Beiträge von Hank Moody

    Bei Provisionen gilt das Bestellerprinzip. Es muss also diejenige Partei die Provision zahlen, die den Makler beauftragt hat.

    Hallo zusammen,


    es gibt hier einen sehr interessanten Sachverhalt:


    Vermieter (V) und Mieter (M) schließen einen Mietvertrag mit Mietbeginn 01.02.2019. Im Mietvertrag wird eine Vorauszahlung für Betriebskosten in Höhe von 55 € und für Heizkosten in Höhe von 25 € vereinbart. Die Höhe der Nebenkosten wurde so auch im Inserat ausgewiesen. Ferner wird im Expose in der Beschreibung explizit erwähnt, dass aufgrund der Bauweise des Hauses die Nebenkosten sehr gering seien (Ist jedoch nicht weiter definiert, was unter "gering" zu verstehen ist).


    Im März 2020 wurde das Mietverhältnis durch M ordentlich und fristgerecht zum 30.06.2020 gekündigt und M ist Mitte April 2020 ausgezogen.


    Am 26.04.2020 hat V die NK Abrechnung für 2019 und 2020 per E-Mail an M gesendet.


    Hieraus ergibt sich, dass M für 2019 ca. 1140 € nachzahlen soll.


    Für 2020 wurde bereits auf das Vertragsende hochgerechnet. Daraus ergibt sich eine Nachzahlung von ca 430 €.


    Bei der Wohnung handelt es sich um eine Einliegerwohnung. V wohnt in dem Haus, in dem sich die Wohnung befindet. Das Grundstück ist sehr groß, M hat jedoch keinen Zugang zu dem sehr großen Garten (Es liegen nur Infos über die Wohnflächen vor, über die Grundstücksfläche jedoch nicht. Der Garten ist jedoch riesig, geschätzt locker 500qm).


    Als Verteilungsschlüssel gilt für die meisten Kosten die Wohnfläche.


    V hat die Wohnung erstmalig vermietet, ist jedoch schon längere Zeit Eigentümer und hat die Wohnung vor der Vermietung als Büro genutzt.


    Alleine der Anteil der Grundsteuer beträgt knapp 700 € in 2019. Die gesamte Betriebskostenvorauszahlung für 2019 beträgt 605 €. Und auch andere Positionen sind sehr hoch im Verhältnis zu den Vorauszahlungen.


    Da V ja bereits mehrere Jahre Eigentümer war und das Haus auch bewohnt hat, müssen ihm die Kosten ja bereits bekannt gewesen sein und Kenntnis davon haben, dass die per Inserat beworbenen und später vertraglich vereinbarten Vorauszahlungen nie und nimmer passen.


    M erwartet bei NK keine Punktlandung und erkennt auch an, dass es mangels Erfahrungswerten für die verbrauchsabhängigen Kosten schwierig ist, die Vorauszahlung zu berechnen. M findet jedoch auch, dass V aufgrund der fixen Betriebskosten hätte erkennen müssen, dass die Vorauszahlungen hätten deutlich höher sein müssen. M vertritt die Auffassung, dass er von V getäuscht wurde.


    M wird sich die Belege zeigen lassen, geht jedoch davon aus, dass die Zahlen korrekt sind. Es geht M aktuell um die Frage, ob in diesem Zusammenhang von angemessenen Vorauszahlungen gesprochen werden kann.

    Erst einmal Danke für Eure Einschätzungen.


    M ist ausgezogen, hat aber noch Mängel zu beseitigen. Die Wohnung ist noch nicht an V zurückgegeben, da V eben wegen der Mängel die Rücknahme verweigert hat.


    M hat kein Problem mit den Fotos, V moniert jedoch, dass er noch keine Fotos machen könne wegen der Mängel.


    Das Thema Fotos ist jedoch auch nebensächlich. Wichtiger ist die Frage bezüglich Betreten der Wohnung. Gerade weil sie ja nicht übergeben ist.


    Aber gut. M wartet jetzt das WE ab, was V anbietet bezüglich Erwartung der Mängelbeseitigung. M hat aktuell das Interesse, die Mängel zu beseitigen und einvernehmlich den Vertrag zum 15.05. zu beenden (oder notfalls 31.05). Sofern hier keine Einigung erfolgt, möchte M dann eben entweder fristlos kündigen oder es bleibt bei 30.06., dann aber konsequent.

    Hallo zusammen,


    Hier ein etwas komplexeres Thema:


    Der Mieter (M) hat die Mietwohnung ordentlich und fristgerecht zum 30.06. gekündigt und dem Vermieter (V), der im gleichen Haus wohnt, die Kündigung am 13.03. persönlich überreicht. Da M am 14.03. In den Urlaub fliegen wollte, hat er V aus eigenem Antrieb einen Zweitschlüssel überlassen, um einerseits für Notfälle und andererseits für Besichtigungen den Zutritt zu gewähren.


    Während des Urlaubs fragte V M, ob es ok wäre, wenn V die Wohnung fotografieren dürfe für Inserate. M hat dem zugestimmt.


    Nachdem M am 26.03. aus dem Urlaub zurück gekommen ist, waren jedoch keine Fotos gemacht. M hat den Zweitschlüssel nicht zurückgefordert.


    Am 14.04. Ist M ausgezogen. Während der Übergabe am 20.04. erwähnte V, dass er am Abend zuvor schon einmal in der (geräumten) Wohnung war, um sich vorab einen Überblick zu verschaffen. Für dieses Betreten gab es von M keine Einwilligung. Auch hat V keinen Notfall erwähnt.


    Weiterhin war V mit dem Zustand der Wohnung unzufrieden und meinte, er könne keine Fotos so machen.


    Dazu zwei Fragen:


    1. Hat V das Recht auf Fotos solange das Mietverhältnis noch besteht? Also in einer geräumten Wohnung ohne persönliche Gegenstände? Und hat V ein Recht darauf, dass die Wohnung für diese Fotos bereits mangelfrei ist?


    2. Kann M fristlos kündigen wegen unerlaubten Betretens der Wohnung? Grundsätzlich und speziell obwohl eine ordentliche Kündigung bereits vorliegt?


    Die Frage der Beweisführung lassen wir hierbei einmal außen vor.


    Danke und Gruß

    Thorben

    Hallo zusammen,


    ich habe hier zwei Fragen, bei der mir Google nicht richtig weiterhelfen kann:


    1. Ich habe in meinem Mietvertrag unter "sonstige Vereinbarungen" (Hamburger Mietvertrag) eine Zusatz drin stehen, der mich dazu verpflichtet, die Dusche nach jedem Duschen abzuziehen. Mal abgesehen davon, dass ich das sowieso mache stellt sich mir jedoch die Frage, ob so eine Klausel überhaupt wirksam ist?


    2. Ich finde im Internet jede Menge Infos dazu, was besenrein bedeutet, jedoch nicht "in sauberem Zustand". In meinem Mietvertrag steht, dass ich die Wohnung in sauberem Zustand zu übergeben habe. Ist dies gleichzusetzen mit besenrein oder wie ist hier die Lage?


    Danke Euch und Gruß

    Thorben

    Hallo,


    erst einmal Danke für die Antwort.


    Der für mich entscheidende Punkt ist: Während der Übergabe hat der Vermieter mehrmals von sich aus die Herausgabe der Schlüssel gefordert. Ich habe diese nicht angeboten. Die Schlüssel habe ich dann natürlich herausgegeben.


    Macht dieses Detail einen Unterschied?

    Hallo zusammen,


    Ich habe folgenden Fall und würde mich über Einschätzung freuen:


    Ich habe einen Mietvertrag am 13.03.20 fristgerecht zum 30.06.20 gekündigt, hilfsweise auch früher. Das Schreiben richtete sich an alle im Mietvertrag genannten Vermieter.


    In dem Schreiben habe ich zum Ausdruck gebracht, dass ich am 14.04.20 ausziehen werde und einer Neuvermietung zum 01.05.20 zustimme.


    Die Kündigung würde mir am 16.03.20 schriftlich bestätigt.


    Ich bin am 14.04.20 ausgezogen. Am 20.04.20 fand die Übergabe statt. Der Vermieter hat am Zustand Mängel festgestellt und aktiv die Rückgabe der Schlüssel gefordert. Diese habe ich ihm gegeben.


    Ich vertrete jetzt die Auffassung, dass das Mietverhältnis somit vorzeitig aufgehoben ist, da ich klar meinen Willen zu einer vorzeitigen Aufhebung geäußert habe und der Vermieter durch aktive Annahme der Schlüssel dem zugestimmt hat.


    Wie ist dieser Sachverhalt Eurer Meinung nach einzuschätzen? Kann ich hier davon ausgehen, dass der Vermieter konkludent einer vorzeitigen Aufhebung zugestimmt hat?


    Ich danke Euch vorab


    Viele Grüße

    Thorben