Beiträge von Schweinchenfan

    Im Heizungskeller stehen zwei große Boiler, ich vermute, dass es sich da um die Warmwasserbehälter handelt. Zumal er das Warmwasser ja auch so komisch errechnet und es keine Rechnungen gibt.

    Vermutlich. Man kann auch über die Wärmepumpe und/oder Zuheizregister zentral Warmwasser erzeugen. Das Problem ist hier das gleiche wie für die Heizung an sich. Wenn der Strom für die Heizung einfach auf den Haushaltsstromzähler des Vermieters läuft, gibt es natürlich keine Rechnung für den Verbrauch der Heizung. Das hat der Vermieter allerdings selbst zu vertreten, er könnte das Haus ja (mit mehr oder weniger Aufwand im Nachhinein) den entsprechenden Zählern ausstatten und dann zukünftig auch die Stromkosten für die Heizung umlegen. Wenn er keine Rechnungen zur Heizung vorlegen kann, kann er auch keine Kosten abrechnen.

    Wir bewohnen den einen Teil des Hauses, im anderen ist die Firma des Vermieters untergebracht. Es gibt einen Zähler für unsere Wohnung und einen für die Firma.

    Genau das habe ich mir schon gedacht, dass es gar keinen eigenen Zähler für die Heizung gibt. Dieser ist keine Pflicht, kostet Geld und deshalb spart man sich den gerne in kleinen Häusern. Das ist ja auch kein Problem, wenn man nicht vermieten will oder die Möglichkeit nutzt, eine Pauschale zu vereinbaren (im 2-FH, in dem der Vermieter selbst wohnt, möglich).


    Ich würde dem Vermieter mitteilen, dass du keine Heizkosten aufgrund irgendwelcher Fantasiepreise zahlst, zumal der Preis für Gas pro kWh um die 6ct liegt. Selbst mit Verlusten wären das niemals 17 ct. Es ist sein Problem, wenn er das Haus nicht so ausstattet, dass eine Abrechnung von Heizkosten möglich ist. Es gibt hier offensichtlich keine Rechnung für die Brennstoffkosten gibt und darauf habt ihr Anspruch.

    Theoretisch sind dabei auch Mietsenkungen möglich.


    In der aktuellen Situation anziehender Inflation und steigender Verbraucherpreise besteht natürlich die Möglichkeit relativ stark steigender Mieten. Bisher blieb der Index aber unter den üblichen Steigerungen der Mietspiegel, oft sehr deutlich, gerade in den letzten Jahren, sodass das schon vorteilhaft wäre. Andererseits ist es auch ein Nachteil für den Mieter, dass der Mietspiegel praktisch keine Rolle mehr spielt, denn damit sind auch Mieterhöhung über den Mietspiegel hinaus möglich. Deshalb wird die Indexmiete oft bei hochwertigem und neuem Wohnraum vereinbart.


    Außerdem sind dann Modernisierungsmieterhöhungen ausgeschlossen, was auch ein Vorteil für den Mieter ist.


    Gibt es überhaupt die Möglichkeit, das zu verhandeln? Ich als Vermieter würde zukünftig auch alle neuen Mietvertrag mit Index abschließen, weil man damit recht einfach und ohne große Diskussion Mieterhöhungen durchsetzen kann, die auch aus meiner Sicht fair sind, weil sie nur an Preissteigerungen gekoppelt sind. Wenn die erste Miete fair war, dann ist sie auch in Zukunft.

    Bzgl der Mietminderung wäre es empfehlenswert, wobei es sich dann vermutlich kaum rechnet für dich.


    Es heißt ja nicht, dass hochpreisigere schneller verfügbar sind, billiger aus dem Baumarkt würde eher gehen.

    Zumindest wir haben in unseren Bädern Serien verbaut, d.h. Waschtisch, Badewanne und Dusche und ggf. sogar Toilette passen zusammen. Da würde ich mich auch quer stellen, plötzlich was anderes nehmen zu müssen, weil die Lieferung etwas länger dauert. Wenn es das einzige Bad ist, dann muss man sicher schneller handeln, aber hier sehe ich das auch nicht ganz so dramatisch. Ihr habt noch Möglichkeiten. Ob hier auch eine andere Armatur wirklich nicht passen würde, kann man von hier gar nicht beurteilen.


    Wenn du anderer Meinung bist, kannst du auch eine Ersatzvornahme ankündigen. Das solltest du aber auch besser in Absprache mit einem Anwalt machen, gerade vor dem Hintergrund, dass evtl schon etwas beauftragt ist, aber eben dauert.

    Wenn eine Unterversicherung bei der Wohngebäudeversicherung angepasst wird, steigen die Kosten oft erheblich. Bei uns im Haus haben sie sich verdoppelt. Das kann also durchaus sein. Eine solche Änderung darf er machen und muss das auch nicht mitteilen.


    Weißt du, für was die Containerstellungen waren? Das ist das einzige, das mir Anhieb auffällt, denn meist braucht man das ja nicht regelmäßig für normale Abfälle. Wenn es aber regelmäßig für Grünschnitt, Sperrmüll o.ä. genutzt wird, dann wäre es in Ordnung.

    Können wir die Miete kürzen?

    Wenn kein Trinkwasser zur Verfügung steht, könnt ihr sicherlich die Miete (deutlich) mindern, weil der Gebrauch der Wohnung stark eingeschränkt ist. Zur genauen Höhe berät ein Anwalt.


    Ich nehme an, dass ihr im Mietvertrag unterschrieben habt, dass es keinen Anschluss ans öffentliche Netz gibt und ihr (aufbereitetes?) Brunnenwasser bekommt?


    Grundsätzlich kann man aus Brunnen- und auch Regenwasser sauberes Trinkwasser bekommen, man braucht nur die richtigen Aufbereitungsanlagen dafür. Je nach Umständen ist dies deutlich einfacher und günstiger herzustellen als ein Anschluss an das öffentliche Netz oder ist bereits vorhanden. In jedem Fall ist der Vermieter in der Pflicht, schnellstmöglich sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen.

    Dass das Verschieben (statt Anheben und Tragen) eines Tisches, aus dessen Boden noch dazu Schrauben ragen, nicht zur üblichen Abnutzung gehört, ist, denke ich, recht eindeutig.


    Leider kann man das auf die Ferne kaum beurteilen. Je nach Größe und Tiefe der Kratzer reicht ein Füllen mit Reparaturkit nicht mehr aus, dann bleibt nur der Austausch. Wenn die Kratzer wirklich tief und großflächig sind, dann ist das vermutlich der Fall. Je nach Bodenfarbe kann man das nicht kaschieren. Du hast keinen Anspruch darauf, Schäden selbst zu beheben, das wäre nur bei Schönheitsreparaturen der Fall.


    Je nachdem, wie der Boden verlegt ist und wo die betroffenen Stellen sind, bleibt nichts anderes, als den Boden großflächig aufzunehmen und neu zu verlegen. Vinylboden hat umfassend Click-System, sodass man keine einzelnen Bretter entnehmen kann, da diese an 4 Seiten mit anderen verbunden sind. Zudem ist der Boden in eine bestimmte Richtung verlegt und das ist nachträglich nicht zu verändern. Du schreibst nicht, wie groß die neu zu verlegende Fläche ist, sodass man nicht abschätzen kann, ob diese Summe für das reine Aufnehmen und neu verlegen realistisch ist. Wenn die Schadstellen am "Anfang" der Verlegung sind, dann muss man den gesamten Raum neu verlegen, das ist praktisch nicht anders möglich. Je nach Größe des Raumes ist die Summe daher schon realistisch, vor allem, weil man beim Aufnehmen des Bodens vorsichtig sein muss und das entsprechend Zeit kostet.


    Eigentlich ist dies ein typischer Fall für die Privathaftpflicht, wenn Gemietetes nicht ausgeschlossen ist. Diese reguliert den Schaden und prüft auch, ob die Höhe angemessen ist.

    Das ist falsch. Ein grundsätzliches Besuchsrecht hat ein Vermieter nicht, sondern nur bei einem konkreten Anlass. Die Wohnung auf irgend welche Mängel abzusuchen gilt nicht als konkreter Grund.

    Nicht grundsätzlich, aber hier wurde die Wohnung gekündigt, sodass ich beim Vermieter schon einem konkreten Anlass und auch berechtigtes Interesse sehe, die Wohnung auf Mängel bzw. Renovierungsbedarf zu besichtigen und für die Zeit unmittelbar nach Wohnungsübergabe Handwerker zu organisieren. Das Einholen von Angeboten bzw. Auftragsvergabe bis zur Ausführung braucht nicht selten einige Wochen. Sonst droht ja unnötiger Leerstand, wenn diese Besichtigung erst kurz vor oder gar nach Wohnungsübergabe stattfinden kann. Ich weiß nicht, ob man bei der aktuellen Auftragslage 6 Wochen wirklich als ausreichend ansehen würde.

    Aus eigener Erfahrung mit Handwerkern kann ich nur sagen, dass Terminabsprachen bei Handwerkern wirklich sehr schwierig sind im Moment. Bei uns gehen die Handwerker in den letzten 2 Jahren regelmäßig ein und aus und kein einziger hat es geschafft, mehr als 24h vorher Bescheid zu sagen. Egal ob Elektriker, Dachdecker, Fenster- oder Heizungsbauer. Teilweise standen sie sogar einfach vor der Tür oder ich habe das nur deshalb vermeiden können, wenn ich am Tag zuvor nachmittags noch mal angerufen hatte, ob sie schon was wissen. Von daher kann ich den Vermieter schon verstehen.


    Andererseits, es gibt für den Vermieter keinen Anspruch auf so spontane Termine mit Handwerkern, wenn nicht Gefahr in Verzug ist. Aus diesem Grund kannst du schon auf einen Vorlauf von einigen bestehen, das Streichen einer Tür ist nichts so dringendes, dass man dafür alles stehen und liegen lassen muss. Eine offene Wohnungstür kann auch niemand verlangen.


    Ich würde daher das anbieten, was möglich ist. Wenn du an dem Tag dann Zeit hast, dann kannst du es ja kurzfristig ermöglichen, wenn nicht, dann eben nicht. Dann muss der Handwerker an einem anderen Tag kommen.

    Das solltest du unbedingt dem Vermieter melden, es ist grundsätzlich seine Aufgabe, sich darum zu kümmern und es sollte auch in seinem Interesse sein. So kurz nach der Übergabe stellt sich ja auch nicht die Frage, ob du den Schimmel verursacht hast.

    Die Sperrfrist würde nur dann greifen, wenn die Wohnung nach deinem Einzug in eine Eigentumswohnung verwandelt wurde. Ob das der Fall ist, erfährst du nur vom Vermieter. Das kann der Fall sein, vermuten würde ich das hier nicht, denn dann hättest du auch ein Vorkaufsrecht gehabt. Bei 2-FH ist das auch eher untypisch, aber natürlich möglich.

    Was steht im Absatz davor? Denn der zitierte Paragraph ist nichts anderes als die normale gesetzliche Kündigungsfrist und ich frage mich, was da abweichend ist. Du könntest also, wenn du Kündigung bis Dienstag eingeht, zum 31.12. kündigen. Wenn der Vertrag korrekt befristet ist, ändert das aber ja gar nichts. Nur einen unbefristeten Vertrag müsstest du dann so kündigen. Normalweise kann man befristete Verträge gar nicht kündigen.

    Kann der Vermieter alle Kosten, die anfallen auf uns abwälzen bspw. auch bei Gegenständen (bspw. 15 Jahre alter Backofen, der den Geist aufgibt)? Er stellt uns diese Gegenstände zur Verfügung, die wir ja auch mitmieten und sollen dann auch noch die gesamten Kosten tragen?

    Nein, das kann er so pauschal nicht. Das widerspricht dem Grundsatz der Miete nach dem bürgerlichen Gesetzbuch. Wenn die Gegenstände mitvermietet sind, dann muss der Vermieter für deren Instandhaltung aufkommen.


    ? Dazu kommt aber auch noch ein weiterer Paragraph 7, der die Bagatellschäden beinhaltet, wo ich mir nun nicht sicher bin, ob der oben aufgeführte Absatz doch wirksam ist. Im Paragraph 7 ist festgehalten, dass ich als Vermieter die Kosten trage für Gegenstände, die häufig genutzt werden bis zu einem Betrag von 90,00€ pro Einzelfall und bis zu 7% der Jahresnettokaltmiete.

    Je nachdem, wie das genau im Vertrag formuliert ist, ist dieser Absatz als Kleinreparaturenklausel durchaus wirksam. Dann kann der Mieter dazu verpflichtet werden, kleine Reparaturen an Gegenständen zu bezahlen, die seinem ständigen und unmittelbaren Gebrauch unterliegen. Beispielsweise die Toilettenspülung, Fenstergriffe, Türgriffe usw. Dabei spielt das Alter und die Länge des Mietverhältnisses dann tatsächlich keine Rolle, d.h. du müsstest auch die Kosten für einen neuen Fenstergriff tragen, wenn der alte nach 20 Jahren den Geist aufgibt. Diese Klausel ist allerdings absoluter Standard in Mietverträgen, sodass du hier kaum Möglichkeiten hast, dem zu entgehen. Das finanzielle Risiko ist aber überschaubar.

    Der Vermieter braucht für die Kündigung kein berechtigtes Interesse in diesem Fall, sofern der Verstorbene alleine in der Wohnung gelebt hat. Eine Ausnahme ist nur dann vorgesehen, wenn es weitere Haushaltsangehörige gibt, die dann in den Mietvertrag eintreten. Dazu müsstest du allerdings dauerhaft mit deinem Opa einen gemeinsamen Haushalt führen.

    In dem Zeitraum vom 01.07.18 bis 30.06.19 wurde der Wasserstand von meinem Vermieter auf 10,847 m3 geschätzt. Verbrauch = 425 m3


    In dem Zeitraum vom 01.07.19 bis 12.06.20 wurde der Wasserstand tatsächlich abgelesen = 12.902 m3 Verbrauch = 2.005 m3


    der Verbrauch hat sich quasi verfünffacht.

    Wie weißt du nach, dass dieser Verbrauch nicht tatsächlich im zweiten Zeitraum entstanden ist bzw. welcher Anteil davon? Dazu bräuchtest du den Zählerstand zum 01.07.2019. Gibt es Abrechnungen aus Vorjahren oder handelt es sich um einen Neubau aus 2018?


    Grundsätzlich darf der Vermieter innerhalb der Verjährungsfrist von 3 Jahren Kosten noch nachträglich berechnen, wenn er die Verspätung nicht zu vertreten hat. Mir ist jedoch kein hohes richterliches Urteil zu einem Sachverhalt wie oben bekannt.

    Du solltest das dringend zeitnah deinem Vermieter melden. War das schon die ganze Zeit so oder hat sich das nun verändert? Das sieht schon sehr nach Feuchtigkeit und Schimmel aus. Auch wenn es aktuell vielleicht nicht mehr feucht ist, kann es sein, dass dort durch das Wasser weitere Schäden entstanden sind.

    (Neubau, dieses Jahr Erstbezug):


    Aber wenn das nicht ausreicht und wir noch mehr Dinge wegschmeißen müssen? Haben wir da keinen Anspruch auf Ersatz oder Mietminderung?

    Ihr könnt die Räume aktuell nicht wie vereinbart nutzen und könnt daher vermutlich die Miete mindern. In einem Neubau kann man schon erwarten, dass Lagerräume auch trocken sind und sich für die Lagerung von empfindlichen Gegenständen eignen. Wie viel dies für einen bzw. zwei Abstellraum(e) ist, dazu kann euch jedoch nur ein Anwalt beraten. Dieser kann auch eher beurteilen, ob ihr damit hättet rechnen müssen, dass es noch zu hoher Luftfeuchtigkeit aufgrund der Baufeuchte kommen kann.


    Wir haben gerade überall Entfeuchter stehen, aber das kann ja nicht für immer die Lösung sein.

    Auch wenn man es auf die Ferne nie 100% sagen kann:

    Ich gehe davon aus, dass das nicht nötig sein wird, nicht für immer. Wie es in der heutigen Zeit üblich ist, werden Neubauten mit hoher Baufeuchte bezogen, denn jede Verzögerung und Wartezeit bedeutet Verluste bzw. Kosten.


    Wenn die Räume nicht gelüftet werden können, wo soll die Feuchtigkeit aus dem Bau hin? Die Wände können nur in den Raum austrocknen, also muss dieser geheizt und gelüftet werden über längere Zeiträume. Bloß wollte man sich die Heizung und die Zeit sparen. Luftentfeuchter/Bautrockner mit Heizfunktion halte ich deshalb hier für eine sehr sinnvolle Lösung. Ob ein Lüftungsgitter sinnvoll ist, finde ich schwierig zu beurteilen und hängt von der übrigen baulichen Situation ab. Grundsätzlich ist es meistens nicht gut, ungeheizte, nicht mit Fenstern zur Lüftung ausgestattete Räumen über andere, warme und feuchtere mit zu heizen. Wenn die Räume jedoch häufig betreten werden und so ein Luftaustausch gar nicht vermeidbar ist, mag eine Dauerlüftungsoption per Gitter gar nicht so verkehrt sein. Eine aktive Be- oder Entlüftung wird der Vermieter wohl nicht nachträglich installieren, weil der Aufwand nicht unerheblich ist.


    Dass der Vermieter für eine funktionsfähige Heizung sorgen muss, ist selbstverständlich. Bei uns ist die Heizung jedoch auch noch aus und wir haben nach wie vor 23-24 Grad in allen Räumen und unser Haus ist ein ungedämmter Altbau aus der Jahrhundertwende. Insofern ist fraglich, ob ihr hier schon Ansprüche geltend machen könnt, oder ob die Raumtemperaturen noch ausreichend sind.

    Wir können gerade nur lauwarm "heizen".

    Was meinst du damit? Wir heizen im Normalfall (d.h. alles über -10/15 Grad) auch nur "lauwarm", die Oberflächentemperatur der Heizkörper sind etwa bei 35 Grad. Trotzdem erreichen wir problemlos kuschelige 22-24 Grad im Raum. Wenn ihr nicht gerade eine Holzheizung habt, arbeiten moderne Heizungen bei niedrigen Temperaturen effizienter und werden daher so konzipiert, dass geringe Temperaturen ausreichen.

    - Wir bezahlen seit Mai für einen Stellplatz, allerdings muss hier erst noch der Bordstein abgesenkt werden. Da ist bis heute nicht passiert, der Vermieter meint, wir sollen dann den Bordstein hochfahren - das möchten wir unserem Auto ungern antun - aber ist er im Recht? Weil theoretisch könnte uns auch ein Auto vor unserem Stellplatz auf der Straße zuparken.

    Auf der Straße parken können ist kein Ersatz für den angemieteten Stellplatz. Aber muss der Bordstein objektiv wirklich abgesenkt werden oder hättet ihr das nur gerne? Oder ist das explizit vertraglich vereinbart? Bei uns ist bei den allerwenigsten Grundstücken der Bordstein abgesenkt und man fährt halt über die Bordsteinkante. Bei uns wird da im allgemeinen darauf verzichtet, weil das nach Aussage unseres Bauamts eine 4-stellige Summe kostet. Wem es zu hoch ist, der legt diese Rampen aus dem Baumarkt davor und lebt damit.

    - Wir haben immer noch keinen Internetanschluss. Laut der Telekom muss der Vermieter sich bei ihnen melden, aber das tut er offensichtlich nicht. Durch den Neubau muss noch irgendwas angeschlossen werden um die Leitungen freizugeben. Es wurde natürlich mündlich beim Einzug zugesagt aber wir warten wieder seit Mai. Wir können dadurch kein Home Office machen,was wir aber in Pandemie Zeiten gerne würden.

    Auch hier ist vermutlich eine Mietminderung möglich, zur Höhe berät der Anwalt. Doch davon habt ihr auch kein Internet und könnt immer noch kein Homeoffice machen. Eine Ersatzvornahme halte ich hier für schwierig, da der Anbieter hier vermutlich nicht gegen den Willen des Eigentümers handeln wird, sodass sich dieser bewegen muss, wäre aber theoretisch auch denkbar. Dazu sollte euch ein Anwalt beraten.