Beiträge von Fruggel

    Bei der sind keine Reparaturen (Teile und Anfahrt) inklusive.

    Das ist schon mal gut. Doch wenn ich mir die verlinkte Übersicht anschaue, dann reicht auch die kleine Stufe basic völlig aus. Hier kommen dann zwar noch Verschleißteile extra dazu, aber das dürfte weniger sein als der Preis vom mittleren Paket.

    Bei dem Zurückweisen der Position geht es mir nur darum dass er anscheinend noch gar nichts bezahlt hat.

    Das ist erstmal nicht so schlimm. Aber da scheinbar der Abrechnungszeitraum von Mai bis April geht, müssen die Kosten anteilig auf den Zeitraum runter gerechnet werden.

    Dass der Vermieter so ein Paket einfach willkürlich wählen kann wundert mich

    Das muss nicht verwundern. Es ist das Eigentum des Vermieters und warum soll er nicht selbst entscheiden können, welche Verträge er dafür abschließen möchte. Inwieweit der Vermieter die Kosten auf einen Mieter abwälzen kann, ist davon unabhängig eine ganz andere Betrachtung.

    Natürlich ist es kaum möglich, die Reparaturen mit Anfahrt, Ersatzeilen usw. aus dem Vertrag herauszurechnen.

    Dazu muss man sich zuerst den Vertrag anschauen. Eventuell lässt sich aus den Details eine Quote ermitteln, wie hoch der Reparaturanteil ist. Hilft das nicht weiter, dann bleibt nur eine Schätzung. 50% dürfte wahrscheinlich schon in die richtige Richtung gehen.

    Der Vermieter hat mittlerweile angeboten, dass er 130 € des Vertrags übernimmt

    Man könnte den Vermieter fragen, wie er auf diese Zahl kommt, ob sich die belegen lässt oder er die Zahl nur rein fiktiv gesagt hat um etwas anzubieten.

    Zusätzlich werde ich dann noch die Position insgesamt zurückweisen

    Das wäre nicht korrekt, denn die jährliche Wartung ist ja umlagefähig. Es geht nur um den Betrag. Man müsste in der Beanstandung gegen die Abrechnung also einen Betrag für den Raparaturanteil abziehen, der einem als Mieter realistisch erscheint. Wenn der Vermieter damit nicht einverstanden ist, dann wird er schon darauf antworten.

    es handelt sich um bei den 100 € um eine Pauschale?

    Das hört sich nach der Beschreibung durchaus so an. Endgültig kann man das aber nur sgen, wenn man sich den Vertrag komplett anschaut.

    Doch auch wenn es sich um eine Vorauszahlung handeln sollte, dann muss eine formell korrekte Abrechnung vorliegen. Das bedeutet, man muss rechnerisch nachvollziehen können, wie die Vermieterin auf den Anteil für die Wohnung kommt. Wenn Sie nicht weiter kommen, mit diesen Informationen, dann senden Sie mir gern Ihre Abrechnung und den Mietvertrag an service@nebenkosten-berechnen.de zur weiteren Prüfung über einen Anwalt.

    Kann sie uns zur Kasse bitten und die anderen nicht?

    Ja, das ist möglich. Allerdings nur mit dem korrekten Anteil, der auf eure Wohnungen jeweils entfällt, nicht für die gesamte Summe. Es kommt also darauf an, wie der Betrag errechnet wurde. Da es keine Einzelzähler für das Wasser gibt, wäre eine Verteilung nach dem Verhältnis der Wohnfläche üblich. Und die geleisteten Vorauszahlung wären dann auch zu berücksichtigen.

    Es kommt dann auch noch auf die vertragliche Vereinbarung an. Dort könnte eine Pauschale vereinbart sein, und dann kann die Vermieterin nichts nachträglich verlangen. Im Fall einer Vorauszahlung mit jährlicher Abrechnung sollte man auf die Abrechnung über alle Kosten bestehen, denn es könnte sich ja insgesamt ein Guthaben ergeben bei korrekter Abrechnung.

    Bei einem Eigentümerwechsel geht der Mietvertrag kraft Gesetz auf den neuen Eigentümer über. Es ist daher nicht erforderlich, dass ein neuer Vertrag abgeschlossen werden muss und man muss einen solchen also auch nicht unterschreiben.

    Wenn der Vermieter irgend etwas zu seinen Gunsten verändern möchte an der vertraglichen Vereinbarung, dann sollte es in seinem Interesse sein, dem Mieter im Gegenzug auch angemessene Vorteile anzubieten. Denn warum sollte man sich sonst darauf einlassen.

    Ansonsten kann der Vermieter die Miete nur im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten erhöhen, also genauso wie es auch der verherige Eigentümer hätte tun können

    Mir machen die Atteste nur Sorgen

    Die Atteste bedeuten erst mal gar nichts, denn eine Krankheit an sich hindert einen ja nicht am Umzug. In einer anderen Wohnung zu wohnen verschlechtert doch die gesundheitliche Situation nicht. Es gibt schon Fälle, wo ein Umzug eine unzumutbare Belastung sein könnte, aber das müsste erstmal genauer dargelegt werden.

    allerdings wird die Mieterin nicht mit mir persönlich sprechen wollen

    Das klingt nach einer Vermutung und es käme auf einen Versuch an.

    Muss ich jetzt meine Wohnung streichen oder nicht?

    Das kann man nicht so allgemein beantworten. Es kommt darauf an, ob die Wohnung beim Einzug schon renovierungsbedürftig war oder nicht. Und es hängt davon ab, wie der Zustand der Wände jetzt ist, also ob sie einen renovierungsbedürftigen Eindruck machen.

    Wenn man die Wände während der Mietzeit farbig gestrichen hat oder Mustertapeten angebracht hat, muss man das in jedem Fall beseitigen.

    In jedem Fall werdet ihr euch auf eine längere Zeit einstellen müssen, bis das Haus leer ist und ihr einziehen könnt. Da sollte man sich keinen Illusionen hingeben.

    Eine Räumungsklage würde höchst wahrschinlich erfolgreich sein. Aber die Kosten dafür müsstet ihr vorstrecken. Wenn aber die Mieterin kein Geld hat, wird man die Kosten nicht zurück bekommen. Da nützt es dann nichts, einen Anspruch zu haben. Daher war mein Rat darüber nachzudenken, mit der Mieterin eine Einigung zu finden mit dem Angebot einer Umzugsbeihilfe. Gelingt das, ist das Geld an der Stelle besser investiert.

    Reparaturen müssten wir nur zahlen, wenn diese explizit im Mietvertrag erwähnt werden?

    Reparaturen sind gemäß Rechtsprechung nur in der sog. Kleinreparaturklausel zulässig, da Instandhaltung per Gesetz immer Vermietersache ist. Außerdem dürfen diese Kleinreparaturen nur Teile umfassen, mit denen man laufend in Kontakt kommt, also z.b. Türklinken, Lichtschalter, Rollogurte, Wasserhahn etc.

    wie verhält es sich aber mit der Rechnung für die Reparatur?

    Reparaturen sind Sache des Vermieters.

    Dass ich als Mieter die Rechnung für die Wartung bezahle ist klar

    So ganz klar ist das nicht, denn...

    Eine Nebenkostenabrechnung haben wir noch nie erhalten, diese sind auch nirgends im Vertrag aufgeführt

    Da gibt es nun zwei Möglichkeiten. Entweder es ist eine Pauschale vereinbart, dann ist in dieser auch die Wartung enthalten und man muss diese nicht extra zahlen. Oder aber, es ist eine Vorauszahlung vereinbart, dann muss man nicht die Wartung separat zahlen, sondern die Wartung ist in einer jährlichen Abrechnung aufzuführen. Es könnte ja sein, dass eine Abrechnung ein Guthaben ergeben würde, und trotzdem zahlt man die Wartung noch obendrein. Da sollte man nochmal genau lesen.

    nicht verstehen können wie solche Menschen dort noch wohnen bleiben dürfen und es keine weiteren Konsequenzen für sie gibt.

    Das ist absolut nachvollziehbar. Ich kann die Emotion dahinter nachvollziehen. Doch man muss auch sehen, dass ein Mieter sich gegen eine Kündigung wehren könnte. Dann hat ein Gericht darüber zu befinden, ob die Kündigung wirksam ist. Und dafür muss der Vermieter ein paar Dinge beachten. Man sollte schon alle Aspekte im Blick behalten.

    In jedem Fall wird es wohl länger dauern als die Kündigungsfrist, wenn tatsächlich Härtefallgründe bestehen. Verhindern kann ein Mieter einen Auszug aber kaum, sondern nur verschieben.

    Anstelle eines Räumungsprozesses, auf dessen Kosten man sitzen bleiben würde, wenn der Mieter kein Geld hat, kann man auch Geld anbieten für die Umzugskosten. Das Haus kostet ja einiges, und da kommt es dann vermutich auf 3000€ Umzugsbeihilfe auch nicht mehr an, um die Mieterin zu unterstützen.

    Doch vorsicht mit einer solchen Unterstützung. Wenn die Mieterin Sozialleistungen bekommt, dann ihr das Geld nicht in Bar oder Überweisung geben, denn sonst wird es auf die Leistungen angerechnet. Stattdessen bezahlt ihr das Unzugsunternehmen oder andere Dinge direkt.

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