Beiträge von darkshadow

    Kann ich da was tun?? :(

    Mietminderung, Zurückbehaltung der Miete, Selbstvornahme und Leistungsklage. Das sind so ganz grob eure rechtliche Möglichkeiten. Bezüglich des Geländers könnte man auch das Ordnungsamt/Bauamt informieren, damit diese aktiv wird gegen den Vermieter.


    Ihr solltet einen Anwalt in Anspruch nehmen um die Möglichkeiten genauer zu sondieren und dann umzusetzen. Aber eventuell reicht schon ein anwaltliches Schreiben dafür aus.

    Die alte Dame kann ihren Besuch die Nutzung der ihr zustehenden Räumlichkeiten erlauben. Wenn dazu auch der Garten/Hof gehört ergibt sich aus dem Wohnrecht und eurem Mietvertrag. Soweit ihr nicht die ausschließliche Nutzung inne habt, könnt ihr den Besuch der alten Dame nicht entziehen.


    Das Ganze hat aber auch seine Grenzen, die im Einzelfall geprüft werden müssen. Aber wahrscheinlich werdet ihr eine komplette Untersagung nicht durchsetzen können, soweit ihr keine ausschließliche Nutzung habt.

    Jeder kann eine Anzeige erstatten, hier wird aber wohl kein Straftatbestand erfüllt sein, von daher wird das auch nichts bringen. Eventuell liegt eine Ordnungswidrigkeit vor und ein Verstoß dagegen muss nicht verfolgt werden. Es ist aber selten sanktioniert mit Bußgeldern, wenn der Müll in fremden Mülltonnen entsorgt wird. Wenn die Behörde also nichts macht, dann kann man dagegen nichts machen. Übrigens hat die Behörde mein größtes Verständnis dafür.


    Da würde nur eine Unterlassungsklage bleiben. Ob die Erfolg hat, würde ich aber auch Bezweifeln, soweit die Tonne nicht deiner exklusiven Nutzung überlassen worden ist und die Vermieter das dulden.


    Im Ergebnis, kannst du wohl nichts machen. Nur wenn du selbst die Tonne nicht mehr nutzen kannst, weil die ständig überfüllt und absolut voll ist, kann man über einen Mietmangel nachdenken.

    Eine unwirksame Befristung wird durch Gerichte gerne umgedeutet in einen beidseitigen Kündigungsausschluss. Wobei zu beachten ist, dass so ein Kündigungsausschluss durch AGB nur auf 4 Jahre begrenzt werden.


    Noch dazu ist zu beachten, dass dem Vertragssteller regelmäßig verwehrt wird sich auf die Unwirksamkeit einer von ihm gestellten Klausel zu berufen. Der Mieter kann also ggfs. vorzeitig kündigen, aber nicht du, weil du nicht schutzwürdig bist in dem Moment wo du den Vertrag gestaltest.


    Eine Kündigung ist also höchst problematisch. Noch dazu wird der Einwand kommen, dass der Eigenbedarf vorhersehbar gewesen sein muss nach so einer kurzen Zeit. Den Einwand kann man aber auch entsprechend entkräften.


    Im Ergebnis sollte man eine gütliche Beendigung des Mietvertrages versuchen und falls das scheitert den Mietvertrag rechtlich prüfen lassen um zu schauen, ob eine Umdeutung in Betracht kommt und ob du dich darauf überhaupt berufen kannst. Es wird aber ein großes Prozessrisiko bleiben.

    Du hast grundsätzlich Anspruch auf die Funktionsfähigkeit, die bei Mietbeginn bestand, d.h. mit funktionsfähigem Außenfühler.

    Nicht unbedingt. Es wird entweder die vereinbarte Beschaffenheit geschuldet oder soweit keine Beschaffenheitsvereinbarung vorliegt eine normale Ausstattung die den Mietzweck erfüllt.


    Da der Nachtspeicherofen auch ohne Außenfühler funktioniert und so ein Außenfühler (in meinen Augen) keine normale Ausstattung ist, sondern eher "Luxus", müsste dieser Außenfühler vertraglich vereinbart worden sein. Es macht also ein Unterschied, wenn im Mietvertrag steht "Heizung" oder "Heizung mit Außenfühler" oder sonstige Einzelumstände darauf hindeuten, dass dieser Fühler geschuldet wird oder nicht.


    Eine pauschale Bejahung eines Mangels würde ich hier verneinen, sondern wirklich eine Einzelfallprüfung durchführen.

    Grundsätzlich hat Schweinchenfan recht.


    In einigen Fällen kann man aber noch den rechtzeitigen Zugang wahren, wenn unverzüglich nach Bekanntwerden, dass das Schreiben nicht zugegangen ist eine erneute Zustellung vornimmt und diese erfolgreich ist. Dann wird die Frist gewahrt. Ob das hier möglich wäre ist fraglich.


    Außerdem besteht noch die Möglichkeit, dass man hier auf eine vereitelte Zustellung abstellt und damit den Zugang fingiert. Das wäre der Fall, wenn der Vermieter etwa mit der Kündigung rechnen musste.

    Da ich beim Unterzeichnen des Mietvertrages den Mangel nicht angezeigt habe, muss ich nun auch für den Schaden aufkommen.

    Kann man nicht so pauschal sagen. Wenn das Waschbecken sehr alt ist, können solche Risse auch durch normale Abnutzung entstehen und müssen nicht auf eine Beschädigung zurückzuführen sein.


    Man sollte auch immer den Abzug alt für neu beachten, so dass es wiederum auf das Alter ankommt.

    Wer die Musik bestellt muss sie auch bezahlen.

    Das stimmt so nicht, es gibt auch Ausnahmen, wo der Mieter eine Selbstvornahme vornehmen darf und der Vermieter dafür zahlen muss. Geregelt ist das in § 536a BGB.


    Im Ergebnis ist Köbes aber zuzustimmen. Hier lag weder Verzug noch eine Eilbedürftigkeit in meinen Augen vor. Es wurde nicht mal der Versuch unternommen den Vermieter kurzfristig zu kontaktieren.

    Dann kann ich mir Untermieter suchen und hätte dementsprechend mehr entscheidung darüber mit wem ich zusammen wohne.

    Das kann dann ganz schnell als missbräuchliche Eigenbedarfskündigung ausgelegt werden, wenn dann offensichtlich wird, dass du die Wohnung nicht alleine nutzt und so muss die Eigenbedarfskündigung ja dann begründet werden. Das könnte im Schadensersatz enden.


    Deine Eltern müssen ihm erstmal eine Abmahnung schicken, alles was du so schreibst wird keine fristlose Kündigung rechtfertigen. Wie genau man das begründet muss man dann schauen, entscheidend wird da auch der Mietvertrag/Hausordnung sein.

    Laut Rechtsprechung gelten dabei ca. 50-75€ als angemessen.

    Innerhalb von AGB ja, wobei ich da bis zu einer Monatsmiete gelesen habe. Aber ob hier eine AGB vorliegt ist fraglich.


    Ich sehe grundsätzlich kein Problem dabei, ist halt ein individueller Vertrag, wo man sowas regeln kann. Ist nicht nett, aber er kann dich ja auch einfach nicht entlassen.



    Dieses Schreiben gut aufheben, denn das ist durch kein Gesetz gedeckt.

    Vertragsfreiheit, man muss eher Fragen, welches Gesetz verbietet diese Regelung.

    Du darfst Fruggel nicht falsch verstehen, die Gebäudeversicherung kann das zahlen. Aber ich wäre mir da nicht so sicher, wenn es keinerlei Anhaltspunkte für Schimmel gab.


    Allgemein differenziert die Rechtsprechung in solchen Fällen danach, ob die angebliche Mangelbeseitigung fahrlässig verursacht worden ist oder der Mieter Gründe dafür hatte von einen Mangel auszugehen.

    Wie kann man das denn aus dem BGB ablesen?

    Da steht halt "wohnen" und nicht "wohnen wird". Das ist eine Momentaufnahme für den Zeitpunkt der Kündigung, denn darum geht es ja.

    Räumungsklagen sind doch teuer für den Vermieter und ich hab gelesen dass er das muss das Geld vorstrecken.

    Dafür gibt es ja Rechtsschutzversicherungen. Daran wird es nicht scheitern.

    Kann man denn, wenn Räumungsklage erhoben wird doch noch schnell ausziehen, oder müsste man dann die Kosten für die Räumungsklage übernehmen :/

    Natürlich trägst du die Kosten für den Rechtsstreit, du hast ja den Anlass zur Klage gegeben. Die Kosten können sich dadurch aber reduzieren, je nachdem in welches Stadium im Rechtstreit erreicht worden ist.