Beiträge von Schweinchenfan

    In dem von dir genannten Paragraph steht genau das drin, was der Makler genannt hat. Wenn die Wohnung nach deinem Einzug umgewandelt wurde, hast du ein Vorkaufsrecht, ansonsten nicht.


    Ein Vorkaufsrecht bedeutet aber auch nur, dass du in einen geschlossen Kaufvertrag eintreten könntest, nicht, dass du in irgendeiner Weise den Kaufpreis verhandeln könntest oder mit dir zuerst verhandelt werden müsste.

    Warum bezweifeltst du, dass die Heizkosten enthalten sind ? Sehr häufig ist keine separate Vorauszahlung vereinbart, sondern nur ein Posten für die gesamten Betriebskosten.


    Gibt es in diesem Haus Aufzug, Hausmeister und co? 160 € klingen relativ wenig, wenn die Wohnung nicht gerade winzig ist. Bei einem Neubau kannst du natürlich keine alten Abrechnungen einsehen.

    Ich denke, dass du dich mit deinen Fragen durchaus an den Vermieter wenden kannst. Dieser ist dein Vertragspartner. Dass du keine Informationen der Versicherung bekommst, ist normal. Wenn tatsächlich eine Firmengebäudeversicherung abgeschlossen wurde, ist dies für ein reines Wohngebäude nicht korrekt und sollte auch den Vermieter Interessieren.


    Zur Terrorversicherung: Grundsätzlich gibt es Urteile, dass die Kosten für eine Terrorversicherung umlagefähig sind. Sicherlich kann man mit dem Vermieter streiten, ob eine solche Versicherung wirklich notwendig ist, aber da der Vermieter nicht die günstigste Versicherung wählen muss, braucht man vermutlich hier kein Fass aufmachen. So hoch werden die Kosten runtergebrochen auf die einzelnen Parteien eher nicht sein oder sind teilweise tatsächlich "kostenfrei" (d.h. einkalkuliert und nicht abwählbar) in den Premium-Produkten enthalten. Dagegen, dass ein Vermieter die höchste Absicherung, ohne Selbstbehalte, wählt, kann man nichts machen, solange die Kosten marktüblich sind.

    Ja, grundsätzlich hat der Vermieter Anspruch darauf, eine Sicherheit für evtl. Nachzahlungen bei den Betriebskosten einzubehalten, solange die Höhe dafür angemessen ist. Wenn jedes Jahr 500 € Guthaben waren, dürfte der Anspruch kaum bestehen, aber wenn es bereits regelmäßig zu Nachzahlungen kam durchaus. Evtl. weiß der Vermieter auch bereits, dass die erhöhten Vorauszahlungen nicht reichen werden. Für unsere Einliegerwohnung kann ich das auch bereits ohne Abrechnung abschätzen, da ich weiß, welche Kosten angestiegen sind im Vergleich zur letzten Abrechnung.

    Das kommt darauf an, wie die Kündigung begründet ist. Es muss konkret hervorgehen, warum sie dieses Objekt brauchen. Die Tatsache, dass sie bereits ein Haus haben, muss kein Grund sein, dass sie keinen Eigenbedarf haben. Dies muss dann aber umso besser begründet sein. Nähere Lage zur Familie zwecks Versorgung im Alter, bessere Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel...

    Mein Anliegen ist vollgendes. Wir wurden heute zu einem Gespräch gebeten von der Mutter meines Vermieters. Sie möchte unsere Miete erhöhen. Kann sie das so einfach?

    Nein. Mieterhöhungsverlangen kann nur der Vermieter stellen. Wem was gehört, spielt für euch keine Rolle, für euch zählt nur, wer Vermieter ist. Formal muss er dies auch entsprechend begründen, d.h. einen Vergleich zur ortsüblichen Miete ziehen und auch die Überlegungsfrist von mind. 2 Monaten einhalten.

    Hallo, mein Vermieter hat die Abrechnung bereits im Juli erstellt, wir haben diese erst im Dezember erhalten. Als Zahlungsfist wurde der 04.08.2020 angegeben ist es rechtlich korrekt. Die Abrechnung für 2018 kam im Oktober 2019. Vielen Dank für die Hilfe

    Dass der 04.08. als Zahlungsziel nicht nun haltbar ist, ist selbstverständlich. Wird keine Frist gesetzt, hat der Mieter 30 Tage Zeit, die Abrechnung zu bezahlen.

    Ich nutze auch TV übers Internet kann man den Kabelanschluss beim Vermieter kündigen?

    Das kommt auf den Vertrag an, aber in der Regel nicht. In Mehrfamilienhäusern werden meist Verträge für das gesamte Objekt abgeschlossen und der Mieter laut Mietvertrag verpflichtet, die Gebühren dafür anteilig zu bezahlen. Einzelanschlüsse sind eher selten und nur in sehr kleinen Objekten üblich, bei denen ist noch keine Vergünstigungen gibt. Dann muss jedoch meist der Mieter selbst einen Vertrag abschließen.


    Hallo, in unserem Haus befinden sich 18 Wohnungen angeblich waren nur 12 Wohnungen vermietet, darf der Vermieter die Kosten für Müllentsorgung auf die 12 Mietparteien aufteilen oder muss er auf 18 Wohnungen aufteile?

    Auch hier kommt es auf den Vertrag an. Wie werden denn die Müllgebühren umlegt? Nach Wohnfläche? Nach Personentagen? Grundsätzlich hat der Vermieter die Kosten für Leerstand zu tragen, d.h. bei Umlage nach Fläche oder Parteien muss der Vermieter die Kosten anteilig selbst tragen. Bei Personentagen kann man sich darum streiten, wie Leerstand angesetzt werden muss. Hier dürfte auch zu berücksichtigen sein, ob für leerstehende Wohnungen überhaupt Müllgebühren anfallen. Bei uns hängt die bereitzustellende Behältergröße, Zahl der Leerungen und damit die Kosten unmittelbar an der Zahl der am Objekt gemeldeten Personen, aber das ist regional unterschiedlich gehandhabt und es ist nicht klar, ob die Behältergröße an die tatsächliche Personenzahl angepasst ist.

    Ein bestehender Mietvertrag kann nicht einfach so einseitig geändert werden, auch nicht mit Begründung. Solange ihr nichts neues unterschreibt, kann euch in der Hinsicht nichts passieren.


    Eine Mieterhöhung kann sie bei entsprechender Begründung gemäß § 558 BGB und Frist verlangen. Dabei steht es ihr frei, welchen Parteien sie ein solches Mieterhöhungsverlangen zukommen lässt. Sie könnte es also nur euch zukommen lassen und bei den anderen Parteien die Miete beibehalten.


    Im Bezug auf die Beseitigung des Schimmels ist es durchaus so, dass die Vermieterin hier auf Zeit spielen kann. Tatsächlich sind Schimmelprobleme häufig nutzerbedingt, in Kombination mit ungünstigen baulichen Voraussetzungen. Wenn Schimmel an Außenwänden, insbesondere in Ecken, auftritt, dann ist es häufig so, dass die Ecke baulich bedingt besonders kalt ist und durch den Nutzer nicht ausreichend geheizt wird, um dem entgegen zu wirken. Wenn nun nicht genug gelüftet wird, schlägt sich Feuchtigkeit nieder. Natürlich gibt es auch rein baulich bedingten Schimmel, wenn es zu Wassereintritt kommt, der so nicht sein sollte. Allerdings ist es dies aus meiner Erfahrung eher selten der Fall. Aus diesem Grund kommt es hier sehr häufig zu Streitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter, die oft vor Gericht oder zumindest beim Gutachter enden. Das kostet meist erheblich Geld.


    Wenn ihr ohnehin nicht langfristig in der Wohnung bleiben wollt, würde ich persönlich eher dazu raten, noch einmal den Schimmel selbst zu beseitigen oder zumindest nicht den gerichtlichen zu gehen, sodass ihr Ruhe habt bis zum Frühjahr und zum Auszug. Da der Schimmel deiner Aussage nach nur an Außenwänden und nur im Winter auftritt, spricht das mindestens für ein Mitverschulden durch den Nutzer, sodass ihr evtl. ohnehin am Ende an Kosten beteiligt werden würdet. Aber das ist nur meine persönliche Einschätzung der Situation.

    Wir können hier nur schlecht prüfen, ob die Heizkostenverteiler korrekt montiert sind und die richtigen Faktoren gewählt wurden. Es ist durchaus denkbar, dass bei den Nachbarn 2 Zähler noch nicht notwendig sind, bei dir jedoch schon. Dies wird dann über die in der Abrechnung genannten Faktoren "korrigiert". Wenn du da Unstimmigkeiten feststellst, dann wäre dies mit dem Abrechnungsdienstleister (oder Vermieter, je nachdem, ob dieser den Abrechnungsdienstleister für Rückfragen beauftragt hat) zu klären. Ebenso kannst du nur mit diesem klären, ob die Heizkostenverteiler korrekt funktionieren. Als ersten Hinweis könntest du für einige Tage die Heizung der Küche komplett abdrehen und schauen, ob etwas gezählt wird.


    Es ist üblich, dass der Heizkörper oben heiß ist und unten nur noch lauwarm, über die Fläche gibt er ja die Wärme des Heizwassers ab. Die Position des Heizkostenverteilers ist je nach Bauart festgelegt und dann entsprechend normiert.


    Je nachdem, aus welchem Baujahr das Haus stammt und wie das Dach gedämmt ist, kann ein deutlich höherer Bedarf an Heizenergie in der obersten Wohnung vorkommen. Grob überschlagen hast du in der obersten Wohnung bei einem Flachdach die doppelte Außenfläche im Vergleich zu Etagenwohnungen darunter, über die Energie verloren geht. Bei neuen oder nachträglich gedämmten Dächern fällt das weniger ins Gewicht, aber bei älteren Häusern mit (fast) ungedämmten Stahlbetondecken ist es gravierend. Stahlbeton leitet die Wärme noch erheblich besser nach außen als Ziegel, sodass der Energiebedarf sogar noch höher sein könnte, je nach Bauart des Hauses.


    Grundsätzlich solltet ihr überlegen, ob ihr ggf. mit dem Wohnzimmer andere Räume mitgeheizt habt. Du schreibst, die Küche habt ihr nur selten beheizt. Wenn ihr aus dem Wohnzimmer die Wärme in andere Räume überschlagen lasst, dann kostet dies im Wohnzimmer überproportional mehr Energie als wenn alle Thermostate gleich eingestellt wären. Dies nur als Hinweis, warum ihr ggf. im Wohnzimmer so viel verbraucht habt.

    Grundsätzlich ist eine Mieterhöhung unabhängig von Mängeln. Wenn nicht im Mietspiegel ein Kriterium wie "gepflegtes Wohnumfeld" o.ä. steht, kann die Erhöhung dennoch gerechtfertigt sein.


    Grundsätzlich sind Mängel dann relevant, wann sie die Nutzbarkeit einschränken. Klar ist das, wenn sich die Räume nicht ausreichend beheizen lassen. Dies kann zu einer Mietminderung berechtigten. Im Bezug auf den Sperrmüll und die Müllberge kann dies ebenfalls der Fall sein, wenn dadurch angemietete oder zur gemeinschaftlichen Nutzung dienende Flächen nicht genutzt werden können (Waschraum, Trockenraum o.ä.) oder Geruchs/Schädlingsbelästigung auftreten.


    Rein optische Mängel berechtigen in der Regel nicht zu einer Mietminderung.


    Du solltest die Mängel der Hausverwaltung in jedem Fall anzeigen, ggf weiß diese gar nicht Bescheid, denn viele besuchen kleinere Objekte nicht regelmäßig, wenn überhaupt. Sonst kann daran auch nichts verändert werden.

    Es geht, wie auch im Vertrag vereinbart, immer um den tatsächlichen Zustand und die angegebenen Jahre sind nur ein Anhaltspunkt. Deshalb kann es sein, dass ihr durchaus die ganze Wohnung renovieren müsst, wenn der Zustand abgewohnt ist. Oder auch gar nichts, wenn die Küche und Bad noch in renoviertem Zustand sind.

    Grundsätzlich müsst ihr weder Reparaturkosten noch Anschlusskosten bezahlen. Das ist einzig Sache des Vermieters und darauf solltet ihr ihn hinweisen. Das sind ja keine Centbeträge, über die man hinwegsehen kann.


    Die Heizkosten müssen korrekt erfasst werden. Dazu gehört sowohl die Menge an Öl, die in einem Jahr verbraucht wurde als auch die separate Erfassung des Verbrauchs der einzelnen Wohnungen. Da dies aktuell nicht möglich ist, muss stattdessen nach Fläche abgerechnet werden und ihr habt das Recht, die Kosten um 15 % zu kürzen.

    Persönlich finde ich fast 1000€ als Miete für eine Einzelperson viel zu hoch, da ist klar, dass es bei Arbeitslosigkeit, Krankheit usw nicht mehr reicht, vor allem, wenn es weitere Zahlungsverpflichtungen gibt.


    Ich weiß nicht, was das Jobcenter in deiner Stadt als angemessenen Kosten der Unterkunft betrachtet, aber ich fürchte, dass das keine 15€/m2 sein dürften. Du könntest noch prüfen, ob du im Falle der Arbeitslosigkeit Anspruch auf Wohngeld hättest.


    Verträge mit Kündigungsausschluss sind heutzutage üblich, insbesondere seit der Umstellung auf das Bestsellerprinzip beim Makler. 2 Jahre ist durchaus normal.

    Seht ihr das auch so eine Neubau-Wohnung zu mieten, die ihr nicht besichtigen könnt, aber mind. zwei Jahren mieten müsst als risikoreich? Mir macht es am meisten bauchschmerzen, dass ich meinen Job verliere und dadurch die Miete nicht zahlen kann.


    Wie seht ihr das?

    Unter diesen Umständen würde ich das auf gar keinen Fall machen. Niemals. Die Miete musst du immer bezahlen können.


    Ob die Nebenkosten zu gering angesetzt sind, kann man schwer beurteilen, aber hier im Forum sind viele Abrechnungen zu finden und da läuft es häufig darauf hinaus, dass es bei vollem Serviceangebot und üblichem Verbrauchsverhalten Richtung 4€/m2 im Monat an Nebenkosten geht.

    Wenn es so vereinbart ist, dürft ihr den Garten nutzen.


    Allerdings beinhaltet das nicht, dass der Hund dort frei laufen darf oder gar sein Geschäft, egal welches, dort verrichten darf. Dazu gibt es ein paar Urteile. Insofern hat der Vermieter schon das Recht, zu sagen, dass der Hund dort nicht ohne (kurze) Leine herumlaufen darf.


    OLG Karlsruhe, 20.05.2008 - 14 Wx 22/08

    AG München 7.11.13, 483 C 33323/12