Beiträge von darkshadow

    Ist es rechtens, dass sie durch einen selbst verursachten Fehler meine Heizkosten schätzen

    Ja, das ist möglich.

    die Werte des Vorjahres komplett außer acht lassen und dann auch noch fast das dreifache verlangen?

    Auch das ist grundsätzlich möglich.


    Wie genau die Schätzung vorgenommen wurde ist mir nicht ersichtlich

    Laut BGH ist das auch nicht notwendig.


    Jetzt noch paar allgemeine Ausführungen:

    - Eine Schätzung ist voll gerichtlich überprüfbar, also ob geschätzt werden durfte und wie geschätzt wurde.

    - Es ist vom Gesetz zulässig unterschiedliche Schätzungsgrundlagen zu nutzen. Etwa der Verbrauch von vergleichbaren Wohnungen im Haus oder aber der Vorjahresverbrauch, dass ist die Entscheidung des Vermieters

    - Es gibt bestimmte Grenzen. Eine Schätzung wie gerade beschrieben ist etwa nicht möglich, wenn mehr als 25% der Gesamtwohnfläche des Hauses geschätzt werden muss. Dann ist die Gesamtverbrauch nach qm zu berechnen und der Mieter darf um 15% kürzen.


    Ob bei dir nun korrekt geschätzt wurde lässt sich also nicht anhand deiner Ausführungen feststellen.

    Wenn bei Einzug unrenoviert war, muss man beim Auszug nicht renovieren.

    Das spielt hier doch gar keine Rolle? Es geht um die Frage, ob überhaupt wirksam eine Renovierungsklausel vorliegt und dann kann man schauen, ob die Wohnung unrenoviert übergeben worden ist.


    Die Klausel die zur Renovierung verpflichtet ist - in meinen Augen - unwirksam. Eine Endrenovierungsklausel konnte ich nicht entdecken, es wird nur nochmal darauf hingewiesen, dass soweit eine Renovierung vereinbart, diese auch eingehalten werden muss.

    Der aktuelle Vermieter meint nun, dass gerade die Endrenovierungsklausel im Vertrag mich aber zur Renovierung verpflichten würde. Sollte ich mir Rechtsbeistand suchen, oder ist es durch die Klauseln eine eindeutige Sache?

    Da wir hier keine Rechtsberatung geben dürfen und auch nicht den Einzelfall prüfen dürfen, wird man dir das nicht beantworten können. Aber ich konnte zumindest keine grobe Fehler in deinen Ausführungen finden.

    Wenn das nur einmalig ist, können die Kosten nicht umgelegt werden im Rahmen der Betriebskostenabrechnung, das ist nur möglich, wenn das regelmäßig passiert. Aber zu eng darf man das auch nicht sehen, manchmal reicht auch einmal in 2-3 Jahren.

    Könnte das irgendwie ein Nachteil für uns werden?

    Kurz gesagt nein.


    Wenn ihr mit der normalen 3 Monatsfrist gekündigt habt wird der Verkauf bis dahin nicht mal vollzogen sein, denn der neue Eigentümer müsste erst im Grundbuch eingetragen werden.


    Selbst wenn nicht, bleibt die Kündigung wirksam und bestehen und das Mietverhältnis endet. Eventuell müsste die Rückgabe dann an den neuen Eigentümer erfolgen, aber das war es schon.

    Der Vermieter ist nicht verpflichtet einen Nachmieter zu akzeptieren, weder muss er eine Gebrauchsüberlassung an einen Dritten Dulden, noch muss er den bestehenden Mietvertrag ändern zugunsten des Dritten oder gar einen neuen Mietvertrag mit diesen abschließen.


    Das gilt, falls du persönlich im Mietvertrag stehst. Steht im Mietvertrag jedoch eine juristische Person (Bsp. GBR) berührt ein Gesellschafterwechsel nicht den Mietvertrag.


    Eventuell lohnt sich eine rechtliche Beratung, wenn so viel Geld auf den Spiel steht, weil nur da eine Einzelfallberatung möglich ist.

    Naja, du wolltest es dir einfach machen und hast dich um nichts gekümmert, sondern dachtest aus irgendeinen Grund der Widerspruch wäre ein Wundermittel.


    Du hättest dich nach der Kündigung darum kümmern müssen und nicht kurz vor deren Ablauf.

    Sagt dir das Urkundenmahnverfahren etwas oder der Urkundenprozess? Falls nicht lass die Finger davon und übergebe die Sache einer Anwältin, die eh der Gegner dank Verzug bezahlen muss.


    Grundsätzlich ist ein Mahnverfahren halt günstiger und schneller, kann aber genau so einfach widersprochen werden, so dass der Vorteil verpufft.


    Effektiver kann es hier sein, etwas penetranter beim Kontakt zu sein, Mails, Anrufe...halt ein bisschen nerven.

    Dann hätte ich das ewig rausgezögert.

    Verbunden mit erheblichen Kosten.

    Eigentlich dachte ich auch das es kein großes Problem wird weil ich kurz vor Fristende widersprochen (keine Ersatzwohnung).

    Dir ist klar, dass du das auch darlegen und im Zweifel beweisen musst? Einfach nur zu sagen "nichts gefunden" reicht nicht aus. Du musst dein ernsthaftes Bemühen nach einer Ersatzwohnung mehr als nur behaupten. Also etwa die Beauftragung eines Maklers, Aufgabe von Zeitungsanzeigen. Gemütlich darauf ausruhen kannst du dich nicht.

    Das muss sich aus dem Angebot des Vermieters ergeben. Wenn da keine Überlegungsfrist vorhanden ist, dann dürfte es sofort gelten und konkludent durch die Nutzung angenommen werden. Nur unter der Annahme, dass kein Stellplatz vorhanden wäre.


    Bedeutet, falls wir es unbedingt darauf ankommen lassen möchten, müssten wir einen Rechtsanwalt in Anspruch nehmen.

    So ungefähr ja. Kommt ganz konkret darauf an. Wenn ihr keine Ahnung von solcher Materie habt, dann ja. Wenn juristische Grundkenntnisse vorhanden sind und keine Kündigung des gesamten Mietvertrages aufgrund von Rückständen erfolgt, dann kann man das alleine machen.

    Nun bekamen wir ein neues Schreiben mit dem Hinweis das es doch nicht so ist, dass ein Stellplatz inklusive ist (nach erneuten prüfen seinerseits) und es sich um einen Tippfehler handelte.

    Sowas ist grundsätzlich möglich, nennt sich Anfechtung, aber egal.


    Ihr seid in der Beweispflicht, dass der Mietvertrag bereits einen Stellplatz enthalten hat. Grundsätzlich hättet ihr Pech, da es im Mietvertrag nicht aufgeführt ist, aber hier sieht die Lage anders aus. Nämlich, weil ihr diese Nebenabsprache beweisen könnt, bzw. den nicht niedergeschriebenen Vertragsinhalt.


    Das erhöht eure Chancen, aber Sicherheit bietet es nicht.

    Der Vermieter unterschrieb ein komplett Mängelfreies übergabeprorokoll und die Sache war erledigt.

    Das ist für euch ein extrem starkes Mittel. Dies kann regelmäßig als deklatorisches Schuldanerkenntnis ausgelegt werden. Ist aber von der konkreten Ausgestaltung abhängig. Man müsste es also im Einzelfall prüfen. Teilweise wird dann aber noch zugelassen, dass nicht erkennbare Mängel verspätet geltend gemacht werden, etwa Schimmel hinter Möbelstücken, die in der Wohnung bleiben dürfen.


    Da hier eine Kaution vorhanden ist, die nicht rausgegeben wird muss man selbst aktiv werden. Frist setzen und nach Ablauf den Klageweg bestreiten. Nur mit einem Anwalt bitte.

    Es gibt ja durchaus elektrische Backöfen. Da ist es doch ganz normal, dass dieser Strom zieht. Ob das die alleinige Ursache für den hohen Stromverbrauch (mit Ausnahme des Generator) ist kann natürlich von uns nicht geklärt werden.


    Es gibt viele Stromfresser, die solche Rechnung in die Höhe treiben können.

    Einige Teile sind davon auszufüllen. Etwa, welches Zimmer genau vermietet werden soll, Name und Anschrift, Beruf. Einkommensnachweise müssen nicht dargelegt werden.


    Aber im Zweifel wäre es halt einfacher das auszufüllen zu lassen. Warum sich der Untermieter dagegen sperren sollte ergibt sich für mich nicht, wenn die Begründung angebracht wird, der Vermieter will es halt so.


    Du solltest auch ein Interesse an die Vermögensverhältnisse haben. Sonst holst du dir jemanden rein, der kein Geld hat und dann müsstest du erst eine Räumungsklage anstrengen. Ist ja nicht so, ob du die Person dann eigenständig rauswerfen kannst.

    reinformal


    Das wurde doch geschrieben, jeden Tag 60-80 Minuten.


    Nun die frage: Gibt es irgendwelche Rechtsgrundlagen auf denen das Saugen mit einem INDUSTRIESTAUBSAUGER untersagt werden kann bzw das es zumindest nicht Sonn & Feiertags wie auch in der Mittagsruhe passiert?

    Gibt es Ruhezeiten die im Vertrag vereinbart worden sind?


    Aber es gibt auch kommunale Verordnungen zu Lärmzeiten, so dass man eventuell auch da einsetzen kann. Im Zweifel muss man im Privatklageweg versuchen, da eine Einigung zu erzielen, wenn dein Besitz so massiv gestört wird, dass es notwendig erscheint.


    Ich meine am Ende ist es Ruhestörung, wenn es zu laut ist zu bestimmten Zeiten, dann ist es egal, woher das kommt.

    Und es würde mich wundern, wenn dir dieser nicht zustehen würde

    Das sehe ich auch so. Der Vermieter hätte die Sachen nicht einfach entsorgen dürfen. Er hätte sich erkundigen müssen, Zettel hinterlassen, für eine gewisse Zeit einlagern usw.


    Ich überlege, meinen Vermieter wegen Diebstahl und Einbruch an zu zeigen, wenn er nicht mindestens die Reifen mit Felgen ersetzt.

    Diebstahl ist es nicht, da keine Bereicherungsabsicht, daher auch kein Einbruch. Vielmehr dürfte der Tatbestand der Sachbeschädigung in Betracht kommen. Aber wie Fruggel schon sagte, eine Anzeige wird dir kaum was bringen und im Zweifel eingestellt werden.

    Wer muss den Schaden Zahlen?

    Der Verursacher, wenn sich keiner ermitteln lässt, dann der Vermieter.


    Da die Scheibe außen gesprungen ist, dürfte auch die Beweislast zu Lasten des Vermieters gehen, da wäre ich mir aber nicht zu 100% sicher. Denn das kann auch passiert sein, als das Fenster weit geöffnet war.


    Also mal schauen was der Vermieter sagt und dann schaut man weiter.