Beiträge von Fruggel

    Man muss als Mieter nur die Kosten mit tragen, die man auch selber verursacht hat. Ähnlich ist es beispielsweise auch bei einem Wasserrohrbruch. Hierbei muss man nicht für das Wasser zahlen, das durch das defekte Rohr in die Wände fließt. Klar kann man den genauen Wert meistens nicht bestimmen, und dann muss eine geeignete Schätzung gemacht werden.

    Es braucht somit also nur der Grundsteuerbescheid für das Zweiparteienhaus berücksichtigt werden. Die Verteilung geht nach dem Verhältnis der Wohnfläche, sofern im Vertrag nichts anderes vereinbart ist. Die Doppelgarage ist bezüglich der Grundsteuer dadurch bereits berücksichtigt.

    Diese Frage kann hier nicht so definitiv beantwortet werden, weil der Vertrag und die Umstände genauer angeschaut werden müssten, was die Möglichkeiten eines Forums überfordert. Wie schon gesagt kommt es auf den Zweck der Anmietung an. Es muss ja irgend einen Grund haben, warum man eine Wohnung anmietet, bei der man nie die Absicht hatte einzuziehen.


    Allein die Tatsache, dass du nie eingezogen bist, reicht nicht aus für die Überlegung. Um ein anderes Beispiel zu nennen gilt das Vorkaufsrecht auch für einen Mieter, der die Wohnung schon gekündigt hat und die Kündigungsfrist noch läuft. Da könntest du auch sagen, dass er ja kein Interesse hat, in der Wohnung zu bleiben. Aber das ist egal, er ist Mieter, und so gilt nach §577 BGB das Vorkaufsrecht für ihn.


    Was ist denn jetzt eigentlich deine Befürchtnis? Dass du das Vorkaufsrecht ausüben wirst und der aktuelle Käufer dann Einwendungen hat, du wärst gar nicht berechtigt für das Vorkaufsrecht? Ich denke, das hätte er bereits zum Ausdruck gebracht, denn immerhin muss er ja jetzt die Zeit abwarten, während der du dich entscheiden kannst.

    Das hängt vom Zweck deines Vertrags ab, kann man nicht allgemein sagen. Typische beispiele sind, wenn eine Hausverwaltung eine Wohnung für deren Hausmeister anmietet, oder eine Firma eine Wohnung für den Geschäftsführer, oder wenn ein karitativer Verein eine Wohnung für eine zu betreuende Person mietet.

    Was kann der Dritte tun um das Vorkaufsrecht zu verhindern?

    Meinst du damit den Käufer, mit dem ein Vertrag gemacht wurde? Nichts, die Bestimmung des §577 BGB lässt sich nicht aushebeln. Wenn du das Vorkaufsrecht hast und nutzt es, dann ist der aktuelle Käufer aus dem Rennen und du bekommst die Wohnung.

    Gemäß §577 BGB hat im Allgemeinen der Hauptmieter das Vorkaufsrecht, nicht der Untermieter. Etwas anderes kann laut den Gesetzeskommentierungen gelten, wenn der Vertrag mit dem Eigentümer als gewerblicher Vertrag eingestuft werden muss. Dann hätte der Untermieter das Vorkaufsrecht, weil nach dem Zweck des Gesetzes er dann schutzwürdig ist, nicht aus der Wohnung verdrängt zu werden.

    Mit 800 ist aber kein Heizkörper in deiner Abrechnung aufgeführt, also scheint das auch nicht enthalten zu sein. Und wenn der Wert mit den 3600 stimmen, dann scheint deine Heizkostenabrechnung in Ordnung zu sein. Es ist jedenfalls in der Relation alles plausibel. Auch wenn du nicht das ganze Jahr in der Wohnung warst, in der Zeit wo du da warst, hast du offenbar ganz gut geheizt.

    Hätte er bei wohnungsübergabe erwähnt dass er sie austauscht kein Thema. Aber hinterher auf einmal kommen?

    Ein Vermieter ist nicht verpflichtet, so etwas im Voraus mitzuteilen. Er hat die gesetzlichen Anforderungen so oder so zu erfüllen. Und bei umlagefähigen Kosten kann er diese problemlos in die Nebenkostenabrechnung einfließen lassen.

    Damit ich argumentieren kann

    Als Mieter muss man nicht mit Gesetzen argumentieren. Der Vermieter kann die Beratung eines Anwalts in Anspruch nehmen, wenn er sich nicht sicher ist. Es reicht, wenn du sagst, dass du die Kosten nur anteilig eines Nutzungszeitraums zu tragen hast und die Abrechnung damit monierst.

    wenn der kalt Wasser erst nach 6 Jahren fällig ist und diese noch nicht einmal um sind

    Dabei kann man möglicherwiese mit dem Wirtschaftlichkeitsgebot argumentieren, das der Vermieter einzuhalten hat. Es ist unwirtschaftlich, Kosten zu verursachen, die gar nicht erforderlich oder zweckmäßig sind. es wäre interessant, warum der Vermieter den Zähler hat austauschen lassen, evtl war er defekt.

    Laut Betriebskostenverordnung gehört zu den umlagefähigen Kosten auch die Eichung der Zähler. Jedoch ist es so, dass der Austausch billiger ist als die Eichung. Deshalb ist es zulässig, ersatzweise den Austausch abzurechnen.


    Der Vermieter kann aber nicht die vollen Kosten mit dir abrechnen, sondern nur zeitanteilig bis zum Vertragsende. Der Anteil für die Zeit danach geht auf den neuen Mieter oder bei Leerstand auf den Vermieter.

    Nach der allgemeinen Verkehrsanschauung gilt ein Garten eines Hauses, das man allein bewohnt, im Allgemeinen als mitvermietet, auch wenn das nicht im Mietvertrag steht. Im Fall eines Doppelhauses natürlich nur bis zur Grenze zwischen den Häusern. Es gibt ja keine andere Mietpartei in der Doppelhaushälfte, mit der man sich den Garten theoretisch teilen müsste.

    wie können die Kosten so hoch sein da ich letztes Jahr nur 6 Wochen in der Winterperiode zu Hause war.

    Wenn du so wenig heizt wie du schreibst, dann ist sehr fraglich, wie der eine Zähler 3607 Einheiten zusammen bringen kann. Das ist nicht wenig. Du hattest von einem geschätzen Zählerwert geschrieben für die Heizung, die ausgebaut wurde. Ist das vielleicht dieser Wert?

    Die Berechnung an sich ist in Ordnung, sofern die aufgeführten Kosten stimmen. Die Zählerwerte sollten überprüft werden. Wenn es elektrische Heizkostenverteiler sind, kann man sich rückwirkend den Wert des letztes Stichtags ansehen, also wahrscheinlich der 31.12.19. Schau also mal auf die Anzeige, ob der Stichtagswert mit dem auf deiner Abrechnung überein stimmt.


    Unabhängig von den Heizkosten könnte noch ein Fehler in den anderen Kostenarten, also den kalten enthalten sein. Oder aber es stimmt alles, und du zahlst einfach nur viel zu wenig voraus, das kommt auch vor.

    Ja, das Gesetz zur Indexmiete gilt beidseitig, als Mieter kann man die Herabsetzung verlangen. Allerdings ist in vielen Verträgen vereinbart, dass die Anpassung nur dann durchgeführt wird, wenn die Veränderung mehr als einen bestimmten Betrag ausmacht.

    Aber ich wage zu bezweifeln, dass sich der Aufwand wegen 1€ im Monat lohnt. Stattdessen könnte man sich freuen, dass der Vermieter eben jetzt aktuell nicht erhöhen kann sondern erst wieder später.

    Beim nächsten Regen werd ich das ganze mal filmen und ihm per E-Mail schicken damit ersichtlich ist das der Schaden definitiv nicht durch mich verursacht wurde.

    Mach dir nicht allzuviel Stress oder Sorgen um die Sache. Denn es ist so, dass im Sinne des §538 BGB erst mal der Vermieter für alle Schäden verantwortlich ist, die durch normalen Gebrauch entstehen. Das bedeutet, dass wenn ein Vermieter behauptet, der Mieter hätte einen Schaden verursacht oder zu verantworten, dann muss das der Vermieter etwas genauer darlegen und glaubhaft machen. Es ist also erst mal der Vermieter der dir erklären muss, auf welche Weise du den Schaden verursacht haben sollst. Und ich kann mir trotz aller Phantasie nicht vorstellen, wie ihm das gemäß deiner Schilderung gelingen soll.

    Dieser hat festgestellt, dass die weitergereichten Kosten teilweise überdurchscnittlich hoch sind und teils über den Erfahrungswerten des Betriebskostenspiegels liegen.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass der Mieterbund nur allein eine solche Aussage trifft. Man wird sich dort doch auch sicherlich die Abrechnung im Details angeschaut haben. Wenn ich eine NK Abrechnung prüfe, dann schaue ich mir auch den Vergleich zu den Kosten laut Statistik an, aber dann geht es weiter in die Einzelheiten. Hat man dir beim Mieterbund keine einzelnen Punkte genannt, die nicht plausibel sind oder falsch erscheinen?


    Ja, man solte die Belegeinsicht in Anspruch nehmen. Aber die rechnerische Prüfung der Abrechnung ist der erste Schritt. Und dabei kommt man dann in der Regel auf einzelne Kostenarten, die heraus stechen und man sich genauer anschauen sollte.


    die Rauchmelder wurden aber nie gewartet

    Das kommt dir möglicherweise nur so vor. Es gibt Rauchwarnmelder, die ihre sämtlichen Daten per Funk übermitteln und diese so ausgelesen werden können, ohne dass jemand in deine Wohnung muss.

    Sie kann aber auch dadurch wirksam werden, dass ihr nicht widersprochen wird. Also widersprich der Kündigung ohne Angabe von Gründen

    Nein, das ist fachlich falsch. Entweder ist eine Kündigung wirksam oder nicht, des hängt nicht von einem Widerspruch ab. Bevor du solche Empfehlungen gibst, befasse dich vorher selbst erst mal mit den Rechtsnormen, wie es dir ja schon in der Konversation empfohlen wurde.


    Es ist durchaus ein Widerspruch im Gesetz vorgesehen nach §574 BGB. Aber dieser Widerspruch macht die Kündigung nicht unwirksam, sondern man zögert quasi den Auszug hinaus, wenn entsprechende soziale Gründe vorliegen. Und diese Gründe müssen im Widerspruch sehr wohl dargelegt werden. Doch wenn eine Kündigung von Anfang an unwirksam sein sollte, dann kann man sich das spären.

    Bei einer Abrechnung der umlegbaren Kosten nach qm käme ich am Ende aber auf das gleiche Ergebnis.

    Es ist einfacher als du denkst. Du kannst lediglich nicht die Zahlen der Hausgeldabrechnung direkt übernehmen, sondern du erstellst selber eine Abrechnung, in der du anstatt nach MEA dann nach Wohnfläche verteilst. Das ist alles.


    Es kann theoretisch vorkommen, dass dabei das Verhältnis der MEA nicht dem Verhältnis der Wohnflächen entspricht. Das ist dann für den Mieter entweder ein Vorteil oder ein Nachteil. Aber das macht nichts. Die gesetzliche Anforderung ist dann erfüllt.

    Ferne möchte ich das "Problem" natürlich für die Zukunft heilen.

    Bei der Formulierung kann dir hier keiner helfen. Das geht über die Möglichkeiten eines Forums hinaus. Aber sprich erst mal mit dem Mieter. Denn die Änderung erfordert seine Zustimmung. Das kannst du nicht einseitig festlegen.

    Mir geht es nur darum ob er mich innerhalb einer extrem kurzen Frist vor die Tür setzen kann

    Er darf nicht, aber er kann. Ich meine damit, dass er durchaus auf die Idee kommen könnte, das Schloss auszutauschen, dass du einfach nicht mehr rein kommst. Das ist aber nicht zulässig. Du solltest dich in dem Fall sofort an einen Rechtsanwalt wenden, sodass dieser eine gerichtliche Anordnung erwirkt, dass du herein gelassen werden musst.

    Es kommt nicht darauf an, ob der Raum mit der Wohnung direkt verbunden ist oder irgend wie außerhalb liegt. Sondern es kommt darauf an, ob der Raum zur eigenen Mietsache gehört, mit anderen Worten, ob man allein exklusves Nutzungsrecht an dem Raum hat und sonst keiner. Und wenn der Vermieter auch einen Zugang hat so wie du schreibst, dann scheint Letzteres vielleicht nicht gegeben zu sein, aber das kann man aus der Ferne nicht beurteilen.