfrist angemessen:confused:


    Inzwischen haben wir Widerspruch eingelegt - mal sehen was daraus wird, vielleicht wenigstens ein Aufschub.


    MfG redrose

  • Zitat

    Die Kündigung ging uns am 03.01.15 zu, geschrieben hat der (wahrscheinlich) neue Eigentümer sie am 02.01.
    Darin steht in der Betreffzeile das Datum 31.03.15 und im folgenden Text 31.12.15 als Kündigungsdatum.
    Als Grund hat er Eigenbedarf angegeben.


    Hallo zusammen,


    kann mir jemand sagen, welches Datum relevant ist, welches Gültigkeit hat?


    *danke* und Gruß,
    redrose :)

  • Hallo zusammen,
    kann mir jemand sagen, welches Datum relevant ist, welches Gültigkeit hat?
    *danke* und Gruß,
    redrose :)


    Welches schlüssiger ist, aber letztendlich entscheidet sowas der Richter.
    Denn ein Volk, welches sich seine Richter, Rechtsanwälte, Wirte usw. nicht leisten kann, ist es nicht wert, sich Nation nennen zu dürfen.

  • Zitat


    kann mir jemand sagen, welches Datum relevant ist, welches Gültigkeit hat?


    Das kann hier niemand sagen. Grundsätzlich wären beide Termine fristgemäß.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Wie teuer ist des Kaisers Bart?


    Beide Datum würde im Bereich des rechtlich Möglichen liegen. Sollte es eine Unklarheit dazu geben, verweist den Vermieter darauf und fordert eine eindeutige Erklärung.


    Aber, wo kämen wir das hin. Besser ist es schon gleich zum Anwalt zu rennen und die Mücke so gut wie es geht aufzubauschen.

  • [INDENT]Nee, also Kolinum und Berny -


    das ist schon ein Riesenunterschied.
    Bei Dezember hätte ich genügend Zeit, mir eine Wohnung zu suchen, die vor allem mein Geldbeutel bestimmt, bei März müsste ich nehmen, was ich kriege.


    Außerdem spielt mein Alter und meine Gesundheit auch eine gewisse Rolle - leider :(


    Aber danke für eure Antworten.[/INDENT]

  • Hat ein Widerspruch aufschiebende Wirkung?
    Wenn ja, in welcher Form bzw. wie lange und was folgt dann?


    Danke schon mal und Gruß!


    Wenn du nicht ausziehst, kann der Vermieter Räumungsklage bei Gericht einreichen.
    Das Gericht entscheidet dann, ob dein Widerspruch gerechtfertigt war. Wenn ja, darfst du
    wohnen bleiben.


    Wenn nein, ziehst du evtl. freiwillig aus oder der Vermieter beauftragt die Zwangsräumung.
    Die Kosten werden in dem Fall wahrscheinlich dir auferlegt.


    Mein Tipp wäre, nimm das Telefon in die Hand. Sprich mit deinem Vermieter über die beiden Daten
    im Brief und findet eine Lösung mit der beide Seiten leben können.