Beiträge von Schweinchenfan

    Dass die Vermieter mit Sack und Pack vor der Tür stehen, ist eher unwahrscheinlich. Die meisten werden wissen, dass man Mieter nur über eine Räumungsklage aus der Wohnung bekommen kann, wenn diese nicht freiwillig ausziehen.


    Gar nicht melden würde ich jedoch nicht empfehlen, denn dann ist die Frist für das Vortragen von Härtegründen abgelaufen, wenn die Kündigung formal korrekt ist, incl Hinweis auf die Widerspruchsfrist.


    Eine genaue Einschätzung können wir nicht abgeben. Eine Wohnung, die zur Eigennutzung erworben wurde und eine bisherige Mietwohnung, die vom Schnitt anscheinend nicht wirklich für eine Familie geeignet ist, können schon ausreichend sein, müssen aber nicht. Es kommt immer auf den Einzelfall an.


    Ich würde an eurer Stelle versuchen, eine Einigung zu erzielen. Verlorene Räumungsklagen sind ohne Rechtschutz teuer. Wenn die Vermieter zeitnah einziehen wollen, sind sie vielleicht bereit, sich an Umzugskosten zu beteiligen, wenn sie dafür eine Prozess und daher eine genaue Prüfung der Umstände vermeiden können.

    Zum einen ist der Vermieter nicht verpflichtet, mit deiner Versicherung zu kommunizieren. Er hält sich zurecht an seinen Vertragspartner, nämlich dich. Du kannst das dann mit deinem Vertragspartner (Versicherung) klären.


    Es ist das Recht des Vermieters, nach Kostenvoranschlag abzurechnen. Er muss den Schaden nicht beheben lassen, sondern kann sich auch nur den Zeitwert erstatten lassen. Das sollte für die Versicherung kein Problem sein, wenn sie das so bereits angeboten hat.


    Du solltest dir vom Vermieter schriftlich geben lassen, dass du die Summe an ihn bezahlt hast und dann sollte das mit der Versicherung laufen. Am besten lässt du dir das auch noch mal von der Versicherung bestätigen, aber bei uns lief das ohne Probleme. Wir haben unseren Schaden damals mit Forderungen gegen den Vermieter verrechnet und die Versicherung hat die Summe direkt an uns überwiesen.

    - Ist es überhaupt erlaubt, dass der Vermieter einen Handwerker beauftragt, der eine direkte Zahlung des Mieters vor Ort verlangt? Gibt es da irgendeinen Gesetzestext den jemand kennt?

    Grundsätzlich gilt nach BGB immer, dass derjenige den Handwerker bezahlt, der ihn beauftragt hat. Dies würde ich auch dem Vermieter und der Firma mitteilen. Du hast keinen Vertrag mit der Firma, zahlst daher auch nicht und wenn die Firma Geld möchte, möge sie sich an ihren Auftraggeber wenden.


    - Müssten die Wartungskosten seitens der Firma nicht mit dem Vermieter abgerechnet und dann über die Betriebskostenpauschale abgegolten sein?

    Pauschalen sind nicht selten schwierig. Man kann sich dann darüber streiten, ob zukünftig durch die nachweislich höheren Kosten die Pauschale angepasst werden kann. Das spielt in einem gekündigten Mietverhältnis kaum noch eine Rolle.

    - Kann der Vermieter das Geld einfach über die Kaution durch "geschickte Auslage" von uns einbehalten?


    In den allermeisten Fällen kann er das, da die Kaution meistens so angelegt ist, dass der Vermieter keinen Nachweis für die rechtmäßige Verwendung liefern muss und selbst wenn, die Bank das nicht prüfen kann. Die Bank ersetzt kein Gericht und darf darüber urteilen, ob die Wartungskosten von euch zu tragen sind oder nicht. Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass der Vermieter das Geld einfach einbehält und ihr dann in einem Gerichtsprozess erstreiten müsst, ob das rechtmäßig war oder nicht. Aus diesem Fall weiß ich nicht, was einfacher für euch ist. Die Sache mit den Nachmietern ausmachen oder mit dem Vermieter.


    Vermutlich würde ich auch versuchen, den Termin zu verweigern und bis nach eurem Auszug zu verzögern. Der Vermieter könnte die Duldung theoretisch einklagen, aber das liegt dann auch nach eurem Auszug. Ihr habt keinerlei Vertragsverhältnis mit dem Nachmieter, sodass es keinen Sinn macht, dass der Vermieter euch direkt an ihn verweist. Euch gegenüber hat der Nachmieter überhaupt kein Interesse an der Zahlung.

    Er kann nicht von euch verlangen, dass ihr Jacken und Schuhe im Erdgeschoss lagert, aber er kann die Lagerung im Treppenhaus, welches nicht mitvermietet ist, verbieten. Daneben sind Schuhschränke, Garderoben usw Brandlasten, die eine Gefahr werden können, auch wenn sie nicht direkt die Flucht behindern. Es gibt für Schuhe wasser- und schmutzdichte Wannen, in denen Schuhe getrocknet werden können. Sicherlich ist das im Wohnzimmer nicht allzu hübsch, aber dass es keinen Flur gibt, wusstet ihr ja.

    Warum wurde die Wohnung nicht längst gekündigt, wenn die Situation so untragbar ist und andere Wohnungen sogar günstiger sind?


    Gibt es für die Barzahlung der Kaution wenigstens eine Quittung? Ansonsten sehe ich da kaum Möglichkeiten, das einzuklagen, sondern wäre wohl als Lehrgeld zu verbuchen.


    Sicherlich könnte man auch die Miete mindern und den Schließzylinder tauschen. Aber ob das die Situation entspannt? Glaube ich eher nicht. Wenn das Mietverhältnis nicht funktioniert, kann der Mieter jederzeit mit einer Frist von 3 Monaten kündigen.

    Den von dir beschrieben Sachverhalt gibt es im deutschen Mietrecht nicht, daher die Aussage, dass es dafür keine Rechtsgrundlage und keine Gesetze gibt, über die man diskutieren kann. Bei einer Erhöhung der Betriebskostenvorauszahlung gibt es kein Sonderkündigungsrecht.


    Eine wirksame Mieterhöhung, die ein Sonderkündigungsrecht auslöst, wird erst nach einer Überlegungsfrist wirksam. Innerhalb dieser Zeit kann entweder die Zustimmung erfolgen, sodass die Mieterhöhung zum genannten Zeitpunkt (d.h. nach ca 2-3 Monaten, je nach Zugang) gültig wird, oder es erfolgt die Kündigung, dann wird die Erhöhung nicht wirksam bis zum Ende der Kündigungsfrist.

    So wie es sich liest, sollen nur die Nebenkostenvorauszahlungen angepasst werden. Das ist keine Mieterhöhung, die zu einer Sonderkündigung berechtigt. Kündigen kannst du natürlich trotzdem mit der üblichen Kündigungsfrist. Da ist es egal, ob du die erhöhten Vorauszahlungen leistest oder nicht.

    Baurechtliche Fragen oder Denkmalschutz betreffen meist mietrechtliche Aspekte erst, wenn der Vermieter zum Rückbau verpflichtet wird und damit der Mietvertrag nicht mehr eingehalten wird.


    Deshalb geht es hier vor allem um die mietvertraglichen Pflichten. Wohnräume müssen beheizbar sein auf eine Mindesttemperatur, die meist bei 20-22 Grad gesehen wird. Wenn diese Temperatur nicht erreicht werden kann, liegt ein Mangel vor. Genauso verhält es sich mit dem Wassereintritt. Zeige die Mängel an, denn das ist deine Pflicht als Mieter.

    Wohnt der Vermieter mit im Haus?


    Grundsätzlich müssen die 20% als maximale Erhöhung eingehalten werden und auch begründet werden mit konkreten Vergleichsmieten (Mietspiegel, andere Wohnungen, Gutachten).


    Wenn der Vermieter aber als einzige weitere Mietpartei im Haus wohnt, kann er deinen Mietvertrag einfach ohne Grund kündigen und dann entweder einen neuen mit beliebiger Miete (von Wuchermieten abgesehen) anbieten oder eben auch nicht und du musst nach Ablauf der Kündigungsfrist von ausziehen. Deshalb ist in einer solchen Konstellation genau abzuwägen, ob man auf seine Rechte besteht oder nicht.

    Musizieren übersteigt üblicherweise Zimmerlautstärke und ist daher auch nur außerhalb der Ruhezeiten erlaubt und nicht den ganzen Tag lang. Die Hausverwaltung hat da Recht, sie kann der Mieterin das Musizieren nicht grundsätzlich verbieten und dass Altbauten hellhörig sind, ist auch bekannt. Mehr als die Einhaltung der Ruhezeiten und das übliche Maß von max. 2-3 h täglich kann man nicht verlangen.

    Ich bin mir nun leider nicht sicher ob das so einfach geht?

    Ob das einfach geht, hängt vor allem vom Mieter der Wohnung ab.


    Grundsätzlich ist es möglich, Eigenbedarf anzumelden, wenn der Vermieter den Wohnraum benötigt. Letzlich hängt es davon ab, wie groß beide Wohnungen sind, ob die eine evtl. auch ausreichend wäre und wie schützenswert der Mieter ist. Das ist in jedem Fall eine Abwägung der Interessen im Einzelfall und daher nicht allgemein zu beurteilen. Meist führt das nur zu Verzögerungen, aber das können Jahre sein.


    Die Kündigungsfrist beträgt 3-9 Monate, je nach Wohndauer des Mieters, eh sei denn, es ist etwas abweichendes im Mietvertrag vereinbart.


    Oder gibt es weiteres zu beachten?


    Ich kann nur raten, die Kündigung zumindest in Zusammenarbeit mit einem Anwalt aufzusetzen. Es gibt da durchaus einiges zu beachten, was Laien nicht unbedingt wissen. Fehler an dieser Stelle können sehr teuer werden.

    Die Informationen solltest du beim zuständigen Bauamt bekommen. Es gibt beim "Wohngebiet" auch noch Unterscheidungen wie allgemeines Wohngebiet, reines Wohngebiet usw.


    Ob es Auflagen bzgl Schallschutz bei der Sanierung gab, könntest du evtl auch beim Bauamt erfahren. Ich würde aber nicht unbedingt davon ausgehen, denn wenn keine Nutzungsänderung erfolgt, bleibt die Anforderung an den Schallschutz bei dem des Baujahres, und das ist bei Altbauten praktisch nichts. Abgehängte Decken helfen schon etwas, aber ist dennoch nicht mit einem neueren Haus zu vergleichen.

    Okay, trotzdem gibt es aber sicherlich Vorschriften bezüglich der Lautstärke in einem Wohngebiet oder? Und wie sieht das mit den Ruhezeiten aus? Dürfen Gewerbe diese ignorieren oder müssen diese sich genau so dran halten? (Mittagsruhe sowie Sonn- & Feiertage)

    Ja, diese gibt es, allerdings keine allgemein gültigen Regeln. Jede Stadt weist für jedes Stadtgebiet separat aus, bzw. kann dies tun. Üblicherweise wird dabei zwischen reinen Wohngebieten, wo i.d.R. kein störendes Gewerbe erlaubt ist, und Misch- oder gar Industriegebieten unterschieden. Du müsstest also prüfen, in welcher Art Gebiet zu wohnst und welche Regeln dort gelten. Ob sich die Musikschule daran halten muss oder nicht, erfährst du ebenfalls bei der Stadt.

    Wenn es nicht explizit vertraglich vereinbart ist, habt ihr keinen Anspruch darauf, einen Nachmieter stellen zu können. Wenn die Hausverwaltung im Auftrag des Vermieters dafür einen Makler beauftragen will, kann sie das tun. Wie der Makler seine Arbeit ausführt, abgesehen davon, wenn eure Persönlichkeitsrechte verletzt werden, ist nicht eure Sache, du hast mit ihm keinen Vertrag.


    Eine fristlose Kündigung ist dann möglich, wenn die Fortsetzung des Mietverhältnisses einer Partei nicht zumutbar ist. Wenn du der Meinung bist bzw. es nachgewiesen ist, dass Gas auströmt, ist die erste Maßnahme, die Gaszufuhr abzustellen oder abstellen zu lassen und den Vermieter darüber zu informieren. Zumindest die Meldung scheinst du gemacht zu haben, ich würde dies jedoch schriftlich schriftlich wiederholen. Der Vermieter sollte dies umgehend prüfen. Nun kannst du deine Räume nicht mehr beheizen, sodass hier eine Mietminderung in Betracht kommt, je nach tatsächlich erreichten Temperaturen. Je nachdem, wann ihr wirklich umziehen wollt, ist die Heizperiode weitgehend vorbei, sodass das vermutlich keine fristlose Kündigung mehr rechtfertigt. Wenn es kein Warmwasser gibt, könnte das evtl. schon eine fristlose Kündigung möglich machen.


    Da das Mietverhältnis bereits gekündigt ist, geht es hier ja nur um einen begrenzten Zeitraum und eine begrenzte Summe Geld. Vermutlich werdet ihr eine Kaution hinterlegt haben und an dieser dürfte sich der Vermieter dann bedienen, wenn ihr nun die Miete mindert oder gar fristlos kündigt, sodass ihr vermutlich im Nachgang die Kaution einklagen müsstet. Hierfür kann ich dann nur raten, euch besser bereits jetzt mit einem Anwalt in Verbindung zu setzen, um Beweise sichern zu können, die ggf. benötigt werden. Diese kann auch eine bessere Einschätzung der jetzigen Situation vornehmen. Ansonsten seid ihr längst ausgezogen, die Heizungen ggf. längst entsorgt und ersetzt und eine Beweisaufnahme ist gar nicht mehr möglich.

    Die Frage nach der Abrechnung des Wassers ist für mich nicht eindeutig. In der Überschrift schreibst du, dass die Nebengebäude berücksichtigt werden, im Text scheint dies jedoch nicht der Fall zu sein? Es würde helfen, die Abrechnung annonymisiert einzustellen.


    die Wohnung unter uns 3 Personen haben eine Tonne komplett für sich und zahlen gerade mal 10 Euro mehr wie ich.

    Mit meinem Nachbar zusammen zahlen wir 140 Euro mehr für die komplette Tonne als unsere Nachbarn die ihre Tonne allein haben .

    Diesen Teil verstehe ich nicht. Warum sollte ein 3-Personenhaushalt grundsätzlich mehr bezahlen als ein 4-Personenhaushalt, nur weil sie eine eigene Tonne haben?


    Wie wir bei euch der Müll abgerechnet? Pauschal nach Tonnenvolumen unabhängig von Füllug und Anzahl der Leerungen? Nach erfassten Leerungen? Nach Gewicht? Bei uns wird die Anzahl der Leerungen erfasst und so ergeben sich auch große Spannen für die finalen Gebühren, je nachdem, ob einer Partei die in der Grundgebühr enthaltenen Leerungen ausreichen oder die Tonne jedes Mal zur Abholung gestellt wird.

    Um was geht es dem Vermieter denn bzw. was benötigen die?

    Man kann hierfür eine spezielle Auskunft bei der Schufa anfordern, die für potentielle Vermieter gedacht ist und nur die Informationen enthält, die im Sinne der Gesetzeslage und der Rechtsprechung für Vermieter zur Prüfung deiner Bonität relevant sind.

    Festgestellt habe ich über die ganzen Monate, dass die Luffeuchtigkeit oft über 55% liegt, insbesondere wenn es wärmer ist und regnet, im Sommer hatte ich teilweise 70% in der Wohnung.

    Das ist aber nicht ungewöhnlich. Wenn es im Sommer regnet und draußen warm ist, herrscht draußen eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, besonders absolut. Wenn es bei dir drinnen kühler ist, ist es normal, dass die Luftfeuchtigkeit dann Richtung 70% oder auch mehr geht. Dagegen kannst du im Prinzip nichts machen, außer aktiv die Luft entfeuchten.

    Auch im Winter habe ich das Problem der Feuchtigkeit und der Kälte in der Wohnung, da es sich um ein Endhaus handelt, welches NICHT isoliert ist. Zudem sind die Wänder sehr dünn. Die Außenwände von Schlafzimmer und Wohnzimmer liegen zur Nordseite. Im Winter hat mein Schlafzimmer ohne Heizen nur ca. 10 Grad mit geschlossenem Fenster.

    10 Grad ohne Heizen im Winter spricht aber nicht dafür, dass es besonders schlecht isoliert ist. Wenn die Außenwände nach Norden gehen, hast du hier keine Erwärmung durch Sonneneintrahlung. Dass Altbauten nicht isoliert sind und nicht selten dünne Wände haben, ist bis heute normal, es gibt bisher keine Dämmpflicht für Fassaden. Dies sollte jedoch im Energieausweis ersichtlich sein.

    Ich wohne auf Hochparterre und habe festgestellt, dass auch mein Teppich teilweise klamm ist. Meine Nachbarin hat das Problem nicht, sie hat immer ca. 10/15% weniger Luftfeuchtigkeit.

    Wenn die Kellerdecke nicht gedämmt ist und der Keller darunter kalt, kann es gut sein, dass dir am kalten Fußboden die hohe Raumluftfeuchtigkeit kondensiert. Dann wird der Teppich klamm.

    Meine Nachbarin hat das Problem nicht, sie hat immer ca. 10/15% weniger Luftfeuchtigkeit.

    Der Eigentümer hat sich nur darauf berufen, dass ich zu wenig Heize und sich in den letzten Jahren nie jemand beschwert hat. Er hatte schon eine Sanitärfirma, Hausmeister und Maler zu mir geschickt, die alle nichts herausgefunden haben.

    Verschiedene Wohnungen zu vergleichen ist tatsächlich schwierig. Hat die Nachbarin ebenfalls eine Erdgeschosswohnung mit gleicher Ausrichtung? Ich vermute nicht? Zudem müsstet ihr dann die Lüft- und Heizgewohnheiten genau vergleichen.


    Wie ist denn dein Heizverhalten? Leider ist es tatsächlich so, dass viele Mieter zu wenig Lüften oder falsch lüften und zu wenig heizen, da ja alles teure Energie kostet. Dann steigt zwangsläufig die Luftfeuchtigkeit, wenn man nicht gerade in einem solchen Altbau wohnt, der noch so undicht ist, dass man permanente Lüftung durch die Fenster oder Decken hat.

    An welchen Fachmann kann ich mich wenden, der die Wände/Bausubstanz prüfen kann, wo genau die Ursache liegt? Ich habe eine Rechtsschutzersicherung für Immobilien, darüber möchte ich gerne beim Eigentümer ein Beheben der Ursache erwirken, wenn ich sie denn herausfinde.

    Die Frage ist, wer dir "helfen kann". Wenn du im allgemeinen eine hohe Luftfeuchtigkeit in allen Räumen hast und es keine besonders auffälligen Stellen gibt, spricht viel dafür, dass es keine bauliche Ursache hat. Anders wäre das, wenn nur ein Raum, eine Raumecke oder begrenzter Bereich betroffen wäre. Dann könnte man Feuchtigkeitseintritt von außen vermuten. Wenn du sagst, die Wände innen sind trocken, wo soll deiner Meinung nach die Feuchtigkeit herkommen außer vom Nutzerverhalten? Gegen dünne, kalte Wände muss der Eigentümer nach heutiger Gesetzeslage in der Regel nichts unternehmen.

    Meine Bekleidung im Schrank ist das ganze Jahr leicht klamm, wie auch meine Bettdecke, Teppich. Die Handtücher in Bad und Küche sind meist auch immer leicht klamm und trocknen so gut wie nie komplett. Meine Wäsche kann ich in der Wohnung nicht aufhängen, die trocknet im semi-trockenen Keller.

    Was bei der hohen Luftfeuchtigkeit nicht verwunderlich ist.

    Ein Bekannter von Gegenüber meinte, dass das Haus total schlecht verputzt worden ist, er hat wohl damals den Hausbau mitbekommen.

    Was soll das heißen? Außer im Sockelbereich ist/sollte Putz nicht wasserdicht sein, sondern diffusionsoffen, sodass ein Feuchtigkeitsaustausch stattfinden kann.

    Wenn es draußen viel regnet, riecht es in der Wohnung leicht modrig.

    Weißt du, von wann das Haus ist? Wenn ein Bekannter den Bau gesehen hat, vermutlich nicht so alt?

    Falls das Thema Lüften angesprochen wird, daran liegt es nicht! Ich habe alles durchprobiert, ...Es kann also nicht am Heizen liegen.

    Doch, aus einer bisherigen Beschreibung würde ich genau das vermuten, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es am Nutzerverhalten liegt. Sicherlich im Zusammenspiel mit der Bausubstanz des Hauses, aber das heißt nicht, dass das per Se schlecht ist, sondern halt eben kein Neubau, mit dem vermutlich jeder umgehen kann.


    Wir haben in jedem Raum im Haus eine andere Luftfeuchtigkeit, je nach Ausrichtung und Nutzung der Räume. Wir haben unser Schlafzimmer auch mit einer großen Außenwand Richtung Norden, den Raum muss man zwingend heizen, sonst ist Schimmel dort vorprogrammiert. Esszimmer Richtung Südwesten ist fast immer zu trocken im Winter und muss außer in den frühen Morgenstunden quasi beheizt werden, nicht mal bei -5°C hier reicht die Sonneneintrahlung ab 13 Uhr. Und das ist bisher auch ein Vorkriegsaltbau ohne Fassadendämmung.


    Wir hatten in unserem Vorkriegsaltbau auch vor der Sanierung viele feuchte Stellen. Dennoch war die Quintessenz am Ende immer, dass es am Nutzerverhalten lag, warum die Feuchtigkeit dort so hinkam. Die alten Nutzer hatten extrem sparsam geheizt und gelüftet und das funktioniert in einem Altbau nur bedingt.