Beiträge von Chiquita

    Hallo, Chiquita


    Grundsätzlich sollte man abwägen ob eine gerichtliche Auseinandersetzung lohnt.
    Die Zeche zahlt der Verlierer, und wer das ist kann man nicht immer vor den Urteilschluss wissen.
    Ohne Anwalt in einem Rechtsstreit vor Gericht ist dringend abzuraten, sofern man auf diesem Gebiet ein Laie ist.


    Also überlege es Dir reiflich.


    Naja, wenn der Vermieter klagt habe ich doch keine andere Wahl als mich vor Gericht zu verteidigen, oder? Vor Gericht würde ich mich auf jeden Fall durch einen Anwalt vertreten lassen, ging jetzt um das Verfassen der Klageerwiderung... Trägt dafür auch der Verlierer die Kosten?

    Ob dieses sollen nicht "müssen" heissen sollte, und evtl. so zu verstehen wäre, dass es eben nur schriftlich sein sollte und nicht müsste.? I.d.R. werden Zusatzvereinbarungen zum MV nur schriftlich gemacht und dem MV angehängt.


    Ich befürchte, dass die Beweislage für Dich ungünstig ist.


    Wieso? Der alte Vermieter hat doch bereits vor dem neuen Vermieter bestätigt, dass ich seit Beginn des Mietverhältnisses ein Zimmer untervermietet habe, reicht dies nicht als Beweis?


    Habe nun noch eine Frage bzgl. evtl. entstehender Anwaltskosten. Wenn ich nun eine Räumungsklage erhalte und dieser widersprechen möchte, sollte ich einen Anwalt beauftragen, oder kann ich das auch selbst machen? Müsste ich die Kosten dafür dann auch selbst tragen, oder würde der Vermieter bei erfolgreichem Widerspruch, für die Anwaltskosten aufkommen müssen? Kommt es dann in jedem Fall zur Gerichtsverhandlung, oder kann das Amtsgericht die Klage auch schon vorher zurückweisen, weil z.B. die Kündigung unwirksam war?

    Nochmal ne Frage. Mein alter Vermieter hatte mir schriftlich bestätigt, dass ich eine generelle Erlaubnis zur Untervermietung von ihm hatte. Nun hat er gegenüber dem neuen Vermieter lediglich bestätigt, dass es sich um eine auf den Einzelfall bezogene Erlaubnis handelte, allerdings auch, dass sich die Miete seit Beginn auf 2 Personen bezog. Nun meint mein Vermieter, mir die Erlaubnis für die neue Untermieterin (trotz berechtigten Interesses) verweigern zu können bzw. von einem Untermietzuschlag abhängig zu machen. Nur nochmal die Frage: Reicht es nicht, wenn der alte Vermieter vor Gericht bestätigt, dass ich seit Beginn ein Zimmer untervermietet hab?
    Meines Erachtens ist es nicht entscheidend, ob die Erlaubnis nun generell oder nur für den Einzelfall galt, oder liege ich da falsch?

    Noch eine Frage: Muss der Vermieter bei der fristlosen Kündigung, den Kündigungsgrund erneut angeben, auch wenn der Grund in der Abmahnung bereits genannt wurde? Habe nun ein Kündigungsschreiben erhalten, wo lediglich die Rede davon ist, dass ich das (angeblich) vertragswidrige Verhalten nicht abgestellt hätte.

    Auf einem anderem Blatt steht dann aber der Zuschlag für die Untervermietung, da hier mietvertraglich keine Regelung stattfand und auch nichts schriftliches formuliert ist, ist der Vermieter berechtigt einen Zuschlag zu verlangen, allerdings keinesfalls rückwirkend.


    Gruß
    BHShuber


    Dazu habe ich das hier gefunden:


    "Ein Zuschlag darf also nicht erhoben werden, wenn nur ein Personenwechsel eintritt und sich die Zahl der in der Wohnung lebenden Personen gegenüber den Verhältnissen vor der beabsichtigten Untervermietung nicht erhöht (z.B. bei Untervermietung nach Auflösung einer Ehe oder Lebenspartnerschaft und Auszug des Partners/der Partnerin)."


    Nur aufgrund eines Personenwechsels darf er doch jetzt keinen Untermietzuschlag verlangen? Der alte Vermieter hat mir ja schriftlich bestätigt, dass sich die Miete seit Beginn auf 2 Personen bezog.

    Ich habe mal eine Frage bezüglich der Überlegungsfrist. Mein Vermieter hat sein Mieterhöhungsverlangen bisher nur unzureichend begründet. Die Überlegungsfrist endet mit Ende des Monats. Kann er nun bis dahin seine Begründung noch nachreichen bzw. korrigieren, oder beginnt die Überlegungsfrist dann von vorn? Wäre sehr hilfreich das zu wissen.

    Komisch, komisch(?), dass die Leute heutzutage es nicht schaffen, durch die Verwendung der Schriftform spätere Probleme auszuschliessen...


    Im Nachhinein ist man immer schlauer... Ich war zu dem Zeitpunkt nicht von einem Vermieterwechsel ausgegangen und da es mit dem Vermieter so abgesprochen war, dachte ich nicht, dass es da Probleme geben würde. Nebenbei hat mein damaliger Untermieter noch eine Selbstauskunft beim Vorvermieter ausgefüllt, ist ja sogar ein schriftl. Dokument...

    Bei "sollen" wäre dein Problem nicht so groß. Möglicherweise hätte dann aber dein alter Vermieter ein Problem, weil er diese Nebenabrede dem Käufer vor Verkauf nicht mitgeteilt hat. Daraus könnte sich durchaus ein Schadenersatz ergeben. Du solltest dir darüber im Klaren sein, dass dein alter Vermieter nicht mehr ganz so aussagefreudig sein könnte, wenn er merkt, dass es nicht ganz so einfach ist. Dann wird aus einem hilfreichen Zeugnis oft eine pflaumenweiche Aussage.


    Aber, es geht scheinbar nur um die Betriebskostenpauschale. Wie hoch ist denn der Untermietzuschlag?


    Gruß
    H H


    Im Mietvertrag steht "sollen". Dass er es ihm nicht mitgeteilt hat stimmt nur bedingt. Der neue Vermieter war damals zur Besichtigung in der Wohnung in Anwesenheit des Untermieters (2 Klingelschilder vorhanden), weshalb er es eigentlich auch gesehen haben müsste, dass 2 Leute dort wohnen.


    Er verlangt einen Untermietzuschlag über 40 €

    Das musst du deinem VM fragen,


    vor Gericht wird so ein Beweis ohne persönliche Aussage des VM
    im Nachhinein vermutlich nur ausreichen wenn diese schriftliche Bestätigung vor einem Notar erfolgt ist.


    VG Syker


    Ich hoffe nicht, dass es vor Gericht geht, aber im Zweifel würde der alte Vermieter wohl auch das tun. Habe sogar noch 2 weitere Zeugen, die dabei waren, als wir uns darüber einigten.

    Mein Ratschlag:


    Die schriftliche Bestätigung des alten Vermieters sofort einholen, zur Beweissicherung :)
    Kauf bricht nicht Miete. Und die Genehmigung die Du von Deinem alten Vermieter erhalten hast gilt auch bei Deinem neuen Vermieter fort.


    Alles klar, das werde ich machen. Gilt das dann auch für einen neuen Untermieter? Also ich hatte die generelle Zustimmung des alten Vermieters unterzuvermieten, nun habe ich eine neue Untermieterin und habe dies dem neuen Vermieter mitgeteilt. Er hatte bereits zugestimmt, meint nun aber, solange ich nicht die verlangte erhöhte Miete zahle, sei mir die Untervermietung untersagt. Allerdings hat sich ja nichts geändert, nur dass der Untermieter jetzt eben eine andere Person ist.

    Folgende Situation: Vor 2 Jahren habe ich einen Mietvertrag als alleinige Hauptmieterin unterschrieben und mit dem damaligen Vermieter mündlich vereinbart, eines der Zimmer unterzuvermieten.
    Nach einem Jahr gab es einen Vermieterwechsel, der Vertrag wurde vom neuen Vermieter übernommen.
    Nun, ein Jahr nach dem Wechsel, behauptet der neue Vermieter bisher nichts von der Untervermietung gewusst zu haben und verlangt einen Untermietzuschlag, da sich die im Mietvertrag vereinbarte Pauschale angeblich nur auf eine Person beziehe. Solange ich die erhöhte Miete nicht zahle, sei mir die Untervermietung ausdrücklich untersagt. Ist das rechtens? Schließlich war die Untervermietung mit dem alten Vermieter abgesprochen und die Pauschale bezog sich daher immer auf 2 Personen, nur dass der Untermieter eben nicht im Vertrag erwähnt ist. Der alte Vermieter hat sich auch dazu bereit erklärt, mir eine schriftl. Bestätigung darüber zu geben, ist diese nachträglich wirksam?


    Im Internet habe ich dazu das hier gefunden:
    "Auch wenn der Vermieter wechselt, gilt die einmal erteilte Untervermietungserlaubnis weiter. Dies gilt auch dann, wenn die Erlaubnis nur mündlich erteilt wurde oder der alte Vermieter die Untervermietung über längere Zeit widerspruchslos hingenommen hat. In jedem Fall sollten jedoch entsprechende Beweise rechtzeitig gesichert werden."


    Gilt das auch, wenn im Mietvertrag steht, dass Nebenabreden, Änderungen und Ergänzungen des Mietvertrages aus Beweisgründen schriftlich vereinbart werden sollen?