Beiträge von Schweinchenfan

    Es ist möglich, für die kommende Abrechnungsperiode eine Umstellung von einer Pauschale auf eine verbrauchsabhängige Abrechnung der Heizkosten durchzuführen. Hierzu sind dann natürlich Erfassungsgeräte notwendig, deren Installation der Mieter dulden muss. Sofern es sich hier nicht um ein Haus handelt, in dem die einzige weitere Wohnung vom Vermieter selbst bewohnt wird (also 2-FH mit Vermieter), wäre die Pauschale ohnehin nicht zulässig gewesen und die Verbrauchserfassung gemäß Heizkostenverordnung zwingend Vorschrift.


    Der Vermieter kann dann meines Wissens nach auch entsprechende Vorauszahlungen verlangen. Bisher ist nicht es nicht zulässig, dass Vermieter höhere Vorauszahlungen aufgrund erhöhter Abschläge oder voraussichtlich höherer Kosten verlangen können. Aus Mietersicht ist es auch nur bedingt sinnvoll, auf niedrige Vorauszahlungen zu bestehen. Die Nachzahlung wird dann sicher kommen und das Geld sollte man so oder so zurücklegen. Derzeit läuft es auf freiwilliger Basis, wenn Mieter unabhängig von der Abrechnung deutlich höhere Vorauszahlungen vornehmen.

    Leider haben sich die Gaspreise wirklich so drastisch entwickelt. Wir haben aktuell noch einen Vertrag mit 5 ct/kWh, das war in 2021 noch problemlos abzuschließen. Mehr als 7 ct/kWh haben wir in den letzten Jahren nie bezahlt. Noch haben wir die Erhöhung zu Januar nicht bekommen, aber unser aktueller Versorger ruft bei Neukunden 34 ct/kWh auf. Selbst wenn es "nur" 25 ct/kWh für Bestandskunden werden, würden sich bisher 50 € Heizkosten auf 250 € erhöhen. Wenn du also in einer durchschnittlich isolierten DG-Wohnung mit 50 m² wohnst, halte ich die Erhöhung um 200 € bei einer Gasheizung (unter Berücksichtigung, dass die 500 € jetzt korrekt sind) für absolut realistisch. So hart das ist. Und Fakt ist auch, dass es nicht nur bei Preissteigerungen beim Gas bleiben wird. Die Strompreise ziehen auch gerade gut an, die ersten größeren lokalen Energieversorger gehen Richtung 60/70/80ct/kWh ab Januar. Heizungsstrom, ggf. Aufzug, Beleuchtung... wird auch erheblich teurer werden. Auch die Dienstleister müssen die erhöhten Spritkosten für die Anfahrt berücksichtigen und werden nach und nach die Preise anpassen müssen.


    Rein rechtlich kann der Vermieter nach bisheriger Rechtslage und -sprechung nicht um 200 € erhöhen, aber eine solche Situation hatten wir bisher auch noch nicht, in dem Sinne dass es jetzt schon absehbar ist, dass die Vorauszahlungen bei weitem nicht ausreichen werden, selbst wenn die Leute versuchen, einzusparen. Du hast nichts davon, wenn du auf die 42 € beharrst und dann 2000 € auf einmal nachzahlen musst. Es ist natürlich deine Entscheidung, ob du das Geld lieber behältst und selbst zurücklegst, aber letzteres würde ich auf jeden Fall tun, wenn du nicht mit der erhöhten Vorauszahlung einverstanden bist.


    Auf die sozialen Hilfen hat Grace schon verwiesen. Noch ist der Winter nicht richtig da und man kann sich zu Hilfen beraten lassen, ggf. auch zu richtigem Heiz- und Lüftverhalten und wie man wirklich effektiv Energie einsparen kann.

    Seit 1993 ist die Verwendung von asbesthaltigen Stoffen verboten. Liegt das Baujahr des Gebäudes danach, kannst du davon ausgehen, dass dort kein Asbest mehr zu finden ist. Auch Restbestände durften nicht mehr verbaut werden.


    Allerdings ist Asbest nicht das einzige gesundheitsschädliche Material, das so verbaut wurde. Auch nicht alles, was heute verbaut wird, ist "wohngesund". Insbesondere als Mieter, der weder Fliesen erneuert, Teppichböden oder alte Vinylbeläge entfernt oder Dächer neu eindeckt, kommt man im Rahmen der üblichen Nutzung einer Wohnung nicht mit freiem und damit gefährlichem Asbest in Berührung. Wie man damit umgeht und ob man Asbest komplett ausschließen will, muss jeder selbst wissen.

    Laut Internetrecherchen haben wir das Recht auf ein gedämmtes Dach. Nun wollten wir uns Ratschläge bei euch einholen, ob und was wir tun können.

    Es gibt seit einigen Jahren eine Pflicht zur Dämmung der obersten Geschossdecke oder Dach, das ist korrekt. Allerdings sind die Anforderungen an eine Nachrüstpflicht sehr gering und selbst 100 Jahre alte Holzbalkendecken mit Schlackefüllung o.ä. erfüllen in der Regel bereits diese Mindestnorm nach DIN 4108-2: 2013-02. Eine alte Betondecke erfüllt dies jedoch eher nicht, wenn sie nicht gedämmt ist. Ein Recht auf Mietminderung gibt es jedoch nicht, der Vermieter würde sich nicht an das GEG halten und könnte zu einer Strafzahlung verpflichtet werden, aber davon habt ihr nichts.


    ihr könnt natürlich mit dem Vermieter sprechen und ihn auf die Umstände hinweisen. Die Dämmung der obersten Geschossdecke bei einem nicht ausgebauten Dach ist eine der Maßnahmen, die am wirksamsten sind und vergleichsweise günstig umzusetzen. Daher wäre das in Anbetracht der aktuellen Situation sehr sinnvoll, nachzurüsten, auch wenn evtl. keine Pflicht besteht.

    Welcher Heizungsbauer würde sich auf sowas einlassen? Er träte dann gegenüber dem Vermieter mit einer erheblichen Teilsumme für vier Jahre in Vorlage. Wie soll der Heizungsbauer sich da vor Zahlungsausfall schützen?

    Das ist ein sehr ertragreiches Geschäftsmodell der großen Abrechnungsfirmen. Die verdienen sich bei der Vermietung der Geräte eine goldene Nase, weil die Miete erheblich teurer ist als die Geräte selbst zu kaufen. Letzteres kann der Vermieter jedoch nicht umlegen und deshalb mietet er lieber, egal ob das für die Mieter noch deutlich teurer ist. Der Zahlungsausfall bei Vermietern ist eher unwahrscheinlich, denn bei den meisten ist ja Vermögen durch die Immobilie vorhanden, zumal die Summen ja wirklich sehr überschaubar sind.


    An deiner Stelle würde ich auch gut überlegen, was man hier unternimmt. Wie Fruggel gesagt hat, ist diese Satz bzgl. der Miete wohl falsch und der Vermieter hat die Geräte schlicht und einfach gekauft. Damit darf er es eigentlich nicht umlegen. Andererseits ist die Summe letztlich fair, und wenn ihr euch beschwert, mietet der Vermieter vielleicht zukünftig von einem der großen Abrechnungsunternehmen tatsächlich incl. Abrechnungsservice und ihr zahlt am Ende viel mehr für die gleiche Leistung.

    Aber wenn ich zb in den ersten 6 Monaten des Abrechnungsjahr 500 Liter Warmwasser verbrauche wo ein liter als bsp 1 € kosten

    Und in den nächsten 6 Monaten 0 Liter verbrauche weil ich zb immer bei der Arbeit Dusche aber in dem Zeitraum kostet ein Liter Warmwasser 3€ würde ich doch für die 500 Liter keine 500€ Zahlen sondern 1000€ oder sehe ich das Falsch ?

    An sich ist die Überlegung natürlich schon richtig, aber die Kosten für die zusätzliche Abrechnung wird man auch tragen müssen und damit dürfte schon ein Großteil einer möglichen Einsparung. Deshalb wird das auch in der Gesamtbetrachtung kaum wirtschaftlich sein, selbst wenn man danach am Verbrauch einspart. Ein erheblicher Anteil ist ja ohnehin unabhängig vom Verbrauch.

    Wenn du Einwände gegen die Abrechnung hast, musst du diese entsprechend vortragen. "Kann nicht sein, ist zu viel" reicht logischerweise nicht aus.


    Hast du die Zählerstände kontrolliert? Warmwasser ist aus meiner Sicht utopisch für eine Einzelperson, das brauchen wir nicht einmal zu 5. ansatzweise. Nicht einmal die Hälfte. Es ist ungünstig, dass nirgendwo die Zählernummern stehen, dann könntest du prüfen, ob überhaupt die richtigen Zähler hier verwendet wurden.


    Genauso bei den Heizkosten. Die sind auch deutlich höher als der Rest des Gebäudes. Nicht, dass das prinzipiell nicht denkbar ist, wenn du z.B. eine rein nach Norden ausgerichtete Wohnung hast oder/und viel Außenfläche. Aber das wäre dann in den Vorjahren auch so gewesen. Auch hier solltest du also die Zählerstände kontrollieren.


    Ich würde aus dem Grund zunächst einmal anfordern, welche Zählernummern sowie Zählerstände hier die Grundlage der Abrechnung bilden und diese abgleichen. Dass mal Zählernummern vertauscht werden, kommt durchaus vor.

    Aktuell gibt es keinen besonderen Regeln, nach derzeitigem Rechtsstand könnte der Mieter die Miete zu 100% mindern, wenn im Winter keine Heizung funktioniert.


    Wenn es allerdings zum Ausfall der Gasversorgung oder dieses Szenario ernsthaft droht, sodass an allen Ecken und Enden gespart werden muss, gehe ich davon aus, dass eine Neuregelung von Seiten der Politik getroffen werden wird, dass Raumtemperaturen zu senken sind, Warmwasserbereitstellung eingeschränkt werden kann usw, ohne dass der Mieter hier etwas geltend machen kann.

    Nein, darauf hast du keinen Anspruch. Ob das überhaupt einfach möglich wäre, ist die nächste Frage, denn nicht jede Heizung lässt sich mit komplexer Steuerung ausrüsten.


    An deiner Stelle würde ich überlegen, ob es evtl sinnvoller ist, die Gasheizung grundsätzlich nur die 16/17 Grad liefern zu lassen und bei Bedarf elektrisch zuzuheizen, wenn du da bist.


    Ansonsten bin ich kein Freund der Nachtabsenkung, wir fahren gar keine Absenkung mehr. Absenkung und Aufholheizen spart nicht unbedingt so viel wie man annimmt. Unsere Heizung hat nach dem Absenkung extra eine Temperaturüberhöhung nachgeschaltet, damit es schneller wieder warm wird. Das, was ich also nachts gespart hätte, versuche ich morgens schnell wieder aufzuholen und jage dafür die Heizung höher, was Effizienz kostet. Außerdem kühlt man die Wände damit aus, kalte Wände reduzieren die Behaglichkeit und man braucht eine höhere Raumtemperatur für das gleiche Wärmeempfinden. Dann lieber 1-2° niedriger und gleichmäßige Temperaturen.


    Aber wenn man nie zuhause ist, ist es natürlich auch "verschwendet", dann lieber Grundtemperatur halten und bei Anwesenheit zuheizen.

    Alternativ wäre ein Ersatz des Heizsystems denkbar: Da keine Fußbodenheizung, sondern Heizkörper vorhanden sind, scheidet eine Wärmepumpe aus. Realistischerweise bleiben dem Vermieter zwei Möglichkeiten: Einbau einer Ölheizung oder Einbau einer Pelletheizung.

    Für den effizienten Betrieb einer Wärmepumpe braucht es keine Fußbodenheizung, das geht auch mit Heizkörpern.


    Realitisch hat der Vermieter im Moment kaum Möglichkeiten, etwas zu unternehmen, das das Problem im kommenden Winter lösen würde. Der Austausch des Heizungssystem bis zum kommenden Winter ist absolut unrealistisch. Es gibt weder zeitnah verfügbare Wärmepumpen noch die Fachkräfte, die diese einbauen. Bei Pelletheizungen kenne ich mich nicht so gut aus, wie da aktuell die Lieferzeiten sind, aber die Fachkräfte sind noch dünner gesäht. Die Installateure sind längst bis nach dem Winter ausgebucht. Jeder, dessen Heizung derzeit kaputt geht, steht vor einem großen Problem. Eine Ölheizung neu einzubauen wäre Unsinn, zumal man für Öl und insbesondere Pellets auch Lagerraum braucht, der oft kommend von einer Gasheizung im MFH schlicht nicht vorhanden ist. Das einzige, das noch realistisch ist, wäre die Installation von Klima-Splitgeräten.

    Der Vermieter muss rund um die Uhr warmes Wasser zur Verfügung stellen. Wenn das nicht der Fall ist, zeigt dies dem Vermieter an, sodass dieser den Mangel abstellen kann. Evtl ist aktuell auch etwas defekt, wenn das nun plötzlich gehäuft auftritt.

    . Habe zwar schon gegoogelt aber zur aktuellen Gas Kosten Situation nichts gefunden.

    Vielen dank für die kommenden Antworten.

    Ergänzend zu dem, was Leipziger zutreffend geantwortet hat: Es wird ja auch nicht nur das Gas teurer. Auch Öl ist sehr stark gestiegen, genau wie Strom und Holzpreise. Letztlich wird das Heizen jetzt einfach deutlich teurer.


    Wenn du dir die Wohnung nicht mehr leisten kannst, sprich mit dem Vermieter. Der dürfte wenig Interesse daran haben, den Vertrag mit einem Mieter weiterzuführen, wenn dieser die Kosten nicht tragen kann. Zumindest ich als Vermieter würde dann einen Aufhebungsvertrag anbieten, denn sehenden Auges ausbleibende Mieten zu riskieren, muss auch nicht sein.

    Ich könnte den Brief nicht lesen.


    Aus den fehlenden Zählern ergibt sich kein Sonderkündigungsrecht. Wenn keine verbrauchsabhängige Abrechnung erfolgt, dürfen die Kosten für Warmwasserbereitung und Heizung um 15 % gekürzt werden.

    Meines Wissens nach ist das nicht höchstrichterlich für Studentenwohnheime geurteilt. Das letzte BGH-Urteil zum Thema Tierhaltung stellt mangels gesetzlicher Regelungen klar, dass es darauf ankommt, was zum vertragsgemäßen Gebrauch gehört und dass dies auf die Umstände im Einzelfall ankommt. Deshalb sind auch Kleintiere in normalen Wohnungen grundsätzlich erlaubt, denn die gehören zum vertragsgemäßen Gebrauch.


    Im Studentenwohnheim kann man das aber durchaus anders sehen, denn hier geht es nicht darum, allgemein übliche Wohnraumbedingungen anzubieten (es gelten auch viele andere Gesetze über Wohnraum nicht für Studentenwohnheime), sondern öffentlich geförderter, besonders günstiger Wohnraum explizit für Studenten. Dazu müsste man genau schauen, wie die Umstände liegen. Ich würde hier bei einem 10 m²-Zimmer in einer 8er-WEG, in das wirklich nur Bett, Schrank und Schreibtisch passen und man sich ansonsten kaum umdrehen kann, anders sehen als eine kleine 2-3-Zimmer-Whg, die man evtl. noch mit einem Mitbewohner oder gar dem Partner teilt. Das ist aber nur meine persönliche Meinung.

    Wenn das Gewerbe ordnungsgemäß angemeldet ist und in dem Gebiet zulässig, dann könnt ihr da per se wenig machen. In Ortsgebieten, Mischgebiet etc ist das eben das Risiko, dass nebenan auch ein dort zulässiges Gewerbe eröffnet wird. Wegen Geruch, Lärm etc. gibt es auch Vorschriften, insbesondere Ruhezeiten, die einzuhalten sind. Dass die Luftführung im Sommer oft nur bedingt klappt, ist leider nicht ungewöhnlich. Evtl muss nachgerüstet werden, aber verschwinden wird der Geruch trotzdem nicht.


    Dass evtl fremdes Grundstück befahren wird, geht euch solange nichts an, wie euch das nicht gehört. Wenn der Betreiber da etwas mit dem/den Eigentümern vereinbart hat oder das von seinem Wegerecht abgedeckt ist, ist das in Ordnung. Euch geht das nichts an.


    Ich sehe hier nicht viele Möglichkeiten, wenn das Gewerbe korrekt angegeben und genehmigt ist. Dass sich die Nachbarschaft entsprechend der Möglichkeiten des jeweiligen Bebauungsplans verändern kann, ist allgemeines Lebensrisiko. Bei uns wurde auch aus einem Reisebüro eine Dönerbude, mit erheblich größerer Lärm- und Geruchsbelastung. Andere haben ihren ehemals schönen Vorgarten in einen großen Parkplatz verwandelt, von dem aus sie einen Auto -Export betreiben. Nicht schön, aber zulässig.

    Habt ihr einen Warmwasserspeicher? Wir machen tatsächlich auch nur 2x am Tag Warmwasser (1h morgens, 1h nachmittags). Trotzdem steht den ganzen Tag warmes Wasser zur Verfügung (dann nur eben nicht mehr auf Höchsttemperatur, sondern kühler), denn der Speicher ist ja nicht von jetzt auf gleich komplett kalt, außer, er ist stark unterdimensioniert für den Bedarf.


    Und doch, das spart massiv Gas ein. Wir brauchen nur noch 50% Gas fürs Warmwasser im Vergleich zur Werkseinstellung 6-22 Uhr durchgehend 60°C Warmwasser, dadurch dass nicht immer nachgeheizt wird, weil jemand gerade Hände gewaschen hat. Da strömt dann etwas kaltes Wasser nach, Heizung springt volle Pulle an, um 1 min später wieder auszugehen, weil nur 200 ml nachgeheizt werden mussten. Effizient ist etwas anderes. Die Einsparung bei uns ist ohne jegliche Komforteinbußen. Ich war ehrlich gesagt auch geschockt, was wir vorher verschwendet haben.


    Deshalb würde ich den Vermieter noch mal genauer fragen, was er damit meint und wie er sich das vorstellt. Es macht in der Regel auch sehr viel Sinn, die Zirkulation nur zu wichtigen Zeiten laufen zu lassen, wenn eine vorhanden ist. Das ist auch Energieverschwendung.

    Ihr müsst Besichtigungen ermöglichen und natürlich müssen offiziell müssen für solche Besichtigungen Fristen eingehalten werden. Allerdings sind Fristen bzw. Häufigkeiten, wie sie Gerichte oftmals geurteilt haben, meiner Meinung nach etwas realitätsfremd. Kein Haus ist vernünftig zu verkaufen, wenn nur einmal im Monat mal ein Interessent vorbeischauen darf und sich damit die Liste von Interessenten über Jahre ziehen würde. Bei Besichtigungen wegen Verkauf sind die Ankündigungsfristen nicht besonders hoch angesetzt, weil die meisten Interessenten eine zeitnahe Besichtigung wünschen. 24 h können da durchaus aus ausreichend angesehen werden, eine Stunde ist natürlich zu wenig, das ist auch klar. Es ist natürlich immer ein Geben und Nehmen, vor allem wenn ihr alle in einem Haus wohnt.


    Prinzipiell habt ihr keinen Vertrag mit dem Makler und keinen Anspruch, nur über diesen wegen der Besichtigungstermine zu kommunizieren, der Vermieter kann natürlich auch die Besichtigungstermine mit euch vereinbaren. Genau wie er auch mehrere Makler beauftragen könnte.


    Wegen dem Kündigungsschutz: ich gehe davon aus, dass das Haus nicht nach eurem Einzug in Eigentumswohnungen aufgeteilt wurde. Dann besteht kein besonderer Kündigungsschutz und es gelten die üblichen Kündigungsfristen. Da ihr schon über 8 Jahre in dieser Wohnung wohnt, beträgt die Kündigungsfrist 9 Monate für den Vermieter. Diese beginnen auch erst nach Eintragung ins Grundbuch zu laufen, sodass hier von mind. 1 Jahr nach Kaufvertragsabschluss zu rechnen ist. Die Verkäufer haben keine legale Möglichkeit, euch zu kündigen, wenn ihr euch nichts zu schulden kommen lasst. Ihr könntet natürlich in Erwägung ziehen, mit den Verkäufern/Vermietern einen Aufhebungsvertrag zu vereinbaren, in dem ihr euch zum Auszug gegen die Zahlung einer verhandelten Pauschale verpflichtet. Dies wäre vor allem dann eine Überlegung wert, wenn ihr ernsthaft mit einer berechtigten Kündigung durch Käufer rechnet.