Beiträge von Fruggel

    Und wenn er das nicht einhält und es bilden sich Legionellen in seiner Wohnung war dies dann ein vorhersehbarer Schaden und eine Obhutsverletzung ?

    Normalerweise kann das eventuell in Betracht kommen.


    ABER in diesem Fall, wie in den vorhergehenden Beiträgen zu sehen, ist ja noch nicht mal ein Wasserhahn montiert. Also gibt es auch nichts zu spülen.


    Und außerdem wurde offenbar noch nicht mal eine Legionellenuntersuchung durchgeführt. Deshalb ist es ohnehin nicht nachvollziehbar, wie denn überhaupt so viele Fragen zu dem Thema aufkommen können. Am Ende gibt es gar kein Problem mit dem Wasser. Meinen Sie nicht auch, dass zuerst eine Wasserprobe durchgeführt werden sollte, und anhand des Ergebnisses kann man dann weiter sehen. Alles andere ergibt keinen Sinn.

    Es handelt sich um eine WG. Somit ginge der Austausch des Schließzylinders nur in Absprache mit den anderen Bewohnern, da diese sonst nicht mehr rein kommen. Und wenn jeder seinen eigenen Vertrag für das Zimmer hat, dann geht das auch nicht.

    Heißt im Haus befindet sich eine "offene" Wohnung die nicht genutzt wird.

    Das kommt jetzt ganz drauf an. Unter Umtänden darf die Wohnung gar nicht genutzt werden, da keine Nutzungserlaubnis vorliegt. Das kommt typischerweise öfter beim Ausbau eines Dachgeschosses vor, wo es der Eigentümer versäumt, die Genehmigung vom Bauamt einzuholen. Ob so etwas in dem Haus bei dir zutreffen könnte, müsste man prüfen, kann man aus der Beschreibung nicht sagen.


    Wenn es eine ganz normale Wohnung ist, die auch vermietet werden kann, muss die Fläche in die Berechnung einbezogen werden (auch wenn gerade leerstehend). Die Aufteilung 50/50 stimmt dann natürlich nicht mehr und muss angepasst werden.


    Wenn ich mich jetzt nicht verzählt habe geht es um 4 Wochnungen in dem Haus. Und somit müssen die Heizkosten zwingend verbrauchsabhängig nach den Vorschriften der Heizkostenverordnung abgerechnet werden. Eine Ausnahme würde sich nur bei 2 Wohnungen ergeben. Es sollten also entsprechende Messgeräte in allen Wohnungen vorhanden sein.

    ich müssen für den Teppich selbst aufkommen. Stimmt das?

    Nein. Da kennt die Vermieterin vermutlich den §536a Abs. 1 BGB nicht, nach dem ein Vermieter Schadenersatz leisten muss für Folgen eines Mangels. Sollte es doch eine Versicherung geben, die einspringen muss, hätte dies natürlich Vorrang.

    Jedenfalls muss ein Termin vereinbart werden, wann es auch für dich passt, oder aber der Vorlauf ist angemessen groß, dass man sich drauf einstellen kann.


    Man kann dem Vermieter auch eindringlich bitten, den Termin dann verbindlich einzuhalten. Ansonsten müsste man sich überlegen, evtl. den Verdienstausfall wegen unbezahltem Urlaub vom Vermieter zurück zu verlangen als Schadenersatz.

    Wenn du weder mündlich noch schriftlich einen MV abgeschlossen hast bist du vermutlich kein Mieter

    Das ist nicht so pauschal richtig. Sobald Miete bezahlt wird, ist man Mieter. Das ergibt sich aus §535 BGB. Wenn du im Supermarkt etwas kaufst, unterschreibst du ja auch keinen Vertrag. Oftmals sagt man noch nicht mal etwas, sondern gibt den Kassierer/innen das Geld und dennoch ist ein Vertrag zustande gekommen.

    Eigentlich habe ich aber noch nie direkt mit dem Vermieter kommuniziert

    Warum nicht? Wäre der fehlende Schlüssel nicht ein Anlass, den Vermieter anzurufen und direkt danach zu fragen?

    Oder wäre das Fehlen des Schlüssels ein ausreichender Grund für eine fristlose Kündigung?

    Nein. Denn nach deiner Schilderung weiß der Vermieter ja offenbar noch nicht mal davon und denkt es wäre alles in Ordnung.


    Deine Beschreibung wirft aber tatsächlich weitere Fragen auf. Denn es muss dir ja jemand das Zimmer überlassen haben, und da hätte ich auch direkt gefragt, was mit dem Schlüssel ist.

    Danke für deine Rückmeldung. Wie schon geschrieben ist eine Kündigung wegen Unordnung nach dem Gesetz nicht anerkannt. Damit würde ein Vermieter nicht durch kommen. Und einen Besuch jede Woche muss man auch nicht akzeptieren. Alles Weitere muss man sehen, wie sich der Vermieter nun verhält. Wahrscheinlich wird er etwas Stress verbreiten, aber wenn du schon damit rechnest, weißt du vielleicht gut damit umzugehen.

    Einen wöchentlichen Besuch muss man nicht dulden, nicht mal einen jährlichen. Das ist ein zu großer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Nur mit einem besonderen Grund kann der Vermieter kommen, z.b. wenn etwas repariert werden muss, aber nicht zur Kontrolle.


    Und so verhält es sich auch mit der Ordnung im Zimmer. Das geht einen Vermieter nichts an, wie man leben möchte. Nur wenn die Wohnung Schaden nehmen würde, weil z.B. Ungeziefer angelockt wird, wäre es eine andere Situation. Vielleicht will dir der Vermieter nur helfen, indem er dich anstachelt, nicht in den Depressionen hängen zu bleiben sondern etwas zu tun. Aber kündigen kann er nicht mit der Begründung der Unordnung. Das ist kein anerkannter Kündigungsgrund.


    Die Zahlung der Mieter solltest du aber wirklich im Griff behalten. Sonst kann der Vermieter deswegen kündigen, wenn du mehr als einen Monat im Verzug bist.

    Habe ich jetzt einen Unbefristeten Mietvertrag?

    Ja. Aber nicht nur das, sondern es kann theoretisch möglich sein, dass der Vertrag von Anfang an unbefristet war, weil die Befristung möglichereise unwirkam war.

    Ist der Bürge ( mein Vater ) seit Beendigung des Offiziellen Vertrags raus

    Nein. Denn es gibt keinen neuen Vertrag, der bisherige wird nur fortgesetzt.

    Muss ich einen neuen unterschreiben wenn sie mich jetzt auffordert.

    Jedenfalls nicht ohne den Vertrag genauestens zu prüfen, bevor man unterschreibt. Wenn ein Vermieter einen neuen Vertrag vorlegt, dann schreibt er meistens Vorteile für sich hinein. Und worum sollte man sich dazu verpflichten, während der bisherige Vertrag weiter laufen könnte.

    Leider akzeptiert unsere Vermieter kein Änderung im Mietvertrag

    Wenn das so ist, dann drängt sich doch die nächste Frage an die Vermieter auf, ob die Untermieter stattdessen einen neuen Vertrag bekommen würden. Das müssten die Untermieter aber selber nachfragen, um dabei persönlich zu überzeugen, dass sie die geeigneten Mieter sind, also Einkommensnachweise mitbringen und was eben so üblich ist.

    Streng juristisch betrachtet würde ein Richter im Streitfall sagen, dass kein Strom extra bezahlt werden muss. Denn der Haushaltsstrom gehört nicht zu den Nebenkosten im Sinne der Betriebskostenverordnung. Deshalb kann man auch nicht sagen, dass der Strom in der NK Pauschale enthalten ist. Wenn also der Vermieter vergessen hat den Strom ausdrücklich in den Mietvertrag aufzunehmen, dann ist der Strom schlichtweg in der Grundmiete bereits enthalten.


    Als Mieter will man aber ja bezahlen, was man verbraucht hat. Denn wenn man sich selbst beim Stromversorger anmelden könnte, müsste man ja auch zahlen. Aber zumindest darf man verlangen, dass der Vermieter, da er ja immerhin einen Zwischenzähler hat, die ordentlich abrechnet, die Belege zeigt und man auch Zugang zum Zwischenzähler bekommt.

    Könnte ich die Kosten gemäß der Prämisse "Wer Unrecht hat, zahlt" anschließend auf die Vermietergesellschaft umlegen?

    Wie oben schon angedeutet gibt es in §536a BGB die Möglichkeit der Ersatzvornahme. Das bedeutet, unter bestimmten Voraussetzungen kann man selber die Reparatur veranlassen und die Kosten vom Vermieter verlangen.


    Wenn Sie über die korrekte und geeignete Vorgehensweise unsicher sind, dann wenden Sie sich an einen Rechtsanwalt. Wir können hier nicht weitergehend helfen außer diese Tipps zu geben, was theoretisch machbar ist. Viel Erfolg!

    Sie kam jetzt mit einer neuen Forderung. Vielleicht könnt ihr mir auch da weiterhelfen.

    Auch hierfür passen die bereits gegebenen Antworten.

    da ich im Flur ein Regal stehen hatte, das nach ihren Angaben Abdrücke hinterlassen hat.

    Mag sein, aber Möbel aufzustellen gehört nun mal zu einer normalen Nutzung der Wohnung.

    Habt ihr vielleicht Tipps, wo im Mietrecht ich mich weiter informieren kann?

    Im Internet über Suchmaschinen.

    Bzw. unter welchen Normen ich mehr dazu finde?

    Veränderungen oder Verschlechterungen der Mietsache, die durch den vertragsgemäßen Gebrauch herbeigeführt werden, hat der Mieter nicht zu vertreten.

    Die Tapeten waren schon alt als ich eingezogen bin

    Diese Aussage hört sich so an, als hast du die Wohnung in einem renovierungsbedürftigen Zustand bekommen. Wenn dem so sein sollte, dann könnte die Vereinbarung zur Schönheitsrenovierung unwirksam sein. Denn nach der Rechtsprechung ist es für eine wirksame Vereinbarung nötig, dass man die Wohnung entweder in einem nicht renovierungsbedürftigen Zustand bekommen hat oder man hat vom Vermieter dafür einen finanziellen Ausgleich bekommen.


    Bezüglich der Kratzer an den Türen kann man nicht so allgemein sagen, ob es Beschädigungen sind. Es kommt darauf an, wie es genau aussieht. Streichen der Türen gehört zu den üblichen Tätigkeiten der Schönheitsrenovierung. Und wenn die Kratzer damit beseitigt sind, dann ist es noch keine Beschädigung in dem Sinne. Nur wenn weitergehende Arbeiten nötig sind, ist es ein Schaden.

    Gemäß Rechtsprechung darf der Kündigungsverzicht nicht länger als 48 Monate sein. Diese Zeitspanne gilt nicht erst ab Mietbeginn, sondern ab Vertragsschluss und sie geht bis zum Ende des Mietverhältnisses. Wenn man also erst nach den 48 Monaten die Kündigung erklären kann, kommen noch die 3 Monate Kündigungsfrist dazu und die Zeit ist überschritten. Deshalb ist dieser Kündigungsverzeicht vermutlch eher unwirksam.


    Die Maklergebühr kann ein Vermieter niemals vom Mieter verlangen. Das ist durch Gesetz ausgeschlossen.